Kapitel 1
Kapitel 1 Vers 1
[1 erfüllt habenden] o. vollzogen habenden
1. Da es ja schon viele unternommen haben, einen Bericht über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns vollzogen haben,
Kapitel 1 Vers 2
2. wie sie uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortesgewesen sind,
Kapitel 1 Vers 3
ἀνωθεν
509
ADV
1 von Anfang an
[1 von Anfang an] w. von oben her
3. schien es auch mir gut, der ich allen Dingen von Anfang an sorgfältig nachgegangen bin, sie dir der Reihe nach aufzuschreiben, hochverehrter Theophilus,
Kapitel 1 Vers 4
4. damit du die Zuverlässigkeit der Worte erkennst, in denen du unterwiesen worden bist.
Kapitel 1 Vers 5
[1 Abteilung] w. Tagesdienstabteilung
5. In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, war ein gewisser Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abijas; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth.
Kapitel 1 Vers 6
[1 vor] w. in den Augen von
6. Beide nun waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn.
Kapitel 1 Vers 7
7. Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren fortgeschritten in ihren Tagen.
Kapitel 1 Vers 8
8. Es geschah aber, als er, in der Ordnung seiner Abteilung, seinen Priesterdienst vor Gott antrat,
Kapitel 1 Vers 9
9. ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los traf, in den Tempel des Herrn hineinzugehen, um zu räuchern.
Kapitel 1 Vers 10
10. Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns.
Kapitel 1 Vers 11
11. Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars.
Kapitel 1 Vers 12
12. Und Zacharias wurde erregt, als er ihn sah, und Furcht fiel auf ihn.
Kapitel 1 Vers 13
13. Der Engel aber sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen.
Kapitel 1 Vers 14
14. Und er wird dir zur Freude und zum Jubel sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
Kapitel 1 Vers 15
[1 er hätte getrunken] s. 4.Mo 6,3
15. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und Rauschtrank wird er keinesfalls trinken und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an.
Kapitel 1 Vers 16
16. Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückwenden.
Kapitel 1 Vers 17
17. Und er wird vor ihm vorausgehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um die Herzender Väter zu den Kindern zurückzuwenden und die Ungehorsamen zur Gesinnung vom Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten."
Kapitel 1 Vers 18
18. Und Zacharias sagte zu dem Engel: "Woran soll ich dies erkennen? Denn <>ich<> bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist fortgeschritten in ihren Tagen!"
Kapitel 1 Vers 19
εὐαγγελίσασθαί
2097
V-AMN
gute Nachricht zu bringen
[1 vor] w. vor den Augen von
19. Und der Engel antwortete und sagte ihm: "Ich bin Gabriel, der vor Gott bereitsteht, und bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen.
Kapitel 1 Vers 20
20. Und siehe, du wirst still sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer Zeit werden erfüllt werden!"
Kapitel 1 Vers 21
21. Und das Volk wartete auf Zacharias; und sie wunderten sich, dass er sich im Tempel Zeit ließ.
Kapitel 1 Vers 22
22. Als er aber herauskam, konnte er nicht mehr zu ihnen reden; und sie erkannten, dass er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte. Und er winkte ihnen zu und blieb stumm.
Kapitel 1 Vers 23
23. Und es geschah, als die Tage seines Dienstes beendet waren, ging er weg in sein Haus.
Kapitel 1 Vers 24
[1 sie empfing] d.h. sie wurde schwanger
24. Nach diesen Tagen aber wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie verbarg sich fünf Monate und sagte:
Kapitel 1 Vers 25
25. "So hat der Herr an mir getan in den Tagen, in denen er mich angesehen hat, um meine Schmach bei den Menschen wegzunehmen!"
Kapitel 1 Vers 26
26. Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt, in eine Stadt von Galiläa, deren Namen Nazaret war,
Kapitel 1 Vers 27
27. zu einer Jungfrau, die mit einem Mann verlobt war, dessen Name Josef war, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria.
Kapitel 1 Vers 28
[1 sei gegrüßt] w. freue dich (die übliche Grußform)
28. Und als der Engel zu ihr hereinkam sagte er: "Sei gegrüßt, Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter Frauen!"
Kapitel 1 Vers 29
29. Als sie ihn aber sah, wurde sie über sein Wort sehr erregt und überlegte, welcher Art dieser Gruß sei.
Kapitel 1 Vers 30
30. Und der Engel sagte ihr: "Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden.
Kapitel 1 Vers 31
[1 Leib] d.h. du wirst schwanger werden
31. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst seinen Namen Jesus nennen.
Kapitel 1 Vers 32
32. Dieser wird groß sein und "Sohn des Höchsten" genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben;
Kapitel 1 Vers 33
33. und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines Königreichs wird kein Ende sein."
Kapitel 1 Vers 34
34. Maria aber sagte zu dem Engel: "Wie wird dies sein, da ich ja einen Mann nicht kenne?"
Kapitel 1 Vers 35
35. Und der Engel antwortete und sagte ihr: "Heiliger Geist wird auf dich herabkommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden.
Kapitel 1 Vers 36
36. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie ist mit einem Sohn schwanger in ihrem Alter und dieser ist der sechster Monat bei ihr, die unfruchtbar genannt wird.
Kapitel 1 Vers 37
37. Denn jede Aussage von Gott wird nicht kraftlos sein."
Kapitel 1 Vers 38
38. Da sagte Maria: "Siehe, die Magd des Herrn bin ich; mir geschehe nach deiner Aussage!" Und der Engel ging von ihr weg.
Kapitel 1 Vers 39
[1 aufgestanden seiend] i.S.v. sich aufmachen
39. Maria aber machte sich in diesen Tagen auf und ging mit Eile in das Bergland, in eine Stadt von Juda,
Kapitel 1 Vers 40
40. und sie kam hinein in das Haus von Zacharias und grüßte Elisabeth.
Kapitel 1 Vers 41
41. Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt
Kapitel 1 Vers 42
42. und rief mit lauter Stimme aus und sagte: "Du Gesegnete unter Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
Kapitel 1 Vers 43
43. Und wieso geschieht mir dieses, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
Kapitel 1 Vers 44
44. Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren kam, hüpfte das Kind vor Jubel in meinem Leib.
Kapitel 1 Vers 45
45. Und glückselig ist die, die geglaubt hat; dennin Erfüllung werden gehen, die Dinge, die zu ihr von dem Herrn her geredet wurden!"
Kapitel 1 Vers 46
46. Und Maria sagte: "Meine Seele macht den Herrn groß,
Kapitel 1 Vers 47
47. und mein Geist jubelte über Gott, meinen Retter,
Kapitel 1 Vers 48
48. weil er auf die Niedrigkeit seiner Magd hingeblickt hat; denn siehe, von jetzt an werden mich glückselig preisen alle Generationen!
Kapitel 1 Vers 49
49. Weil der Mächtige große Dinge an mir getan hat, und heilig ist sein Name;
Kapitel 1 Vers 50
50. und sein Erbarmen ist von Generationen zu Generationen über die, die ihn fürchten.
Kapitel 1 Vers 51
51. Er hat Mächtiges mit seinem Arm getan; er hat Überhebliche in der Gesinnung ihres Herzens zerstreut.
Kapitel 1 Vers 52
52. Er holte Machthaber von Thronen und erhöhte die Niedrigen.
Kapitel 1 Vers 53
53. Er sättigte Hungernde mit Gütern, und Reiche schickte er als Leere fort.
Kapitel 1 Vers 54
54. Er nahm sich Israels, seines Knechtes an, um sich des Erbarmens zu erinnern,
Kapitel 1 Vers 55
55. wie er zu unseren Vätern redete, zu Abraham und seinem Samen, bis in Ewigkeit."
Kapitel 1 Vers 56
56. Maria aber blieb etwa drei Monate bei ihr und kehrte wieder in ihr Haus zurück.
Kapitel 1 Vers 57
57. Für Elisabeth aber wurde die Zeit erfüllt, um zu gebären, und sie gebar einen Sohn.
Kapitel 1 Vers 58
58. Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr sein Erbarmen an ihr groß gemacht hatte, und sie freuten sich mit ihr.
Kapitel 1 Vers 59
[1 sie nannten] d.i. (konativ) sie wollten nennen
59. Und es geschah am achten Tag: Sie kamen, um das Kleinkind zu beschneiden; und sie wollten es nach dem Namen seines Vaters nennen: Zacharias.
Kapitel 1 Vers 60
60. Seine Mutter aber antwortete und sagte: "Nein, sondern er soll Johannes genannt werden!"
Kapitel 1 Vers 61
61. Und sie sagten zu ihr: "Niemand ist in deiner Verwandtschaft, der bei diesem Namen genannt wird!"
Kapitel 1 Vers 62
62. Sie winkten aber seinem Vater, wie er ihn nennen wolle.
Kapitel 1 Vers 63
63. Und er bat um ein Täfelchen und schrieb und sagte: "Johannes soll sein Name sein!" Und alle staunten.
Kapitel 1 Vers 64
64. Sogleich aber wurde sein Mund geöffnet, und seine Zunge gelöst, und er begann zu sprechen, indem er Gott lobte.
Kapitel 1 Vers 65
65. Und Furcht kam über alle ihre Nachbarschaft und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Ereignisse besprochen.
Kapitel 1 Vers 66
66. Und alle, die es hörten, legten es in ihren Herzen ab und sagten: "Was wird wohl dies Kleinkind sein?" Und die Hand des Herrn war mit ihm.
Kapitel 1 Vers 67
67. Und Zacharias, sein Vater, wurde von Heiligem Geist erfüllt, prophezeite und sagte:
Kapitel 1 Vers 68
68. "Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, dass er sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen hat,
Kapitel 1 Vers 69
69. und uns ein Horn der Rettung erweckt hat in dem Haus Davids, seines Knechtes,
Kapitel 1 Vers 70
70. wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her gesprochen hat:
Kapitel 1 Vers 71
71. Rettung von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;
Kapitel 1 Vers 72
72. um Erbarmen mit unseren Vätern zu zeigen und sich seines heiligen Bundes zu erinnern,
Kapitel 1 Vers 73
73. an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat,
Kapitel 1 Vers 74
74. um uns, die wir aus der Hand unserer Feinde gerettet wurden, zu geben,ihm furchtlos zu dienen,
Kapitel 1 Vers 75
75. in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm, alle Tage unseres Lebens.
