Kapitel 1
Kapitel 1 Vers 1
1. Den ersten Bericht habe ich verfasst, o Theophilus, über alle Dinge, die Jesus zu tun und auch zu lehren angefangen hat,
Kapitel 1 Vers 2
2. bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Anweisung gegeben hatte.
Kapitel 1 Vers 3
3. Denen hat er sich auch nach seinem Leiden in viele Beweisen als Lebender dargestellt, indem er sich von ihnen während vierzig Tagen sehen ließ und die Dinge sagte, die das Königreich Gottes betreffen.
Kapitel 1 Vers 4
4. Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, "die ihr, sagte er, von mir gehört habt,
Kapitel 1 Vers 5
5. dass Johannes zwar mit Wasser getauft hat, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen nicht vielen Tagen."
Kapitel 1 Vers 6
6. Die also, die zusammengekommen waren, befragten ihn und sagten: "Herr, ob du in dieser Zeit das Königreich für Israel wieder herstellst?"
Kapitel 1 Vers 7
7. Er aber sagte zu ihnen: "Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat;
Kapitel 1 Vers 8
8. jedoch werdet ihr Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabgekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zu dem äußersten Ende der Erde!"
Kapitel 1 Vers 9
9. Und als er diese Worte gesagt hatte, wurde er, während sie hinblickten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen weg.
Kapitel 1 Vers 10
[1 weggehender] o. sich entfernen
10. Und als sie gespannt zum Himmel starrten, während er sich entfernte, und siehe, zwei Männer in weißer Kleidung standen bei ihnen,
Kapitel 1 Vers 11
[1 <--] o. auf welche Weise
[2 weggehender] o. sich entfernen
11. die auch sagten: "Männer, Galiläer, was steht ihr und blickt zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg zum Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn sich zum Himmel entfernen gesehen habt!"
Kapitel 1 Vers 12
[1 Weg] d.i. 2.000 Ellen, etwa 1 km (vgl. 2.Mo 16,29; 4.Mo 35,4.5)
12. Darauf kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, der Berg der Olivenbäume genannt wird, der nahe bei Jerusalem ist, einen Sabbatweg entfernt.
Kapitel 1 Vers 13
13. Und als sie hineinkamen, stiegen sie hinauf in das Obergemach, wo sie sich aufhielten, sowohl Petrus als auch Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Zelot und Judas, der Sohn des Jakobus.
Kapitel 1 Vers 14
14. Diese alle waren einmütig, indem sie im Gebet und Flehen ausharrten, mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Kapitel 1 Vers 15
[1 Namen] i.S.v. Personen
[2 <--] w. an demselben Ort
15. Und in diesen Tagen stand Petrus inmitten der Jüngern auf und sagte, (und es war eine Volksenge von etwa hundertzwanzig Personen beisammen):
Kapitel 1 Vers 16
16. "Männer, Brüder, diese Schrift musste erfüllt werden, die der Heilige Geist durch den Mund Davids über Judas vorausgesagt hat, der denen ein Wegweiser geworden ist, die Jesus festgenommen haben.
Kapitel 1 Vers 17
17. Denn er war mit uns dazu gerechnet und hat das Los dieses Dienstes erhalten."
Kapitel 1 Vers 18
18. (Dieser also erwarb ein Grundstück von dem Lohn der Ungerechtigkeit, und kopfüber gestürzt, platzte er mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden ausgeschüttet.
Kapitel 1 Vers 19
19. Und es ist allen bekannt geworden, die in Jerusalem wohnen, so dass jenes Grundstück in ihrem eigenen Dialekt Akeldama genannt worden ist, das ist: Blutgrundstück.)
Kapitel 1 Vers 20
[1 ihr] s. Ps 69,26
[2 anderer] s. Ps 109,8
20. "Denn es ist in dem Buch der Psalmen geschrieben: »Seine Wohnstätte werde wüst, und nicht sei, der in ihr wohne«, und: »Seine Aufsicht empfange ein anderer«.
Kapitel 1 Vers 21
21. Es muss also von den Männern, die mit uns mitgekommen sind in all der Zeit, in der der Herr Jesus bei uns ein- und ausging,
Kapitel 1 Vers 22
22. angefangen von der Taufe des Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns weg aufgenommen wurde, einer von diesen muss mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden."
Kapitel 1 Vers 23
23. Und sie stellten zwei auf: Josef, der auch Barsabas genannt wir, der Justus zugenannt wird, und Matthias.
Kapitel 1 Vers 24
24. Und sie beteten und sagten: "Du, Herr, Herzenskenner aller, zeige von diesen zwei den einen auf, den du erwählt hast,
Kapitel 1 Vers 25
25. um das Los dieses Dienstes und der Apostelschaft zu empfangen, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen!"
Kapitel 1 Vers 26
26. Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde den elf Aposteln mit hinzu gezählt.
Kapitel 2
Kapitel 2 Vers 1
[1 Pfingsten] w: des Fünfzigsten: das jüd. Sukkot, 50 Tage nach dem Passah
[2 selben] erg. Ort = beisammen
1. Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle einmütig beisammen.
Kapitel 2 Vers 2
2. Und plötzlich entstand aus dem Himmel ein Brausen, wie wenn ein gewaltiges Wehen daher fährt und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
Kapitel 2 Vers 3
3. Und Zungen wie von Feuer erschienen ihnen, die sich zerteilten und zwar setzte sich eine Zunge auf jeden einzelnen von ihnen.
Kapitel 2 Vers 4
4. Und alle wurden von Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab, auszusprechen.
Kapitel 2 Vers 5
5. In Jerusalem wohnten aber Juden, gottesfürchtige Männer von jeder Nation unter dem Himmel.
Kapitel 2 Vers 6
6. Als aber dieses Geräusch entstanden war, kam die Menge zusammen und wurde verwirrt; weil sie, jeder einzelne in dem eigenen Dialekt, sie reden hörten.
Kapitel 2 Vers 7
7. Sie entsetzten sich aber, staunten und sagten zueinander: "Siehe, sind nicht alle diese, die reden, Galiläer?
Kapitel 2 Vers 8
8. Und wie hören wir sie jeder in unserem eigenen Dialekt, in dem wir geboren wurden?
Kapitel 2 Vers 9
9. Parther und Meder und Elamiter und die, die wohnen in Mesopotamien, in Judäa und auch in Kappadozien, in Pontus und in der Provinz Asien;
Kapitel 2 Vers 10
[1 Proselyten] d.i. zum Judentum übergetretene Personen
10. in Phrygien und auch in Pamphylien, in Ägypten und in Teilen von Libyen nach Kyrene hin, und die sich hier aufhaltenden Römer, Juden und auch Proselyten,
Kapitel 2 Vers 11
11. Kreter und Araber. Wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkünden!"
Kapitel 2 Vers 12
12. Alle entsetzten sich aber und waren ratlos und sagten einer zum anderen: "Was mag dies wohl sein?"
Kapitel 2 Vers 13
13. Andere aber spotteten und sagten: "Sie sind von Süßwein gefüllt!"
Kapitel 2 Vers 14
14. Petrus aber stellte sich mit den Elf hin, erhob seine Stimme und erklärte ihnen: "Männer, Juden und ihr alle, die in Jerusalem wohnen, dies soll euch bekannt sein, und nehmt meine Reden zu Ohren!
Kapitel 2 Vers 15
15. Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr annehmt; denn es ist erst die dritte Stunde des Tages;
Kapitel 2 Vers 16
16. sondern dies ist das, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:
Kapitel 2 Vers 17
17. »Und es wird in den letzten Tagen sein, sagt Gott: Ich werde von meinem Geist auf alles Fleisch ausgießen; und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure Älteren werden Träume träumen;
Kapitel 2 Vers 18
18. und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden prophezeien.
Kapitel 2 Vers 19
[1 ich werde geben] i.S.n. geschehen lassen
19. Und ich werde Wunder im Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten geschehen lassen: Blut und Feuer und Rauchdampf;
Kapitel 2 Vers 20
20. die Sonne wird in Finsternis verwandeln werden und der Mond in Blut, noch bevor der große und scheinende Tag des Herrn kommt.
Kapitel 2 Vers 21
[1 er wird gerettet werden] s. Joel 3,1-5
21. Und es wird so sein: Jeder, der auch immer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.«
Kapitel 2 Vers 22
22. Männer, Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, einen Mann, der von Gott euch gegenüber durch Machttaten und Wunder und Zeichen erwiesen worden ist, die Gott durch ihn in eurer Mitte tat, wie ihr auch selbst wisst,
Kapitel 2 Vers 23
23. diesen Mann, nach Gottes festgesetztem Ratschluss und Vorkenntnis hingegeben, habt ihr genommen und durch Hände von Gesetzlosen gekreuzigt und beseitigt.
Kapitel 2 Vers 24
24. Den hat Gott erweckt, als er die Wehen des Todes auflöste, weil es nicht möglich war, dass er von ihm festgehalten wird.
Kapitel 2 Vers 25
25. Denn David sagt von ihm: »Ich sah den Herrn immer vor mir, weil er zu meiner Rechten ist, damit ich nicht wanke.
Kapitel 2 Vers 26
[1 es wird lagern] w. sich in ein Zelt lagern
26. Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge jubelte; zudem wird auch mein Fleisch auf Hoffnung lagern;
Kapitel 2 Vers 27
27. weil du meine Seele nicht in dem Hades zurücklassen noch deinen Frommen hingeben wirst, um Verwesung zu sehen.
Kapitel 2 Vers 28
[1 seines] s. Ps 16,8-11
28. Du tatest mir Wege des Lebens kund; du wirst mich mit Fröhlichkeit erfüllen vor deinem Angesicht!«
Kapitel 2 Vers 29
29. Männer, Brüder, es sei mir erlaubt, mit Freimut zu euch zu reden über den Patriarchen David, dass er sowohl gestorben als auch begraben worden ist, und seine Grabstätte ist bei uns bis zu diesem Tag.
Kapitel 2 Vers 30
30. Da er also ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, um aus der Frucht seiner Lenden, dem Fleisch nach, den Christus hervorzubringen und ihn auf seinen Thron zu setzen,
Kapitel 2 Vers 31
31. hat er voraus gesehen und von der Auferstehung des Christus geredet, dass seine Seele nicht in dem Hades zurücklassen worden ist noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat.
Kapitel 2 Vers 32
32. Diesen Jesus hat Gott erweckt; von dem wir alle Zeugen sind.
Kapitel 2 Vers 33
33. Nachdem er also durch die rechte Hand Gottes erhöht worden ist und auch die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört.
Kapitel 2 Vers 34
34. Denn nicht David ist in die Himmel aufgestiegen, er sagt aber selbst: »Der Herr sagte meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
Kapitel 2 Vers 35
[1 deiner] 2. Ps 110,1
35. bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.«
Kapitel 2 Vers 36
36. Das ganze Haus Israel soll also sicher erkennen, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!"
Kapitel 2 Vers 37
37. Als sie aber das hörten, wurden sie in dem Herz getroffen, und sagten sowohl zu Petrus als auch zu den übrigen Aposteln: "Männer, Brüder, was sollen wir tun?"
Kapitel 2 Vers 38
38. Petrus aber sagte zu ihnen: "Tut Buße, und lasst euch taufen, jeder von euch, auf den Namen von Jesus Christus zur Vergebung der Sünden; und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Kapitel 2 Vers 39
[1 auch immer] i.S.v. so viele
39. Denn die Verheißung ist für euch und eure Kindern und für alle, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird."
Kapitel 2 Vers 40
40. Und auch mit weiteren anderen Worten bezeugte er und ermahnte sie und sagte: "Lasst euch retten aus dieser verkehrten Generation!"
Kapitel 2 Vers 41
41. Die also, die sein Wort gerne aufgenommen hatten, wurden getauft und an jenem Tag wurden etwa dreitausend Seelen der Versammlung hinzugefügt.
Kapitel 2 Vers 42
42. Sie verharrten aber bei der Lehre der Apostel und der Gemeinschaft und dem Brechen des Brotes und den Gebeten.
Kapitel 2 Vers 43
43. Furcht kam aber über jede Seele, und auch viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel.
Kapitel 2 Vers 44
[1 selben] erg. Ort = beisammen
44. Die Glaubenden aber waren alle beisammen und hatten alle Dinge gemeinsam
Kapitel 2 Vers 45
[1 sie] i.S.v. den Erlös
45. und sie verkauften die Güter und Besitztümer und verteilten den Erlös an alle, je nachdem jemand Bedarf hatte.
Kapitel 2 Vers 46
46. Täglich verharrten sie nicht nur einmütig in der Tempelstätte sondern brachen auch zuhause das Brot, nahmen Nahrung mit Jubel und Schlichtheit des Herzens zu sich,
Kapitel 2 Vers 47
47. lobten Gott und hatten Gnade bei dem ganzen Volk. Der Herr aber fügte der Versammlung täglich die hinzu, die gerettet wurden.
Kapitel 3
Kapitel 3 Vers 1
[1 selben] erg. Zeit = gemeinsam
1. Petrus und Johannes aber gingen zu der Stunde des Gebets, der neunten, gemeinsam in die Tempelstätte hinauf.
Kapitel 3 Vers 2
2. Und ein gewisser Mann, der von seiner Mutter Leib an lahm war, wurde herbeigetragen, den man täglich an die Pforte der Tempelstätte, die die »Schöne« genannt wird, hinsetzte, um von denen, die in die Tempelstätte hineingingen, Almosen zu erbitten.
Kapitel 3 Vers 3
3. Als dieser Petrus und Johannes sah, die dabei waren, in den Tempel hineinzugehen, bat er sie um Almosen.
Kapitel 3 Vers 4
4. Petrus aber mit Johannes starrte ihn gespannt an und sagte: „Sieh uns an!“
Kapitel 3 Vers 5
5. Er aber gab auf sie acht und erwartete, etwas von ihnen zu empfangen.
Kapitel 3 Vers 6
6. Petrus sagte aber: „Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen von Jesus Christus, dem Nazoräer, steh auf und geh umher!“
Kapitel 3 Vers 7
7. Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf; sogleich aber wurden seine Beine und seine Knöchel gefestigt,
Kapitel 3 Vers 8
8. und er sprang auf und konnte stehen, ging umher und ging mit ihnen in die Tempelstätte, ging umher und sprang und lobte Gott.
Kapitel 3 Vers 9
9. Und das ganze Volk sah ihn umhergehen und Gott loben.
Kapitel 3 Vers 10
10. Und sie erkannten ihn auch, dass er der war, der für Almosen an der Schönen Pforte der Tempelstätte gesessen hatte; und sie wurden mit Staunen und Verwirrung erfüllt über das, was ihm widerfahren war.
Kapitel 3 Vers 11
11. Als sich aber der geheilte Lahme an Petrus und Johannes hielt, lief das ganze Volk voll Erstaunen zu ihnen zusammen, in der Säulenhalle, die Halle Salomos genannt wird.
Kapitel 3 Vers 12
[1 er antwortete] i.S.v. er wandte sich
12. Als Petrus das sah, wandte er sich zu dem Volk: „Männer, Israeliten, was staunt ihr darüber, oder was starrt ihr uns an, als ob wir durch eigene Kraft oder Gottesfurcht bewirkt hätten, dass er umhergeht?
Kapitel 3 Vers 13
13. Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht; den habt ihr zwar ausgeliefert und ihn vor dem Angesicht des Pilatus verleugnet, als jener geurteilt hatte, ihn freizulassen.
Kapitel 3 Vers 14
14. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und gebeten, dass euch ein Mann, ein Mörder geschenkt werde,
Kapitel 3 Vers 15
[1 welches] bezieht sich auf Jesus aus V13 – siehe auch Apg 1,8; 2,32
15. den Urheber des Lebens aber habt ihr getötet! Den hat Gott aus den Toten erweckt; von dem sind wir Zeugen.
Kapitel 3 Vers 16
16. Und aufgrund des Glauben an seinen Namen, hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, gefestigt. Und der Glaube, der durch ihn ist, hat ihm diese volle Gesundheit gegeben, vor euch allen.
Kapitel 3 Vers 17
17. Und jetzt, Brüder, weiß ich, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten;
Kapitel 3 Vers 18
18. Gott aber hat so erfüllt, was er vorher durch den Mund aller seiner Propheten verkündigt hatte, dass der Christus leiden werde.
Kapitel 3 Vers 19
19. So tut nun Buße und kehrt um, dass eure Sünden ausgelöscht werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen
Kapitel 3 Vers 20
20. und er den sendet, der für euch als der Christus vorher bestimmt ist, nämlich Jesus,
Kapitel 3 Vers 21
ἀποκαταστάσεως
605
N-GSF
Wiederherstellung
21. den allerdings der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von jeher geredet hat.
Kapitel 3 Vers 22
[1 ihr werdet hören] s. 5.Mo 18,15
22. Denn Mose hat schon zu den Vätern gesagt: »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, unser Gott, aus euren Brüdern erwecken; auf ihn sollt ihr hören in allen Worten, die auch immer er zu euch reden wird«.
Kapitel 3 Vers 23
[1 Volkes] s. 5.Mo 18,19; 3.Mo 23,29
23. »Es wird aber sein: Jede Seele, die auch immer nicht auf jenen Propheten hört, wird aus dem Volk ausgerottet werden«.
Kapitel 3 Vers 24
24. Aber auch alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, alle die geredet haben, haben auch diese Tage vorher verkündet.
Kapitel 3 Vers 25
[1 Erde] s. 1.Mo 22,18; 26:4, 28:14
25. Ihr seid Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott für unsere Vätern verfügt hat, als er zu Abraham sagte: »Und in deinem Samen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet werden«.
Kapitel 3 Vers 26
26. Gott hat, als er seinen Knecht Jesus erweckte, ihn zuerst zu euch gesandt, um euch zu segnen, indem sich jeder von seinen Bosheiten abwendet!“
Kapitel 4
Kapitel 4 Vers 1
1. Während sie aber zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu.
Kapitel 4 Vers 2
2. Sie waren aufgebracht, weil sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung der Toten verkündigten.
Kapitel 4 Vers 3
3. Und sie legten die Hände an sie und setzten sie in Gewahrsam bis zum Morgen, denn es war schon Abend.
Kapitel 4 Vers 4
4. Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, glaubten und die Zahl der Männer wuchs auf etwa fünftausend.
Kapitel 4 Vers 5
5. Es geschah aber am Morgen, dass sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
Kapitel 4 Vers 6
ἀρχιερατικοῦ.
748
A-GSN
hohepriesterliches
6. und Annas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren.
Kapitel 4 Vers 7
[1 Mitte] erg. Des Synedriums (s. Vers 15)
7. Und sie stellten sie in die Mitte des Synedriums und erkundigten sich: „In welcher Macht oder in welchem Namen habt ihr dies getan?
Kapitel 4 Vers 8
8. Darauf sagte Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: „Oberste des Volkes und Älteste von Israel,
Kapitel 4 Vers 9
9. wenn wir heute wegen einer Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen dieser gerettet worden ist,
Kapitel 4 Vers 10
10. soll euch allen und dem ganzen Volk Israel bekannt sein, dass in dem Namen von Jesus Christus, dem Nazoräer, den ihr gekreuzigt habt, den Gott aber erweckt hat aus den Toten, in diesem Namen steht dieser Mensch gesund vor euch da.
Kapitel 4 Vers 11
[1 Ecke] s. Ps 118,22
11. Dieser ist »der Stein, der von euch, den Baumeistern, verachtet worden, der zum Eckstein geworden ist.«
Kapitel 4 Vers 12
12. Und die Rettung ist in keinem anderen; denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben worden, in dem wir gerettet werden müssen!“
Kapitel 4 Vers 13
13. Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und begriffen, dass sie ungelehrte Menschen und Unkundige sind, staunten sie; und sie erkannten sie auch, dass sie mit Jesus gewesen waren.
Kapitel 4 Vers 14
14. Da sie aber den Menschen, der geheilt worden war, mit ihnen stehen sahen, hatten sie nichts zu erwidern.
Kapitel 4 Vers 15
15. Nachdem sie ihnen aber befohlen hatten, aus dem Synedrium hinauszugehen, berieten sie miteinander
Kapitel 4 Vers 16
16. und sagten: „Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass zwar durch sie ein erkennbares Zeichen geschehen ist, ist allen offenbar, die in Jerusalem wohnen, und wir können es nicht leugnen.
Kapitel 4 Vers 17
[1 keinem] i.S.v. einer doppelten, verstärkten Verneinung
17. Damit jedoch nicht noch mehr davon unter dem Volk verbreitet wird, lasst uns ihnen mit Drohung drohen, nicht mehr und zu keinem Menschen über diesen Namen zu reden!“
Kapitel 4 Vers 18
18. Und als sie sie hereingerufen hatten, wiesen sie sie an, überhaupt nichts mehr über den Namen Jesu verlauten zu lassen noch zu lehren.
Kapitel 4 Vers 19
19. Petrus und Johannes aber antworteten ihnen und sagten: „Urteilt selbst, ist es vor Gott recht, auf euch mehr zu hören als auf Gott!
Kapitel 4 Vers 20
20. Denn wir können nicht von den Dingen, die wir gesehen und gehört haben, nicht reden!“
Kapitel 4 Vers 21
21. Sie aber drohten ihnen nochmal und entließen sie wegen des Volkes, da sie nichts fanden, wie sie sie bestrafen sollen; weil alle Gott verherrlichten über dem, was geschehen war,
Kapitel 4 Vers 22
22. denn der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war mehr als vierzig Jahre alt.
Kapitel 4 Vers 23
23. Nachdem sie aber entlassen worden waren, kamen sie zu den Ihren und berichteten alle Worte, die die Hohepriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
Kapitel 4 Vers 24
24. Sie aber, als sie diese Worte hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sagten: „Gebieter, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alle Wesen, die in ihnen sind,
Kapitel 4 Vers 25
[1 eitles] s. Ps 2,1
25. der du durch den Mund Davids, deines Knechtes, gesagt hast: »Warum tobten die Nationen und die Völker sannen auf Eitles?
Kapitel 4 Vers 26
[1 seines] s. Ps 2,1
26. Die Könige der Erde stellten sich auf, und die Obersten versammeln sich gemeinsam gegen den Herrn und gegen seinen Christus.«
Kapitel 4 Vers 27
27. Denn Herodes und auch Pontius Pilatus, mit den Nationen und den Volksstämmen von Israel, haben sich wahrhaftig gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, versammelt,
Kapitel 4 Vers 28
28. um alle Dinge zu tun, die deine Hand und dein Ratschluss vorher bestimmt hatte, um zu geschehen.
Kapitel 4 Vers 29
29. Und jetzt, Herr, sieh auf ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden,
Kapitel 4 Vers 30
30. wobei du deine Hand zur Heilung ausstreckst, und Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Knechtes, Jesus, geschehen!“
Kapitel 4 Vers 31
31. Und nachdem sie so gebetet hatten, bebte der Ort, an dem sie versammelt waren, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.
Kapitel 4 Vers 32
32. Die Menge derer aber, die geglaubt hatten, war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Güter waren ihnen gemeinsam.
Kapitel 4 Vers 33
33. Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus, und ebenso war große Gnade auf ihnen allen.
Kapitel 4 Vers 34
34. Denn auch nicht einer unter ihnen war bedürftig; denn alle, die Besitzer von Grundstücken oder Häusern waren, verkauften sie und brachten die Erlöse des Verkauften
Kapitel 4 Vers 35
35. und legten sie zu den Füßen der Apostel; es wurde aber jedem verteilt, je nachdem, wie jemand Bedarf hatte.
Kapitel 4 Vers 36
36. Joses aber, der von den Aposteln auch Barnabas genannt wurde, was übersetzt ist: Sohn des Trostes, ein Levit, ein Zyprer der Herkunft nach,
Kapitel 4 Vers 37
37. dem ein Feld gehörte, verkaufte es und brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel.