Kapitel 1 Vers 76
76. Und du, Kleinkind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
Kapitel 1 Vers 77
77. um seinem Volk Erkenntnis der Rettung zu geben, durch Vergebung ihrer Sünden,
Kapitel 1 Vers 78
78. um der Zuneigung des Erbarmens unseres Gottes willen, durch die uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe,
Kapitel 1 Vers 79
79. um denen zu erscheinen, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen, um unsere Füße auf den Weg des Friedens hin zu lenken!"
Kapitel 1 Vers 80
80. Das Kleinkind aber wuchs und wurde stark im Geist; und er war in der Wüste bis zum Tag seiner Einsetzung für Israel.
Kapitel 2
Kapitel 2 Vers 1
1. Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, um den ganzen Erdkreis einzuschreiben.
Kapitel 2 Vers 2
2. Diese erste Einschreibung geschah, als Kyrenius Statthalter in Syrien war.
Kapitel 2 Vers 3
ἀπογράφεσθαι,
583
V-PPN
eingeschrieben zu werden
3. Und alle reisten hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
Kapitel 2 Vers 4
4. Auch Josef aber von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, ging hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem genannt wird, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war,
Kapitel 2 Vers 5
5
ἀπογράψασθαι
583
V-AMN
sich einschreiben zu lassen
5. um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner ihm verlobten Frau, die schwanger war.
Kapitel 2 Vers 6
6. Es geschah aber, während sie dort waren, wurden die Tage erfüllt, dass sie gebären sollte.
Kapitel 2 Vers 7
7. Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn hin in die Futterkrippe, weil in dem Gastzimmer für sie kein Platz war.
Kapitel 2 Vers 8
8. Und Hirten waren in der selben Gegend auf freiem Feld, die beschützten als Wachen des Nachts ihre Herde.
Kapitel 2 Vers 9
9. Und siehe, ein Engel des Herrn stellte sich zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich mit großer Furcht.
Kapitel 2 Vers 10
10. Und der Engel sagte ihnen: "Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird.
Kapitel 2 Vers 11
11. Denn der Retter wurde euch heute in der Stadt Davids geboren, der ist Christus, der Herr.
Kapitel 2 Vers 12
12. Und dasist euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, das in einer Futterkrippe liegt."
Kapitel 2 Vers 13
13. Und plötzlich war mit dem Engel eine Menge vom himmlischen Heer, die lobten Gott und sagten:
Kapitel 2 Vers 14
14. "Herrlichkeit ist bei Gott in den höchsten Höhen und Frieden auf der Erde, das Wohlgefallen bei den Menschen!"
Kapitel 2 Vers 15
15. Und es geschah, als sich die Engel von ihnen in den Himmel entfernt hatten, sagten die Menschen, die Hirten, zueinander: Lasst uns doch bis nach Bethlehem hingehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns bekannt gemacht hat!
Kapitel 2 Vers 16
16. Und sie kamen eilends und fanden sowohl Maria als auch Josef, sowie das Kind, das in der Krippe lag.
Kapitel 2 Vers 17
17. Nachdem sie aber alles gesehen hatten, machten sie von der Sache bekannt, die zu ihnen über dieses Kind geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 18
18. Und alle, die es gehört hatten, staunten über das, was zu ihnen von den Hirten geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 19
19. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.
Kapitel 2 Vers 20
20. Und die Hirtenkehrten zurück und verherrlichten und lobten Gott für alle Dinge, die sie gehört und gesehen hatten, so wie es zu ihnen geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 21
21. Und als acht Tage erfüllt waren, um ihn zu beschneiden, wurde auch sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden war, bevor er im Mutterleib empfangen worden war.
Kapitel 2 Vers 22
22. Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses erfüllt waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen,
Kapitel 2 Vers 23
[1 es wird genannt werden] s. 2.Mo 13,2+12
23. (wie in dem Gesetz des Herrn geschrieben ist: »Jedes Männliche, das den Mutterleib öffnet, soll dem Herrn heilig genannt werden«),
Kapitel 2 Vers 24
[1 Tauben] s. 3.Mo 12,8
24. und um ein Opfer zu geben, nach dem in dem Gesetz des Herrn gesagt ist, ein Paar Turteltauben oder zwei Junge von Tauben.
Kapitel 2 Vers 25
25. Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem, dessen Name Simeon war; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und heiliger Geist war auf ihm.
Kapitel 2 Vers 26
26. Ihm war auch von dem Heiligen Geist Weisung gegeben worden, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus des Herrn gesehen habe.
Kapitel 2 Vers 27
27. Und er kam durch den Geist in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kleinkind Jesus hineinbrachten, damit sie für ihn nach der Gewohnheit des Gesetzes tun,
Kapitel 2 Vers 28
28. nahm auch er es in seine Arme und lobte Gott und sagte:
Kapitel 2 Vers 29
29. "Jetzt, Gebieter, entlässt du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden!
Kapitel 2 Vers 30
30. Denn meine Augen haben deine Rettung gesehen,
Kapitel 2 Vers 31
31. die du im Angesicht aller Völker bereitet hast,
Kapitel 2 Vers 32
32. ein Licht zu der Offenbarung für die Nationen und zu der Herrlichkeit für dein Volk Israel!"
Kapitel 2 Vers 33
33. Und Josef und seine Mutter staunten über die Worte, die über ihn gesprochen wurden.
Kapitel 2 Vers 34
34. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: "Siehe, dieser ist zu einem Fallen und Auferstehen vieler in Israel bestimmt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird,
Kapitel 2 Vers 35
35. damit aus vieler Herzen die Überlegungen enthüllt werden. (Dir selbst wird aber auch ein Schwert die Seele durchdringen.)"
Kapitel 2 Vers 36
36. Eine Prophetin war auch da, Anna, die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser. (Diese war fortgeschritten in vielen Tagen und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
Kapitel 2 Vers 37
37. und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren). Diese ging nicht von der Tempelstätte weg, sondern diente mit Fasten und Flehen, Nacht und Tag.
Kapitel 2 Vers 38
38. Auch diese kam zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die in Jerusalem die Erlösung erwarteten.
Kapitel 2 Vers 39
39. Und nachdem sie alle Dinge erfüllt hatten, die nach dem Gesetz des Herrn nötig waren, kehrten sie nach Galiläa zurück, in ihre Stadt Nazareth.
Kapitel 2 Vers 40
40. Das Kleinkind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt von Weisheit, und die Gnade Gottes war auf ihm.
Kapitel 2 Vers 41
41. Und seine Eltern reisten jährlich an dem Fest des Passah nach Jerusalem.
Kapitel 2 Vers 42
42. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem.
Kapitel 2 Vers 43
43. Und als sie die Tage vollendet hatten und während sie zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und Josef und seine Mutter wussten es nicht.
Kapitel 2 Vers 44
44. Da sie aber meinten, er sei bei der Reisegesellschaft, gingen sie den Weg eines Tages weit und suchten ihn bei den Verwandten und bei den Bekannten.
Kapitel 2 Vers 45
45. Und weil sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort.
Kapitel 2 Vers 46
46. Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn in der Tempelstätte, mitten unter den Lehrern sitzen und ihnen zuhören und sie befragen.
Kapitel 2 Vers 47
47. (Alle aber, die ihn hörten, erstaunten über sein Verständnis und seine Antworten.)
Kapitel 2 Vers 48
48. Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sagte zu ihm: "Kind, warum hast du so an uns gehandelt? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!"
Kapitel 2 Vers 49
49. Und er sagte zu ihnen: "Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihrnicht, dass ich in den Orten sein muss, die meines Vaters sind?"
Kapitel 2 Vers 50
50. Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
Kapitel 2 Vers 51
51. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untergeordnet. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
Kapitel 2 Vers 52
52. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und Menschen.
Kapitel 3
Kapitel 3 Vers 1
1. Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, Philippus aber, sein Bruder, Vierfürst von Ituräa und der Landschaft von Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene,
Kapitel 3 Vers 2
2. unter dem Hohepriester Hannas (und Kajaphas), geschah das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.
Kapitel 3 Vers 3
3. Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,
Kapitel 3 Vers 4
4. wie geschrieben ist im Buch der Worte Jesajas, des Propheten, der sagt: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade!
Kapitel 3 Vers 5
ταπεινωθήσεται·
5013
V-FPI-3S
er wird niedrig gemacht werden
5. Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel niedrig gemacht werden, und die krummen Wege sollen gerade und die unebenen Wege ebene werden;
Kapitel 3 Vers 6
[1 Gottes] s. Jes 40,3-5 (LXX)
6. und jedes Fleisch soll die Rettung Gottes sehen.«
Kapitel 3 Vers 7
7. Er sagte also zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden: "Brut von Giftschlangen! Wer deutete euch an, vor dem kommenden Zorn fliehen zu können?
Kapitel 3 Vers 8
8. Bringt also der Buße würdige Früchte hervor! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken kann.
Kapitel 3 Vers 9
[1 sie liegt] o. sie ist gelegt
9. Die Axt ist aber auch schon an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum also, der nicht gute Frucht hervorbringt, wird abgehauen und ins Feuergeworfen!"
Kapitel 3 Vers 10
10. Und die Volksmengen befragten ihn und sagten: "Was sollen wir also tun?"
Kapitel 3 Vers 11
11. Er aber antwortete und sagte ihnen: "Wer zwei Hemden hat, gebe dem ab, der nicht hat; und wer Speise hat, mache es ebenso!"
Kapitel 3 Vers 12
12. Zöllner kamen aber auch, um von ihm getauft zu werden, und sagten zu ihm: "Lehrer, was sollen wir tun?"
Kapitel 3 Vers 13
13. Er aber sagte zu ihnen: "Fordert nichts mehr ein, als was euch vorgeschrieben ist!"
Kapitel 3 Vers 14
14. Auch Soldaten befragten ihn aber und sagten: "Und wir, was sollen wir tun?" Und er sagte zu ihnen: "Misshandelt oder erpresst niemand und begnügt euch mit eurem Sold!"
Kapitel 3 Vers 15
15. Als aber das Volk voll Erwartung war und alle wegen Johannes in ihren Herzen überlegten, ob etwa er der Christus sei,
Kapitel 3 Vers 16
16. antwortete Johannes allen und sagte: "Ich zwar taufe euch mit Wasser; der Stärkere als ich kommt aber, dessen Riemen seiner Sandalen zu lösen ich nicht tauglich bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen;
Kapitel 3 Vers 17
17. dessen Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in unauslöschlichem Feuer verbrennen!"
Kapitel 3 Vers 18
18. Also ermahnte er auch mit vielen weiteren Worten und verkündigte dem Volk gute Botschaft.
Kapitel 3 Vers 19
19. Herodes aber, der Vierfürst, (weil er von ihm wegen Herodias, der Frau seines Bruders, zurechtgewiesen worden war und wegen all der bösen Dinge, die Herodes tat)
Kapitel 3 Vers 20
20. fügte zu allen auch dies hinzu und schloss Johannes im Gefängnis ein.
Kapitel 3 Vers 21
21. Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft worden war und betete, wurde der Himmel geöffnet,
Kapitel 3 Vers 22
22. und der Heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme geschah aus dem Himmel, die sagte: "Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!"
Kapitel 3 Vers 23
23. Und Jesus selbst war etwa dreißig Jahre alt, als er zu wirken begann; er war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli,
Kapitel 3 Vers 24
24. des Matthan, des Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph,
Kapitel 3 Vers 25
25. des Mattathias, des Amos,des Nahum, des Esli, des Naggai,
Kapitel 3 Vers 26
26. des Maath, des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda,
Kapitel 3 Vers 27
27. des Johannan, des Resa, des Serubbabel, des Schealtiel, des Neri,
Kapitel 3 Vers 28
28. des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmodam, des Er,
Kapitel 3 Vers 29
29. des Joses, des Elieser, des Jorim, des Matthat, des Levi,
Kapitel 3 Vers 30
30. des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eljakim,
Kapitel 3 Vers 31
31. des Melea, des Mainan, des Mattatha, des Nathan, des David,
Kapitel 3 Vers 32
32. des Isai, des Obed, des Boas, des Salmon, des Naasson,
Kapitel 3 Vers 33
33. des Amminadab, des Aram, des Joram, des Hesrom, des Perez, des Juda,
Kapitel 3 Vers 34
34. des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Terach, des Nahor,
Kapitel 3 Vers 35
35. des Serug, des Regu, des Peleg, des Heber, des Schelach,
Kapitel 3 Vers 36
36. des Kainan, des Arpakschad, des Sem, des Noah, des Lamech,
Kapitel 3 Vers 37
37. des Methusalah, des Enoch, des Jared, des Mahalaleel, des Kainan,
Kapitel 3 Vers 38
38. des Enos, des Seth, des Adam, Gottes.
Kapitel 4
Kapitel 4 Vers 1
1. Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt
Kapitel 4 Vers 2
2. und wurde dabei vierzig Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und danach, als sie vollendet waren, war er hungrig.
Kapitel 4 Vers 3
3. Und der Teufel sagte ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, sage diesem Stein, dass er Brot werde!"
Kapitel 4 Vers 4
[1 Gottes] s. 5.Mo 8,3
4. Und Jesus antwortete ihm und sagte: "Es ist geschrieben: »Der Mensch soll nicht vom Brot allein leben, sondern von jedem Wort Gottes«".
Kapitel 4 Vers 5
5. Und als der Teufel ihn auf einen hohen Berg hinaufgeführt hatte, zeigte er ihm alle Königreiche des Erdkreises in einem Moment der Zeit.
Kapitel 4 Vers 6
[1 immer] i.S.V. jedem, dem
6. Und der Teufel sagte ihm: "Dir will ich diese ganze Vollmacht und ihre Herrlichkeit geben; weil sie mir übergeben worden ist, und ich gebe sie jedem, dem ich will.
Kapitel 4 Vers 7
7. Wenn du also vor mir anbetest, soll alles dir sein!"
Kapitel 4 Vers 8
[1 die wirst dienen] s. 5.Mo 6,13
8. Und Jesus antwortete ihm und sagte: "Geh weg, hinter mich, Satan! Es ist geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen«".
Kapitel 4 Vers 9
9. Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne der Tempelstätte und sagte ihm: "Wenn du der Sohn Gottes bist, wirf dich selbst von hier hinab,
Kapitel 4 Vers 10
[1 dich] s. Ps 91,11
10. denn es ist geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, um dich völlig zu bewahren.«
Kapitel 4 Vers 11
[1 deines] s. Ps 91,12
11. und »Sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt.«"
Kapitel 4 Vers 12
[1 deines] s. 5.Mo 6,16
12. Und Jesus antwortete und sagte ihm: "Es ist gesagt: »Du sollstden Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!«"
Kapitel 4 Vers 13
13. Und als der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, ging er von ihm weg bis zu einer anderen Zeit.
Kapitel 4 Vers 14
14. Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück; und die Kunde von ihm ging auch in die ganze Umgebung.
Kapitel 4 Vers 15
15. Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen geehrt.
Kapitel 4 Vers 16
16. Und er kam nach Nazareth, wo er aufgezogen worden war, und ging am Tag der Sabbate nach seiner Gewohnheit in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.
Kapitel 4 Vers 17
17. Und es wurde ihm die Buchrolle Jesajas, des Propheten gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben ist:
Kapitel 4 Vers 18
εὐαγγελίσασθαι
30
2097
V-AMN
gute Botschaft verkündigen
[1 wegen] i.S.v. weil
18. »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen gute Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, die zerbrochenen Herzens sind zu heilen, den Gefangenen Entlassung und den Blinden Sehvermögen zu verkünden, Gebrochene in Entlassung zu senden,
Kapitel 4 Vers 19
[1 angenehmes] s. Jes 61,1-2
19. und ein angenehmes Jahr des Herrn zu verkünden.«
Kapitel 4 Vers 20
20. Und als er die Buchrollezugerollt und sie dem Gehilfen zurückgegeben hatte, setzte er sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Kapitel 4 Vers 21
21. Er aber fing an, ihnen zu sagen: "Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt worden!"
Kapitel 4 Vers 22
22. (Und alle zeugten für ihn und staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorkamen, und sie sagten: Ist dieser nicht der Sohn Josefs?)
Kapitel 4 Vers 23
23. Und er sagte zu ihnen: "Sicherlich werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: "Arzt, heile dich selbst!" Alle die Dinge, wovon wir gehört haben, dass sie in Kapernaum geschahen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt!"
Kapitel 4 Vers 24
24. Er sagte aber: "Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt.
Kapitel 4 Vers 25
25. In Wahrheit aber sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen Elias in Israel, nachdem der Himmel drei Jahre und sechs Monate geschlossen wurde, als eine große Hungersnot im ganzen Land entstand;
Kapitel 4 Vers 26
[1 nicht] i.S.v. sondern nur
26. doch zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur nach Sarepta bei Sidon zu einer Frau, einer Witwe.
Kapitel 4 Vers 27
[1 nicht] i.S.v. sondern nur
27. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit Elisas, des Propheten; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naeman, der Syrer."
Kapitel 4 Vers 28
28. Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie diese Worte hörten.
Kapitel 4 Vers 29
29. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut worden war, um ihn hinabzustürzen.
Kapitel 4 Vers 30
30. Er aber ging mitten durch sie hindurch und ging weg.
Kapitel 4 Vers 31
31. Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt von Galiläa, und lehrte sie an den Sabbaten.
Kapitel 4 Vers 32
32. Und sie erstaunten sehr über seine Lehre, weil sein Wort in Vollmacht war.
Kapitel 4 Vers 33
33. Und in der Synagoge war ein Mensch, der einen Geist eines unreinen Dämons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme auf
Kapitel 4 Vers 34
34. und sagte: "Ha! Was ist zwischen uns und dir, Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: Der Heilige Gottes!"
Kapitel 4 Vers 35
35. Und Jesus rügte ihn und sagte: "Verstumme und fahre aus von ihm!" Und als der Dämon ihn in die Mitte niedergeworfen hatte, fuhr er aus von ihm und schadete ihm in nichts.
Kapitel 4 Vers 36
[1 es war] i.S.v. er kam über
36. Und Schrecken kam über alle, und sie besprachen miteinander und sagten: "Was ist das für ein Wort, dass er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?"
Kapitel 4 Vers 37
37. Und die Kunde von ihm ging hinaus in jeden Ort der Umgebung.
Kapitel 4 Vers 38
38. Nachdem er aber aufgestanden war, ging er aus der Synagoge in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem starken Fieber befallen, und sie baten ihn für sie.
Kapitel 4 Vers 39
[1 er rügte] o. er befahl
39. Und er stellte sich über sie und befahl dem Fieber, und es verließ sie. Sogleich aber stand sie auf und diente ihnen.
Kapitel 4 Vers 40
40. Als aber die Sonne unterging, brachten sie alle, die schwach waren durch verschiedene Krankheiten, zu ihm; er aber legte jedemeinzelnen von ihnen die Hände auf und heilte sie.
Kapitel 4 Vers 41
41. Dämonen fuhren aber auch von vielen aus, wobei sie schrien und sagten: "Du bist der Christus, der Sohn Gottes!" Und er rügte sie und ließ ihnen nicht zu, zu reden, weil sie wussten, dass er der Christus ist.
Kapitel 4 Vers 42
42. Als es aber Tag geworden war, ging er aus dem Haus hinaus und ging zu einem einsamen Ort; und die Volksmengen suchten ihn und kamen bis zu ihm, und sie hielten ihn zurück, um nicht von ihnen zu gehen.
Kapitel 4 Vers 43
εὐαγγελίσασθαί
2097
V-AMN
gute Botschaft verkündigen
43. Er aber sagte zu ihnen: "Auch den anderen Städten muss ich das Königreich Gottes als gute Botschaft verkündigen; weil ich dazu gesandt worden bin."
Kapitel 4 Vers 44
44. Und er fuhr fort in den Synagogen von Galiläa zu predigen.
Kapitel 5
Kapitel 5 Vers 1
1. Es geschah aber, als die Volksmenge ihn bedrängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er selbst am See Genezareth stand.
Kapitel 5 Vers 2
[1 stehend] i.S.v. liegen
2. Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze aus.
Kapitel 5 Vers 3
3. Er aber stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren; und er setzte sich und lehrte die Volksmengen vom Boot aus.
Kapitel 5 Vers 4
4. Als er aber zu reden aufgehört hatte, sagte er zu Simon: "Fahre hinaus zu der Tiefe hin und lasst eure Netze zu einem Fang hinab!"
Kapitel 5 Vers 5
5. Und Simon antwortete und sagte ihm: "Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch gemüht und nichts gefangen; aber auf deine Aussage hin werde ich das Netz hinablassen!"
Kapitel 5 Vers 6
[1 sie schlossen mit ein] i.S.v. fangen
[2 es zerriss] i.S.v. drohte zu zerreißen (konativer Imperfekt)
6. Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische; ihr Netz aber drohte zu zerreißen.