Kapitel 5
Kapitel 5 Vers 1
1. Ein gewisser Mann aber, mit Namen Ananias, mit Saphira, seiner Frau, verkaufte einen Besitz
Kapitel 5 Vers 2
2. und behielt etwas von dem Erlös, auch mit Wissen seiner Frau, für sich; und er brachte einen gewissen Teil davon und legte ihn zu den Füßen der Apostel.
Kapitel 5 Vers 3
3. Petrus aber sagte: „Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas von dem Erlös des Grundstücks für dich behalten hast?
Kapitel 5 Vers 4
4. Blieb es nicht etwa dir, wenn es unverkauft blieb? Und war es nicht etwa, als es verkauft wurde, in deiner Vollmacht? Was ist es, dass du in deinem Herzen diese Sache festgelegt hast? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!“
Kapitel 5 Vers 5
5. Als Ananias aber diese Worte hörte, fiel er hin und lebte ab. Und große Furcht kam über alle, die diese Dinge hörten.
Kapitel 5 Vers 6
6. Die jüngeren Männer aber standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn.
Kapitel 5 Vers 7
7. Es geschah aber nach Verlauf von etwa drei Stunden, dass auch seine Frau, ohne zu wissen, was geschehen war, hereinkam.
Kapitel 5 Vers 8
8. Petrus aber antwortete ihr: „Sage mir, ob ihr das Grundstücks für so viel verkauft habt?“ Sie sagte: „Ja, für so viel!“
Kapitel 5 Vers 9
9. Petrus aber sagte zu ihr: „Was ist es, dass ihr vereinbart habt, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden auch dich hinaustragen!“
Kapitel 5 Vers 10
10. Sie fiel aber sogleich hin zu seinen Füßen und lebte ab; als aber die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und begruben sie bei ihrem Mann.
Kapitel 5 Vers 11
11. Und große Furcht kam über die ganze Versammlung und über alle, die diese Dinge hörten.
Kapitel 5 Vers 12
12. Viele Zeichen und Wunder geschahen aber durch die Hände der Apostel unter dem Volk; und alle waren einmütig in der Säulenhalle Salomos.
Kapitel 5 Vers 13
13. Keiner aber von den Übrigen wagte sich ihnen anzuschließen; jedoch das Volk machte sie groß;
Kapitel 5 Vers 14
14. Immer mehr Glaubende an den Herrn aber wurden hinzugefügt, Mengen von Männern und Frauen,
Kapitel 5 Vers 15
15. so dass man die Kranken auf die Straßen hinaustrug und sie auf Liegen und Matten legte, damit, wenn Petrus kommt, wenigstens sein Schatten einen von ihnen überschattet.
Kapitel 5 Vers 16
16. Die Menge aber von den Städten ringsum kam auch nach Jerusalem zusammen und brachte Kranke und die, die von unreinen Geistern gequält wurden, und alle wurden geheilt.
Kapitel 5 Vers 17
17. Der Hohepriester aber stand auf und alle die mit ihm waren, (die die Partei der Sadduzäer ist) wurden von Eifersucht erfüllt
Kapitel 5 Vers 18
18. und legten ihre Hände an die Apostel und setzten sie in öffentlichen Gewahrsam.
Kapitel 5 Vers 19
19. Ein Engel des Herrn aber öffnete während der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sagte:
Kapitel 5 Vers 20
20. „Geht hin, und wenn ihr euch hingestellt habt, redet in der Tempelstätte zu dem Volk alle Worte dieses Lebens!“
Kapitel 5 Vers 21
ἀχθῆναι
71
V-APN
vorführen zu lassen
21. Als sie aber das hörten, gingen sie bei Tagesanbruch in die Tempelstätte hinein und lehrten. Nachdem aber der Hohepriester und die mit ihm herbeigekommen waren, riefen sie das Synedrium und den ganzen Ältestenrat der Söhne Israels zusammen und sandten in das Gefängnis, um sie vorführen zu lassen.
Kapitel 5 Vers 22
22. Als aber die Gehilfen hinkamen, fanden sie sie nicht im Gefängnis. Als sie aber zurückgekommen waren, berichteten sie
Kapitel 5 Vers 23
23. und sagten: „Das Gefängnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wächter vor den Türen stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand drinnen!“
Kapitel 5 Vers 24
24. Als aber der Priester und der Hauptmann der Tempelstätte und die Hohepriester diese Worte hörten, waren sie ihretwegen ratlos, was dies wohl werden würde.
Kapitel 5 Vers 25
25. Jemand aber kam und berichtete ihnen: „Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, sind in der Tempelstätte, stehen da und lehren das Volk!“
Kapitel 5 Vers 26
26. Darauf ging der Hauptmann mit den Gehilfen hin und führte sie vor, nicht mit Gewalt, denn sie fürchteten das Volk, damit sie nicht gesteinigt werden.
Kapitel 5 Vers 27
27. Sie führten sie aber vor und stellten sie vor das Synedrium; und der Hohepriester befragte sie
Kapitel 5 Vers 28
28. und sagte: „Haben wir euch nicht mit Anweisung angewiesen, in diesem Namen nicht mehr zu lehren? Und siehe, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen auf uns bringen!“
Kapitel 5 Vers 29
29. Petrus aber und die Apostel antworteten und sagten: „Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen!
Kapitel 5 Vers 30
[1 ihr legtet Hand an] erg. um zu töten
30. Der Gott unserer Väter hat Jesus erweckt, an den ihr Hand angelegt habt und an ein Holz gehängt habt um ihn zu töten.
Kapitel 5 Vers 31
31. Diesen hat Gott durch seine Rechte zum Anführer und Retter erhöht, um Israel Buße zu geben und Vergebung der Sünden.
Kapitel 5 Vers 32
32. Und wir sind seine Zeugen von diesen Aussagen aber auch der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.“
Kapitel 5 Vers 33
33. Als sie aber das hörten, ergrimmten sie und beschlossen, sie zu beseitigen.
Kapitel 5 Vers 34
[1 ein wenig] i.S.v. vorübergehend
34. Ein gewisser Mann aber stand in dem Synedrium auf, (ein Pharisäer mit Namen Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, beim ganzen Volk geehrt) und befahl, die Apostel vorübergehend hinaus zu tun
Kapitel 5 Vers 35
35. und sagte auch zu ihnen: „Männer, Israeliten, seht euch selbst bei diesen Menschen vor, was ihr dabei seid, zu tun!
Kapitel 5 Vers 36
36. Denn vor diesen Tagen stand Theudas auf und sagte, selbst jemand zu sein; dem schloss sich eine Anzahl von etwa vierhundert Männer an. Der wurde beseitigt, und alle, die ihm gehorchten, wurden zerstreutet und zu nichts.
Kapitel 5 Vers 37
37. Danach stand Judas, der Galiläer, auf in den Tagen der Einschreibung und machte genügend Volk abtrünnig, hinter sich her. Auch jener kam um, und alle, die ihm gehorchten, wurden versprengt.
Kapitel 5 Vers 38
38. Und jetzt sage ich euch: Steht ab von diesen Menschen und lasst sie gewähren! Denn wenn dieses Vorhaben oder Werk von Menschen ist, wird es aufgelöst werden;
Kapitel 5 Vers 39
39. wenn es aber von Gott ist, werdet ihr es nicht auflösen können. Damit ihr nicht etwa als solche befunden werdet, die auch gegen Gott kämpfen!
Kapitel 5 Vers 40
40. Sie hörten aber auf ihn. Und sie riefen die Apostel herbei und schlugen sie und wiesen sie an, nicht in dem Namen von Jesus zu reden, und sie entließen sie.
Kapitel 5 Vers 41
ἀτιμασθῆναι.
818
V-APN
verunehrt zu werden
41. Sie also gingen von dem Angesicht des Synedriums weg und freuten sich, weil sie gewürdigt worden waren, um des Namens des Christus willen verunehrt zu werden;
Kapitel 5 Vers 42
42. und sie hörten nicht auf, auch jeden Tag im der Tempelstätte und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, als dem Christus, zu verkündigen.
Kapitel 6
Kapitel 6 Vers 1
1. In diesen Tagen aber, als die Jünger zahlreicher wurden, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei dem täglichen Dienen übersehen wurden.
Kapitel 6 Vers 2
2. Die Zwölf aber riefen die Menge der Jünger zusammen und sagten: „Es ist nicht richtig, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen, um an den Tischen zu dienen.
Kapitel 6 Vers 3
[1 bezeugt werdenden] i.S.v. mit gutem Zeugnis
3. Seht euch also um, Brüder, nach sieben Männern von euch, mit gutem Zeugnis, voll Heiligen Geistes und Weisheit; die werden wir für diesen Bedarf einsetzen,
Kapitel 6 Vers 4
4. wir aber werden an dem Gebet und dem Dienst des Wortes festhalten!“
Kapitel 6 Vers 5
5. Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und sie wählten Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia,
Kapitel 6 Vers 6
6. die sie vor die Apostel stellten, und sie beteten und legten ihnen die Hände auf.
Kapitel 6 Vers 7
7. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger in Jerusalem mehrte sich sehr; und auch eine große Menge der Priestern gehorchten dem Glauben.
Kapitel 6 Vers 8
8. Stephanus aber, voll Glauben und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
Kapitel 6 Vers 9
9. Einige aber derer, aus der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner und derer von Zilizien und Asien, standen auf und stritten mit Stephanus.
Kapitel 6 Vers 10
10. Und sie vermochten nicht, der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, zu widerstehen.
Kapitel 6 Vers 11
11. Darauf stifteten sie Männer an, die sagten: „Wir haben ihn lästernde Aussagen gegen Mose und Gott sagen gehört!“
Kapitel 6 Vers 12
12. Und sie hetzten auch das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und traten hinzu, ergriffen ihn und führten ihn vor das Synedrium.
Kapitel 6 Vers 13
13. Und sie stellten auch falsche Zeugen auf, die sagten: „Dieser Mensch hört nicht auf, lästernde Aussagen zu reden gegen den heiligen Ort und das Gesetz!
Kapitel 6 Vers 14
14. Denn wir haben gehört, als er sagte, dass dieser Jesus, der Nazoräer, diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern wird, die uns Mose übergeben hat!“
Kapitel 6 Vers 15
15. Und als alle, die in dem Synedrium saßen, ihn anstarrten, sahen sie sein Angesicht wie das Angesicht eines Engels.
Kapitel 7
Kapitel 7 Vers 1
1. Der Hohepriester aber sagte: „Verhalten sich denn diese Dinge so?“
Kapitel 7 Vers 2
2. Er aber erklärte: „Ihr Männer, Brüder und Väter, hört! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserem Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, bevor er in Haran wohnte,
Kapitel 7 Vers 3
[1 ich werde zeigen] s. 1.Mo 12,1
3. und sagte zu ihm: »Komm heraus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und komm in das Land, das ich dir zeigen werde!«
Kapitel 7 Vers 4
4. Darauf ging er aus dem Land der Chaldäer heraus und wohnte in Haran. Und, nachdem sein Vater verstorben war, siedelte er ihn von dort um in dieses Land, in dem ihr jetzt wohnt.
Kapitel 7 Vers 5
5. Und er gab ihm kein Erbe darin, auch nicht einen Schritt des Fußes, und versprach, es ihm zum Besitz zu geben und seinem Samen nach ihm, obwohl er noch kein Kind hatte.
Kapitel 7 Vers 6
[1 vierhundert] s. 1.Mo 15,13; 2.Mo 2,22
6. Gott sprach aber so: »Sein Same wird ein Fremder sein in einem fremden Land, und man wird ihn knechten und misshandeln vierhundert Jahre.
Kapitel 7 Vers 7
[1 ich ] s. 1.Mo 15,14
[2 diesem] s. 2.Mo 3,12
7. Und die Nation, der sie dienen werden, werde ich richten,« sagte Gott »und danach werden sie ausziehen und mir dienen an diesem Ort.«
Kapitel 7 Vers 8
8. Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. Und so zeugte er Isaak und beschnitt ihn an dem achten Tag, und Isaak ebenso Jakob, und Jakob ebenso die zwölf Patriarchen.
Kapitel 7 Vers 9
9. Und die Patriarchen waren neidisch auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten. Und Gott war mit ihm,
Kapitel 7 Vers 10
10. und er befreite ihn aus allen seinen Bedrängnissen und gab ihm Gnade und Weisheit vor Pharao, dem König von Ägypten; und er setzte ihn zum Führenden über Ägypten und über sein ganzes Haus.
Kapitel 7 Vers 11
11. Eine Hungersnot kam aber über das ganze Land Ägypten und Kanaan und große Bedrängnis, und unsere Väter fanden keine Nahrung.
Kapitel 7 Vers 12
12. Als Jakob aber hörte, dass in Ägypten Getreide zu haben sei, sandte er unsere Väter zum ersten Mal aus.
Kapitel 7 Vers 13
13. Und beim zweiten Mal gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen, und das Geschlecht Josefs wurde dem Pharao offenbar.
Kapitel 7 Vers 14
14. Josef aber sandte hin und rief Jakob, seinen Vater, zu sich und seine ganze Verwandtschaft von fünfundsiebzig Seelen.
Kapitel 7 Vers 15
15. Jakob aber zog nach Ägypten hinab und vollendete sein Leben, er und unsere Väter.
Kapitel 7 Vers 16
16. Und sie wurden überführt nach Sichem und in die Grabstätte gelegt, die Abraham um eine Summe Silber von den Söhnen Hemmors, von Sichem, erhandelt hatte.
Kapitel 7 Vers 17
17. Als sich aber die Zeit der Verheißung näherte, die Gott Abraham geschworen hatte, wuchs das Volk und vermehrte sich in Ägypten,
Kapitel 7 Vers 18
[1 Joseph] s. 2.Mo 1,8
18. bis ein anderer König aufstand, der von Josef nicht mehr wusste.
Kapitel 7 Vers 19
19. Dieser handelte arglistig gegen unser Geschlecht und misshandelte unsere Väter, um zu veranlassen, ihre Säuglinge auszusetzen, damit sie nicht am Leben blieben.
Kapitel 7 Vers 20
[1 schön] s. 2.Mo 2,2; Heb 11,23
20. In der Zeit wurde Mose geboren; und er war schön für Gott; und der wurde drei Monate im Haus des Vaters aufgezogen.
Kapitel 7 Vers 21
21. Als er aber ausgesetzt worden war, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und zog ihn für sich selbst zum Sohn auf.
Kapitel 7 Vers 22
22. Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter unterrichtet. Er war aber mächtig in Worten und Werken.
Kapitel 7 Vers 23
23. Als aber für ihn eine Zeit von vierzig Jahren erfüllt war, stieg in seinem Herzen auf, seine Brüder aufzusuchen, die Söhnen Israels.
Kapitel 7 Vers 24
24. Und als er einen von ihnen Unrecht leiden sah, verteidigte er ihn und bewirkte Rache für den Misshandelten, indem er den Ägypter erschlug.
Kapitel 7 Vers 25
25. Er meinte aber, seine Brüder würden verstehen, dass Gott ihnen durch seine Hand Rettung gebe; sie aber verstanden es nicht.
Kapitel 7 Vers 26
[1 einander] s. 2.Mo 2,13
26. Und auch an dem folgenden Tag ließ er sich bei ihnen sehen, als sie sich stritten, und er versuchte sie zum Frieden zu versöhnen und sagte: „Männer, ihr seid doch Brüder; warum tut ihr einander Unrecht?“
Kapitel 7 Vers 27
27. Der aber, der dem Nächsten Unrecht tat, stieß diesen weg und sagte: »Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns eingesetzt?
Kapitel 7 Vers 28
[1 Art und Weise] d.i. so wie
[2 Ägypter] s. 2.Mo 2,14
28. Willst du mich etwa auch beseitigen, so wie du gestern den Ägypter beseitigt hast?«
Kapitel 7 Vers 29
29. Mose aber floh bei diesem Wort und wurde ein Fremder im Land Midian, wo er zwei Söhne zeugte.
Kapitel 7 Vers 30
30. Und als vierzig Jahre erfüllt waren, erschien ihm der Engel des Herrn in der Wüste des Berges Sinai in der Flamme des Feuers eines Dornbusches.
Kapitel 7 Vers 31
31. Als Mose aber das sah, bestaunte er das Gesehene. Als er aber hinging, um es zu betrachten, erging die Stimme des Herrn zu ihm:
Kapitel 7 Vers 32
[1 Jakob] s. 2.Mo 3,6
32. »Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!« Mose aber begann zu zittern und wagte nicht es zu betrachten.
Kapitel 7 Vers 33
[1 es ist] s. 2.Mo 3,5
33. Der Herr aber sagte ihm: »Löse die Sandale von deinen Füßen! Denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden!
Kapitel 7 Vers 34
[1 Ägypten] s. 2.Mo 3,7+8+10
34. Ich habe die Misshandlung meines Volkes, das in Ägypten ist, sehr wohl gesehen und habe ihr Seufzen gehört und bin herabgekommen, um sie herauszunehmen. Und jetzt komm, ich werde dich nach Ägypten senden!«
Kapitel 7 Vers 35
[1 Richter] s. 2.Mo 2,14
35. Diesen Mose, den sie verleugneten, indem sie sagten: »Wer hat dich zum Obersten und Richter eingesetzt?« Diesen hat Gott als Obersten und Befreier gesandt, durch die Hand des Engels, der ihm bei dem Dornbusch erschienen war.
Kapitel 7 Vers 36
36. Dieser führte sie heraus, wobei er Wunder und Zeichen tat im Land Ägypten und am Roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre lang.
Kapitel 7 Vers 37
[1 mich] s. 5.Mo 18,15
37. Dieser ist der Mose, der den Söhnen Israels gesagt hat: »Einen Propheten, wie mich, wird euch der Herr, unser Gott, erwecken aus euren Brüdern!«
Kapitel 7 Vers 38
38. Dieser ist der, der in der Versammlung in der Wüste bei dem Engel war, der auf dem Berg Sinai zu ihm und zu unseren Vätern redete; der lebendige Worte empfing, um sie uns zu geben.
Kapitel 7 Vers 39
39. Dem unsere Väter nicht gehorsam werden wollten; sondern sie wiesen ihn zurück und wandten ihre Herzen hin nach Ägypten
Kapitel 7 Vers 40
[1 ihm] s. 2.Mo 32,1
40. und sagten zu Aaron: »Mache uns Götter, die vor uns hergehen werden; denn wir wissen nicht, was diesem Mose geschehen ist, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt hat!«
Kapitel 7 Vers 41
41. Und sie machten in jenen Tagen ein Kalb und brachten dem Götzen ein Opfer dar und freuten sich an den Werken ihrer Hände.
Kapitel 7 Vers 42
[1 Israel] s. Amos 5,25
42. Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so dass sie dem Heer des Himmels dienten, wie im Buch der Propheten geschrieben steht: »Habt ihr etwa mir vierzig Jahre lang in der Wüste Schlachtopfer und andere Opfer dargebracht, Haus Israel?
Kapitel 7 Vers 43
[1 sogar] i.S.v. adversativ, steigernd
[2 ihr machtet] s. Amos 5,26 (LXX)
[3 über hinaus] s. Amos 5,27 (LXX)
43. Ihr habt sogar das Zelt des Moloch und den Stern eures Gottes Rephan mitgenommen, die Abbilder, die ihr gemacht habt,« um ihnen zu huldigen. »Und ich werde euch umsiedeln über Babylon hinaus.«
Kapitel 7 Vers 44
44. Das Zelt des Zeugnisses war allerdings bei unseren Väter in der Wüste, so wie der anordnete, der mit Mose redete, um es nach dem Vorbild, das er gesehen hatte, zu machen.
Kapitel 7 Vers 45
45. Das unsere Väter auch in das Land hineinbrachten, nachdem sie es übernommen hatten, mit Josua bei der Besitzergreifung von den Nationen, die Gott vor dem Angesicht unserer Väter austrieb, bis zu den Tagen Davids.
Kapitel 7 Vers 46
46. Der fand Gnade vor Gott und bat, für den Gott Jakobs einen Wohnort zu finden.
Kapitel 7 Vers 47
47. Salomo aber baute ihm ein Haus.
Kapitel 7 Vers 48
48. Jedoch wohnt der Höchste nicht in von Hand gemachten Tempeln, wie der Prophet sagt:
Kapitel 7 Vers 49
[1 meiner] s. Jes 66,1
49. »Der Himmel ist mir als Thron, die Erde aber als Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, sagt der Herr, oder welcher soll der Ort meiner Ruhe sein?
Kapitel 7 Vers 50
[1 alle] s. Jes 66,2
50. Hat nicht etwa meine Hand alle diese Dinge gemacht?«
Kapitel 7 Vers 51
51. Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an dem Herz und den Ohren! Ihr widerstrebt stets dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr!
Kapitel 7 Vers 52
52. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, die vorher das Kommen des Gerechten verkündigt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid,
Kapitel 7 Vers 53
53. die ihr das Gesetz auf Anordnung von Engeln empfangen und es doch nicht bewahrt habt!“
Kapitel 7 Vers 54
54. Als sie aber diese Worte hörten, ergrimmten sie in ihren Herzen und knirschten mit den Zähnen gegen ihn.
Kapitel 7 Vers 55
55. Er aber war voll Heiligen Geistes, als er gespannt zum Himmel starrte und er sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus zur Rechten Gottes stehen;
Kapitel 7 Vers 56
56. und er sagte: „Siehe, ich sehe geöffnete Himmel und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!“
Kapitel 7 Vers 57
57. Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los;
Kapitel 7 Vers 58
58. und nachdem sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen hatten, begannen sie ihn zu steinigen. Und die Zeugen legten die Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes ab, der Saulus genannt wird.
Kapitel 7 Vers 59
59. Und während sie Stephanus steinigten, betete und sagte er: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“
Kapitel 7 Vers 60
60. Und nachdem er sich auf die Knie gebeugt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er. (Saulus aber war mit seiner Beseitigung einverstanden).
Kapitel 8
Kapitel 8 Vers 1
1. Und eine große Verfolgung entstand an jenem Tag gegen die Versammlung in Jerusalem, alle aber wurden in die Landschaften von Judäa und Samaria zerstreut, außer den Aposteln.
Kapitel 8 Vers 2
2. Gottesfürchtige Männer aber bestatteten Stephanus und hielten eine große Wehklage wegen ihm.
Kapitel 8 Vers 3
[1 er vernichtete] i.S.v. konativem Imperfekt (er versuchte zu …) s. Gal 1,13
3. Saulus aber versuchte die Versammlung zu vernichten, drang überall in die Häuser ein, schleppte Männer und auch Frauen fort und übergab sie ins Gefängnis.
Kapitel 8 Vers 4
4. Die also, die zerstreut worden waren, gingen umher und verkündeten das Wort als Evangelium.
Kapitel 8 Vers 5
5. Philippus aber ging hinab in eine Stadt von Samaria und predigte ihnen den Christus.
Kapitel 8 Vers 6
6. Die Volksmengen aber achteten einmütig auf die Worte, die von Philippus gesagt wurden, während sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat.
Kapitel 8 Vers 7
7. Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, wobei sie mit lauter Stimme riefen; viele Gelähmte und Lahme aber wurden auch geheilt.
Kapitel 8 Vers 8
8. Und große Freude entstand in jener Stadt.
Kapitel 8 Vers 9
9. Ein gewisser Mann aber, mit Namen Simon, war schon vorher in der Stadt. Der hatte Zauberei getrieben und die Nation von Samaria ins Staunen gebracht, indem er sagte, selbst jemand Großer zu sein.