Kapitel 5 Vers 7
[1 zu sinken] i.S.v. drohte zu sinken (konativer Präsens)
7. Und sie winkten die Mitteilhaber herbei, die im anderen Boot waren, um zu kommen und ihnen mitzuhelfen; und sie kamen und füllten beide Boote, so dass sie zu sinken drohten.
Kapitel 5 Vers 8
8. Als aber Simon Petrus das sah, fiel er vor den Knien Jesu nieder und sagte: "Gehe von mir weg, weil ich ein sündiger Mann bin, Herr!"
Kapitel 5 Vers 9
9. Denn Schrecken erfasste ihn und alle, die mit ihm waren, wegen des Fangs der Fische, den sie gefangen hatten;
Kapitel 5 Vers 10
10. ebenso aber auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Teilhaber waren. Und Jesus sagte zu Simon: "Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen!"
Kapitel 5 Vers 11
11. Und nachdem sie die Boote an Land gezogen und alles verlassen hatten, folgten sie ihm.
Kapitel 5 Vers 12
12. Und es geschah, als er in einer der Städte war, und siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn und sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen!"
Kapitel 5 Vers 13
13. Und als er die Hand ausstreckte, berührte er ihn und sagte: "Ich will, werde gereinigt!" Und sogleich wich der Aussatz von ihm.
Kapitel 5 Vers 14
14. Und er gebot ihm, es niemand zu sagen: "Geh jedoch weg, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, wie Mose verordnet hat, ihnen zum Zeugnis!"
Kapitel 5 Vers 15
15. Aber die Kunde von ihm verbreitete sich vielmehr und große Volksmengen versammelten sich, um zu hören und vom ihm von ihren Krankheiten geheilt zu werden.
Kapitel 5 Vers 16
16. Er aber zog sich in einsame Orte zurück und betete.
Kapitel 5 Vers 17
17. Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte; und Pharisäer und Gesetzeslehrer saßen da, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war da, um sie zu heilen.
Kapitel 5 Vers 18
18. Und siehe, Männer brachten einen Menschen, der gelähmt war, auf einem Tragebett herbei; und sie versuchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
Kapitel 5 Vers 19
19. Und da sie wegen der Volksmenge nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen könnten, stiegen sie auf das Dach hinauf und ließen ihn mit dem Tragebett durch die Ziegel hinab in die Mitte vor Jesus.
Kapitel 5 Vers 20
20. Und als er ihren Glauben sah, sagte er ihm: "Mensch, deine Sünden sind dir vergeben!"
Kapitel 5 Vers 21
21. Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: "Wer ist dieser, der solche Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?"
Kapitel 5 Vers 22
22. Daaber Jesus ihre Überlegungen erkannte, antwortete er und sagte zu ihnen: "Was überlegt ihr in euren Herzen?
Kapitel 5 Vers 23
[1 müheloser] i.S.v. leichter
23. Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Kapitel 5 Vers 24
24. Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sagte er dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Tragebettchen auf und geh in dein Haus!"
Kapitel 5 Vers 25
25. Und sofort stand er vor ihnen auf, hob auf, worauf er gelegen hatte, ging weg in sein Haus undverherrlichte Gott.
Kapitel 5 Vers 26
26. Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie verherrlichten Gott und wurden voll Furcht und sagten: "Wir haben heute außergewöhnliche Dinge gesehen!"
Kapitel 5 Vers 27
27. Und nach diesen Dingen ging er hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi an der Zollstelle sitzen und sagte ihm: "Folge mir!"
Kapitel 5 Vers 28
28. Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm.
Kapitel 5 Vers 29
29. Und Levi machte ihm ein großes Gastmahl in seinem Haus; und es war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen.
Kapitel 5 Vers 30
30. Und wegen ihnen murrten die Schriftgelehrten und die Pharisäer gegen seine Jünger und sagten: "Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern?"
Kapitel 5 Vers 31
[1 sie haben] d.i. sie brauchen
[2 habenden] d.i. die Kranken
31. Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Kapitel 5 Vers 32
32. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße."
Kapitel 5 Vers 33
33. Sie aber sagten zu ihm: "Warum fasten die Jünger des Johannes häufig und verrichten Bitten, ebenso auch die Jünger der Pharisäer; die deinen aber essen und trinken?"
Kapitel 5 Vers 34
[1 Hochzeitssaals] d.i. die Hochzeitsgäste (Semitismus)
34. Er aber sagte zu ihnen: "Könnt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen, während der Bräutigam bei ihnen ist?
Kapitel 5 Vers 35
35. Tage werden aber kommen, wenn der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten.
Kapitel 5 Vers 36
36. Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: "Niemand setzt einen Flicken von einem neuen Obergewand auf ein altes Obergewand; sonst ist sowohl das neue Obergewand geteilt, und auch der Flicken vom neuen passt nicht zu dem alten.
Kapitel 5 Vers 37
37. Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der neue Wein die Schläuche sprengen, und er wird verschüttet, und die Schläuche werden verdorben sein;
Kapitel 5 Vers 38
38. sondern neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen, und beide werden erhalten.
Kapitel 5 Vers 39
39. Und niemand, der alten getrunken hat, will sogleich neuen; denn er sagt: Der alte ist angenehmer!"
Kapitel 6
Kapitel 6 Vers 1
1. Es geschah aber, dass er am zweitersten Sabbat durch die Kornfelder durchging; und seine Jünger rupften die Ähren ab und aßen, wobei sie sie mit den Händen zerrieben.
Kapitel 6 Vers 2
2. Einige der Pharisäer aber sagten ihnen: "Warum tut ihr, was an Sabbaten zu tun nicht erlaubt ist?"
Kapitel 6 Vers 3
3. Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Habt ihr das nicht gelesen, was David tat, als er hungerte, er selbst und die mit ihm waren?
Kapitel 6 Vers 4
4. Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch denen gab, die mit ihm waren - welche zu essen nicht erlaubt ist, außer allein die Priester?"
Kapitel 6 Vers 5
5. Und er sagte ihnen: "Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbats."
Kapitel 6 Vers 6
6. Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte; und dort war ein Mensch, und seine rechte Hand war vertrocknet.
Kapitel 6 Vers 7
7. Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber belauerten ihn, ob er an dem Sabbat heilen werde, damit sie eine Anklage gegen ihn fänden.
Kapitel 6 Vers 8
8. Er aber wusste um ihre Überlegungen und sagte dem Menschen, der die vertrocknete Hand hatte: "Steh auf und stelle dich in die Mitte!" Er aber stand auf und stellte sich hin.
Kapitel 6 Vers 9
9. Jesus sagte also zu ihnen: "Ich will euch etwas fragen: ist eserlaubt an den Sabbaten Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu töten?"
Kapitel 6 Vers 10
10. Und nachdem er sie alle ringsum angesehen hatte, sagte er ihm: "Strecke deine Hand aus!" Der aber tat so, und seine Hand wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
Kapitel 6 Vers 11
11. Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen miteinander, was sie Jesus antun könnten.
Kapitel 6 Vers 12
12. Es geschah aber in diesen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten; und er war die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.
Kapitel 6 Vers 13
13. Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herzu und erwählte von ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte:
Kapitel 6 Vers 14
14. Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,
Kapitel 6 Vers 15
15. Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot genannt wird,
Kapitel 6 Vers 16
16. Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der auch zum Verräter wurde.
Kapitel 6 Vers 17
17. Und er stieg mit ihnen herab und stellte sich auf einen ebenen Platz, und da war eine Menge seiner Jünger und eine großen Anzahl Volkes von ganz Judäa und von Jerusalem und des Küstengebiets von Tyrus und Sidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten,
Kapitel 6 Vers 18
18. und die, die von unreinen Geistern gequält wurden; und sie wurden geheilt.
Kapitel 6 Vers 19
19. Und die ganze Volksmenge versuchte ihn zu berühren, weil Kraft von ihm ausging und alle heilte.
Kapitel 6 Vers 20
20. Und er hob seine Augen auf zu seinen Jüngern und sagte: "Glückselig seid ihr die Armen, denn das Königreich Gottes ist euer!
Kapitel 6 Vers 21
21. Glückselig seid ihr, die jetzt Hungernden, denn ihr werdet gesättigt werden! Glückselig seid ihr, die jetzt Weinenden, denn ihr werdet lachen!
Kapitel 6 Vers 22
22. Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausgrenzen und schmähen und eure Namen als böse verwerfen um des Sohnes des Menschen willen.
Kapitel 6 Vers 23
23. Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso taten ihre Väter den Propheten.
Kapitel 6 Vers 24
24. Jedoch wehe euch, den Reichen, denn ihr empfangt bereits euren Trost!
Kapitel 6 Vers 25
25. Wehe euch, die Gesättigten; denn ihr werdet hungern! Wehe euch, die jetzt Lachenden, denn ihr werdet trauern und weinen!
Kapitel 6 Vers 26
26. Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden! Denn ebenso taten ihre Väter den Lügenpropheten.
Kapitel 6 Vers 27
27. Euch jedoch, den Hörenden, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes den euch Hassenden;
Kapitel 6 Vers 28
28. segnet die euch Fluchenden, betet für die euch Verleumdenden!
Kapitel 6 Vers 29
29. Biete dem dich auf die eine Wange Schlagenden auch die andere an; und verweigere dem von dir das Obergewand Nehmenden auch das Untergewand nicht.
Kapitel 6 Vers 30
30. Gib aber jedem dich Bittenden; und fordere das Deine von dem es Nehmenden nicht zurück.
Kapitel 6 Vers 31
31. Und so wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun, tut auch ihr ihnen ebenso!
Kapitel 6 Vers 32
32. Und wenn ihr die euch Liebenden liebt, welcher Dank ist euch? Denn auch die Sünder lieben die sie Liebenden.
Kapitel 6 Vers 33
33. Und wenn ihr den euch Gutes tuenden Gutes tut, welcher Dank ist euch? Denn auch die Sünder tun dasselbe.
Kapitel 6 Vers 34
34. Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr hofft es zurückzuerhalten, welcher Dank ist euch? Denn Sünder leihen Sündern auch, damit sie das Gleiche zurück erhalten.
Kapitel 6 Vers 35
35. Liebt jedoch eure Feinde und tut Gutes und leiht, nichts zurück erhoffend; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen dieUndankbaren und Bösen.
Kapitel 6 Vers 36
36. Seid also barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Kapitel 6 Vers 37
37. Und richtet nicht, und ihr werdet keinesfalls gerichtet; verurteilt nicht, und ihr werdet keinesfalls verurteilt; begnadigt, und ihr werdet begnadigt werden!
Kapitel 6 Vers 38
38.Gebt, und es wird euch gegeben werden; ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß werden sie in euren Schoß geben. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.