Kapitel 8 Vers 10
10. Auf den achteten sie alle, vom Kleinen bis zum Großen, indem sie sagten: „Dieser ist die große Kraft Gottes“.
Kapitel 8 Vers 11
11. Sie achteten aber auf ihn, weil er sie geraume Zeit mit den Formen von Magie ins Staunen gebracht hatte.
Kapitel 8 Vers 12
12. Als sie aber dem Philippus glaubten, der die Dinge vom Königreich Gottes und vom Namen Jesu Christi als Evangelium verkündigte, ließen sie sich taufen, Männer und auch Frauen.
Kapitel 8 Vers 13
13. Simon aber glaubte auch selbst und blieb, nachdem er getauft war, nahe bei Philippus; und als er sah, dass Machttaten und auch Zeichen geschahen, kam er ins Staunen.
Kapitel 8 Vers 14
14. Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
Kapitel 8 Vers 15
15. Die, als sie hinabgegangen waren, beteten für sie, damit sie den Heiligen Geist empfingen;
Kapitel 8 Vers 16
16. denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, vielmehr waren sie nur auf den Namen des Christus Jesus getauft worden.
Kapitel 8 Vers 17
17. Darauf legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.
Kapitel 8 Vers 18
18. Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld hin
Kapitel 8 Vers 19
[1 auch immer] i.S.v. jeder, dem
19. und sagte: „Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!“
Kapitel 8 Vers 20
20. Petrus aber sagte zu ihm: „Dein Silbergeld sei mit dir zum Verderben, weil du meintest, die Gabe Gottes durch Geld zu erwerben!
Kapitel 8 Vers 21
21. Dir ist weder Anteil noch Erbe an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott!
Kapitel 8 Vers 22
22. Tue also Buße von dieser deiner Bosheit und bitte zu Gott, ob dir wohl der Einfall deines Herzens erlassen werden wird;
Kapitel 8 Vers 23
23. denn ich sehe, du bist in Galle der Bitterkeit und in Fessel der Ungerechtigkeit!“
Kapitel 8 Vers 24
24. Simon aber antwortete und sagte: „Fleht ihr für mich zum Herrn, damit nichts von den Dingen, die ihr gesagt habt, auf mich kommt!
Kapitel 8 Vers 25
25. Sie also, nachdem sie das Wort des Herrn ernstlich bezeugt und geredet hatten, kehrten nach Jerusalem zurück und verkündigten das Evangelium auch in vielen Dörfern der Samariter.
Kapitel 8 Vers 26
26. Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sagte: „Steh auf und gehe nach Süden auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt; dieser ist öde.“
Kapitel 8 Vers 27
27. Und er stand auf und ging hin. Und siehe, da war ein Mann, ein Äthiopier, ein Eunuch, ein Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihren ganzen Schatz gesetzt war; der war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten,
Kapitel 8 Vers 28
28. und zwar war er dabei zurückzukehren und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
Kapitel 8 Vers 29
29. Der Geist aber sagte dem Philippus: „Geh hin und schließe dich diesem Wagen an!“
Kapitel 8 Vers 30
30. Philippus aber lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen; und er sagte: „Verstehst du wohl auch, was du liest?“
Kapitel 8 Vers 31
31. Er aber sagte: „Wie könnte ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet?“ Und er rief Philippus auch herbei, um aufzusteigen und mit ihm zu sitzen.
Kapitel 8 Vers 32
[1 seines] s. Jes 53,7
32. Der Abschnitt der Schrift aber, den er las, war dieser: »Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer lautlos ist, so öffnet er seinen Mund nicht.
Kapitel 8 Vers 33
[1 seines] s. Jes 53,8
33. In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde genommen!«
Kapitel 8 Vers 34
34. Der Eunuch aber antwortete dem Philippus und sagte: „Ich flehe dich an, über wen sagt der Prophet dies? Über sich selbst oder über jemand anderen?“
Kapitel 8 Vers 35
35. Philippus aber öffnete seinen Mund und begann von dieser Schriftstelle an und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus.
Kapitel 8 Vers 36
βαπτισθῆναι?”
907
V-APN
getauft zu werden
36. Als sie aber auf dem Weg weiter fuhren, kamen sie zu einem gewissen Wasser und der Eunuch erklärte: „Siehe, Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“
Kapitel 8 Vers 37
37
48
Vers fehlt in 88% der HSS
37. [Philippus aber sagte: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sagte: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!]
Kapitel 8 Vers 38
38. Und er befahl den Wagen anzuhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und auch der Eunuch, und er taufte ihn.
Kapitel 8 Vers 39
39. Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er setzte seinen Weg fort und freute sich.
Kapitel 8 Vers 40
40. Philippus aber wurde in Asdod gefunden, und er zog umher und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
Kapitel 9
Kapitel 9 Vers 1
1. Saulus aber, der noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn schnaubte, ging zum Hohepriester
Kapitel 9 Vers 2
2. und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er, wenn er einige fände, die des Weges sind, Männer und auch Frauen, sie gebunden nach Jerusalem führe.
Kapitel 9 Vers 3
3. Während er aber unterwegs war, geschah es, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel her.
Kapitel 9 Vers 4
4. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die ihm sagte: „Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?“
Kapitel 9 Vers 5
5. Er aber sagte: „Wer bist du, Herr?“ Der Herr aber sagte: „Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Kapitel 9 Vers 6
6. Steh jedoch auf und geh in die Stadt hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun musst!“
Kapitel 9 Vers 7
7. Die Männer aber, die mit ihm unterwegs waren, standen sprachlos da, weil sie zwar die Stimme hörten, aber niemand sahen.
Kapitel 9 Vers 8
8. Saulus aber stand von der Erde auf; und obwohl er seine Augen auch öffnete, sah er nichts. Sie führten ihn aber an der Hand und brachten ihn nach Damaskus hinein.
Kapitel 9 Vers 9
9. Und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank auch nicht.
Kapitel 9 Vers 10
10. Ein gewisser Jünger aber, mit Namen Ananias war in Damaskus. Und der Herr sagte in einer Vision zu ihm: „Ananias!“ Er aber sagte: „Siehe! hier bin ich, Herr!“
Kapitel 9 Vers 11
11. Der Herr aber sagte zu ihm: „Steh auf und geh hin in die Gasse, die »die Gerade« genannt wird, und suche in dem Haus des Judas einen Mann mit Namen Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet;
Kapitel 9 Vers 12
12. und er hat in einer Vision einen Mann mit Namen Ananias gesehen, der hereinkommen und ihm die Hand auflegen wird, damit er wieder sehen wird.“
Kapitel 9 Vers 13
13. Ananias aber antwortete: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, alle die bösen Dinge, die er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat.
Kapitel 9 Vers 14
14. Und hier hat er Vollmacht von den Hohepriestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen!“
Kapitel 9 Vers 15
15. Der Herr aber sagte zu ihm: „Geh hin, weil dieser mir ein Gefäß der Erwählung ist, um meinen Namen vor Nationen und Könige und auch vor die Söhne Israels zu tragen!
Kapitel 9 Vers 16
16. Denn ich werde ihm alle die Dinge zeigen, die er um meines Namens willen leiden muss.“
Kapitel 9 Vers 17
17. Ananias aber ging hin und ging hinein in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sagte: „Saul, Bruder, der Herr, der dir auf dem Weg, den du kamst erschienen ist, hat mich gesandt, damit du wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt wirst!“
Kapitel 9 Vers 18
18. Und sogleich fielen so wie Schuppen von seinen Augen ab, und er sah auch wieder und stand auf und wurde getauft;
Kapitel 9 Vers 19
19. und er nahm Nahrung zu sich und erstarkte. Saulus war aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus.
Kapitel 9 Vers 20
20. Und sogleich predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist.
Kapitel 9 Vers 21
[1 vernichtet habende] s. Gal 1,13+23
21. Alle aber, die ihn hörten, staunten und sagten: „Ist dieser nicht etwa der, der in Jerusalem zu vernichten versuchte, die diesen Namen anrufen, und dazu hierher gekommen ist, damit er sie alsGebundene vor die Hohepriestern führe?
Kapitel 9 Vers 22
[1 dieser] d.i. Jesus aus Vers 20
22. Saulus aber erstarkte noch mehr und verwirrte die Juden, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass dieser Jesus der Christus ist.
Kapitel 9 Vers 23
[1 sie wurden erfüllt] i.S.v. vergangen waren
23. Als aber viele Tage vergangen waren, beschlossen die Juden gemeinsam, ihn zu beseitigen.
Kapitel 9 Vers 24
24. Ihr Anschlag aber wurde dem Saulus bekannt. Und sie bewachten auch die Tore bei Tag und auch bei Nacht, damit sie ihn beseitigen.
Kapitel 9 Vers 25
25. Die Jünger aber nahmen ihn bei Nacht und ließen ihn durch die Maueröffnung hinab, indem sie ihn in einem Korb hinabsenkten.
Kapitel 9 Vers 26
26. Als Saulus aber in Jerusalem angekommen war, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen; und alle fürchteten ihn, weil sie nicht glaubten, dass er ein Jünger sei.
Kapitel 9 Vers 27
27. Barnabas aber nahm ihn auf, führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Weg den Herrn gesehen und dass der Herr zu ihm geredet hatte, und wie er in Damaskus freimütig in dem Namen des Herrn Jesus geredet hatte.
Kapitel 9 Vers 28
28. Und er ging mit ihnen in Jerusalem aus und ein und redete freimütig im Namen Jesu.
Kapitel 9 Vers 29
29. Er redete und stritt auch gegen die Hellenisten; sie aber versuchten, ihn zu beseitigen.
Kapitel 9 Vers 30
30. Als die Brüder das aber erkannten, führten sie ihn nach Cäsarea hinab und sandten ihn weg nach Tarsus.
Kapitel 9 Vers 31
31. Die Versammlungen hatten also Frieden durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria und wurden erbaut und wandelten in der Furcht des Herrn und vermehrten sich durch den Beistand des Heiligen Geistes.
Kapitel 9 Vers 32
32. Es geschah aber, als Petrus durch alle Gebiete hindurchzog, er auch zu den Heiligen hinab kam, die in Lydda wohnten.
Kapitel 9 Vers 33
33. Er fand aber dort einen Menschen mit Namen Aeneas, der gelähmt war und der seit acht Jahren auf einer Matte dalag.
Kapitel 9 Vers 34
34. Und Petrus sagte ihm: „Aeneas! Jesus, der Christus heilt dich; steh auf und richte dir selbst dein Bett her!“ Und sogleich stand er auf.
Kapitel 9 Vers 35
35. Und alle, die in Lydda und der Gegend um Assaron wohnten, sahen ihn; und sie kehrten um zu dem Herrn.
Kapitel 9 Vers 36
[1 Dorkas] d.i. Gazelle
36. In Joppe aber war eine gewisse Jüngerin mit Namen Tabitha, was übersetzt »Dorkas« heißt; diese war voll guter Werke und Almosen, die sie tat.
Kapitel 9 Vers 37
37. Es geschah aber in jenen Tagen, dass sie krank wurde und verstarb; und als sie gewaschen war legten sie sie in das Obergemach.
Kapitel 9 Vers 38
[1 ihr] d.i. dort, in Joppe
38. Da Lydda aber nahe bei Joppe ist und die Jünger gehört hatten, dass Petrus dort war, sandten sie zu ihm und baten ihn, nicht zu zögern und zu ihnen hin zu kommen.
Kapitel 9 Vers 39
39. Petrus aber stand auf und ging mit ihnen. Den sie, als er angekommen war, in das Obergemach führten. Und alle Witwen stellten sich zu ihm, weinten und zeigten ihm alle die Hemden und Kleider vor, die Dorkas gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.
Kapitel 9 Vers 40
40. Petrus aber schickte alle nach draußen hinaus, beugte die Knie und betete; und er wandte sich zu dem Leib und sagte: „Tabitha, steh auf!“ Sie aber öffnete ihre Augen, und als sie Petrus sah, setzte sie sich auf.
Kapitel 9 Vers 41
41. Er gab ihr aber die Hand und richtete sie auf. Er rief aber die Heiligen und die Witwen und stellte sie ihnen als Lebende vor.
Kapitel 9 Vers 42
42. Es wurde aber durch ganz Joppe bekannt, und viele glaubten an den Herrn.
Kapitel 9 Vers 43
43. Es geschah aber, dass er viele Tage in Joppe blieb, bei einem gewissen Simon, einem Gerber.
Kapitel 10
Kapitel 10 Vers 1
[1 Truppe] o. Kohorte, Schar
1. Ein gewisser Mann aber war in Cäsarea, mit Namen Kornelius, ein Hauptmann der Truppe, die »Italische« genannt wird;
Kapitel 10 Vers 2
2. der fromm und Gott fürchtend war mit seinem ganzen Haus und auch dem Volk viele Almosen gab und allezeit zu Gott flehte.
Kapitel 10 Vers 3
3. Er sah deutlich in einer Vision, etwa um die neunte Stunde des Tages, einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen und ihm sagen: „Kornelius!“
Kapitel 10 Vers 4
4. Er aber starrte ihn an, geriet in Furcht und sagte: „Was ist, Herr?“ Er sagte ihm: „Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgestiegen zum Gedenken vor Gott!
Kapitel 10 Vers 5
5. Und jetzt schicke Männer nach Joppe und lass Simon holen, der auch Petrus genannt wird.
Kapitel 10 Vers 6
6. Dieser wird bei einem gewissen Simon beherbergt, einem Gerber, dessen Haus am Meer ist.“
Kapitel 10 Vers 7
7. Als aber der Engel, der mit Kornelius redete, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausdiener und einen frommen Soldaten von denen, die für ihn bereitstanden,
Kapitel 10 Vers 8
8. und legte ihnen alle Ereignisse dar und sandte sie nach Joppe.
Kapitel 10 Vers 9
9. An dem folgenden Tag aber, als jene unterwegs waren und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde hinauf auf das Dach, um zu beten.
Kapitel 10 Vers 10
10. Er wurde aber sehr hungrig und wollte essen. Während jene aber etwas zubereitete, fiel eine Verzückung auf ihn,
Kapitel 10 Vers 11
11. und er sieht den Himmel offen und ein Ding zu ihm herabkommen, wie ein großes Leinentuch, das an vier Enden gebunden worden und auf die Erde herabgelassen wurde;
Kapitel 10 Vers 12
12. darin waren alle Arten der vierfüßigen Tiere der Erde (die Raubtiere und auch die Kriechtiere) und die Vögel des Himmels.
Kapitel 10 Vers 13
13. Und eine Stimme geschah zu ihm: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“
Kapitel 10 Vers 14
14. Petrus aber sagte: „Keineswegs, Herr! Weil ich niemals etwas Gemeines oder Unreines gegessen habe!“
Kapitel 10 Vers 15
15. Und die Stimme geschah wieder, zum zweiten Mal, zu ihm: „Was Gott gereinigt hat, mache du nicht gemein!“
Kapitel 10 Vers 16
16. Dies aber geschah dreimal, und das Ding wurde wieder in den Himmel aufgenommen.
Kapitel 10 Vers 17
17. Als Petrus aber bei sich selbst völlig ratlos war, was wohl die Vision sei, die er gesehen hatte, siehe, auch die Männer, die von Kornelius gesandt waren, die sich zu dem Haus Simons durchgefragt hatten, standen vor dem Tor
Kapitel 10 Vers 18
18. und sie riefen und erkundigten sich, ob Simon, der auch Petrus genannt wird, hier beherbergt wird.
Kapitel 10 Vers 19
19. Während Petrus aber über die Vision nachdachte, sagte der Geist ihm: „Siehe, Männer suchen dich!
Kapitel 10 Vers 20
20. Steh also auf, steige hinab und gehe mit ihnen und zweifele an nichts, darum weil ich sie gesandt habe!“
Kapitel 10 Vers 21
21. Petrus aber stieg vom Dach zu den Männern hinab und sagte: „Siehe, ich bin der, den ihr sucht. Was ist der Grund, wegen dem ihr da seid?“
Kapitel 10 Vers 22
22. Sie aber sagten: „Kornelius, ein Hauptmann, ein gerechter und Gott fürchtender Mann, und der auch von der ganzen Nation der Juden ein gutes Zeugnis hat, wurde von einem Engel angewiesen, dich in sein Haus holen zu lassen und Aussagen von dir zu hören.“
Kapitel 10 Vers 23
23. Er rief sie also zu sich herein und beherbergte sie. An dem folgenden Tag aber ging Petrus weg mit ihnen, und einige der Brüder von Joppe gingen mit ihm.
Kapitel 10 Vers 24
24. Und an dem folgenden Tag kamen sie in Cäsarea an. Kornelius aber erwartete sie und hatte seine Verwandten und seine nächsten Freunde zusammengerufen.
Kapitel 10 Vers 25
25. Als es aber geschah, dass Petrus ins Haus hineinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm.
Kapitel 10 Vers 26
26. Petrus aber richtete ihn auf und sagte: „Steh auf; auch ich selbst bin nur ein Mensch!“
Kapitel 10 Vers 27
27. Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und findet viele versammelt.
Kapitel 10 Vers 28
[1 anders stämmigen] d.i. Fremden, nicht jüdischen Mann
28. Und er erklärte ihnen auch: „Ihr wisst, wie unerlaubt es einem jüdischen Mann ist, sich einem Fremden anzuschließen oder zu ihm hinzugehen; und doch hat Gott mir gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu nennen.
Kapitel 10 Vers 29
ἀναντιρρήτως
369
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ohne Widerrede
29. Deshalb bin ich auch ohne Widerrede gekommen, als ich geholt wurde. Ich erkundige mich also: Aus welchem Anlass habt ihr mich holen lassen?“
Kapitel 10 Vers 30
30. Und Kornelius erklärte: „Seit dem vierten Tagen fastete ich bis zu dieser Stunde, und ich betete um die neunte Stunde in meinem Haus. Und siehe, ein Mann stand vor mir in glänzender Kleidung
Kapitel 10 Vers 31
31. und erklärt: Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist vor Gott gedacht worden!
Kapitel 10 Vers 32
32. Schicke also nach Joppe und lass Simon holen, der auch Petrus genannt wird; dieser wird in dem Haus Simons beherbergt, eines Gerbers, am Meer; der wird, wenn er hergekommen ist, zu dir reden.
Kapitel 10 Vers 33
33. Ich schickte also sogleich zu dir, und du hast auch gut getan, dass du hergekommen bist. Wir alle sind jetzt also vor Gott da, um alle Worte zu hören, die dir von Gott aufgetragen worden sind!“
Kapitel 10 Vers 34
34. Petrus aber öffnete den Mund und sagte: „Ich begreife jetzt in Wahrheit, dass Gott nicht parteiisch ist,
Kapitel 10 Vers 35
35. sondern dass der, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, ihm in jeder Nation angenehm ist!
Kapitel 10 Vers 36
36. Das Wort, das er den Söhnen Israels gesandt hat, indem er durch Jesus Christus Frieden verkündigte, (dieser ist aller Herr)!
Kapitel 10 Vers 37
37. Ihr kennt das Ereignis, das nach der Taufe, die Johannes gepredigt hatte, in Galiläa angefangen hat und durch ganz Judäa geschehen ist:
Kapitel 10 Vers 38
38. von Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, der umherging und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel unterdrückt waren, weil Gott mit ihm war.
Kapitel 10 Vers 39
39. Und wir sind Zeugen aller Dinge, die er in der Landschaft der Juden und auch in Jerusalem getan hat. Den haben sie auch beseitigt, indem sie ihn an ein Holz hängten.
Kapitel 10 Vers 40
40. Diesen hat Gott an dem dritten Tag auferweckt und hat ihn sichtbar werden lassen,
Kapitel 10 Vers 41
41. nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher bestimmten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten.
Kapitel 10 Vers 42
διαμαρτύρασθαι
1263
V-ADN
feierlich zu bezeugen
42. Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und feierlich zu bezeugen, dass er der von Gott bestimmte Richter der Lebenden und der Toten ist.
Kapitel 10 Vers 43
43. Diesem bezeugen alle Propheten, dass jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen.“
Kapitel 10 Vers 44
44. Während Petrus noch diese Aussagen redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
Kapitel 10 Vers 45
45. Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, staunten, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Nationen ausgegossen worden war.
Kapitel 10 Vers 46
46. Denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott groß machen. Darauf antwortete Petrus:
Kapitel 10 Vers 47
47. Kann etwa jemand diesen das Wasser verwehren, um nicht getauft zu werden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir?
Kapitel 10 Vers 48
48. Und er trug auf, dass auch sie getauft werden in dem Namen des Herrn Jesus. Darauf baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.
Kapitel 11
Kapitel 11 Vers 1
1. Die Apostel aber und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Nationen das Wort Gottes angenommen hatten.
Kapitel 11 Vers 2
2. Und als Petrus nach Jerusalem hinaufging, machten ihm die aus der Beschneidung Vorwürfe
Kapitel 11 Vers 3
3. und sagten: „Du bist zu Männern, die Vorhaut haben, hineingegangen und hast mit ihnen gegessen!“
Kapitel 11 Vers 4
4. Petrus aber fing an und setzte es ihnen der Reihe nach auseinander und sagte:
Kapitel 11 Vers 5
5. „Ich war in der Stadt Joppe und betete; und ich sah in einer Verzückung eine Vision: Ein Ding kam herab, wie ein großes Leinentuch, das an vier Enden aus dem Himmel herab gelassen wurde, und es kam bis zu mir.
Kapitel 11 Vers 6
6. Als ich hinein starrte, nahm ich wahr und sah die vierfüßigen Tiere der Erde (die Raubtiere und auch die Kriechtiere) und die Vögel des Himmels.
Kapitel 11 Vers 7
7. Ich hörte aber eine Stimme, die mir sagte: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und iss!‘
Kapitel 11 Vers 8
8. Ich sagte aber: ‚Keineswegs, Herr! Weil etwas Gemeines oder Unreines noch nie in meinen Mund hineingekommen ist!‘
Kapitel 11 Vers 9
9. Die Stimme aus dem Himmel aber antwortete mir zum zweiten Mal: ‚Was Gott gereinigt hat, mache du nicht gemein!‘
Kapitel 11 Vers 10
10. Dies geschah aber dreimal; und alle Dinge wurden wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Kapitel 11 Vers 11
11. Und siehe, sogleich standen drei Männer, vor dem Haus, in dem ich war, die von Cäsarea zu mir gesandt worden waren.
Kapitel 11 Vers 12
12. Der Geist aber sagte mir, mit ihnen mitzugehen und an nichts zu zweifeln. Diese sechs Brüder aber kamen auch mit mir, und wir gingen in das Haus des Mannes hinein.
Kapitel 11 Vers 13
13. Er berichtete uns aber, wie er den Engel gesehen hatte, der in seinem Haus stand und ihm sagte: ‚Sende nach Joppe und lass Simon holen, der auch Petrus genannt wird;
Kapitel 11 Vers 14
14. der wird Aussagen zu dir reden, durch die du gerettet werden wirst, du und dein ganzes Haus.‘
Kapitel 11 Vers 15
15. Als ich aber zu reden anfing, fiel der Heilige Geist auf sie, so wie am Anfang auch auf uns.
Kapitel 11 Vers 16
16. Ich erinnerte mich aber an die Aussage des Herrn, als er sagte: ‚Johannes hat zwar mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden.‘
Kapitel 11 Vers 17
17. Wenn Gott ihnen also die gleiche Gabe gegeben hat wie auch uns, als sie an den Herrn Jesus geglaubt haben, wer war denn ich, dass ich mächtig wäre, Gott zu wehren?“
Kapitel 11 Vers 18
18. Als sie aber diese Worte hörten, wurden sie ruhig und verherrlichten Gott und sagten: „Folglich hat Gott auch den Nationen die Buße zum Leben gegeben!“
Kapitel 11 Vers 19
19. Die also, die infolge der Bedrängnis, die wegen Stephanus entstanden war, zerstreut worden waren, durchzogen die Gebiete bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten das Wort zu keinem als nur zu Juden.
Kapitel 11 Vers 20
20. Einige aber von ihnen waren Männer, Zyprer und Kyrener, die, als sie nach Antiochia hineingekommen waren, zu den Hellenisten redeten und den Herrn Jesus als Evangelium verkündigten.
Kapitel 11 Vers 21
21. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und auch eine große Zahl glaubte und kehrte um zu dem Herrn.
Kapitel 11 Vers 22
22. Die Kunde über sie wurde aber in den Ohren der Versammlung in Jerusalem gehört, und sie sandten Barnabas aus, um die Gebiete durchzuziehen bis nach Antiochia.
Kapitel 11 Vers 23
23. Der freute sich, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, und ermahnte alle, mit Vorsatz des Herzen bei dem Herrn dabeizubleiben;
Kapitel 11 Vers 24
24. (weil er ein guter Mann war und voll Heiligen Geistes und Glaubens) und eine zahlreiche Menge wurde für den Herrn hinzugefügt.
Kapitel 11 Vers 25
25. Barnabas aber ging weg nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen,
Kapitel 11 Vers 26
26. und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochien. Es geschah aber, dass sie ein ganzes Jahr in der Versammlung zusammenkamen und eine zahlreiche Menge lehrten; und dass in Antiochia die Jünger auch zuerst Christen genannt wurden.
Kapitel 11 Vers 27
27. In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem nach Antiochia herab.
Kapitel 11 Vers 28
[1 zu sein] i.S.v. kommen wird
28. Einer aber von ihnen, mit Namen Agabus, stand auf und zeigte durch den Geist eine große Hungersnot an, die über den ganzen Erdkreis kommen wird; (die auch unter Kaiser Claudius geschah.)
Kapitel 11 Vers 29
29. Sie bestimmten aber, dass jeder von ihnen, von den Jüngern, so wie jemand bemittelt war, den Brüdern, die in Judäa wohnten, etwas zu Hilfeleistung zu schicken;
Kapitel 11 Vers 30
30. das taten sie auch und sandten die Hilfe zu den Ältesten durch die Hand von Barnabas und Saulus.
Kapitel 12
Kapitel 12 Vers 1
1. Herodes, der König aber legte um jene Zeit die Hände an einige derer von der Versammlung, um sie zu misshandeln.
Kapitel 12 Vers 2
2. Er beseitigte aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Kurzschwert.
Kapitel 12 Vers 3
3. Und als er sah, dass es den Juden gefällig war, fügte er hinzu, auch Petrus festzunehmen. (Es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote).
Kapitel 12 Vers 4
4. Den er, nachdem er ihn ergriffen hatte, in ein Gefängnis setzte und übergab ihn an vier Viererschaften von Soldaten um ihn zu bewachen, weil er ihn nach dem Passah dem Volk vorführen wollte.
Kapitel 12 Vers 5
5. Petrus also wurde im Gefängnis bewacht; von der Versammlung aber geschah beharrliches Gebet zu Gott für ihn.
Kapitel 12 Vers 6
6. Als aber Herodes dabei war ihn vorzuführen, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gebunden; und auch Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis.
Kapitel 12 Vers 7
[1 Eile] i.S.v. schnell
7. Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und Licht leuchtete in dem Raum. Er schlug aber an die Seite des Petrus, weckte ihn und sagte: „Steh schnell auf!“ Und seine Ketten fielen von den Händen ab.
Kapitel 12 Vers 8
8. Und der Engel sagte auch zu ihm: „Umgürte dich und binde deine Sandalen unter!“ Er tat aber so. Und er sagt ihm: „Wirf dein Obergewand um und folge mir!“
Kapitel 12 Vers 9
9. Und er ging hinaus und folgte und wusste nicht, dass das durch den Engel Geschehene wahr ist, er meinte aber eine Vision zu sehen.
Kapitel 12 Vers 10
10. Als sie aber bei der der ersten und zweiten Wache durchgegangen waren, kamen sie an das eisernen Tor, das in die Stadt führt, das sich ihnen von selbst öffnete. Und sie kamen hinaus und gingen eine Gasse weit vor, und sogleich entfernte sich der Engel von ihm.
Kapitel 12 Vers 11
11. Und Petrus kam zu sich selbst und sagte: „Jetzt weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel ausgesandt und mich herausgenommen hat aus der Hand des Herodes und der ganzen Erwartung des Volkes der Juden!“
Kapitel 12 Vers 12
12. Und als er darüber klar geworden war, ging er zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, der auch Markus genannt wird, wo viele versammelt waren und beteten.
Kapitel 12 Vers 13
13. Als aber Petrus an die Tür des Tores klopfte, kam eine junge Magd mit Namen Rhode herbei, um zu horchen.
Kapitel 12 Vers 14
14. Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht, lief aber hinein und meldete, dass Petrus vor dem Tor steht.
Kapitel 12 Vers 15
15. Sie aber sagten zu ihr: „Du bist von Sinnen!“ Sie aber behauptete fest, es verhalte sich so. Sie aber sagten: „Es ist sein Engel!“
Kapitel 12 Vers 16
16. Petrus aber fuhr fort zu klopfen; als sie aber geöffnet hatten, sahen sie ihn und staunten.
Kapitel 12 Vers 17
17. Er aber winkte ihnen mit der Hand zu schweigen und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis herausgeführt hatte. Er sagte aber: „Berichtet diese Dinge Jakobus und den Brüdern!“ Und er ging hinaus und ging an einen anderen Ort.
Kapitel 12 Vers 18
18. Als es aber Tag geworden war, war eine nicht geringe Aufregung bei den Soldaten, was wohl aus Petrus geworden sei.
Kapitel 12 Vers 19
[1 abzuführen] vielleicht: zur Hinrichtung?
19. Als aber Herodes ihn suchte und nicht fand, verhörte er die Wächter und befahl, sie abzuführen. Und er ging von Judäa nach Cäsarea hinab und verweilte dort.
Kapitel 12 Vers 20
20. Herodes war aber ergrimmt über die Tyrer und Sidonier. Uns sie kamen auch einmütig zu ihm, und, nachdem sie Blastus, der über die Schlafkammer des Königs war, überredet hatten, erbaten sie Frieden, weil ihre Landschaft von der königlichen Unterstützung ernährt wurde.
Kapitel 12 Vers 21
21. Herodes aber zog an einem festgesetzten Tag königliche Kleidung an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine öffentliche Rede an sie.
Kapitel 12 Vers 22
22. Die Volksversammlung aber rief ihm zu: „Eines Gottes Stimme ist das und nicht eines Menschen!“
Kapitel 12 Vers 23
23. Ein Engel des Herrn aber schlug ihn sogleich, weil er Gott nicht die Ehre gab; und er wurde von Würmern zerfressen und hauchte sein Leben aus.
Kapitel 12 Vers 24
24. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich.
Kapitel 12 Vers 25
25. Barnabas aber und Saulus kehrten nach Antiochia zurück, nachdem sie die Hilfeleistung erfüllt hatten, und nahmen auch Johannes mit, der auch Markus genannt wurde.
Kapitel 13
Kapitel 13 Vers 1
[1 seienden] i.S.v. (dort) seienden, dortigen
1. In Antiochia aber waren in der dortigen Versammlung einige Propheten und Lehrer, und zwar Barnabas und Simeon, der auch Niger genannt wurde, und Luzius der Kyrenäer und auch Manahen, der Jugendfreund des Vierfürsten Herodes und Saulus.
Kapitel 13 Vers 2
2. Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sagte der Heilige Geist: „Sondert mir doch Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!
Kapitel 13 Vers 3
3. Drauf fasteten und beteten sie und legten ihnen die Hände auf und entließen sie.
Kapitel 13 Vers 4
4. Diese also, als Ausgesandte vom Heiligen Geist, gingen nach Seleukia hinab und segelten von dort nach Zypern.
Kapitel 13 Vers 5
5. Und als sie in Salamis angekommen waren, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes als Gehilfen.
Kapitel 13 Vers 6
6. Als sie aber die Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen gewissen Magier, einen jüdischen Lügenpropheten, der den Namen Bar-Jesus hatte,
Kapitel 13 Vers 7
7. der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus herbei und wünschte, das Wort Gottes zu hören.
Kapitel 13 Vers 8
8. Elymas aber, der Magier, denn so wird sein Name übersetzt, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abzuhalten.
Kapitel 13 Vers 9
9. Saulus aber, der auch Paulus genannt wird, wurde von Heiligem Geist erfüllt und starrte auf ihn
Kapitel 13 Vers 10
10. und sagte: „O, Mann voll von jeder List und jeder Gaunerei, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verdrehen?
Kapitel 13 Vers 11
[1 Blindenführer] w. solche, die an der Hand führen
11. Und jetzt siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du wirst blind sein und die Sonne bis zu einer bestimmten Zeit nicht sehen!“ Sogleich aber fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Blindenführer.
Kapitel 13 Vers 12
12. Darauf, als der Prokonsul das Geschehene sah, glaubte er, erstaunt über der Lehre des Herrn.
Kapitel 13 Vers 13
13. Die um Paulus aber liefen von Paphos aus und kamen nach Perge von Pamphylien; Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.
Kapitel 13 Vers 14
14. Sie aber gingen von Perge weiter und kamen hinein nach Antiochien von Pisidien. Und sie gingen am Tag der Sabbate in die Synagoge hinein und setzten sich.
Kapitel 13 Vers 15
15. Nach der Vorlesung des Gesetzes und der Propheten aber sandten die Synagogenvorsteher zu ihnen und ließen sagen: „Männer, Brüder, wenn bei euch ein Wort der Ermutigung für das Volk ist, sagt es!“
Kapitel 13 Vers 16
16. Paulus aber stand auf und winkte mit der Hand und sagte: „Männer, Israeliten, und die ihr Gott fürchtet, hört:
Kapitel 13 Vers 17
[1 seines] i.S.v. von dort (aus Äpypten)
17. Der Gott dieses Volkes erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremde, im Land Ägypten; und mit erhobenem Arm führte er sie von dort hinaus.
Kapitel 13 Vers 18
18. Und er ertrug sie eine vierzigjährige Zeit in der Wüste;
Kapitel 13 Vers 19
19. und nachdem er sieben Nationen im Land Kanaan vernichtet hatte, teilte er ihnen deren Land als Erbe aus.
Kapitel 13 Vers 20
20. Und danach, für etwa vierhundert fünfzig Jahre, gab er ihnen Richter bis zu Samuel, dem Propheten.
Kapitel 13 Vers 21
21. Und von da an erbaten sie sich einen König, und Gott gab ihnen Saul, einen Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, für vierzig Jahre.
Kapitel 13 Vers 22
[1 meines] s. 1.Sam 13,14; Ps 89,21
22. Und nachdem er ihn abgesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, von dem er auch bezeugte hatte und sagte: »Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai, einen Mann nach meinem Herzen, der alle meine Wünsche tun wird«.
Kapitel 13 Vers 23
23. Gott hat von dessen Samen nach seiner Verheißung für Israel Rettung gebracht,
Kapitel 13 Vers 24
[1 Angesichts] Hebr: noch vor
24. nachdem Johannes, noch vor seinem Auftreten für Israel zuvor eine Taufe der Buße verkündigt hatte.
Kapitel 13 Vers 25
[1 zu lösen] s. Mat 3,11; Mar 1,5; Luk 3,16; Joh 1,27
25. Als aber Johannes den Lauf vollendete, sagte er: Wer vermutet ihr, dass ich bin? Nicht ich bin es; jedoch siehe, einer kommt nach mir, dessen Sandale von den Füßen zu lösen ich nicht würdig bin!
Kapitel 13 Vers 26
26. Männer, Brüder, Söhne des Geschlechtes Abrahams, und die unter euch, die Gott fürchten, zu euch ist das Wort dieser Rettung ausgesandt.
Kapitel 13 Vers 27
27. Denn die, die in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten, haben diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten erfüllt, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, als sie ihn verurteilt haben.
Kapitel 13 Vers 28
28. Und obwohl sie gar keine Schuld des Todes fanden, erbaten sie doch von Pilatus, ihn zu beseitigen.
Kapitel 13 Vers 29
29. Als sie aber alle Dinge vollendet hatten, die über ihn geschrieben waren, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in eine Gruft.
Kapitel 13 Vers 30
30. Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt.
Kapitel 13 Vers 31
31. Der dann mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgestiegen waren, welche seine Zeugen für das Volk sind.
Kapitel 13 Vers 32
εὐαγγελιζόμεθα:
2097
V-PMI-1P
wir verkündigen (das Evangelium)
32. Und wir verkündigen euch als Evangelium die zu den Vätern geschehene Verheißung,
Kapitel 13 Vers 33
[1 dich] Ps 2,17
33. dass Gott diese ihren Kindern erfüllt hat, nämlich uns, indem er Jesus auferweckt hat, wie auch im zweiten Psalm geschrieben ist: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«.
Kapitel 13 Vers 34
[1 zuverlässigen] s. Jes 55,3 (LXX)
34. Dass er ihn aber aus den Toten auferweckt hat, damit er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so gesagt: »Ich werde euch die heiligen, zuverlässigen Zusagen an David geben«.
Kapitel 13 Vers 35
[1 Verwesung] s. Ps 16,10
35. Darum sagt er auch an einer anderen Stelle: »Du wirst nicht zulassen, dass dein Heiliger die Verwesung sieht«.
Kapitel 13 Vers 36
[1 er wurde versammelt] w. er wurde hinzugefügt
36. Denn David ist zwar entschlafen, nachdem er der eigenen Generation durch den Willen Gottes gedient hat; und er ist zu seinen Vätern versammelt worden und hat die Verwesung gesehen.
Kapitel 13 Vers 37
37. Der aber, den Gott auferweckt hat, hat die Verwesung nicht gesehen.
Kapitel 13 Vers 38
38. Männer, Brüder, dies sei euch also bekannt, dass euch durch diesen Jesus Vergebung der Sünden verkündigt wird;
Kapitel 13 Vers 39
39. und von allen Übertretungen, wovon ihr in dem Gesetz des Mose nicht rechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder, der glaubt, rechtfertigt.
Kapitel 13 Vers 40
40. Seht also zu, dass über euch nicht herbeikommt, was in den Propheten gesagt worden ist:
Kapitel 13 Vers 41
[1 euch] s. Hab 1,5
41. »Seht, ihr Verächter, und staunt und geht zugrunde, weil ich ein Werk in euren Tagen wirke, das ihr niemals glaubt, wenn jemand es euch berichtet!«
Kapitel 13 Vers 42
42. Als aber die Juden aus der Synagoge hinaus gegangen waren, baten die aus den Nationen, dass ihnen diese Aussagen auch am folgenden Sabbat verkündigt werden.
Kapitel 13 Vers 43
43. Nachdem sich aber die Versammlung der Synagoge aufgelöst hatte, folgten viele der Juden und der verehrenden Proselyten dem Paulus und Barnabas, die ihnen zuredeten und sie zu überzeugen versuchten, bei der Gnade Gottes dabei zu bleiben.
Kapitel 13 Vers 44
44. Und an dem nächsten Sabbat versammelte sich auch beinahe die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.
Kapitel 13 Vers 45
45. Als die Juden aber die Volksmengen sahen, wurden sie von Eifersucht erfüllt und widersetzten sich den Worten, die von Paulus gesagt wurden, indem sie widersprachen und lästerten.
Kapitel 13 Vers 46
46. Paulus und Barnabas aber redeten freimütig und sagten: „Es war notwendig, dass das Wort Gottes zuerst euch verkündigt wurde; weil ihr es aber zurückstoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig haltet, siehe, wir wenden uns zu den Nationen.
Kapitel 13 Vers 47
[1 Erde] s. Jes 49,6
47. Denn so hat uns der Herr geboten: »Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, damit du zur Rettung bist bis zum Ende der Erde!«“
Kapitel 13 Vers 48
48. Als aber die aus den Nationen dies hörten, freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn und glaubten, alle, die sich zum ewigen Leben gerechnet hatten.
Kapitel 13 Vers 49
49. Das Wort des Herrn aber wurde durch die ganze Landschaft verbreitet.
Kapitel 13 Vers 50
50. Die Juden aber hetzten die verehrenden Frauen und die Angesehenen und die Ersten der Stadt auf, und erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihren Gebieten.
Kapitel 13 Vers 51
51. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie und kamen nach Ikonium.
Kapitel 13 Vers 52
52. Die Jünger aber wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist.
Kapitel 14
Kapitel 14 Vers 1
1. Es geschah aber in Ikonium, dass sie ebenfalls in die Synagoge der Juden hinein gingen und so redeten, dass eine große Menge von Juden und auch von Griechen glaubten.
Kapitel 14 Vers 2
2. Die ungehorsamen Juden aber erregten und erbitterten die Seelen derer aus den Nationen gegen die Brüder.
Kapitel 14 Vers 3
3. Sie verweilten also geraume Zeit dort und redeten freimütig über den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte, indem er Zeichen und Wunder gab, die durch ihre Hände geschahen.
Kapitel 14 Vers 4
4. Die Menge der Stadt aber spaltete sich, und zwar waren die einen mit den Juden, die anderen mit den Aposteln.
Kapitel 14 Vers 5
5. Als aber ein Aufruhr sowohl derer aus den Nationen als auch der Juden mit ihren Obersten erstanden war, sie zu misshandeln und zu steinigen,
Kapitel 14 Vers 6
6. und sie es erfahren hatten, flüchteten sie in die Städte von Lykaonien, Lystra und Derbe und die Umgebung,
Kapitel 14 Vers 7
7. und verkündigten dort das Evangelium.
Kapitel 14 Vers 8
8. Und in Lystra saß ein gewisser Mann da, kraftlos an den Füßen, der von Geburt an gelähmt war und niemals hatte gehen können.
Kapitel 14 Vers 9
9. Dieser hörte Paulus reden; und als der ihn anstarrte und sah, dass er Glauben hatte, um geheilt zu werden,
Kapitel 14 Vers 10
10. sagte er mit lauter Stimme: „Steh aufrecht auf deine Füße!“ Und er sprang auf und ging umher.
Kapitel 14 Vers 11
11. Als aber die Volksmengen sahen, was Paulus getan hatte, erhoben sie ihre Stimme auf lykaonisch und sagten: „Die Götter sind Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen!
Kapitel 14 Vers 12
12. Und sie nannten den einen, Barnabas als Zeus, den anderen, Paulus als Hermes, weil er es war, der das Wort führte.
Kapitel 14 Vers 13
13. Und der Priester des Zeustempels, der vor ihrer Stadt war, brachte Stiere und Kränze zu den Toren und wollte mit den Volksmengen opfern.
Kapitel 14 Vers 14
14. Als aber die Apostel, Barnabas und Paulus, das hörten, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen in die Volksmenge hinein, riefen laut
Kapitel 14 Vers 15
15. und sagten: „Männer, warum tut ihr diese Dinge? Auch wir sind Menschen, von gleicher Art wie ihr, und verkündigen euch das Evangelium, von diesen nichtigen Göttern umzukehren zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat, und alle Dinge, die in ihnen sind!
Kapitel 14 Vers 16
16. Der ließ in den vergangenen Generationen alle Nationen ihre eigenen Wege gehen,
Kapitel 14 Vers 17
17. obwohl er sich selbst nicht unbezeugt gelassen hat: Er hat Gutes getan, hat euch vom Himmel her Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und hat unsere Herzen mit Nahrung und Freude erfüllt.“
Kapitel 14 Vers 18
18. Und obwohl sie diese Worte sagten, brachten sie die Volksmengen nur mit Mühe dazu, dass sie ihnen nicht opferten.
Kapitel 14 Vers 19
19. Juden aber aus Antiochia und Ikonium kamen herbei; uns als sie die Volksmengen überredet und Paulus gesteinigt hatten, schleiften sie ihn aus der Stadt hinaus, da sie meinten, er sei gestorben.
Kapitel 14 Vers 20
20. Als aber die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt hinein. Und an dem folgenden Tag ging er mit Barnabas weg nach Derbe.
Kapitel 14 Vers 21
21. Und nachdem sie auch in dieser Stadt das Evangelium verkündigt und zahlreiche Jünger gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und Ikonium und Antiochia zurück;
Kapitel 14 Vers 22
22. dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermutigten sie, in dem Glauben zu bleiben, und sagten, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Königreich Gottes hineingehen müssen.
Kapitel 14 Vers 23
23. Nachdem sie ihnen aber in jeder Versammlung Älteste bestimmt und mit Fasten gebetet hatten, befahlen sie sie dem Herrn an, an den sie geglaubt hatten.
Kapitel 14 Vers 24
24. Und nachdem sie Pisidien durchzogen hatten kamen sie nach Pamphylien.
Kapitel 14 Vers 25
25. Und als sie in Perge das Wort geredet hatten, stiegen sie hinab nach Attalia.
Kapitel 14 Vers 26
26. Und von dort segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.
Kapitel 14 Vers 27
27. Als sie aber angekommen waren und die Versammlung versammelt hatten, berichteten sie alle Dinge, die Gott mit ihnen getan hatte, und dass er den Nationen eine Tür des Glaubens geöffnet hatte.
Kapitel 14 Vers 28
28. Sie verweilten aber dort mit den Jüngern eine nicht geringe Zeit.
Kapitel 15
Kapitel 15 Vers 1
1. Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht nach dem Brauch Moses beschnitten werdet, könnt ihr nicht gerettet werden!
Kapitel 15 Vers 2
2. Als daher ein Zwiespalt und eine nicht geringe Auseinandersetzung mit Paulus und Barnabas gegen diese Männer entstanden war, ordneten die Brüder an, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten.
Kapitel 15 Vers 3
3. Sie also, von der Versammlung weitergeleitet worden, durchzogen Phönizien und Samaria, indem sie von der Umkehr derer aus den Nationen genau berichteten und allen Brüdern große Freude machten.
Kapitel 15 Vers 4
4. Als sie aber in Jerusalem angekommen waren, wurden sie von der Versammlung und den Aposteln und den Ältesten aufgenommen und berichteten auch alle Dinge, die Gott mit ihnen getan hatte.
Kapitel 15 Vers 5
5. Einige aber derer, von der Partei der Pharisäer, die geglaubt hatten, standen auf und sagten: „Man muss sie beschneiden und sie anweisen, auch das Gesetz Moses zu halten!“
Kapitel 15 Vers 6
6. Die Apostel und die Ältesten aber versammelten sich, um diese Sache zu besehen.
Kapitel 15 Vers 7
7. Als aber eine große Auseinandersetzung entstanden war, stand Petrus auf und sagte zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wisst, dass Gott von den ersten Tagen an unter euch sich erwählt hat, dass durch meinen Mund die aus den Nationen das Wort des Evangeliums hören und glauben sollen.
Kapitel 15 Vers 8
8. Und Gott, der Herzenskenner, bezeugte es ihnen, indem er ihnen den Heiligen Geist gab so wie auch uns;
Kapitel 15 Vers 9
9. und er machte keinen Unterschied zwischen uns und auch ihnen, als er ihre Herzen durch den Glauben reinigte.
Kapitel 15 Vers 10
10. Jetzt also, was versucht ihr Gott, um ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten?
Kapitel 15 Vers 11
11. Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet zu werden, in gleicher Weise wie auch jene.“
Kapitel 15 Vers 12
12. Die ganze Menge aber schwieg und hörte zu, als Barnabas und Paulus berichteten, wie viele Zeichen und Wunder Gott unter den Nationen durch sie getan hatte.
Kapitel 15 Vers 13
13. Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, antwortete Jakobus und sagte: „Männer, Brüder, hört mich!