Kapitel 6 Vers 39
39. Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Kapitel 6 Vers 40
40. Ein Jünger ist nicht über seinem Lehrer; jeder Ausgebildete aber wird wie sein Lehrer sein.
Kapitel 6 Vers 41
41. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in dem eigenen Auge nimmst du nicht wahr?
Kapitel 6 Vers 42
42. Oder, wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass zu, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist! Während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge heraus, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der im Auge deines Bruders ist!
Kapitel 6 Vers 43
43. Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht trägt.
Kapitel 6 Vers 44
44. Denn jeder Baum wird an der eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen ein noch liest man vom Dornbusch eine Traube.
Kapitel 6 Vers 45
45. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn aus dem Überfluss des Herzens redet sein Mund.
Kapitel 6 Vers 46
46. Was aber nennt ihr mich »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?
Kapitel 6 Vers 47
47. Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, - ich werde euch zeigen, wem er gleich ist.
Kapitel 6 Vers 48
48. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der tief ausgrub und setzte die Grundlage auf den Felsen. Als aber ein Hochwasser entstand, umbrandete der Strom jenes Haus, und er konnte es nicht erschüttern, weil es auf den Felsen gegründet war.
Kapitel 6 Vers 49
49. Wer sie aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der sein Haus auf die Erde gebaut hat, ohne Grundlage; um welches der Strom brandete und es stürzte sogleich ein, und der Einsturz jenes Hauses war gewaltig.
Kapitel 7
Kapitel 7 Vers 1
1. Nachdem er aber alle seine Reden vor den Ohren des Volkes beendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum.
Kapitel 7 Vers 2
[1 habenden] d.i. war krank
2. Eines gewissen Hauptmanns Knecht aber, der ihm wertvoll war, war krank und im Begriff zu sterben.
Kapitel 7 Vers 3
3. Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, dass er komme und seinen Knecht rette.
Kapitel 7 Vers 4
4. Als diese aber zu Jesus hinkamen, baten sie ihn inständig und sagten: "Er ist würdig, dem dies gewährt wird;
Kapitel 7 Vers 5
5. denn er liebt unsere Nation, und er hat uns die Synagoge erbaut."
Kapitel 7 Vers 6
6. Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm, um ihm zu sagen: "Herr, bemühe dich nicht; denn ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach hineinkommst!
Kapitel 7 Vers 7
7. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen; sage jedoch nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund werden!
Kapitel 7 Vers 8
8. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Autorität gestellt ist, und habe Soldaten unter mir; und ich sage diesem:Geh,und er geht; und einem anderen:Komm,und er kommt; und meinem Knecht: Tudies,und er tut es."
Kapitel 7 Vers 9
9. Als Jesus diese Worte hörte, staunte er über ihn, wandte sich um zu der ihm folgenden Volksmenge und sagte: "Ich sage euch, nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden!"
Kapitel 7 Vers 10
10. Und als die, die gesandt waren, in das Haus zurückgekehrt waren, fanden sie den kranken Knecht gesund.
Kapitel 7 Vers 11
11. Und es geschah in der folgenden Zeit: Er ging in eine Stadt, genannt Nain, und viele seiner Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm.
Kapitel 7 Vers 12
12. Als er sich aber dem Tor der Stadt näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war Witwe; und eine beträchtliche Volksmenge der Stadt war mit ihr.
Kapitel 7 Vers 13
13. Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sagte ihr: "Weine nicht!"
Kapitel 7 Vers 14
14. Und er kam hinzu und berührte die Bahre; die Träger aber standen still. Und er sagte: "Jüngling, ich sage dir: Steh auf!"
Kapitel 7 Vers 15
15. Und der Tote setzte sich auf und fing anzu sprechen; und er gab ihn seiner Mutter.
Kapitel 7 Vers 16
16. Alle aber ergriff Furcht und sie verherrlichten Gott und sagten: "Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden" und: "Gott hat sein Volk besucht!"
Kapitel 7 Vers 17
17. Und diese Rede über ihn ging hinaus in ganz Judäa und in der ganzen Umgebung.
Kapitel 7 Vers 18
18. Und dem Johannes berichteten seine Jünger von allen diesen Dingen.
Kapitel 7 Vers 19
19. Und als Johannes zwei gewisse seiner Jünger herbeigerufen hatte, sandte er sie zu Jesus und ließ ihn fragen: "Bist du der Kommende, oder warten wir auf einen anderen?"
Kapitel 7 Vers 20
20. Als aber die Männer zu ihm herbeigekommen waren, sagten sie: "Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und fragt: Bist du der Kommende, oder warten wir auf einen anderen?"
Kapitel 7 Vers 21
21. In der selben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Sehen.
Kapitel 7 Vers 22
22. Und Jesus antwortete und sagte ihnen: "Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt, dass Blinde wieder sehen, Lahme umhergehen, Aussätzige gereinigt werden, Taube hören, Tote erweckt werden, Armen das Evangelium verkündigt wird.
Kapitel 7 Vers 23
23. Und glückselig ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt!"
Kapitel 7 Vers 24
24. Als aber die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johannes zu sagen: "Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen anzuschauen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird?
Kapitel 7 Vers 25
[1 jedoch] i.S.v. oder
25. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Gewändern bekleidet? Siehe, die in herrlichem Gewand und Schwelgerei leben, sind in den Königspalästen!
Kapitel 7 Vers 26
[1 jedoch] i.S.v. oder
26. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: und zwar mehr als ein Prophet!
Kapitel 7 Vers 27
[1 deines] s. Mal 3,1; Mt 11,10; Mk 1,2
27. Dieser ist es, von dem geschrieben ist: »Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir herrichten wird«.
Kapitel 7 Vers 28
28. Denn ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist niemand größer als der Prophet Johannes der Täufer; aber der Geringste im Königreich Gottes ist größer als er."
Kapitel 7 Vers 29
29. Und das ganze Volk, das gehört hatte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie mit der Taufe des Johannes getauft wurden.
Kapitel 7 Vers 30
30. Die Pharisäer aber und die Gesetzeslehrer verwarfen den Ratschluss Gottes für sich selbst, indem sie nicht von ihm getauft wurden.
Kapitel 7 Vers 31
31. "Mit wem werde ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Und wem sind sie gleich?
Kapitel 7 Vers 32
32. Sie sind Kleinkindern gleich, die am Markt sitzen und einander zurufen und sagen: Wir haben euch geflötet, und ihr habt nicht getanzt; wir haben vor euch geklagt, und ihr habt nicht geweint!
Kapitel 7 Vers 33
33. Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der weder Brot isst noch Wein trinkt; und ihr sagt: Er hat einen Dämon!
Kapitel 7 Vers 34
34. Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!
Kapitel 7 Vers 35
35. Und doch ist der Weisheit recht gegeben worden von allen ihren Kindern."
Kapitel 7 Vers 36
[1 er legte sich nieder] d.i. zu Tisch
36. Einer der Pharisäer aber bat ihn, dass er mit ihm esse. Und er ging in das Haus des Pharisäers hinein und legte sich zu Tisch nieder.
Kapitel 7 Vers 37
ἀλάβαστρον
211
N-ASN
Alabasterfläschchen
[1 er liegt nieder] d.i. zu Tisch
37. Undsiehe, eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war, hatte erfahren, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte ein Alabasterfläschchen mit Salböl,
Kapitel 7 Vers 38
38. und stand weinend hinten bei seinen Füßen und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und trocknete sie mit den Haaren ihres Kopfes ab, küsste seine Füße ab und salbte (sie mit dem Salböl.
Kapitel 7 Vers 39
[1 er sagte] i.S.v. meinen
39. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, meinte er bei sich selbst und sagte: "Wenn dieser ein Prophet wäre, würde er erkennen, wer und was für eine Frau das ist, die ihn berührt, dass sie eine Sünderin ist!"
Kapitel 7 Vers 40
40. Und Jesus antwortete und sagte zu ihm: "Simon, ich habe dir etwas zu sagen." Er aber erwiderte: "Lehrer, sage es!"
Kapitel 7 Vers 41
41. "Ein gewisser Geldverleiher hatte zwei Schuldner. Der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig.
Kapitel 7 Vers 42
42. Da sie aber nicht hatten, um zu erstatten, schenkte er es beiden. Sage mir: Wer von ihnen wird ihn also mehr lieben?"
Kapitel 7 Vers 43
43. Simon aber antwortete und sagte: "Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat." Er aber sagte ihm: "Du hast richtig geurteilt!"
Kapitel 7 Vers 44
44. Und er wendete sich um zu der Frau und erwiderte dem Simon: "Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen doch du hast kein Wasser für meine Füße gegeben; sieaber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Kopfes abgetrocknet.
Kapitel 7 Vers 45
45. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße abzuküssen.
Kapitel 7 Vers 46
46. Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt.
Kapitel 7 Vers 47
47. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, so dass sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig."
Kapitel 7 Vers 48
48. Er aber sagte ihr: "Die Sünden sind dir vergeben worden!"
Kapitel 7 Vers 49
[1 mit liegenden] d.i. zu Tisch
49. Und die mit ihm zu Tisch lagen, fingen an, untereinander zu sagen: "Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?"
Kapitel 7 Vers 50
50. Er aber sagte zu der Frau: "Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!"
Kapitel 8
Kapitel 8 Vers 1
1. Und es geschah in der folgenden Zeit, dass er jede Stadt und Dorf durchzog, wobei er predigte und das Evangelium vom Königreich Gottes verkündigte; und die Zwölf waren mit ihm,
Kapitel 8 Vers 2
2. und einige Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, die Magdalenerin genannt wird, von der sieben Dämonen ausgefahren waren,
Kapitel 8 Vers 3
3. und Johanna, die Frau Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm aus ihrem Besitz dienten.
Kapitel 8 Vers 4
4. Als aber eine große Volksmenge zusammenkam und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sagte er durch ein Gleichnis:
Kapitel 8 Vers 5
5. "Der Sämann ging hinaus, um seinen Samen zu säen. Und während er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
Kapitel 8 Vers 6
[1 Felsen] i.S.v. felsigen Boden
6. Und anderes fiel auf den felsigen Boden; und als es aufwuchs, vertrocknete es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
Kapitel 8 Vers 7
7. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit aufwuchsen, erstickten es.
Kapitel 8 Vers 8
8. Und anderes fiel in die gute Erde und wuchs auf und brachte hundertfache Frucht." Und als er diese Worte sagte, rief er: "Wer Ohren hat zu hören, höre!"