Kapitel 15 Vers 14
14. Simon hat berichtet, wie Gott sich zuerst umsah, aus den Nationen ein Volk für seinen Namen zu nehmen.
Kapitel 15 Vers 15
15. Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben ist:
Kapitel 15 Vers 16
16. »Nach diesen Dingen werde ich umkehren und das zerfallene Zelt Davids wieder aufbauen, und seine Trümmer werde ich wieder aufbauen und sie wieder aufrichten,
Kapitel 15 Vers 17
[1 ihnen] d.i. ein Pleonasmus zu „über welche“
[2 alle] s. Amos 9,11+12
17. damit die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und alle Nationen, über die mein Name angerufen worden ist, spricht der Herr, der alle diese Dinge tut.«
Kapitel 15 Vers 18
18. Gott sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt.
Kapitel 15 Vers 19
παρενοχλεῖν
3926
V-PAN
zusätzlich zu belasten
19. Darum urteile ich, die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht zusätzlich zu belasten,
Kapitel 15 Vers 20
20. sondern ihnen zu schreiben, dass sie sich von den Verunreinigungen der Götzen, und der Hurerei, und des Erstickten und des Blutes fernhalten.
Kapitel 15 Vers 21
21. Denn Mose hat seit vielen Generationen in jeder Stadt die, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“
Kapitel 15 Vers 22
22. Darauf schien es den Aposteln und den Ältesten mit der ganzen Versammlung gut, Männer von ihnen auszuwählen und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken: Judas, der auch Barsabas genannt wurde, und Silas, führende Männer unter den Brüdern.
Kapitel 15 Vers 23
23. Und sie schrieben durch ihre Hand diese Worte: „Die Apostel und die Ältesten und die Brüder den Brüdern aus den Nationen in Antiochia und Syrien und Zilizien, seid gegrüßt!
Kapitel 15 Vers 24
περιτέμνεσθαι
4059
V-PPN
beschnitten zu werden
24. Nachdem wir gehört haben, dass einige, die von uns hinausgegangen sind, euch durch Worte verwirrt und eure Seelen beunruhigt haben, indem sie euch sagen, beschnitten zu werden und das Gesetz zu halten, die wir nicht dazu beauftragt hatten,
Kapitel 15 Vers 25
25. schien es uns gut, nachdem wir einmütig geworden waren und Männer ausgewählt haben, sie zu euch zu schicken mit unseren geliebten Barnabas und Paulus,
Kapitel 15 Vers 26
26. Menschen, die ihre Seelen für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben.
Kapitel 15 Vers 27
[1 Wortes] i.S.v. mündlich
27. Wir haben also Judas und Silas gesandt, auch sie selbst werden dasselbe mündlich berichten.
Kapitel 15 Vers 28
28. Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, euch nichts mehr als Last aufzulegen, außer diesen notwendigen Dingen,
Kapitel 15 Vers 29
29
ἀπέχεσθαι
568
V-PMN
sich fernzuhalten
29. euch fernzuhalten von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Hurerei; wenn ihr euch selbst davor bewahrt, werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!“
Kapitel 15 Vers 30
30. Die also, als sie verabschiedet worden waren, kamen nach Antiochia, und sie versammelten die Menge und übergaben den Brief.
Kapitel 15 Vers 31
31. Als sie ihn aber gelesen hatten, freuten sie sich über die Ermutigung.
Kapitel 15 Vers 32
32. Judas und auch Silas, die auch selbst Propheten waren, ermutigten die Brüder durch viele Worte und stärkten sie.
Kapitel 15 Vers 33
33. Und nachdem sie einige Zeit dort zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden zu den Aposteln entlassen.
Kapitel 15 Vers 34
34
54
Vers fehlt in 70% der HSS
34. [Silas aber schien es gut, dort zu bleiben.]
Kapitel 15 Vers 35
35. Paulus aber und Barnabas verweilten in Antiochia, wobei sie auch mit vielen anderen das Wort des Herrn lehrten und das Evangelium verkündigten.
Kapitel 15 Vers 36
36. Nach einigen Tagen aber sagte Paulus zu Barnabas: „Lass uns doch zurückkehren und in jeder Stadt, in der wir das Wort des Herrn verkündigt haben, uns nach unseren Brüdern umsehen, wie sie sich befinden!“
Kapitel 15 Vers 37
37. Barnabas aber überlegte, auch Johannes, der Markus genannt wird, mitzunehmen.
Kapitel 15 Vers 38
38. Paulus jedoch hielt es für richtig, diesen, der in Pamphylien von ihnen weggegangen und nicht mit ihnen zu dem Werk mitgekommen war, nicht mitzunehmen.
Kapitel 15 Vers 39
39. Es entstand also eine Erbitterung, so dass sie sich voneinander trennten; und Barnabas nahm auch Markus mit sich und segelte nach Zypern ab.
Kapitel 15 Vers 40
40. Paulus aber wählte sich Silas aus und ging weg, nachdem er von den Brüdern der Gnade Gottes anbefohlen worden war.
Kapitel 15 Vers 41
41. Er durchzog aber Syrien und Zilizien und stärkte die Versammlungen.
Kapitel 16
Kapitel 16 Vers 1
1. Er gelangte aber nach Derbe und Lystra. Und siehe, dort war ein gewisser Jünger mit Namen Timotheus, Sohn einer gewissen gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters,
Kapitel 16 Vers 2
2. der ein gutes Zeugnis hatte von den Brüdern in Lystra und Ikonium.
Kapitel 16 Vers 3
3. Paulus wollte, dass dieser mit ihm weggeht. Und er nahm ihn und ließ ihn beschneiden um der Juden willen, die in jenen Orten waren; denn sie wussten alle, dass sein Vater ein Grieche war.
Kapitel 16 Vers 4
4. Als sie aber die Städte durchreisten, übergaben sie ihnen die Anordnungen, die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem beschlossenen waren, zu bewahren.
Kapitel 16 Vers 5
5. Die Versammlungen wurden also im Glauben gefestigt und nahmen täglich an Zahl zu.
Kapitel 16 Vers 6
6. Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft und wurden von dem Heiligen Geist gehindert, das Wort in Asia zu reden.
Kapitel 16 Vers 7
7. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu gehen; und der Geist ließ es ihnen nicht zu.
Kapitel 16 Vers 8
8. Sie zogen aber an Mysien vorbei und gingen hinab nach Troas.
Kapitel 16 Vers 9
9. Und eine Vision erschien dem Paulus während der Nacht: Ein gewisser Mann, er war ein Mazedonier, stand da, bat ihn und sagte: Setze über nach Mazedonien und komm uns zu Hilfe!
Kapitel 16 Vers 10
εὐαγγελίσασθαι
2097
V-AMN
(das Evangelium) zu verkünden
10. Als er aber die Vision gesehen hatte, suchten wir sogleich eine Gelegenheit, nach Mazedonien zu gehen, da wir schlussfolgerten, dass der Herr uns berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkünden.
Kapitel 16 Vers 11
11. Wir liefen also von Troas aus und fuhren geradewegs nach Samothrake und an dem folgenden Tag nach Neapolis
Kapitel 16 Vers 12
12. und von dort gingen wir nach Philippi, die die erste Stadt des Bezirks von Mazedonien ist, eine Kolonie. Wir verweilten aber in der selben Stadt einige Tage.
Kapitel 16 Vers 13
13. Und am Tag der Sabbate gingen wir aus der Stadt hinaus, an einen Fluss, wo es üblich war, Gebet zu verrichten; und wir setzten uns hin und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren.
Kapitel 16 Vers 14
14. Und eine gewisse Frau, mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, die Gott verehrte, hörte zu; der öffnete der Herr das Herz, um auf die Worte zu achten, die von Paulus geredet wurden.
Kapitel 16 Vers 15
15. Als aber sie und ihr Haus getauft worden war, bat sie und sagte: „Wenn ihr geurteilt habt, dass ich an den Herrn gläubig bin, kommt in mein Haus hinein und bleibt!“ Und sie nötigte uns.
Kapitel 16 Vers 16
16. Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, dass uns eine gewisse Magd begegnete, die einen Geist des Python hatte und die ihren Herren viel Gewinn einbrachte, indem sie wahrsagte.
Kapitel 16 Vers 17
17. Diese folgte Paulus und Silas nach, rief laut und sagte: „Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes, die uns den Weg der Rettung verkündigen!“
Kapitel 16 Vers 18
18. Sie tat dies aber über viele Tage. Paulus aber war aufgebracht, wandte sich um und sagte zu dem Geist: „Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren!“ Und er fuhr in der selben Stunde aus.
Kapitel 16 Vers 19
19. Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn weg war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie zu dem Marktplatz vor die Obersten der Stadt;
Kapitel 16 Vers 20
20. und sie führten sie hin zu den Hauptleuten und sagten: „Diese Menschen, die Juden sind, verwirren unsere Stadt ganz,
Kapitel 16 Vers 21
21. und verkündigen Bräuche, die uns, die wir Römer sind, nicht erlaubt sind, anzunehmen oder zu tun!
Kapitel 16 Vers 22
22. Und die Volksmenge stand mit auf gegen sie; und die Hauptleute ließen ihnen die Kleider herunterreißen und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen.
Kapitel 16 Vers 23
23. Und nachdem sie ihnen viele Schläge auferlegt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und wiesen den Gefängniswächter an, sie sicher zu verwahren.
Kapitel 16 Vers 24
24. Der warf sie, als er eine solche Anweisung empfangen hatte, in das innere Gefängnis und sicherte ihre Füße in den Holzblock.
Kapitel 16 Vers 25
25. Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und sangen Gott Loblieder; die anderen Gefangenen aber hörten ihnen aufmerksam zu.
Kapitel 16 Vers 26
26. Plötzlich aber entstand ein großes Erdbeben, so dass die Fundamente des Gefängnisses erschüttert wurden, sogleich aber öffneten sich alle Türen, und die Fesseln aller lösten sich.
Kapitel 16 Vers 27
27. Der Gefängniswächter aber, nachdem er erwacht war und die Türen des Gefängnisses geöffnet sah, zog ein Kurzschwert und war dabei, sich zu töten, weil er annahm, die Gefangenen seien entflohen.
Kapitel 16 Vers 28
28. Paulus aber rief mit lauter Stimme und sagte: „Tue dir selbst nicht Böses; denn wir sind alle hier!“
Kapitel 16 Vers 29
29. Er erbat aber Licht, sprang hinein und fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder.
Kapitel 16 Vers 30
30. Und er führte sie hinaus und erklärte: „Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?“
Kapitel 16 Vers 31
31. Sie aber sagten: „Glaube an den Herrn Jesus Christus und du wirst gerettet werden, du und dein Haus!“
Kapitel 16 Vers 32
32. Und sie redeten zu ihm das Wort des Herrn und zu allen, die in seinem Haus waren.
Kapitel 16 Vers 33
33. Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht auf und wusch ihre Wunden von den Schlägen; und er wurde sogleich getauft, er selbst und alle die Seinen.
Kapitel 16 Vers 34
34. Und er führte sie auch in sein Haus, bereitete ihnen einen Tisch und jubelte, an Gott mit seinem ganzen Haus geglaubt zu haben.
Kapitel 16 Vers 35
35. Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die Rutenträger und ließen sagen: „Entlasse jene Menschen!“
Kapitel 16 Vers 36
36. Der Gefängniswächter aber berichtete Paulus diese Worte: „Die Hauptleute haben die Anweisung gesandt, dass ihr entlassen werdet. Kommt jetzt also hinaus und geht hin in Frieden!“
Kapitel 16 Vers 37
37. Paulus aber erklärte ihnen: „Sie haben uns, die wir römische Menschen sind, unverurteilt öffentlich geschlagen und ins Gefängnis geworfen, und jetzt werfen sie uns heimlich hinaus? Nicht doch; sondern sie sollen selbst kommen und uns hinausführen!“
Kapitel 16 Vers 38
38. Die Rutenträger aber berichteten den Hauptleuten diese Aussagen; sie fürchteten sich aber, als sie hörten, dass sie Römer seien.
Kapitel 16 Vers 39
39. Und sie kamen und redeten ihnen gut zu, führten sie hinaus und baten sie, aus der Stadt hinauszugehen.
Kapitel 16 Vers 40
40. Sie gingen aber aus dem Gefängnis hinaus und kamen hinein zu Lydia; und als sie die Brüder gesehen hatten, ermutigten sie sie und gingen weg.
Kapitel 17
Kapitel 17 Vers 1
1. Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo die Synagoge der Juden war.
Kapitel 17 Vers 2
2. Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen von den Schriften her,
Kapitel 17 Vers 3
3. indem er eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und aus den Toten auferstehen musste, und: „Dieser Christus ist Jesus, den ich euch verkündige!
Kapitel 17 Vers 4
[1 erster] i.S.v. vornehmer
4. Und einige von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, und auch eine große Menge der Gott verehrenden Griechen und auch nicht wenige der vornehmen Frauen.
Kapitel 17 Vers 5
[1 Märkte] i.S.v. Marktpöbel
5. Die ungehorsamen Juden aber nahmen einige böse Männer von Marktpöbel zu sich, machten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie stellten sich auch bei dem Haus Jasons hin und suchten, sie vor die Volksversammlung zu führen.
Kapitel 17 Vers 6
6. Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Obersten der Stadt und riefen laut: „Diese, die den Erdkreis aufgewiegelt haben, sind auch hierher gekommen,
Kapitel 17 Vers 7
7. die hat Jason beherbergt! Und diese alle handeln gegen die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei König, nämlich Jesus!“
Kapitel 17 Vers 8
8. Sie erregten aber die Volksmenge und die Obersten der Stadt, die diese Worte hörten
Kapitel 17 Vers 9
9. und nachdem sie von Jason und den Übrigen Bürgschaft genommen hatten, entließen sie sie.
Kapitel 17 Vers 10
10. Die Brüder aber schickten sogleich, noch während der Nacht, sowohl Paulus als auch Silas weg nach Beröa, die, als sie dort angekommen waren, in die Synagoge der Juden gingen.
Kapitel 17 Vers 11
11. Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob sich diese Dinge so verhalten.
Kapitel 17 Vers 12
12. Viele also von ihnen glaubten, und von den griechischen angesehenen Frauen und Männern nicht wenige.
Kapitel 17 Vers 13
13. Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, dass auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt wurde, kamen sie, um auch dort Volksmengen aufzuhetzen.
Kapitel 17 Vers 14
14. Darauf aber schickten die Brüder Paulus sogleich weg, um bis an das Meer zu gehen; aber sowohl Silas als auch Timotheus blieben dort zurück.
Kapitel 17 Vers 15
15. Die aber, die Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und nachdem sie Auftrag für Silas und Timotheus empfangen hatten, dass sie so schnell wie möglich zu ihm kommen sollten, gingen sie weg.
Kapitel 17 Vers 16
16. Während aber Paulus sie in Athen erwartete, wurde sein Geist in ihm erregt, weil er die Stadt voll von Götzenbilder sah.
Kapitel 17 Vers 17
17. Er unterredete sich also in der Synagoge mit den Juden und den Gott verehrenden Griechen, und an jedem Tag auf dem Marktplatz mit denen, die anwesend waren.
Kapitel 17 Vers 18
[1 Dämonen] i.S.v. Gottheiten
18. Einige aber sowohl der Epikureer als auch der stoischen Philosophen unterhielten sich mit ihm. Und einige sagten: „Was will dieser Schwätzer wohl sagen?“ Die anderen: „Er scheint ein Verkündiger fremder Gottheiten zu sein!“ Weil er Jesus und die Auferstehung verkündigte.
Kapitel 17 Vers 19
19. Und sie ergriffen ihn und führten ihn auf den Areopag und sagten: „Können wir erfahren, was diese neue Lehre ist, von der du redest?
Kapitel 17 Vers 20
20. Denn du bringst einige befremdende Dinge herbei zu unseren Ohren; wir wollen also erfahren, was diese Dinge wohl sein wollen!“
Kapitel 17 Vers 21
21. Alle Athener aber und die sich dort aufhaltenden Fremden, brachten für nichts anderes ihre Zeit zu, als etwas Neueres zu sagen und zu hören.
Kapitel 17 Vers 22
δεισιδαιμονεστέρους
1174
A-APM-C
den Göttern sehr ergeben
22. Paulus aber stellte sich in mitten des Areopags hin und erklärte: „Männer, Athener, ich sehe, wie ihr in jeder Hinsicht den Göttern sehr ergeben seid!
Kapitel 17 Vers 23
[1 Verehrungen] i.S.v. Orte / Gegenstände der Verehrung (Heiligtümer)
23. Denn als ich umherging und eure Gegenstände der Verehrungen betrachtete, fand ich auch einen Altar, an dem darauf geschrieben war: »Einem unbekannten Gott«. Den ihr also als Unbekannten verehrt, den verkündige ich euch.
Kapitel 17 Vers 24
24. Der Gott, der die Welt und alle Dinge, die in ihr sind, gemacht hat, der, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind;
Kapitel 17 Vers 25
25. noch lässt er sich von Händen den Menschen bedienen, als ob er etwas nötig habe, da er selbst in jeder Hinsicht allen Leben und Atem gibt.
Kapitel 17 Vers 26
26. Und er hat auch aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um auf der ganzen Oberfläche der Erde zu wohnen, und hat festgelegte Zeiten und die Grenzen ihres Wohnraums bestimmt,
Kapitel 17 Vers 27
27. um den Herrn zu suchen, ob sie ihn wohl doch ertasten und finden würden; und doch ist er nicht fern von einem jedem Einzelnen von uns;
Kapitel 17 Vers 28
28. denn »in ihm leben, bewegen uns und sind wir«, wie auch einige Dichtern bei euch gesagt haben: »Denn auch wir sind dessen Geschlechts.«
Kapitel 17 Vers 29
29. Da wir also von Gottes Geschlecht sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei Gold oder Silber oder Stein gleich, einem Gebilde des Kunsthandwerks und Überlegung der Menschen.
Kapitel 17 Vers 30
30. Nachdem Gott also die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, ordnet er jetzt allen Menschen überall an, Buße zu tun,
Kapitel 17 Vers 31
31. weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er dabei ist, den Erdkreis in Gerechtigkeit zu richten, durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und einen Beweis erbracht hat für alle, indem er ihn aus den Toten auferstehen lassen hat.
Kapitel 17 Vers 32
32. Als sie aber von einer Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, die anderen aber sagten: „Wir wollen dich darüber nochmals hören!“
Kapitel 17 Vers 33
33. Und so ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Kapitel 17 Vers 34
34. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und glaubten, unter denen auch Dionysius, der Areopagit, war und eine Frau mit Namen Damaris, und weitere mit ihnen.
Kapitel 18
Kapitel 18 Vers 1
1. Nach diesen Dingen aber entfernte sich Paulus von Athen und kam nach Korinth.
Kapitel 18 Vers 2
2. Und er fand einen gewissen Juden mit Namen Aquila, einen Pontier der Abstammung nach, der kürzlich von Italien gekommen war und Priscilla, seine Frau, weil Claudius befohlen hatte, dass sich alle Juden aus Rom entfernen; zu ihnen ging er,
Kapitel 18 Vers 3
3. und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren dem Handwerk nach Zeltmacher.
Kapitel 18 Vers 4
4. Er unterredete sich aber in der Synagoge an jedem Sabbat und versuchte sowohl Juden als auch Griechen zu überzeugen.
Kapitel 18 Vers 5
5. Als aber sowohl Silas als auch Timotheus von Mazedonien herabkamen, wurde Paulus durch den Geist gedrängt, den Juden feierlich den Christus, Jesus, zu bezeugen.
Kapitel 18 Vers 6
6. Als sie sich aber entgegenstellten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sagte zu ihnen: Euer Blut ist auf euren Köpfen! Ich bin rein; von jetzt an werde ich zu den Nationen gehen!
Kapitel 18 Vers 7
7. Und er ging von dort weg und kam in das Haus eines gewissen Gott verehrenden Griechen, mit Namen Justus, dessen Haus an die Synagoge angrenzend war.
Kapitel 18 Vers 8
ἀρχισυνάγωγος,
752
N-NSM
Synagogenvorsteher
8. Krispus aber, der Synagogenvorsteher, glaubte an den Herrn mit seinem ganzen Haus; auch viele Korinther, die hörten, glaubten und wurden getauft.
Kapitel 18 Vers 9
9. Der Herr aber sagte dem Paulus durch eine Vision bei Nacht: „Fürchte dich nicht, sondern rede weiter und schweige nicht!
Kapitel 18 Vers 10
[1 es ist] i.S.v. gehört
10. Weil ich mit dir bin, und niemand wird dich angreifen, um dir Böses anzutun; weil mir viel Volk in dieser Stadt gehört!
Kapitel 18 Vers 11
11. Und er hielt sich dort auch ein Jahr und sechs Monate auf und lehrte bei ihnen das Wort Gottes.
Kapitel 18 Vers 12
12. Als aber Gallion Prokonsul von Achaja war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Richterstuhl
Kapitel 18 Vers 13
13. und sagten: „Dieser überredet die Menschen, Gott gegen das Gesetz zu verehren!“
Kapitel 18 Vers 14
[1 Aussage] i.S.v. ordnungsgemäß
[2 ich ertrug] i.S.v. die Klage angenommen
14. Als aber Paulus dabei war, den Mund zu öffnen, sagte Gallion zu den Juden: „Wenn es also irgendein Unrecht oder böses Vergehen wäre, ihr Juden, hätte ich eure Klage ordnungsgemäß angenommen;
Kapitel 18 Vers 15
15. wenn es aber eine Streitfrage über ein Wort und einen Namen und euer Gesetz ist, seht ihr selbst zu, denn über diese Dinge will ich nicht Richter sein!
Kapitel 18 Vers 16
16. Und er trieb sie vom Richterstuhl weg.
Kapitel 18 Vers 17
ἀρχισυνάγωγον,
752
N-ASM
Synagogenvorsteher
[1 er zögerte] i.S.v. er verhinderte
17. Alle Griechen aber ergriffen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und keines dieser Dinge verhinderte Gallion.
Kapitel 18 Vers 18
18. Paulus aber blieb noch viele Tage dort, dann verabschiedete er sich von den Brüdern und segelte ab nach Syrien, und mit ihm Priscilla und Aquila. (er hatte sich davor in Kenchreä das Haupt scheren lassen; denn er hatte ein Gelübde).
Kapitel 18 Vers 19
19. Er gelangte aber hin nach Ephesus und ließ jene dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden.
Kapitel 18 Vers 20
20. Obwohl sie ihn aber baten, längere Zeit bei ihnen zu bleiben, willigte er nicht ein,
Kapitel 18 Vers 21
21. sondern er verabschiedete sich von ihnen und sagte: „Ich muss jedenfalls das kommende Fest in Jerusalem halten; ich werde aber wieder zu euch zurückkehren, wenn Gott will!“ Und er fuhr von Ephesus ab;
Kapitel 18 Vers 22
22. und er legte in Cäsarea an, stieg hinauf und grüßte die Versammlung in Jerusalem und stieg hinab nach Antiochia.
Kapitel 18 Vers 23
23. Und nachdem er dort eine gewisse Zeit verweilt hatte, ging er weg und durchzog nacheinander die galatische Landschaft und Phrygien und befestigte alle Jünger.
Kapitel 18 Vers 24
24. Ein gewisser Jude aber, mit Namen Apollos, ein Alexandriner der Abstammung nach, ein redegewandter Mann, der mächtig war in den Schriften, gelangte hin nach Ephesus.
Kapitel 18 Vers 25
25. Dieser war im Weg des Herrn unterwiesen worden und glühend im Geist; er redete und lehrte sorgfältig die Dinge über Jesus, obwohl ihm nur die Taufe des Johannes bekannt war.
Kapitel 18 Vers 26
26. Und dieser fing an, auch freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und erklärten ihm den Weg Gottes noch sorgfältiger.
Kapitel 18 Vers 27
ἀποδέξασθαι
588
V-ADN
freundlich aufzunehmen
27. Als er aber nach Achaja hinüber fahren wollte, ermunterten ihn die Brüder dazu und schrieben an die Jünger, ihn freundlich aufzunehmen. Der, als er dort angekommen war, stand den durch die Gnade Glaubenden reichlich bei.
Kapitel 18 Vers 28
28. Denn energische widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften nachwies, dass Jesus der Christus ist.
Kapitel 19
Kapitel 19 Vers 1
1. Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die oberen Landesteile durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er dort einige Jünger fand,
Kapitel 19 Vers 2
2. sagte er zu ihnen: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr geglaubt habt?“ Sie aber sagten zu ihm: „Wir haben doch nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist da ist!“
Kapitel 19 Vers 3
3. Und er sprach: „Worauf seid ihr denn getauft worden?“ Sie aber sagten: „Auf die Taufe des Johannes.“
Kapitel 19 Vers 4
4. Paulus aber sagte: „Johannes hat zwar auf eine Taufe der Buße getauft doch dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollen, der nach ihm kommt, das ist, an den Christus Jesus.“
Kapitel 19 Vers 5
5. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.
Kapitel 19 Vers 6
6. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten auch in Sprachen und weissagten.
Kapitel 19 Vers 7
7. Es waren aber insgesamt etwa zwölf Männer.
Kapitel 19 Vers 8
8. Er ging aber in die Synagoge hinein und redete drei Monate lang freimütig, unterredete sich und überzeugte sie von den Dingen betreffs des Königreichs Gottes.
Kapitel 19 Vers 9
9. Als sich aber etliche verhärteten und ungehorsam waren, indem sie über den Weg vor der Menge Böses sagten, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab, um sich täglich in der Schule eines gewissen Tyrannus zu unterreden.
Kapitel 19 Vers 10
10. Dies aber geschah zwei Jahre lang, so dass alle, die in Asia wohnten, das Wort des Herrn Jesus hörten, Juden und auch Griechen.
Kapitel 19 Vers 11
11. Gott aber bewirkte ungewöhnliche Machttaten durch die Hände des Paulus,
Kapitel 19 Vers 12
[1 schwach seienden] i.S.v. Kranken
12. so dass sogar Schweißtücher oder Binden von seiner Haut auf die Kranken aufgelegt wurden und sie von ihren Krankheiten befreit wurden und auch die bösen Geister von ihnen ausfuhren.
Kapitel 19 Vers 13
13. Einige aber von den umherziehenden jüdischen Beschwörern versuchten über die, die böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus zu nennen, indem sie sagten: „Wir beschwören euch bei dem Jesus, den Paulus predigt!
Kapitel 19 Vers 14
14. Gewisse sieben Söhne aber des Skeuas, eines jüdischen Hohepriesters, waren es, die dies taten.
Kapitel 19 Vers 15
15. Der böse Geist aber antwortete und sagte: „Jesus kenne ich, und Paulus ist mir bekannt; ihr aber, wer seid ihr?“
Kapitel 19 Vers 16
16. Und der Mensch, in dem der böse Geist war, sprang auf sie los, und überwältigte sie; er war so stark gegen sie, dass sie als Nackte und Verwundete aus jenem Haus entflohen.
Kapitel 19 Vers 17
17. Dieses aber wurde allen bekannt, Juden und auch Griechen, die in Ephesus wohnten, und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde groß gemacht.
Kapitel 19 Vers 18
18. Und viele von denen, die geglaubt hatten, kamen und bekannten öffentlich und berichteten ihre früherenTaten.
Kapitel 19 Vers 19
19. Viele aber von denen, die Zauberei getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie rechneten ihre Preise zusammen und fanden fünfzigtausend Silberstücke heraus.
Kapitel 19 Vers 20
20. So wuchs und erstarkte das Wort des Herrn mit Macht.
Kapitel 19 Vers 21
21. Als aber diese Dinge vollendet waren, nahm sich Paulus im Geist vor, zuerst Mazedonien und Achaja zu durchziehen und dann nach Jerusalem zu gehen und sagte: „Nachdem ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen!“
Kapitel 19 Vers 22
22. Er sandte aber zwei von denen, die ihm dienten, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien und er selbst verweilte eine Zeit lang in Asia.
Kapitel 19 Vers 23
23. Um jene Zeit aber entstand eine nicht geringe Aufregung wegen des Weges.
Kapitel 19 Vers 24
[1 machender] i.S.v. anfertigen
24. Denn ein gewisser Mann, Demetrius mit Namen, ein Silberschmied, fertigte silberne Tempel der Artemis an und verschaffte den Handwerkern nicht geringen Gewinn.
Kapitel 19 Vers 25
25. Die versammelte er und die mit solchen Dingen beschäftigen Arbeiter und sagte: „Männer, euch ist bekannt, dass aus diesem Gewerbe unser Wohlstand kommt.
Kapitel 19 Vers 26
26. Und ihr seht und hört, dass dieser Paulus nicht nur von Ephesus, sondern beinahe von ganz Asia eine zahlreiche Volksmenge überredet und abgewandt hat, indem er sagt, dass die nicht Götter sind, die durch Hände gemacht werden.
Kapitel 19 Vers 27
27. Nicht nur dieser unser Gewerbeteil ist aber in Gefahr, in Verruf zu kommen, sondern auch der Tempel der großen Göttin Artemis für nichts geachtet zu werden, aber auch ihre Großartigkeit, die ganz Asien und der Erdkreis verehrt, ist dabei, vernichtet zu werden!“
Kapitel 19 Vers 28
28. Als sie das hörten, wurden sie voll Wut und riefen laut und sagten: „Groß ist die Artemis der Epheser!
Kapitel 19 Vers 29
29. Und die ganze Stadt wurde von Aufruhr erfüllt, und sie stürmten auch einmütig ins Theater los und rissen die Mazedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegefährten des Paulus, mit fort.
Kapitel 19 Vers 30
30. Als aber Paulus zu der Volksversammlung hineingehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht zu.
Kapitel 19 Vers 31
31. Einige aber auch der Obersten Asias, die ihm freundlich gesinnt waren, schickten zu ihm und baten, sich selbst nicht ins Theater zu begeben.
Kapitel 19 Vers 32
32. Die einen also schrien dies, die anderen das; denn die Versammlung war verwirrt, und die meisten wusste nicht, weshalb sie zusammengekommen waren.
Kapitel 19 Vers 33
33. Sie holten aber aus der Volksmenge Alexander hervor, den die Juden vorschoben. Alexander aber winkte mit der Hand und wollte sich vor der Volksversammlung verteidigen.
Kapitel 19 Vers 34
34. Als sie aber erkannt hatten, dass er ein Jude ist, entstand eine Stimme von allen und sie schrien etwa zwei Stunden lang: „Groß ist die Artemis der Epheser!“
Kapitel 19 Vers 35
Διοπετοῦς?
1356
A-GSM
von Zeus herabgefallenes
35. Der Stadtschreiber aber beruhigte die Volksmenge und sagte: „Männer, Epheser, wer ist denn der Mensch, der nicht die Stadt der Epheser kennt als Tempelhüterin der großen Göttin Artemis und des von Zeus herabgefallenen Bildes?
Kapitel 19 Vers 36
36
Ἀναντιρρήτων
368
A-GPM
unbestreitbare
36. Da also diese Dinge unbestreitbar sind, ist es nötig, dass ihr ruhig bleibt und nichts Übereiltes tut.
Kapitel 19 Vers 37
37. Denn ihr habt diese Männer vorgeführt, die weder Tempelräuber sind, noch eure Göttin lästern.
Kapitel 19 Vers 38
38. Wenn also Demetrius und die Handwerker, die mit ihm sind, gegen jemand eine Klage haben, werden Gerichtstage abgehalten, und es sind Prokonsuln da; sie sollen einander anklagen!
Kapitel 19 Vers 39
39. Wenn ihr aber wegen weiterer Dinge etwas fordert, wird es in der gesetzmäßigen Versammlung geklärt werden.
Kapitel 19 Vers 40
40. Denn wir sind auch in Gefahr, wegen des heutigen Zwiespalts angeklagt zu werden, weil kein Grund vorhanden ist, wegen dessen wir für diesen Aufruhr werden Rechenschaft ablegen könnten!
Kapitel 19 Vers 41
41. Und als er diese Worte gesagt hatte, entließ er die Versammlung.
Kapitel 20
Kapitel 20 Vers 1
1. Nachdem aber der Tumult aufgehört hatte, rief Paulus die Jünger zu sich, verabschiedete sich und brach auf, um nach Mazedonien zu gehen.
Kapitel 20 Vers 2
[1 sie] d.i. die Jünger
2. Und nachdem er jene Landesteile durchzogen und sie mit vielen Worten ermuntert hatte, kam er nach Griechenland.
Kapitel 20 Vers 3
3. Und er verbrachte dort drei Monate; als er dabei war, nach Syrien auszulaufen, nachdem ein Anschlag der Juden gegen ihn geschehen war, kam er zum Entschluss, durch Mazedonien zurückzukehren.
Kapitel 20 Vers 4
4. Sopater, von Beröa, Aristarchus und Sekundus aber von den Thessalonichern, und Gajus von Derbe, Timotheus, Tychikus und Trophimus aus Asia, begleiteten ihn aber bis nach Asia.
Kapitel 20 Vers 5
5. Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas.
Kapitel 20 Vers 6
6. Wir aber segelten nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen binnen fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage verweilten.
Kapitel 20 Vers 7
7. An dem ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen. Und da er dabei war, am folgenden Tag abreisen, dehnte er auch das Wort bis Mitternacht aus.
Kapitel 20 Vers 8
8. Zahlreiche Lampen aber waren in dem Obersaal, wo wir versammelt waren.
Kapitel 20 Vers 9
9. Ein gewisser junger Mann aber, mit Namen Eutychus, sitzt beim Fenster und wird von tiefem Schlaf überwältigt, während Paulus noch weiterredet; nachdem er vom Schlaf überwältigt worden war, fiel er vom dritten Geschoss hinunter und wurde tot aufgehoben.
Kapitel 20 Vers 10
10. Paulus aber stieg hinab und legte sich auf ihn, umfasste ihn und sagte: „Geratet nicht in Unruhe; denn seine Seele ist in ihm!“
Kapitel 20 Vers 11
11. Er stieg aber wieder hinauf und brach Brot und aß und besprach sich noch geraume Zeit, bis zum Tagesanbruch, und ging so weg.
Kapitel 20 Vers 12
[1 mäßig] i.S.v. übermäßig
12. Sie brachten aber den Knaben lebendig hin und wurden übermäßig getröstet.
Kapitel 20 Vers 13
13. Wir aber gingen voraus auf das Schiff und liefen nach Assos aus und beabsichtigten, Paulus von dort aufzunehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er selbst beabsichtigte, zu Fuß zu gehen.
Kapitel 20 Vers 14
14. Als er aber in Assos mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene.
Kapitel 20 Vers 15
15. Und von dort segelten wir ab und gelangten an dem folgenden Tag Chios gegenüber hin; an dem anderen Tag aber setzten wir nach Samos hinüber, und nachdem wir in Trogylion geblieben waren, kamen wir am nächsten Tag nach Milet.
Kapitel 20 Vers 16
16. Denn Paulus entschied, an Ephesus vorbei zu segeln, damit ihm nicht geschehe, in Asia Zeit zu verlieren; denn er beeilte sich, wenn es ihm möglich wäre, am Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
Kapitel 20 Vers 17
17. Von Milet aber schickte er nach Ephesus und ließ die Ältesten der Versammlung herbeirufen.
Kapitel 20 Vers 18
18. Als sie aber zu ihm herbeigekommen waren, sagte er ihnen: „Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit dem ich Asia betrat, die ganze Zeit bei euch war,
Kapitel 20 Vers 19
19. wobei ich dem Herrn diente, mit aller Demut und vielen Tränen und Versuchungen, die mir widerfuhren durch die Anschläge der Juden;
Kapitel 20 Vers 20
20. wie ich euch nichts vorenthalten habe von den Dingen, die nützlich sind, um sie euch zu verkündigen und euch zu lehren, öffentlich und in den Häusern,
Kapitel 20 Vers 21
21. indem ich Juden und auch Griechen die Buße hin zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus feierlich bezeugte.
Kapitel 20 Vers 22
22. Und jetzt, siehe, gebunden in dem Geist, gehe ich nach Jerusalem, wobei ich die Dinge, die mir dort begegnen werden, nicht weiß,
Kapitel 20 Vers 23
23. außer dass der Heilige Geist in jeder Stadt feierlich bezeugt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten.
Kapitel 20 Vers 24
διαμαρτύρασθαι
1263
V-ADN
feierlich zu bezeugen
24. Jedoch von keinem davon mache ich eine Sache, noch halte ich mein Leben wertvoll für mich selbst, als nur meinen Lauf mit Freude zu vollenden und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes feierlich zu bezeugen.
Kapitel 20 Vers 25
25. Und jetzt, siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich umher gegangen bin und das Königreich Gottes gepredigt habe.
Kapitel 20 Vers 26
26. Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin von dem Blut aller:
Kapitel 20 Vers 27
27. Denn ich habe euch nichts vorenthalten, um euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen.
Kapitel 20 Vers 28
28. Achtet also auf euch selbst und auf das ganze Herdlein, in das euch der Heilige Geist als Aufseher gesetzt hat, um die Versammlung des Herrn und Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut für sich erworben hat!
Kapitel 20 Vers 29
29. Denn dieses weiß ich, dass nach meiner Abreise grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die das Herdlein nicht schonen;
Kapitel 20 Vers 30
30. und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter ihnen her.
Kapitel 20 Vers 31
31. Deshalb wacht und erinnert euch, dass ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, jeden einzelnen mit Tränen zurechtzuweisen.
Kapitel 20 Vers 32
32. Und jetzt, Brüder, befehle ich euch Gott an und dem Wort seiner Gnade, der imstande ist, euch aufzubauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten.
Kapitel 20 Vers 33
33. Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt;
Kapitel 20 Vers 34
34. ihr selbst wisst, dass diese Hände für meine Bedürfnisse und für die, die mit mir waren, gesorgt haben.
Kapitel 20 Vers 35
35. Ich habe euch in allen Lagen gezeigt, dass es nötig ist, sich so zu mühen, um sich der Schwachen anzunehmen und sich auch zu erinnern des Wortes des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Glückselig ist vielmehr, zu geben als zu nehmen!“
Kapitel 20 Vers 36
36. Und nachdem er diese Worte gesagt hatte, beugte er seine Knie und betete mit ihnen allen.
Kapitel 20 Vers 37
37. Es entstand aber reichlich Weinen von allen, und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn,
Kapitel 20 Vers 38
38. am meisten betrübt über das Wort, das er gesagt hatte, dass sie sein Angesicht nicht mehr sehen werden. Sie geleiteten ihn aber zu dem Schiff.
Kapitel 21
Kapitel 21 Vers 1
1. Es geschah aber, als wir uns von ihnen getrennt hatten und ausgelaufen waren, fuhren wir geradewegs und kamen nach Kos, am nächsten Tag aber nach Rhodos und von dort nach Patara.
Kapitel 21 Vers 2
2. Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phönizien übersetzte, stiegen wir ein und liefen aus.
Kapitel 21 Vers 3
3. Als wir aber Zypern gesichtet hatten, ließen wir es links liegen, segelten nach Syrien und legten an in Tyrus; denn dorthin war das Schiff unterwegs, um die Fracht zu löschen.
Kapitel 21 Vers 4
4. Und als wir Jünger aufgefunden hatten, blieben wir sieben Tage dort; diese sagten dem Paulus durch den Geist, nicht nach Jerusalem hinaufzusteigen.
Kapitel 21 Vers 5
5. Als es aber geschah, dass wir die Tage vollendet hatten um wegzugehen, gingen wir los, wobei sie uns alle, mit Frauen und Kindern, bis zu der Stadt hinaus geleiteten; und wir beugten die Knie an dem Strand und beteten.
Kapitel 21 Vers 6
6. Und nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, stiegen wir ein in das Schiff; jene aber kehrten in die eigenen Häuser zurück.
Kapitel 21 Vers 7
7. Wir aber beendeten die Schifffahrt von Tyrus aus und gelangten nach Ptolemais. Und wir grüßten die Brüder und blieben einen Tag bei ihnen.
Kapitel 21 Vers 8
8. Am folgenden Tag aber gingen wir weg und kamen nach Cäsarea; und wir gingen hinein in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den Sieben ist, und blieben bei ihm.
Kapitel 21 Vers 9
9. Dieser aber hatte vier Töchter, Jungfrauen, die prophezeiten.
Kapitel 21 Vers 10
10. Als wir aber mehrere Tage ab blieben, kam ein gewisser Prophet mit Namen Agabus von Judäa herab.
Kapitel 21 Vers 11
11. Und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band auch seine Füße und Hände und sagte: „Diese Worte sagt der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die Hände der Nationen ausliefern!
Kapitel 21 Vers 12
12. Als wir aber diese Worte hörten, baten wir und auch die Einheimischen ihn, nicht nach Jerusalem hinaufzusteigen.
Kapitel 21 Vers 13
13. Paulus aber antwortete: „Was macht ihr, dass ihr weint und mir das Herz brecht? Denn ich bin bereit, in Jerusalem nicht nur gebunden zu werden, sondern auch für den Namen des Herrn Jesus zu sterben!“
Kapitel 21 Vers 14
14. Als er sich aber nicht überreden ließ, waren wir still und sagten: „Der Wille des Herrn geschehe!“
Kapitel 21 Vers 15
15. Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und stiegen hinauf nach Jerusalem.
Kapitel 21 Vers 16
16. Einige der Jünger von Cäsarea aber gingen auch mit uns, und geleiteten uns zu einem gewissen Mnason, einem Zyprer, einem alten Jünger, bei dem wir beherbergt werden sollten.
Kapitel 21 Vers 17
17. Als wir aber in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder freudig auf.
Kapitel 21 Vers 18
18. An dem folgenden Tag aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und auch alle Ältesten kamen herbei.
Kapitel 21 Vers 19
19. Und nachdem er sie begrüßt hatte, führte er eins nach dem anderen aus, was Gott unter den Nationen durch seinen Dienst getan hatte.
Kapitel 21 Vers 20
20. Sie aber, als sie es gehört hatten, verherrlichten den Herrn und sagten ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele zehntausende der Juden, die geglaubt haben, und alle sind Eiferer für das Gesetz.
Kapitel 21 Vers 21
21. Sie wurden aber über dich unterrichtet, dass du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Mose lehrst und sagst, ihre Kinder nicht zu beschneiden noch nach den Bräuchen zu wandeln.
Kapitel 21 Vers 22
22. Was ist also zu tun? Jedenfalls wird eine Menge zusammenkommen; denn sie werden hören, dass du gekommen bist.
Kapitel 21 Vers 23
23. Tue nun das, was wir dir sagen: Vier Männer sind bei uns, die ein Gelübde auf sich genommen haben;
Kapitel 21 Vers 24
24. nimm diese mit dir, reinige dich mit ihnen und übernimm die Kosten für sie, damit sie den Kopf scheren lassen können; und alle können erkennen, dass von dem, was sie über dich unterrichtet worden sind, nichts wahr ist, sondern dass auch du selbst das Gesetz befolgst und einhältst.
Kapitel 21 Vers 25
25. Aber bezüglich der Gläubigen von den Nationen so haben wir geschrieben, als wir bestimmt hatten, dass sie nichts derartigen zu halten haben, außer sich zu hüten sowohl vor Götzenopfer als auch vor Blut und vor Ersticktem und vor Hurerei.“
Kapitel 21 Vers 26
26. Paulus nahm darauf die Männer mit sich und, nachdem er mit ihnen gereinigt worden war, ging er an dem folgenden Tag in die Tempelstätte hinein und kündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für jeden einzelnen von ihnen das Opfer dargebracht wurde.
Kapitel 21 Vers 27
27. Als aber die sieben Tage dabei waren, vollendet zu werden, verwirrten die Juden von Asia, die ihn in der Tempelstädte gesehen hatten, die ganze Volksmenge, legten die Hände an ihn
Kapitel 21 Vers 28
28. und riefen laut: „Männer, Israeliten, kommt zu Hilfe! Dieser ist der Mensch, der alle überall gegen das Volk und das Gesetz und diesen Ort lehrt. Und außerdem hat er auch Griechen in die Tempelstädte hineingeführt und diesen heiligen Ort gemein gemacht!“
Kapitel 21 Vers 29
29. Denn sie hatten Trophimus, den Epheser, mit ihm in der Stadt gesehen, von dem sie meinten, dass Paulus ihn in die Tempelstädte hineingeführt habe.
Kapitel 21 Vers 30
30. Und auch die ganze Stadt wurde bewegt, und es entstand ein Volksauflauf; und sie ergriffen Paulus und schleppten ihn aus der Tempelstädte hinaus, und sogleich wurden die Türen geschlossen.
Kapitel 21 Vers 31
[1 Truppe] o. Kohorte, Schar
31. Während sie aber ihn zu töten suchten, kam die Meldung hinauf zu dem Befehlshaber der Truppe, dass ganz Jerusalem in Verwirrung sei.
Kapitel 21 Vers 32
32. Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und lief zu ihnen hinab. Als sie aber den Befehlshaber und die Soldaten sahen, hörten sie auf, Paulus zu schlagen.
Kapitel 21 Vers 33
33. Der Befehlshaber aber näherte sich, ließ ihn ergreifen und befahl, dass er mit zwei Ketten gebunden werde und erkundigte sich, wer er denn sei und was es ist, was er getan habe.
Kapitel 21 Vers 34
34. In der Volksmenge aber riefen die einen dies laut, andere etwas anders; und da er wegen des Tumultes nichts Sicheres erkennen konnte, befahl er, dass er in das Lager geführt werde.
Kapitel 21 Vers 35
35. Als er aber vor den Stufen war, ergab es sich, dass er wegen der Gewalttätigkeit der Volksmenge von den Soldaten getragen wurde.
Kapitel 21 Vers 36
36. Denn die Menge des Volkes folgte nach und rief laut: „Beseitige ihn!“
Kapitel 21 Vers 37
37. Und als Paulus dabei ist, in das Lager hineingeführt zu werden, sagt er dem Befehlshaber: „Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen?“ Er aber erklärte: „Verstehst du Griechisch?
Kapitel 21 Vers 38
[1 Sikarier] d.i. „Dolchträger“
38. Bist du nicht etwa der Ägypter, der vor diesen Tagen die viertausend Männer der Sikarier aufständisch gemacht und in die Wüste hinausgeführt hat?“
Kapitel 21 Vers 39
39. Paulus aber sagte: „Ich bin gewiss ein jüdischer Mensch aus Tarsus in Zilizien, Bürger einer nicht unbedeutender Stadt. Ich bitte dich aber, erlaube mir, zu dem Volk zu reden!“
Kapitel 21 Vers 40
40. Als er es aber erlaubt hatte, stand Paulus auf den Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Als aber eine große Stille entstanden war, redete er sie in hebräischem Dialekt an und sagte:
Kapitel 22
Kapitel 22 Vers 1
1. „Männer, Brüder und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch!“
Kapitel 22 Vers 2
2. Als sie aber hörten, dass er sie in dem hebräischen Dialekt anredete, bewahrten sie noch mehr Ruhe; und er erklärte:
Kapitel 22 Vers 3
3. „Ich bin gewiss ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen gemäß der Genauigkeit des väterlichen Gesetzes, und war ein Eiferer für Gott, so wie ihr alle es heute seid,
Kapitel 22 Vers 4
4. der ich diesen Weg bis zum Tod verfolgte, indem ich Männer und auch Frauen fesseln ließ und ins Gefängnis auslieferte,
Kapitel 22 Vers 5
5. wie mir auch der Hohepriester und der ganze Ältestenrat bezeugt. Von ihnen empfing ich auch Briefe an die Brüder und reiste nach Damaskus, um auch die, die dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.