Kapitel 8 Vers 9
[1 es möge sein] i.S.v. bedeuten
9. Seine Jünger aber befragten ihn und sagten: "Was mag dieses Gleichnis bedeuten?"
Kapitel 8 Vers 10
[1 sie verstehen] s. Jes 6,9
10. Er aber sagte: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Königreiches Gottes zu kennen, den Übrigen aber wir es in Gleichnissen gesagt, damit sie als Sehende doch nicht sehen und als Hörende doch nicht verstehen.
Kapitel 8 Vers 11
[ es ist] i.S.v. bedeuten
11. Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.
Kapitel 8 Vers 12
12. Die am Weg aber sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht, da sie geglaubt haben, gerettet werden.
Kapitel 8 Vers 13
[1 Felsens] i.S.v. felsigen Boden
13. Die aber auf dem felsigen Boden sind die, wenn sie es hören, das Wort mit Freude aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; sie glauben für eine Zeit, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Kapitel 8 Vers 14
14. Was aber in die Dornen fiel, diese sind die, die gehört haben; und sie gehen unter Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens, werden erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.
Kapitel 8 Vers 15
15. Was aber in die guteErde fiel, diese sind die, die das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen bewahren und in Geduld Frucht bringen." Und als er diese Worte sagte, rief er: "Wer Ohren hat zu hören, höre!
Kapitel 8 Vers 16
16. Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit die, die hereinkommen, das Licht sehen.
Kapitel 8 Vers 17
[1 sichtbares] i.S.v. ans Licht
17. Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch ist nichts geheim, was nicht bekannt werden und ans Licht kommen wird.
Kapitel 8 Vers 18
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[2 immer] i.S.v. jeder, der
18. Seht also zu, wie ihr hört! Denn jeder, der hat, dem wird gegeben werden; und jeder, der nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint."
Kapitel 8 Vers 19
19. Seine Mutter aber und seine Brüder kamen herbei zu ihm und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm durchkommen.
Kapitel 8 Vers 20
20. Und es wurde ihm berichtet und sie sagten: "Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen!"
Kapitel 8 Vers 21
21. Er aber antwortete undsagte zu ihnen: "Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und es tun!"
Kapitel 8 Vers 22
22. Und es geschah an einem der Tage, dass er und seine Jünger in ein Schiff einstiegen; und er sagte zu ihnen: "Lasst uns an das jenseitige Ufer des Sees hinüberfahren!" Und sie fuhren ab.
Kapitel 8 Vers 23
23. Während sie aber segelten, schlief er ein. Und ein Sturmwind fiel auf den See herab, und sie wurden überflutet und sie gerieten in Gefahr.
Kapitel 8 Vers 24
24. Und sie kamen hinzu, weckten ihn auf und sagten: "Meister, Meister, wir kommen um!" Als er aber aufgestanden war, bedrohte er den Wind und die Wogen des Wassers; und sie beruhigten sich und es trat Stille ein.
Kapitel 8 Vers 25
25. Er aber sagte ihnen: "Wo ist euer Glaube?" Sie aber fürchteten sich und staunten und sagen zueinander: "Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie gehorchen ihm?"
Kapitel 8 Vers 26
26. Und sie segelten hin zu dem Gebiet der Gadarener, das Galiläa gegenüber ist.
Kapitel 8 Vers 27
27. Als er aber ans Land ausgestiegen war, kam ihm ein gewisser Mann aus der Stadt entgegen, der seit geraumer Zeit Dämonen hatte und sich nicht in ein Gewand bekleidete und nicht in einem Haus blieb, sondern in den Grabstätten.
Kapitel 8 Vers 28
28. Als er aber Jesus gesehen und aufgeschrien hatte, fiel er vor ihm nieder und sagte mit lauter Stimme: "Was ist zwischen mir und dir, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht!"
Kapitel 8 Vers 29
29. Er hatte nämlich dem unreinen Geist geboten, von dem Menschen auszufahren; denn er hatte ihn lange Zeiten hindurch in seiner Gewalt, und er wurde wiederholt mit Handschellen und mit Fußfesseln gebunden, um ihn in Gewahrsam zu halten, und er zerriss die Fesseln und wurde vom Dämon in die Einöde getrieben.
Kapitel 8 Vers 30
30. Jesus aber befragte ihn und sagte: "Was ist dein Name?" Er aber sagte: "Legion!" weil viele Dämonen in ihn hineingefahren waren.
Kapitel 8 Vers 31
31. Und er bat ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund wegzugehen.
Kapitel 8 Vers 32
32. Es war aber dort eine Herde von genügend Schweinen, die an dem Berg geweidet wurden; und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in jene zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.
Kapitel 8 Vers 33
33. Die Dämonen aber fuhren von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürmte den Abhang hinab in den See und ertrank.
Kapitel 8 Vers 34
34. Als aber die Hirten das Geschehene sahen, flohen sie undverkündeten es in der Stadt und in den Höfen.
Kapitel 8 Vers 35
35. Die Leute aber kamen heraus, um das Geschehene zu sehen, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu dasitzen, und sie fürchteten sich.
Kapitel 8 Vers 36
36. Die es aber gesehen hatten, verkündeten ihnen auch, wie der Besessene gerettet worden war.
Kapitel 8 Vers 37
37. Und die ganze Menge aus der Gegend der Gadarener bat ihn, von ihnen wegzugehen, weil sie von großer Furcht ergriffen worden waren. Er aber stieg in das Boot und kehrte zurück.
Kapitel 8 Vers 38
38. Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Jesus aber entließ ihn und sagte:
Kapitel 8 Vers 39
39. "Kehre zurück in dein Haus und erzähle alle die Dinge, die Gott dir getan hat!" Und er ging weg und verkündigte durch die ganze Stadt, alle die Dinge, die Jesus ihm getan hatte.
Kapitel 8 Vers 40
40. Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn die Volksmenge freundlich auf; denn alle erwarteten ihn.
Kapitel 8 Vers 41
41. Und siehe, ein Mann mit Namen Jairus, und er war ein Oberster der Synagoge, kam und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus hineinzukommen,
Kapitel 8 Vers 42
42. weil er eine einzige Tochter hatte, etwa zwölf Jahren alt und diese lag im Sterben. Als er aber wegging, bedrängte ihn die Volksmenge.
Kapitel 8 Vers 43
[1 Leben] i.S.v. Lebensunterhalt
43. Und eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutfluss litt und die ihren ganzen Lebensunterhalt an Ärzte aufgewendet hatte, aber von niemand geheilt werden konnte,
Kapitel 8 Vers 44
[1 Quaste] s. 5.Mo 22,12
44. kam von hinten hin und berührte die Quaste seines Gewandes; und sogleich stand ihr Blutfluss still.
Kapitel 8 Vers 45
45. Und Jesus sagte: "Wer ist es der mich berührt hat?" Als aber alle es verneinten, sagte Petrus und die mit ihm waren: "Meister, die Volksmengen drücken und drängen dich, und du sagst: Wer ist es der mich berührt hat?"
Kapitel 8 Vers 46
46. Jesus aber sagte: "Jemand hat mich berührt; denn ich habe erkannt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist!"
Kapitel 8 Vers 47
47. Als die Frau aber sah, dass sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und berichtete ihm vor dem ganzen Volk, aus welchem Grund sie ihn berührt hatte und wie sie sogleich geheilt worden war.
Kapitel 8 Vers 48
48. Er aber sagte ihr: "Habe Mut, Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!"
Kapitel 8 Vers 49
ἀρχισυναγώγου,
752
N-GSM
Synagogenvorstehers
49. Während er noch spricht, kommt jemand vom Haus desSynagogenvorsteher und sagt ihm: "Deine Tochter ist verstorben; bemühe den Lehrer nicht!"
Kapitel 8 Vers 50
50. Als aber Jesus es gehört hatte, antwortete er ihm und sagte: "Fürchte dich nicht; glaube nur, und sie wird gerettet werden!"
Kapitel 8 Vers 51
51. Als er aber zu dem Haus gekommen war, erlaubte er niemand hineinzugehen außer Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater des Kindes und die Mutter.
Kapitel 8 Vers 52
52. Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sagte: "Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft."
Kapitel 8 Vers 53
53. Und sie verlachten ihn, weil sie wussten, dass sie gestorben war.
Kapitel 8 Vers 54
54. Er aber trieb sie alle hinaus und ergriff ihre Hand, rief und sagte: "Mädchen, steh auf!"
Kapitel 8 Vers 55
55. Und ihr Geist kehrte zurück und sie stand sogleich auf; und er ordnete an, ihr zu essen zu geben.
Kapitel 8 Vers 56
56. Und ihre Eltern gerieten außer sich; er aber gebot ihnen, niemand das Geschehene zu sagen.
Kapitel 9
Kapitel 9 Vers 1
1. Als er aber die Zwölf zusammengerufen hatte, gab er ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und Krankheiten zu heilen;
Kapitel 9 Vers 2
2. und er sandte sie aus, das Königreich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen.
Kapitel 9 Vers 3
3. Und er sagte zu ihnen: "Nehmt nichts auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche, noch Brot noch Silber(geld) noch sollt ihr je zwei Hemden haben.
Kapitel 9 Vers 4
[1 geht hinaus] i.S.v. geht weiter
4. Und in welches Haus ihr hineingeht, bleibt dort, und von dort geht weiter.
Kapitel 9 Vers 5
5. Und alle, die euch nicht aufnehmen, wenn ihr aus jener Stadt fortgeht, schüttelt auch den Staub von euren Füßen ab, zum Zeugnis gegen sie."
Kapitel 9 Vers 6
6. Als sie aber hinausgingen, durchzogen sie die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten überall.
Kapitel 9 Vers 7
7. Herodes aber, der Tetrarch, hörte alle Geschehnisse durch ihn; und er war verwirrt, weil von einigen gesagt wurde, dass Johannes aus den Toten erweckt worden sei,
Kapitel 9 Vers 8
8. von einigen aber, dass Elia erschienen sei, von anderen aber, dass ein Prophet, einer der alten, auferstanden sei.
Kapitel 9 Vers 9
[1 er suchte] i.S.v. wünschen, wollen
9. Und Herodes sagte: "Johannes habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solche Dinge höre?" Und er versuchte, ihn zu sehen.
Kapitel 9 Vers 10
10. Und als die Apostel zurückgekehrt waren, erzählten sie ihm alle Dinge, die sie getan hatten. Und er nahm sie mit und zog sich abseits zurück an einen einsamen Ort bei einer Stadt, genannt Bethsaida.
Kapitel 9 Vers 11
11. Als aber die Volksmengen es erkannten, folgten sie ihm; und er empfing sie und sprach zu ihnen über das Königreich Gottes, und die, die der Genesung Bedarf hatten, machte er gesund.