Kapitel 22 Vers 6
6. Es geschah aber, als ich reiste und mich Damaskus näherte, dass mich plötzlich, gegen Mittag, aus dem Himmel ein helles Licht umstrahlte.
Kapitel 22 Vers 7
7. Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die mir sagte: „Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?“
Kapitel 22 Vers 8
8. Ich aber antwortete: „Wer bist du, Herr?“ Und er sagte zu mir: „Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst!“
Kapitel 22 Vers 9
9. Die aber mit mir waren, sahen zwar das Licht und waren furchtsam, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht.
Kapitel 22 Vers 10
10. Ich sagte aber: „Was soll ich tun, Herr?“ Der Herr sagte zu mir: „Steh auf und geh nach Damaskus! Und dort wird zu dir geredet werden über alle Dinge, die dir zu tun verordnet sind.“
Kapitel 22 Vers 11
[1 ich sah] i.S.v. nicht sehen konnte
11. Weil ich aber wegen des Glanzes jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich von denen, die mit mir zusammen waren, an der Hand geführt und kam nach Damaskus.
Kapitel 22 Vers 12
12. Ein gewisser Ananias aber, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der von allen Juden, die in Damaskus wohnen, ein gutes Zeugnis hat,
Kapitel 22 Vers 13
13. kam zu mir, trat herzu und sagte mir: „Saul, Bruder, werde wieder sehend!“ Und zur selben Stunde sah ich zu ihm auf.
Kapitel 22 Vers 14
14. Er aber sagte: „Der Gott unserer Väter hat dich vorher bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören;
Kapitel 22 Vers 15
15. dass du ihm ein Zeuge sein wirst für allen Menschen von den Dingen, die du gesehen hast und hörtest.
Kapitel 22 Vers 16
16. Und jetzt, was zögerst du? Steh auf und lass dich taufen, und lass deine Sünden abwaschen, nachdem du den Namen des Herrn angerufen hast!
Kapitel 22 Vers 17
17. Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und in der Tempelstädte betete, dass ich in einer Verzückung war
Kapitel 22 Vers 18
18. und ihn sah, der mir sagte: „Beeile dich und geh unverzüglich aus Jerusalem hinaus, weil sie dein Zeugnis über mich nicht annehmen werden!“
Kapitel 22 Vers 19
19. Und ich sagte: „Herr, sie selbst wissen, dass ich es war, der die, die an dich glauben, in allen Synagogen ins Gefängnis werfen und misshandeln ließ,
Kapitel 22 Vers 20
20. und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, auch ich selbst es war, der dabeistand und seiner Beseitigung zustimmte und die Kleider derer bewachte, die ihn beseitigten.“
Kapitel 22 Vers 21
21. Und er sagte zu mir: „Geh hin, weil ich dich weit weg zu den Nationen senden werde!“
Kapitel 22 Vers 22
22. Sie hörten ihm aber bis zu diesem Wort zu; und sie erhoben ihre Stimme und sagten: „Beseitigt einem solchen von der Erde! Denn es ist nicht recht, dass er lebt!“
Kapitel 22 Vers 23
23. Als sie aber laut schrien und die Kleider abwarfen und Staub in die Luft warfen,
Kapitel 22 Vers 24
24. befahl der Befehlshaber, ihn in das Lager zu führen und sagte, ihn unter Geißelhieben zu verhören, damit er erkennt, aus welchem Grund sie derart gegen ihn schrien.
Kapitel 22 Vers 25
25. Als sie ihn aber für die Riemen hinstreckten, sagte Paulus zu dem Hauptmann, der dastand: „Ist es euch erlaubt, einen römischen und unverurteilten Menschen zu geißeln?“
Kapitel 22 Vers 26
26. Als der Hauptmann das hörte, ging er hin und meldete es dem Befehlshaber und sagte: „sieh zu, was du dabei bist zu tun, denn dieser Mensch ist ein Römer!
Kapitel 22 Vers 27
27. Der Befehlshaber aber kam herzu und sagte ihm: „Sage mir, ob du ein Römer bist! Er aber erklärte: „Ja!“
Kapitel 22 Vers 28
28. Und der Hauptmann antwortete: „Ich habe dieses Bürgerrecht für eine große Geldsumme erworben“. Paulus aber erklärte: „Ich aber bin sogar darin geboren“.
Kapitel 22 Vers 29
29. Sogleich also ließen die, die dabei waren, ihn zu verhören, von ihm ab, aber auch der Befehlshaber fürchtete sich, nachdem er erfahren hatte, dass er ein Römer ist, und weil er ihn gebunden hatte.
Kapitel 22 Vers 30
30. Weil er aber etwas Sicheres erfahren wollte, weshalb er von den Juden angeklagt wurde, löste er ihn an dem folgenden Tag von den Fesseln und befahl den Hohenpriestern und ihrem ganzen Synedrium, zu kommen; und er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
Kapitel 23
Kapitel 23 Vers 1
1. Paulus aber starrte zu dem Synedrium und sagte: „Männer, Brüder, ich habe mein Leben mit allem guten Gewissen vor Gott geführt bis zu diesem Tag.“
Kapitel 23 Vers 2
2. Der Hohepriester Ananias aber befahl den Dabeistehenden, ihn auf seinen Mund zu schlagen.
Kapitel 23 Vers 3
3. Paulus sagte darauf zu ihm: „Übertünchte Wand, Gott wird dich schlagen! Du sitzt da, um mich nach dem Gesetz zu richten, und handelst gesetzeswidrig und befiehlst, mich zu schlagen?“
Kapitel 23 Vers 4
4. Die Dabeistehenden aber sagten: „Schmähst du den Hohenpriester Gottes?“
Kapitel 23 Vers 5
[1 böse] s. 2.Mo 22,27
5. Und Paulus erklärte auch: „Brüder, ich wusste nicht, dass er Hohepriester ist, denn es ist geschrieben: »Von einem Obersten deines Volkes sollst du nicht böse reden«“.
Kapitel 23 Vers 6
6. Als aber Paulus erkannte, dass der eine Teil von den Pharisäern, der andere von den Sadduzäern war, rief er laut in dem Synedrium: „Männer, Brüder, ich bin ein Pharisäer, Sohn eines Pharisäers; wegen der Hoffnung und der Auferstehung derToten werde ich gerichtet!
Kapitel 23 Vers 7
7. Als er aber dies sagte, entstand ein Zwiespalt zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern, und die Menge wurde gespalten.
Kapitel 23 Vers 8
8. Denn Sadduzäer sagen tatsächlich, es gebe keine Auferstehung, noch Engel noch Geist; Pharisäer aber bekennen alle zusammen.
Kapitel 23 Vers 9
9. Es entstand aber ein großes Geschrei, und die Schriftgelehrten von dem Teil der Pharisäer standen auf, stritten heftig und sagten: „Wir finden nichts Böses an diesem Menschen; wenn aber ein Geist zu ihm geredet hat oder ein Engel, sollen wir nicht gegen Gott streiten!“
Kapitel 23 Vers 10
10. Weil aber der große Zwiespalt entstanden war, befürchtete der Befehlshaber, Paulus würde von ihnen zerrissen werden und befahl der Truppe, herabzusteigen und ihn aus ihrer Mitte zu entreißen und auch in das Lager zu führen.
Kapitel 23 Vers 11
11. Der Herr trat aber in der folgenden Nacht zu ihm und sagte: „Hab Mut, Paulus! Denn wie du die Tatsachen über mich in Jerusalem feierlich bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.
Kapitel 23 Vers 12
12. Als es aber Tag geworden war, machten einige der Juden eine Verschwörung und verfluchten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie Paulus beseitigt hätten.
Kapitel 23 Vers 13
13. Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten.
Kapitel 23 Vers 14
14. Die gingen zu den Hohenpriestern und Ältesten hin und sagten: „Wir haben uns mit einem Fluch verflucht, nichts zu kosten, bis wir Paulus getötet hätten.
Kapitel 23 Vers 15
15. Werdet ihr jetzt also mit dem Synedrium bei dem Befehlshaber vorstellig, damit er ihn morgen zu euch hinabführen soll, als ob ihr beabsichtigt, die Dinge über ihn sorgfältiger zu untersuchen; wir aber sind bereit, ihn zu beseitigen, bevor er sich nähert!“
Kapitel 23 Vers 16
16. Der Sohn der Schwester des Paulus aber hörte von dem Anschlag, kam herbei, ging in das Lager hinein und meldete es dem Paulus.
Kapitel 23 Vers 17
17. Paulus aber rief einen der Hauptleute zu sich und erklärte: „Führe diesen jungen Mann hin zu dem Befehlshaber, denn er hat ihm etwas zu melden!“
Kapitel 23 Vers 18
18. Der also nahm ihn beiseite, führte ihn zu dem Befehlshaber und erklärt: „Der Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, weil etwas mit dir zu reden hat.“
Kapitel 23 Vers 19
19. Der Befehlshaber aber ergriff ihn bei seiner Hand, zog sich beiseite zurück und erkundigte sich: „Was ist es, das du mir zu melden hast?“
Kapitel 23 Vers 20
20. Und er sagte: „Die Juden haben vereinbart, dich zu bitten, dass du morgen Paulus in das Synedrium hinabführen lässt, als ob sie beabsichtigen, sich über ihn etwas sorgfältiger zu erkundigen.
Kapitel 23 Vers 21
21. Du also, lass dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen lauern ihm auf; die haben sich verflucht, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn beseitigt hätten, und jetzt sind sie bereit und erwarten Zusage von dir.“
Kapitel 23 Vers 22
22. Da entließ der Befehlshaber den jungen Mann und wies ihn an: „Plaudere bei niemand aus, dass du mir diese Dinge bekannt gemacht hast!“
Kapitel 23 Vers 23
23. Und er rief zwei gewisse Hauptleute zu sich und sagte: „Macht zweihundert Soldaten bereit, damit sie bis nach Cäsarea gehen, und siebzig Reiter und zweihundert Lanzenträger, von der dritten Stunde der Nacht an;
Kapitel 23 Vers 24
24. und stellt auch Reittiere bereit, damit sie Paulus daraufsetzen und ihn sicher zu Felix, dem Statthalter, retten!“
Kapitel 23 Vers 25
25. Er schrieb einen Brief, der diesen Inhalt enthielt:
Kapitel 23 Vers 26
26. »Klaudius Lysias dem hochverehrten Statthalter Felix, Sei gegrüßt!
Kapitel 23 Vers 27
ἀναιρεῖσθαι
337
V-PPN
beseitigt zu werden
27. Diesen Mann, der von den Juden ergriffen worden und der dabei war, von ihnen beseitigt zu werden, ihn habe ich befreit, als ich mit der Truppe eingeschritten bin, weil ich erfahren habe, dass er ein Römer ist.
Kapitel 23 Vers 28
28. Weil ich aber den Grund wissen wollte, wegen dem sie ihn anklagten, führte ich ihn in ihr Synedrium hinab.
Kapitel 23 Vers 29
29. Dabei fand ich heraus, dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt wird, sie aber keine Anklage haben, die des Tod oder der Fessel würdig ist.
Kapitel 23 Vers 30
[1 zu sein] i.S.v. geplant zu sein
30. Da mir aber angezeigt wurde, gegen den Mann sei ein Anschlag von den Juden geplant, habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und habe auch die Ankläger angewiesen, die Anklagen gegen ihn vor dir zu sagen. Lebe wohl!«
Kapitel 23 Vers 31
31. Die Soldaten also nahmen Paulus anordnungsgemäß mit und führten ihn während der Nacht nach Antipatris.
Kapitel 23 Vers 32
32. An dem folgenden Tag aber kehrten sie in das Lager zurück und ließen die Reiter mit ihm weiter gehen.
Kapitel 23 Vers 33
33. Als jene aber in Cäsarea angekommen und dem Statthalter den Brief überreicht hatten, stellten sie ihm auch Paulus vor.
Kapitel 23 Vers 34
34. Der Statthalter aber las den Brief und befragte Paulus, aus welcher Provinz er sei, und erfuhr, dass er aus Zilizien sei,
Kapitel 23 Vers 35
35. und erklärte: „Ich werde dich verhören, wenn deine Ankläger auch herbeigekommen sind!“ Und er befahl auch, ihn im Prätorium des Herodes zu verwahren.
Kapitel 24
Kapitel 24 Vers 1
[1 Anwalts] w. Redner
1. Der Hohepriester Ananias aber kam nach fünf Tagen mit den Ältesten und einem Anwalt, einem gewissen Tertullus, herab; die wurden vor dem Statthalter gegen Paulus vorstellig.
Kapitel 24 Vers 2
2. Als er aber gerufen worden war, fing Tertullus an, anzuklagen und sagt: „Da wir viel Frieden durch dich erlangen und da Verbesserungen für diese Nation durch deine Fürsorge geschehen,
Kapitel 24 Vers 3
3. auf jede Weise und überall, erkennen wir, hochverehrter Felix, mit aller Dankbarkeit an!
Kapitel 24 Vers 4
4. Damit ich dich aber nicht länger aufhalte, bitte ich dich, uns nach deiner Güte kurz anzuhören.
Kapitel 24 Vers 5
5. Denn wir haben diesen Mann als Pest befunden, der Zwiespalt erregt unter allen Juden auf dem Erdkreis, und auch als Anführer der Sekte der Nazoräer,
Kapitel 24 Vers 6
6. der auch versuchte, die Tempelstädte zu entweihen; den wir auch ergriffen.
Kapitel 24 Vers 7
7
10
Vers fehlt in 41% der HSS
7. [6b. und ihn nach unserem Gesetz richten wollten. 7. Aber Lysias, der Befehlshaber, kam dazu und entriss ihn mit großer Gewalt unseren Händen; 8a. und er befahl, dass seine Ankläger zu dir kommen sollten]
Kapitel 24 Vers 8
8. Von dem du selbst, wenn du es untersuchst, wirst über alle diese Dinge erfahren können, derer wir ihn anklagen!“
Kapitel 24 Vers 9
9. Die Juden aber griffen ihn auch an und behaupteten, dass sich diese Dinge so verhalten.
Kapitel 24 Vers 10
10. Paulus aber antwortete, nachdem ihm der Statthalter zugenickt hatte, zu reden: „Da mir bekannt ist, dass du seit vielen Jahren ein gerechter Richter über diese Nation bist, verteidige ich die Anschuldigungen gegen mich zuversichtlicher,
Kapitel 24 Vers 11
11. weil du erkennen kannst, dass es nicht mehr als zwölf Tage sind, seit denen ich hinauf stieg, um in Jerusalem anzubeten.
Kapitel 24 Vers 12
12. Und sie fanden mich weder im Tempel, noch in den Synagogen, noch in der Stadt mit jemand streiten oder einen Aufruhr der Volksmenge machen,
Kapitel 24 Vers 13
13. noch können sie die Dinge beweisen, wegen derer sie mich jetzt anklagen.
Kapitel 24 Vers 14
14. Ich bekenne dir aber dies, dass ich gemäß dem Weg, den sie eine Sekte nennen, ebenso dem väterlichen Gott diene, indem ich alle Worte glaube, gemäß dem, was in dem Gesetz und den Propheten geschrieben ist;
Kapitel 24 Vers 15
[1 zu sein] i.S.v. es wird geben
15. und die Hoffnung zu Gott habe, die auch sie selbst erwarten, dass es eine Auferstehung der Toten geben wird, der Gerechten und auch der Ungerechten.
Kapitel 24 Vers 16
16. Daher übe ich aber selbst, stets ein unverletztes Gewissen zu haben sowohl vor Gott als auch vor den Menschen.
Kapitel 24 Vers 17
17. Ich bin aber nach vielen Jahren hergekommen, um Almosen für meine Nation und Opfer zu bringen.
Kapitel 24 Vers 18
18. Dabei fanden mich einige Juden aus Asia, als ich gereinigt war, im Tempel, nicht mit einer Volksmenge auch nicht mit einem Tumult;
Kapitel 24 Vers 19
19. die hätten vor dir anwesend sein und anklagen müssen, wenn sie etwas gegen mich hätten.
Kapitel 24 Vers 20
20. Oder diese selbst sollen sagen, was für ein Unrecht sie an mir gefunden haben, als ich vor dem Synedrium stand,
Kapitel 24 Vers 21
21. außer wegen dieses einen Ausrufs, den ich laut rief, als ich unter ihnen stand: »Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch gerichtet!«“
Kapitel 24 Vers 22
[1 euch] i.S.v. eure Anliegen
22. Als Felix aber diese Worte hörte, vertagte er sie, da er die Dinge über den Weg genauer wissen wollte, und sagte: „Sobald Lysias, der Befehlshaber, herabkommt, werde ich eure Anliegen untersuchen!
Kapitel 24 Vers 23
23. Und er ordnete auch dem Hauptmann an, Paulus zu verwahren und auch Erleichterung zu haben und niemand der Seinen zu wehren, ihm behilflich zu sein oder zu ihm hinzukommen.
Kapitel 24 Vers 24
24. Nach einigen Tagen aber kam Felix herbei mit Drusilla, seiner Frau, die eine Jüdin war, und ließ Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus.
Kapitel 24 Vers 25
[1 zu sein] i.s.v. kommende
25. Als er sich aber über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das kommende Gericht mit ihm unterredete, antwortete Felix, furchtsam geworden: „Gehe für jetzt; wenn ich aber wieder Zeit finde, werde ich dich holen lassen!“
Kapitel 24 Vers 26
26. Zugleich hoffte er auch, dass ihm von Paulus Geld gegeben werde, damit er ihn freiließe. Deshalb ließ er ihn auch häufiger holen und besprach sich mit ihm.
Kapitel 24 Vers 27
[1 erfüllt worden seiender] i.S.v. vergangen waren
27. Als aber zwei Jahre vergangen waren, erhielt Felix den Porzius Festus als Nachfolger, und weil Felix den Juden Gunst erweisen wollte, ließ er Paulus gebunden zurück.
Kapitel 25
Kapitel 25 Vers 1
[1 betreten habender] i.S.v. angekommen in
1. Als Festus also in der Provinz angekommen war, stieg er nach drei Tagen von Cäsarea hinauf nach Jerusalem.
Kapitel 25 Vers 2
[1 ersten] i.S.v. vornehmsten
2. Die Hohenpriester aber und die Vornehmsten der Juden wurden bei ihm vorstellig gegen Paulus und redeten ihm zu,
Kapitel 25 Vers 3
[1 Weges] i.S.v. unterwegs
3. und erbaten sich als Gunst gegen ihn, dass er ihn nach Jerusalem holen lasse; dabei planten sie einen Anschlag, um ihn unterwegs zu beseitigen.
Kapitel 25 Vers 4
4. Festus also antwortete, dass Paulus in Cäsarea verwahrt werde, er selbst aber dabei sei, in Kürze wegzugehen.
Kapitel 25 Vers 5
5. Er erklärte: „Die Mächtigen unter euch lasst also mit hinabsteigen; und wenn etwas Unrechtes an diesen Mann ist, sollen sie ihn anklagen.“
Kapitel 25 Vers 6
6. Nachdem er aber mehr als zehn Tage bei ihnen verweilt hatte, stieg er nach Cäsarea hinab, und an dem folgenden Tag setzte er sich auf den Richterstuhl und befahl, Paulus vorführen.
Kapitel 25 Vers 7
7. Als er aber herbeigekommen war, umringten ihn die Juden, die von Jerusalem hinabgestiegen waren, und brachten viele und schwere Beschuldigungen gegen Paulus vor, die sie nicht beweisen konnten,
Kapitel 25 Vers 8
8. während er sich verteidigte: „Weder gegen das Gesetz der Juden, noch gegen die Tempelstätte, noch gegen den Kaiser habe ich etwas gesündigt!“
Kapitel 25 Vers 9
9. Festus aber, der den Juden eine Gunst erweisen wollte, antwortete dem Paulus und sagte: „Willst du nach Jerusalem hinaufsteigen und dort wegen dieser Beschuldigungen von mir gerichtet werden?“
Kapitel 25 Vers 10
10. Paulus aber sagte: „Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, wo ich gerichtet werden muss! Den Juden habe ich kein Unrecht getan, wie auch du recht gut erkennst.
Kapitel 25 Vers 11
11. Denn wenn ich wirklich Unrecht tue und etwas des Todes würdiges verübt habe, lehne ich nicht ab zu sterben. Wenn aber nichts an dem ist, dessen diese mich anklagen, kann niemand mich ihnen preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!“
Kapitel 25 Vers 12
12. Darauf besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: „Du hast dich auf den Kaiser berufen; zum Kaiser wirst du gehen!“
Kapitel 25 Vers 13
13. Als aber einige Tage vergangen waren, kam Agrippa, der König, mit Bernike hin nach Cäsarea, um Festus zu begrüßen.
Kapitel 25 Vers 14
14. Als sie aber mehrere Tage dort verweilten, legte Festus dem König die Dinge gegen Paulus vor und sagte: „Ein gewisser Mann ist von Felix als Gefangener zurückgelassen worden;
Kapitel 25 Vers 15
15. wegen dem wurden, als ich in Jerusalem war, die Hohenpriester und Ältesten der Juden vorstellig und erbaten sich eine Strafe gegen ihn.
Kapitel 25 Vers 16
16. Denen antwortete ich, dass es bei Römern nicht Brauch ist, irgendeinen Menschen ins Verderben preiszugeben, bevor der Angeklagte die Ankläger vor Angesicht habe und auch Gelegenheit zur Verteidigung wegen der Anlage erhalte habe.
Kapitel 25 Vers 17
17. Als sie also hierher mitgekommen waren, machte ich keinen Aufschub und setzte mich an dem folgenden Tag auf den Richterstuhl und befahl, den Mann vorzuführen.
Kapitel 25 Vers 18
18. Über den brachten die Ankläger, als sie sich hinstellten, keine Anschuldigung vor, die ich vermutet hatte;
Kapitel 25 Vers 19
19. Sie hatten hingegen einige Streitfragen gegen ihn, wegen der eigenen Götterverehrung und wegen eines gewissen Jesus, der verstorben ist, von dem Paulus behauptete, dass er lebt.
Kapitel 25 Vers 20
20. Weil ich aber wegen der Untersuchung dieser Fragen ratlos war, fragte ich, ob er nach Jerusalem gehen und dort wegen dieser Fragen gerichtet werden wolle.
Kapitel 25 Vers 21
21. Da sich aber Paulus berufen hatte, dass er für die Entscheidung der Majestät verwahrt werde, befahl ich, dass er verwahrt wird, bis ich ihn zum Kaiser schicken werde.“
Kapitel 25 Vers 22
22. Agrippa aber erklärte Festus: „Ich wollte bereits auch selbst den Menschen hören!“ Er aber erklärte: „Morgen wirst du ihn hören!“
Kapitel 25 Vers 23
23. Agrippa und Bernike kamen also an dem folgenden Tag mit großer Pracht und gingen auch mit den Befehlshabern und den vornehmsten Männern der Stadt in den Audienzsaal hinein, und sobald Festus befohlen hatte, wurde Paulus vorgeführt.
Kapitel 25 Vers 24
24. Und Festus erklärte: „König Agrippa und Männer, die ihr alle mit uns anwesend seid! Ihr seht hier diesen, wegen dem mich die ganze Menge der Juden angegangen hat, sowohl in Jerusalem als auch hier, wobei sie laut ausriefen, er dürfe nicht mehr leben.
Kapitel 25 Vers 25
[1 erfasst habender] i.S.v. feststellen
25. Weil ich aber feststellte, dass er nichts des Todes würdiges getan hat, er selbst sich aber auch auf die Majestät berufen hat, habe ich beschlossen, ihn hin zu schicken.
Kapitel 25 Vers 26
26. Ich habe jedoch dem Herrn nichts Genaues über ihn zu schreiben. Deshalb habe ich ihn euch vorgeführt, und besonders dir, König Agrippa, damit ich, wenn die Ermittlung geschehen ist, etwas zu schreiben habe.
Kapitel 25 Vers 27
27. Denn es scheint mir unvernünftig, einen Gefangenen zu schicken, und nicht auch die Anschuldigungen gegen ihn anzugeben.“
Kapitel 26
Kapitel 26 Vers 1
1. Agrippa aber erklärte, zu Paulus gewandt: Es wird dir erlaubt, für dich selbst zu reden! Darauf streckte Paulus die Hand aus und verteidigte sich:
Kapitel 26 Vers 2
ἀπολογεῖσθαι
626
V-PNN
mich zu verteidigen
2. „Ich halte mich selbst für glücklich, König Agrippa, weil ich heute dabei bin, mich vor dir wegen aller Dinge, derer ich von den Juden angeklagt werde, zu verteidigen,
Kapitel 26 Vers 3
3. besonders, weil du ein Kenner aller Bräuche und auch Streitfragen bei den Juden bist. Deshalb bitte ich dich, mich geduldig anzuhören.
Kapitel 26 Vers 4
4. Alle Juden wissen allerdings von meiner Lebensweise von Jugend an, die von Anfang an unter meiner Nation in Jerusalem gewesen ist,
Kapitel 26 Vers 5
ἄνωθεν,
509
ADV
von früher her
5. weil sie mich von früher her kennen, dass ich nach der strengsten Sekte unserer Frömmigkeit, als Pharisäer, gelebt habe, wenn sie es bezeugen wollen.
Kapitel 26 Vers 6
6. Und jetzt stehe ich da, gerichtet zu werden, wegen der Hoffnung auf die von Gott zu den Vätern geschehenen Verheißung,
Kapitel 26 Vers 7
7. zu der unser Zwölfstämmevolk, das in Beharrlichkeit, Nacht und Tag, Gott dient, hin zu gelangen hofft. Wegen dieser Hoffnung, König Agrippa, werde ich von den Juden angeklagt!
Kapitel 26 Vers 8
8. Warum wird es bei euch für unglaubhaft gehalten, wenn Gott Tote erweckt?
Kapitel 26 Vers 9
9. Ich habe allerdings bei mir selbst gemeint, gegen den Namen Jesu, des Nazoräers, viele feindliche Dinge verüben zu müssen,
Kapitel 26 Vers 10
10. was ich auch in Jerusalem tat; und viele der Heiligen ließ ich ins Gefängnis einschließen, nachdem ich von den Hohenpriestern die Vollmacht erhalten hatte, und auch wenn sie beseitigt wurden, gab ich meinen Stimmstein dafür ab.
Kapitel 26 Vers 11
11. Und in allen Synagogen zwang ich sie häufig, um sie zu bestrafen, zu lästern, und weil ich auch übermäßig wütend gegen sie war, verfolgte ich sie sogar bis in die Städte außerhalb Jerusalems.
Kapitel 26 Vers 12
12. Als ich dabei mit der Vollmacht und Erlaubnis von den Hohenpriestern auch nach Damaskus reiste,
Kapitel 26 Vers 13
[1 mehr als] i.S.v. heller als
13. sah ich mitten am Tag auf dem Weg, König, vom Himmel her ein Licht, heller als der Glanz der Sonne, das mich und die, die mit mir reisten, umleuchtete.
Kapitel 26 Vers 14
14. Als wir aber alle zur Erde hingefallen waren, hörte ich eine Stimme zu mir reden und in hebräischem Dialekt sagen: „Saul! Saul! Warum verfolgst du mich? Hart ist es für dich, gegen den Stachel auszuschlagen!“
Kapitel 26 Vers 15
15. Ich aber sagte: „Wer bist du, Herr?“ Er aber sagte: „Ich bin Jesus, den du verfolgst!
Kapitel 26 Vers 16
16. Steh jedoch auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich als Gehilfen und Zeugen vorher zu bestimmen sowohl von den Dinge, die du gesehen hast als auch von denen, die ich dich noch sehen lassen werde;
Kapitel 26 Vers 17
17. und dich dabei zu beschützen unter dem Volk und den Nationen, zu denen ich dich sende,
Kapitel 26 Vers 18
18. um ihre Augen zu öffnen, damit sie umkehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, so dass sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!“
Kapitel 26 Vers 19
19. Daher, König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam,
Kapitel 26 Vers 20
20. sondern ich sollte zuerst denen in Damaskus und Jerusalem und auch in der ganzen Landschaft von Judäa und den Nationen verkündigen, Buße zu tun und zu Gott umzukehren und der Buße würdige Werke zu tun.
Kapitel 26 Vers 21
διαχειρίσασθαι.
1315
V-AMN
1 Hand an mich zulegen
[1 Hand an mich zulegen] erg. um zu töten
21. Wegen dieser Dinge nahmen mich die Juden in der Tempelstädte fest und versuchten, Hand an mich zu legen um mich zu töten.
Kapitel 26 Vers 22
22. Da ich also Hilfe von Gott erlagt habe, stehe ich bis zu diesem Tag da und bezeuge den Kleinen und auch den Großen und sage nichts außer den Dingen, die sowohl die Propheten als auch Mose geredet haben, die geschehen sollen:
Kapitel 26 Vers 23
23. nämlich, dass der Christus als Leidender kam und dass er als Erster aus der Auferstehung der Toten kam und Licht verkündigt werden soll sowohl dem Volk Israel als auch den Nationen.“
Kapitel 26 Vers 24
24. Als er sich aber mit diesen Worten verteidigte, erklärte Festus mit lauter Stimme: „Paulus, du bist von Sinnen! Die vielen Schriften versetzen dich in Wahnsinn!“
Kapitel 26 Vers 25
25. Er aber erklärt: „Hochverehrter Festus, ich bin nicht von Sinnen, sondern ich spreche Aussagen der Wahrheit und der Besonnenheit aus!
Kapitel 26 Vers 26
26. Denn der König ist bekannt mit diesen Dingen, zu dem ich freimütig rede. Denn ich bin überzeugt, dass ihm nichts von diesen Dinge verborgen ist; denn dies ist nicht in einem Winkel geschehen!
Kapitel 26 Vers 27
27. Glaubst du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, dass du glaubst!“
Kapitel 26 Vers 28
[1 Kürze] i.S.v. fast, beinahe
28. Agrippa aber erklärte, zu Paulus gewandt: „Beinahe überzeugst du mich, ein Christ zu werden!“
Kapitel 26 Vers 29
29. Paulus aber sagte: „Ich möchte wohl zu Gott beten, dass über kurz oder lang nicht nur du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche werden, wie auch ich bin, ausgenommen diese Fesseln!“
Kapitel 26 Vers 30
30. Und als er diese Worte gesagt hatte, stand der König auf, und der Statthalter und auch Bernike und die mit ihnen saßen.
Kapitel 26 Vers 31
31. Und sie zogen sich zurück und redeten zueinander und sagten: „Dieser Mensch verübt nichts, was des Todes oder der Fesseln würdig ist!“
Kapitel 26 Vers 32
“Ἀπολελύσθαι
630
V-RPN
freigelassen werden
32. Agrippa aber erklärte dem Festus: „Dieser Menschen könnte freilassen werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hätte!“
Kapitel 27
Kapitel 27 Vers 1
[1 Truppe] o. Kohorte, Schar
1. Als es aber beschlossen worden war, dass wir nach Italien absegeln, übergaben sie sowohl Paulus als auch einige andere Gefangene einem Hauptmann mit Namens Julius von der Truppe der Majestät.
Kapitel 27 Vers 2
2. Wir bestiegen aber ein Schiff aus Atramytium und liefen aus, um dabei zu den Orten entlang der Provinz Asia zu segeln, wobei Aristarchus, ein Mazedonier aus Thessalonich, mit uns war.
Kapitel 27 Vers 3
φιλανθρώπως
6
5364
ADV
menschenfreundlich
3. Und am anderen Tag legten wir auch in Sidon an; und Julius behandelte Paulus menschenfreundlich und erlaubte ihm auch, zu den Freunden zu gehen und Fürsorge zu erhalten.
Kapitel 27 Vers 4
[1 wir segelten unter] erg. Schutz von
4. Von dort liefen wir aus und segelten unter Schutz von Zypern, weil die Winde uns entgegen waren.
Kapitel 27 Vers 5
5. Und wir durchsegelten das Meer entlang von Kilikien und Pamphylien und legten in Myra von Lyzien an.
Kapitel 27 Vers 6
[1 es] i.S.v. darauf
6. Und der Hauptmann fand dort ein Schiff aus Alexandrien, das nach Italien segelte, und brachte uns darauf an Bord.
Kapitel 27 Vers 7
[1 wir segelten unter] erg. Schutz von
7. Wir segelten aber während etlicher Tage langsam und kamen mit Mühe gegen Knidus hin, weil der Wind uns nicht heranließ, und segelten unter Schutz von Kreta entlang von Salmone;
Kapitel 27 Vers 8
8. und wir segelten auch mit Mühe daran vorüber und kamen zu einem gewissen Ort, der »Schöne Häfen« genannt wird, der nahe bei der Stadt Lasäa war.
Kapitel 27 Vers 9
9. Weil aber bereits geraume Zeit verstrichen und die Schifffahrt bereits gefährlich und weil auch das Fasten bereits vorüber war, warnte sie Paulus
Kapitel 27 Vers 10
[1 zu sein] i.S.v. enden wird
10. und sagte ihnen: „Männer, ich sehe voraus, dass diese Schifffahrt mit Ungemach und großem Schaden nicht nur für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unsere Leben enden wird!“
Kapitel 27 Vers 11
11. Der Hauptmann aber vertraute dem Steuermann und dem Schiffseigner mehr als den Worten, die von Paulus gesagt worden waren.
Kapitel 27 Vers 12
[1 blickendes] i.S.v. offen ist
12. Weil aber der Hafen zum Überwintern ungeeignet war, fasste die Mehrheit den Beschluss, von dort auszulaufen, um etwa, zum Überwintern, nach Phönix hingelangen zu können, einen Hafen von Kreta, der nach Südwest und Nordwest offen ist.
Kapitel 27 Vers 13
13. Als aber ein Südwind sanft wehte, meinten sie, an dem Vorsatz festzuhalten, lichteten die Anker und segelten dicht an Kreta entlang.
Kapitel 27 Vers 14
[1 ihrer] d.i. der Insel Kreta
14. Nicht lange danach aber brach ein stürmischer Wind von der Insel herab, der »Euroklydon« genannt wird.
Kapitel 27 Vers 15
15. Weil aber das Schiff mitgerissen wurde und dem Wind nicht widerstehen konnte, gaben wir es preis und ließen uns treiben.
Kapitel 27 Vers 16
[1 vorbeigefahren seiende] i.S.v. im Schutz
16. Als wir aber im Schutz einer gewissen kleinen Insel, die Klauda genannt wird, vorbeifuhren, konnten wir des Beiboots nur mit Mühe mächtig werden.
Kapitel 27 Vers 17
[1 nicht] ist im Ausdruck des Fürchtens erfasst
[2 Gerät] i.S.v. Segelwerk
17. Das zogen sie hoch und wendeten Hilfsmaßnahmen an, indem sie das Schiff untergürteten; und weil sie auch fürchteten, in die Syrte verschlagen zu werden, ließen sie das Segelwerk herunter und ließen sich so treiben.
Kapitel 27 Vers 18
[1 sie machten] d.i. einen Teil der Ladung über Bord werfen
18. Da wir aber vom Sturm heftig bedrängt wurden, warfen sie an dem nächsten Tag einen Teil der Ladung über Bord,
Kapitel 27 Vers 19
[1 Geräte] i.S.v. die Ausrüstung
[2 wir warfen fort] d.i. über Bord
19. und am dritten Tag warfen wir eigenhändig die Ausrüstung des Schiffes über Bord.
Kapitel 27 Vers 20
20. Da aber während mehrerer Tage weder Sonne noch Sterne erschienen und auch ein nicht geringer Sturm uns zusetzte, schwand schließlich jede Hoffnung, dass wir gerettet werden.
Kapitel 27 Vers 21
21. Darauf aber, als große Appetitlosigkeit herrschte, stellte sich Paulus in ihre Mitte hin und sagte: „Ihr Männer, es wäre zwar nötig gewesen, auf mich gehört zu haben und nicht von Kreta auszulaufen und uns dieses Ungemach und den Schaden zu ersparen.
Kapitel 27 Vers 22
22. Und jetzt mahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn es wird keinen Verlust eines Lebens von euch geben, außer den des Schiffes!
Kapitel 27 Vers 23
23. Denn ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, stand in dieser Nacht neben mir
Kapitel 27 Vers 24
24. und sagte: Fürchte dich nicht, Paulus! Du musst vor dem Kaiser stehen; und siehe, Gott hat dir alle, die mit dir segeln, geschenkt!
Kapitel 27 Vers 25
[1 Weise] d.h. so .. wie
25. Deshalb seid guten Mutes, Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so sein wird, wie zu mir geredet worden ist.
Kapitel 27 Vers 26
26. Wir müssen aber auf eine gewisse Insel verschlagen werden!“
Kapitel 27 Vers 27
27. Als aber die vierzehnte Nacht kam, seit wir auf dem Adria-Meer umhergetrieben wurden, vermuteten die Matrosen um die Mitte der Nacht, dass sich ihnen ein Land näherte.
Kapitel 27 Vers 28
28. Und sie warfen das Bleilot aus und fanden zwanzig Faden. Und sie fuhren ein wenig weiter und warfen es wieder aus und fanden fünfzehn Faden.
Kapitel 27 Vers 29
29. Und weil sie auch fürchteten, dass wir nicht etwa auf felsige Stellen verschlagen werden, warfen sie vom Heck vier Anker aus und wünschten, dass es Tag werde.
Kapitel 27 Vers 30
30. Als aber die Matrosen von dem Schiff zu fliehen suchten und das Beiboot mit dem Vorwand, als ob sie dabei seinen, vom Bug aus Anker auszuwerfen, in das Meer hinuntergelassen hatten,
Kapitel 27 Vers 31
31. sagte Paulus dem Hauptmann und den Soldaten: „Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden!“
Kapitel 27 Vers 32
32. Darauf kappten die Soldaten die Taue des Beibootes und ließen zu, dass es hinabfalle.
Kapitel 27 Vers 33
33. Sobald es aber dabei war, Tag zu werden, forderte Paulus alle auf, Nahrung zu sich zu nehmen und sagte: „Heute ist der vierzehnte Tag, dass ihr zuwartet und appetitlos ausharrt und nichts zu euch genommen habt.
Kapitel 27 Vers 34
34. Deshalb fordere ich euch auf, Nahrung aufzunehmen, denn dies gehört zu unserer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar vom Kopf fallen!“
Kapitel 27 Vers 35
35. Als er aber diese Worte gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor allen, brach es und fing an zu essen.
Kapitel 27 Vers 36
36. Alle aber, zuversichtlich geworden, nahmen auch selbst Nahrung zu sich.
Kapitel 27 Vers 37
37. Wir waren aber insgesamt zweihundertsechsundsiebzig Seelen auf dem Schiff.
Kapitel 27 Vers 38
38. Nachdem sie aber von der Nahrung satt geworden waren, erleichterten sie das Schiff, indem sie das Getreide in das Meer hinauswarfen.
Kapitel 27 Vers 39
[1 Busen] i.S.v. Meeresbucht
39. Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht; sie nahmen aber eine Meeresbucht wahr, die einen Strand hatte; auf den beschlossen sie das Schiff, wenn möglich, auflaufen zu lassen.
Kapitel 27 Vers 40
40. Und sie kappten die Anker und ließen sie im Meer zurück und lösten zugleich die Haltetaue der Steuerruder; und sie setzten das Vorsegel in den wehenden Wind und hielten auf den Strand zu.
Kapitel 27 Vers 41
[1 zwischen Meeren] d.i. eine Sandbank
41. Da sie aber an eine Sandbank gerieten, setzten sie das Schiff auf Grund; und zwar der Bug, der sich festgesetzt hatte, blieb unbeweglich, das Heck aber brach unter der Gewalt der Wellen auseinander.
Kapitel 27 Vers 42
42. Die Absicht der Soldaten aber war, dass sie die Gefangenen töten sollten, damit nicht jemand, der an Land geschwommen wäre, entfliehen würde.
Kapitel 27 Vers 43
43. Der Hauptmann aber, der beabsichtigte, Paulus sicher zu retten, hielt sie von dem Vorhaben ab und befahl auch, dass die, die schwimmen können, zuerst ins Meer abspringen, um an Land zu gehen,
Kapitel 27 Vers 44
[1 von] i.S.v. Teilen
44. und danach die Übrigen, die einen auf Planken, die anderen auf Teilen des Schiffs. Und so geschah es, dass alle sicher ans Land gerettet wurden.
Kapitel 28
Kapitel 28 Vers 1
1. Und dann, als sie sicher gerettet waren, erfuhren sie, dass die Insel Melite genannt wird.
Kapitel 28 Vers 2
φιλανθρωπίαν
5363
N-ASF
Menschenfreundlichkeit
[1 Barbaren] i.S.n. nicht-Griechen: Einheimische
2. Die Einheimischen aber erwiesen uns nicht gewöhnliche Menschenfreundlichkeit, denn sie zündeten ein Feuer an und holten uns alle herbei, wegen des eingesetzten Regens und wegen der Kälte.
Kapitel 28 Vers 3
3. Als aber Paulus eine Menge Reisig zusammenrafft und auf das Feuer aufgelegt hatte, kam wegen der Hitze eine Giftschlange heraus und biss sich an seiner Hand fest.
Kapitel 28 Vers 4
[1 Barbaren] i.S.n. nicht-Griechen: Einheimische
[2 Dike] d.i. die Göttin der Rache
4. Als aber die Einheimischen das Tier von seiner Hand hängen sahen, sagten sie zueinander: „Gewiss ist dieser Mensch ein Mörder; den die Dike, obwohl aus dem Meer sicher gerettet worden, nicht zuließ, dass er lebt!“
Kapitel 28 Vers 5
5. Er also schüttelte das Tier von sich ab ins Feuer und erlitt nichts Böses.
Kapitel 28 Vers 6
[1 dabei sein] i.S.v. zukünftig: werden
6. Sie aber erwarteten, er werde anschwellen oder plötzlich tot hinfallen. Als sie aber lange warteten und sahen, dass ihm nichts Ungewöhnliches geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott.
Kapitel 28 Vers 7
7. Aber in den Gebieten um jenen Ort besaß der Erste der Insel, mit Namen Publius, Grundstücke; der nahm uns auf und beherbergte uns drei Tage freundlich.
Kapitel 28 Vers 8
8. Es geschah aber, dass der Vater des Publius, mit Fieber und Durchfall befallen, darniederlag. Zu dem ging Paulus hinein, betete, legte ihm die Hände auf und heilte ihn.
Kapitel 28 Vers 9
[1 Schwachheiten] i.S.v. Krankheiten
9. Als also dies geschehen war, kamen auch die übrigen auf der Insel, die Krankenheiten hatten, herbei und wurden geheilt.
Kapitel 28 Vers 10
10. Sie ehrten uns auch mit vielen Ehren und als wie ausliefen, gaben sie uns die Dinge für den Bedarf mit.
Kapitel 28 Vers 11
[1 Dioskuren] d.i. die Zwillingsbrüder Kastor u. Polydeukes/Pollux, die Söhne des Zeus
11. Nach drei Monaten aber liefen wir in einem alexandrinischen Schiff mit dem Kennzeichen der Dioskuren aus, das auf der Insel überwintert hatte.
Kapitel 28 Vers 12
12. Und wir legten in Syrakus an und blieben drei Tage dort.
Kapitel 28 Vers 13
13. Von dort fuhren wir die Küste entlang und gelangten hin nach Rhegium; und da nach einem Tag ein Südwind einsetze, kamen wir am zweiten Tag nach Puteoli,
Kapitel 28 Vers 14
14. wo wir Brüder fanden und gebeten wurden, sieben Tage bei ihnen dazubleiben; und so kamen wir nach Rom.
Kapitel 28 Vers 15
15. Und von dort kamen die Brüder, als sie die Dinge von uns gehört hatten, zu unserer Begegnung hin bis Forum Appii und Tres Tabernae und als Paulus sie sah, dankte er Gott und fasste Mut.
Kapitel 28 Vers 16
16. Als wir aber nach Rom kamen, übergab der Hauptmann die Gefangenen dem Lagerkommandant; Paulus aber wurde erlaubt, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.
Kapitel 28 Vers 17
17. Es geschah aber, dass Paulus nach drei Tagen die, die Erste der Juden waren, zusammenrief. Als sie aber zusammengekommen waren, sagte er zu ihnen: „Männer, Brüder, ich wurde, obwohl ich nichts gegen das Volk oder die väterlichen Bräuche getan habe, als Gefangener aus Jerusalem in die Hände der Römer übergeben.
Kapitel 28 Vers 18
18. Die mich, nachdem sie mich verhört hatten, freilassen wollten, weil keine Schuld des Todes bei mir vorhanden war.
Kapitel 28 Vers 19
19. Weil aber die Juden widersprachen, war ich gezwungen, mich auf den Kaiser zu berufen, nicht als ob ich meine Nation in etwas anzuklagen habe.
Kapitel 28 Vers 20
20. Aus diesem Grund also habe ich euch herbeigerufen, euch zu sehen und zu euch zu reden; denn wegen der Hoffnung Israels trage ich diese Kette!“
Kapitel 28 Vers 21
21. Sie aber sagten zu ihm: „Wir haben über dich weder Briefe von Judäa empfangen, noch ist irgendeiner der Brüder hergekommen, der über dich etwas Böses berichtet oder geredet hat.
Kapitel 28 Vers 22
22. Wir halten es aber für richtig, von dir hören, wie du gesinnt bist; denn von dieser Sekte ist uns allerdings bekannt, dass ihr überall widersprochen wird!“
Kapitel 28 Vers 23
23. Sie bestimmt ihm aber einen Tag und kamen mehrere zu ihm in die Unterkunft. Mit denen setzte er sich von frühmorgens bis zum Abend auseinander, indem er feierlich das Königreich Gottes bezeugte und sie auch zu überzeugen versuchte von den Dingen über Jesus, sowohl von dem Gesetz des Mose als auch von den Propheten.
Kapitel 28 Vers 24
24. Und die einen wurden von den Worten, die gesagt wurden, überzeugt, die anderen glaubten nicht.
Kapitel 28 Vers 25
25. Da sie aber untereinander uneins waren, gingen sie weg, wobei Paulus eine Aussage sagte: „Richtig hat der Heilige Geist durch Jesaja, den Propheten, zu unseren Vätern geredet,
Kapitel 28 Vers 26
26. als er sagte: »Geh hin zu diesem Volk und sage: Mit Gehör werdet ihr hören und keinesfalls verstehen, und als Sehende werdet ihr sehen und nicht erkennen!
Kapitel 28 Vers 27
[1 es wurde dick] i.S.v. unempfindlich
[2 sie] Jes 6,9-10; Mat 13,14-15
27. Denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren hörten sie schwer, und ihre Augen schlossen sie, dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sie umkehren und ich sie heile.«
Kapitel 28 Vers 28
28. Bekannt soll euch also sein, dass die Rettung Gottes zu den Nationen gesandt worden ist; sie werden auch hören!“
Kapitel 28 Vers 29
29. Und als er diese Worte gesagt hatte, gingen die Juden weg und hatten eine große Auseinandersetzung miteinander.
Kapitel 28 Vers 30
30. Paulus aber blieb zwei ganze Jahre in seiner eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm hinkamen;
Kapitel 28 Vers 31
31. und er verkündigte das Königreich Gottes und lehrte die Wahrheiten über den Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit, ungehindert.