Kapitel 9 Vers 12
12. Der Tag aber begann, sich zu neigen; die Zwölf aber kamen hinzu und sagten ihm: "Entlasse die Volksmenge, damit sie in die umliegenden Dörfer und die Höfe weggehen und einkehren und Verpflegung finden; weil wir hier an einem einsamen Ort sind!"
Kapitel 9 Vers 13
[1 uns] i.S.v. wir haben nicht
13. Er aber sagte zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Sie aber sagten: "Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; ob wir etwa hingehen und für dieses ganze Volk Speise kaufen sollen?"
Kapitel 9 Vers 14
14. Denn es waren etwa fünftausend Männer. Er sagte aber zu seinen Jüngern: "Lasst sie sich in Gruppen zu je fünfzig lagern!"
Kapitel 9 Vers 15
15. Und sie taten so und alle lagern sich.
Kapitel 9 Vers 16
16. Als er aber die fünf Brote und die zwei Fische genommen und zum Himmel aufgeblickt hatte, segnete er sie; und er brach und gab sie den Jüngern, um sie der Volksmenge vorzulegen.
Kapitel 9 Vers 17
17. Und sie aßen und wurden alle gesättigt; und es wurde aufgehoben, was ihnen übriggeblieben war, zwölf Handkörbe von Brocken.
Kapitel 9 Vers 18
18. Und es geschah, als er allein war, um zu beten, waren die Jünger mit ihm; und er befragte sie und sagte: "Wer, sagen die Volksmengen, bin ich?"
Kapitel 9 Vers 19
19. Sie aber antworteten und sagten: "Johannes der Täufer; andere aber Elia; andere aber, dassjemand vom den alten Propheten auferstanden ist."
Kapitel 9 Vers 20
20. Er aber sagte ihnen: "Ihr aber, Wer sagt ihr, bin ich?" Petrus aber antwortete und sagte: "Der Christus Gottes!"
Kapitel 9 Vers 21
21. Er aber wies sie an und gebot ihnen, dies niemand zu sagen,
Kapitel 9 Vers 22
ἀποδοκιμασθῆναι
593
V-APN
verworfen werden
22. und sagte: "Der Sohn des Menschen muss viele Dinge leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohepriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden."
Kapitel 9 Vers 23
23. Er sagte aber zu allen: "Wenn jemand hinter mir her kommen will, verleugne er sich selbst und nehme auf sein Kreuz und folge mir.
Kapitel 9 Vers 24
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[1 immer] i.S.v. jeder, der
24. Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; jeder aber, der sein Leben verliert um meinetwillen, wird es retten.
Kapitel 9 Vers 25
25. Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt?
Kapitel 9 Vers 26
[1 immer] i.S.v. jeder, der
26. Denn jeder, der sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommt in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.
Kapitel 9 Vers 27
27. Ichsage euch aber wahrhaftig: Es sind einige von denen, die hier stehen, die keinesfalls den Tod schmecken werden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben."
Kapitel 9 Vers 28
28. Es geschah aber etwa acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus mitnahm und auf den Berg stieg, um zu beten.
Kapitel 9 Vers 29
29. Und es geschah, während er betete, wurde das Aussehen seines Gesichtes anders und sein Gewand strahlend weiß.
Kapitel 9 Vers 30
30. Und siehe, zwei Männer besprachen sich mit ihm, die waren Mose und Elia,
Kapitel 9 Vers 31
31. die erschienen in Herrlichkeit und besprachen seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
Kapitel 9 Vers 32
32. Petrus aber und die mit ihm waren, waren vom Schlaf beschwert. Als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm dabei standen.
Kapitel 9 Vers 33
33. Und es geschah, als sie sich von ihm trennten, sagte Petrus zu Jesus: "Meister, es ist gut für uns, hier zu sein" und "wir wollen drei Zelte machen, eins für dich und eins für Mose und eins für Elia!" Dabei wusste er nicht, was er sagte.
Kapitel 9 Vers 34
34. Als er aber diese Worte redete, entstand eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als jene in die Wolke hineinkamen.
Kapitel 9 Vers 35
35. Und eine Stimme geschah aus der Wolke, die sagte: "Dieser ist mein geliebter Sohn; hört auf ihn!"
Kapitel 9 Vers 36
[1 nichts] i.S.v. etwas von dem (doppelte Verneinung)
36. Und als die Stimme geschehen war, wurde Jesus allein vorgefunden. Und sie schwiegen und berichteten in jenen Tagen niemand etwas von dem, was sie gesehen hatten.
Kapitel 9 Vers 37
37. Es begab sich aber am folgenden Tag, als sie den Berg herabgekommen waren, dass ihm eine große Volksmenge entgegenging.
Kapitel 9 Vers 38
38. Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief laut und sagte: "Lehrer, ich bitte dich, blicke auf meinen Sohn hin, weil er mein einziger ist!
Kapitel 9 Vers 39
39. Und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er verkrampft ihn unter Schäumen, und weicht nur mühsam von ihm, wobei er ihn aufreibt.
Kapitel 9 Vers 40
40. Und ich habe deine Jünger gebeten, dass sie ihn austreiben, aber sie konnten es nicht."
Kapitel 9 Vers 41
[1 wann] i.S.v. wie lange
41. Jesus aber antwortete und sagte: "O du ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen? Führe deinen Sohn hierher!"
Kapitel 9 Vers 42
42. Während er aber noch herzu kam, riss ihn der Dämon nieder und verkrampfte ihn. Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und heilte den Jungen und gab ihn seinem Vater zurück.
Kapitel 9 Vers 43
43. Alle aber erstaunten über die Großartigkeit Gottes. Als sich aber alle verwunderten über alle Dinge, die Jesus tat, sagte er zu seinen Jüngern:
Kapitel 9 Vers 44
44. "Legt ihr diese Worte in eure Ohren: Der Sohn des Menschen ist nämlich im Begriff, in die Hände der Menschen übergeben zu werden!"
Kapitel 9 Vers 45
45. Sie aber verstanden das Gesagte nicht, und es war vor ihnen verborgen worden, so dass sie es nicht begriffen; und sie fürchteten sich, ihn wegen dieses Gesagten zu fragen.
Kapitel 9 Vers 46
46. Es kam aber eine Überlegung unter ihnen auf, wer wohl der Größte von ihnen sei.
Kapitel 9 Vers 47
47. Als Jesus aber die Überlegung ihres Herzens erkannte, nahm er ein Kindlein und stellte es neben sich
Kapitel 9 Vers 48
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[1 immer] i.S.v. jeder, der
48. und sagte ihnen: "Jeder, der dieses Kindlein aufnimmt um meines Namens willen, nimmt michauf; und jeder, der mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer der Geringste von euch allen ist, der wird groß sein!"
Kapitel 9 Vers 49
49. Johannes aber antwortete und sagte: "Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen die Dämonen austrieb, und wir wehrten ihm, weil er nicht mit uns nachfolgt."
Kapitel 9 Vers 50
50. Und Jesus sagte zu ihm: "Wehrt ihm nicht! Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns."
Kapitel 9 Vers 51
[1 er festigte] Hebräismus: ausrichten
51. Es geschah aber, als die Tage seiner Aufnahme erfüllt werden sollten, dass auch er sein Gesicht ausrichtete, um nach Jerusalem zu gehen,
Kapitel 9 Vers 52
52. und er sandte Boten vor seinem Gesicht her. Und als sie hingingen, kamen sie hinein in ein Dorf der Samariter um ihm Herberge zu bereiten.
Kapitel 9 Vers 53
53. Und sie nahmen ihn nicht auf, weil sein Gesicht ausgerichtet war, nach Jerusalem zu gehen.
Kapitel 9 Vers 54
54. Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: "Herr, willst du, dass wir sagen, dass Feuer vom Himmel herabfällt und sie verzehrt, wie es auch Elia getan hat?"
Kapitel 9 Vers 55
55. Er aber wandte sich um und rügte sie und sagte: "Wisst ihr nicht, wessen Geistes ihr seid?
Kapitel 9 Vers 56
56. Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um das Leben der Menschen zu verderben, sondern zu retten!" Und sie gingen in ein anderes Dorf.
Kapitel 9 Vers 57
57. Es geschah aber, als sie auf dem Weg gingen, sagte jemand zu ihm: "Ich will dir folgen, wo immer du hingehst, Herr!"
Kapitel 9 Vers 58
58. Und Jesus sagte ihm: "Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Sohn des Menschen aber hat nicht, wo er das Haupt hinlegt."
Kapitel 9 Vers 59
59. Er sagte aber zu einem anderen: "Folge mir!" Der aber sagte: "Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!"
Kapitel 9 Vers 60
60. Jesus aber sagte ihm: "Lass die Toten ihre eigenen Toten begraben; du aber geh weg und verkünde das Königreich Gottes!"
Kapitel 9 Vers 61
61. Es sagte aber auch ein anderer: "Ich will dir folgen, Herr; zuvor aber erlaube mir, mich zu verabschieden von denen in meinem Haus!"
Kapitel 9 Vers 62
[1 nach hinten] i.S.v. zurück
62. Jesus aber sagte zu ihm: "Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und blickt zurück, ist brauchbar für das Königreich Gottes!"
Kapitel 10
Kapitel 10 Vers 1
1. Nach diesen Dingen aber bestimmte der Herr auch siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst dabei war zu gehen.
Kapitel 10 Vers 2
2. Dabei sagte er zu ihnen: "Die Ernte ist zwar groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!
Kapitel 10 Vers 3
3. Geht hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.
Kapitel 10 Vers 4
4. Tragt weder Geldbeutel noch Tasche noch Sandalen und grüßt niemand auf dem Weg.
Kapitel 10 Vers 5
[1 immer] i.S.V. jedes, das
5. In jedes Haus aber, in das ihr hineingeht, sagt zuerst: Friede diesem Haus!
Kapitel 10 Vers 6
6. Und wenn dort wirklich ein Sohn des Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber doch nicht, wird er auf euch zurückkehren.
Kapitel 10 Vers 7
7. In demselben Haus aber bleibt und esst und trinkt die Speisen von ihnen; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Wechselt nicht von Haus zu Haus.
Kapitel 10 Vers 8
[1 immer] i.S.v. jede, die
8. Und in jede Stadt, in die ihr hineinkommt und sie euch aufnehmen, esst die Speisen, die euch vorgesetzt werden
Kapitel 10 Vers 9
[1 dieser] i.S.v. darin
9. und heilt die Kranken darin und sagt ihnen: Das Königreich Gottes ist nahe zu euch gekommen!
Kapitel 10 Vers 10
[1 immer] i.S.v. jede, die
10. In jede Stadt aber, in die ihr hineinkommt und sie euch nicht aufnehmen, sagt, nachdem ihr in ihre Straßen hinausgegangen seid:
Kapitel 10 Vers 11
11. Sogar den Staub, der aus eurer Stadt an uns gehaftet ist, streifen wir ab gegen euch; doch dies wisst, dass das Königreich Gottes nahe zu euch gekommen ist!
Kapitel 10 Vers 12
12. Ich sage euch, dass es den Sodomern an jenem Tag erträglicher sein wird als jener Stadt.
Kapitel 10 Vers 13
13. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn inTyrus und Sidon die Machttaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan.
Kapitel 10 Vers 14
14. Doch es wird Tyrus und Sidon in dem Gericht erträglicher sein als euch.
Kapitel 10 Vers 15
15. Und du, Kapernaum, die du bis zumHimmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Hades hinabgestoßen werden!
Kapitel 10 Vers 16
16. Wer euch hört, hört mich, und wer euch abweist, weist mich ab; wer aber mich abweist, weist den ab, der mich gesandt hat."
Kapitel 10 Vers 17
17. Die siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sagten: "Herr, sogar die Dämonen ordnen sich uns unter in deinem Namen!"
Kapitel 10 Vers 18
18. Er sagte ihnen aber: "Ich schaute den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
Kapitel 10 Vers 19
19. Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, um auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes; und nichts wird euch jemals schaden.
Kapitel 10 Vers 20
20. Doch nicht darüber freut euch, dass die Geister sich euch unterordnen; freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln geschrieben worden sind."
Kapitel 10 Vers 21
21. In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sagte: "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so geschah Wohlgefallen vor dir."
Kapitel 10 Vers 22
[1 immer] i.S.v. jeder, dem
22. Und zu den Jüngern gewandt sagte er: "Alle Dinge sind mir von meinem Vater übergeben worden; und keiner weiß, wer der Sohn ist, außer der Vater; und wer der Vater ist, außer der Sohn und jeder, dem der Sohn es offenbaren will."
Kapitel 10 Vers 23
23. Und zu den Jüngern abseits gewandt sagte er: "Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht!
Kapitel 10 Vers 24
24. Denn ich sage euch, dass viele Propheten und Könige zu sehen wünschten, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört."
Kapitel 10 Vers 25
25. Und siehe, ein gewisser Gesetzesgelehrter stand auf, versuchte ihn und sagte: "Lehrer, was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben?"
Kapitel 10 Vers 26
26. Er aber sagte zu ihm: "Was ist im Gesetz geschrieben? Wie liest du?"
Kapitel 10 Vers 27
[1 Denkens] s. 5.Mo 6,5
[2 dich selbst] s. 3.Mo 19,18
27. Er aber antwortete und sagte: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Stärke und aus deinem ganzen Denken« und »deinen Nächsten wie dich selbst!«
Kapitel 10 Vers 28
28. Er aber sagte ihm: "Du hast richtig geantwortet; tue dies, und du wirst leben!"
Kapitel 10 Vers 29
29. Er aber, weil er sich selbst rechtfertigen wollte, sagte zu Jesus: "Und wer ist mein Nächster?"
Kapitel 10 Vers 30
30. Jesus aber nahm die Frage auf und sagte: "Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und fügten ihm Schläge zu und gingen weg und verließen ihn halbtot, wie er war.
Kapitel 10 Vers 31
31. Zufällig aber ging ein gewisser Priester auf jenem Weg hinab; und als er ihn sah, ging er auf der Seite gegenüber vorbei.
Kapitel 10 Vers 32
32. Ebenso aber auch ein Levit, der an den Ort gelangt war, als er kam und ihn sah, ging er auf der Seite gegenüber vorbei.
Kapitel 10 Vers 33
33. Ein gewisser Samariter aber, der auf dem Weg war, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt
Kapitel 10 Vers 34
34. und kam hinzu, verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf. Als er ihn aber auf sein eigenes Reittier hatte aufsitzen lassen, führte er ihn in eine Herberge und trug Fürsorge für ihn.
Kapitel 10 Vers 35
35. Und an dem folgenden Tag, als er wegging, holte er zwei Denare hervor und gab sie dem Wirt und sagte ihm: Trage Fürsorge für ihn! Und was immer du dazu aufwendest, werde ich dir bei meiner Rückkehr erstatten.
Kapitel 10 Vers 36
36. Wer von diesen dreien, scheint dir, ist als Nächster geworden für den, der unter die Räuber gefallen ist?"
Kapitel 10 Vers 37
37. Er aber sagte: "Der, der das Erbarmen an ihm getan hat!" Jesus sagte ihm also: "Geh hin und tue du ebenso!"
Kapitel 10 Vers 38
38. Es geschah aber, während sie weitergingen, kam er auch in ein gewisses Dorf; eine gewisse Frau aber, mit Namen Martha nahm ihn in ihr Haus auf.
Kapitel 10 Vers 39
39. Und bei dieser war eine Schwester, genannt Maria, die auch, nachdem sie sich zu den Füßen Jesu gesetzt hatte, auf seine Worte hörte.
Kapitel 10 Vers 40
40. Martha aber war mit vielem Dienen beschäftigt. Als sie aber herzu getreten war, sagte sie: "Herr, kümmerst es dich nicht, dass meine Schwester mich allein ließ, um dienen? Sage ihr also, dass sie mir hilft!"
Kapitel 10 Vers 41
41. Jesus aber antwortete und sagte ihr: "Martha, Martha, du sorgst und beunruhigst dich um viele Dinge;
Kapitel 10 Vers 42
42. eines aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil ausgewählt, das nicht von ihr weggenommen werden wird!"
Kapitel 11
Kapitel 11 Vers 1
1. Und esgeschah, als er an einem gewissen Ort war, um zu beten, als er aufhörte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: "Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!"
Kapitel 11 Vers 2
2. Er aber sagte ihnen: "Wenn ihr betet, sagt: Unser Vater, der du in den Himmeln bist, geheiligt werde dein Name! Dein Königreich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde.
Kapitel 11 Vers 3
3. Gib uns täglich unser nötiges Brot!
Kapitel 11 Vers 4
4. Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldet! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen!"
Kapitel 11 Vers 5
5. Und er sagte zu ihnen: "Wer von euch hätte einen Freund und er ginge mitternachts zu ihm und sagte ihm: Freund, leihe mir drei Brote,
Kapitel 11 Vers 6
6. weil ein Freund von der Reise zu mir angekommen ist, und ich nicht habe, was ich ihm vorsetzen kann!
Kapitel 11 Vers 7
7. Und jener würde von innen antworten und sagen: Bereite mir nicht Mühe! Die Tür ist schon geschlossen und meine Kindlein sind mit mir in dem Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben!
Kapitel 11 Vers 8
8. Ich sage euch: Auch wenn er nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, wird er sich doch wegen seiner Unverschämtheit erheben und ihm geben, so viel er benötigt.
Kapitel 11 Vers 9
9. Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!
Kapitel 11 Vers 10
10. Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet werden.
Kapitel 11 Vers 11
11. Welchen Vater aber von euch, wird der Sohn um Brot bittet, wird ihm etwa einen Stein geben? Oder auch um Fisch, wird er ihm etwa eine Schlange anstatt eines Fisches geben?
Kapitel 11 Vers 12
12. Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm etwa einen Skorpion geben?
Kapitel 11 Vers 13
13. Wenn ihr also, die ihr böse seid, wisst, euren Kindern gute Gaben zu geben, wie viel mehr wird der Vater, der aus dem Himmel ist, Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!
Kapitel 11 Vers 14
14. Und er war dabei, einen Dämon auszutreiben, und er war stumm. Es geschah aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, sprach der Stumme. Und die Volksmengen staunten.
Kapitel 11 Vers 15
15. Einige aber von ihnen sagten: "Durch Beelzebul, einem Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus!"
Kapitel 11 Vers 16
16. Andere aber versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel.
Kapitel 11 Vers 17
17. Er aber, da er um ihre Gedanken wusste, sagte ihnen: "Jedes Königreich, das in sich selbst zwiespältig ist, wird verwüstet, und Haus mit Haus entzweit, fällt.
Kapitel 11 Vers 18
18. Wenn aber auch der Satan mit sich selbst zwiespältig ist, wie wird sein Reich bestehen? Weil Ihr sagt, ich treibe die Dämonen durch Beelzebul aus.
Kapitel 11 Vers 19
19. Wenn aber ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
Kapitel 11 Vers 20
20. Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, ist also das Königreich Gottes zu euch gekommen!
Kapitel 11 Vers 21
21. Wenn der Starke, der vollständig bewaffnet ist, seinen Hof bewacht, sind seine Besitztümer in Frieden.
Kapitel 11 Vers 22
22. Sobald aber der Stärkere als er herbeikommt und ihn besiegt, nimmt er seine Vollrüstung, auf die er sich verlassen hatte, weg undverteilt seine Beutestücke.
Kapitel 11 Vers 23
23. Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut!
Kapitel 11 Vers 24
24. Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausfährt, durchzieht er wasserlose Orte und sucht Ruhe. Und wenn er sie nicht findet, sagt er: Ich werde zurückkehren in mein Haus, woher ich ausgefahren bin.
Kapitel 11 Vers 25
25. Und wenn er kommt, findet er es gefegt und geschmückt.
Kapitel 11 Vers 26
26. Dann geht er und nimmt sieben andere Geister mit, böser als er selbst, und sie kommen und wohnen dort, und die letztenDinge jenes Menschen werden schlimmer als die ersten."
Kapitel 11 Vers 27
27. Es geschah aber, während er diese Worte sagte, erhob eine gewisse Frau aus der Volksmenge die Stimme und sagte ihm: "Glückselig der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast!
Kapitel 11 Vers 28
28. Er aber sagte: Glückselige vielmehr noch die, die Gottes Wort hören und es bewahren!
Kapitel 11 Vers 29
29. Als aber die Volksmengen sich dazu drängten, fing er an zu sagen: "Diese Generation ist böse! Ein Zeichen fordert sie; und kein Zeichen wird ihr gegeben werden außer das Zeichen Jonas, des Propheten.
Kapitel 11 Vers 30
30. Denn so wie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen dieser Generation sein.
Kapitel 11 Vers 31
[1 sie wird erweckt werden] i.S.v. als Zeugin auftreten
31. Eine Königin vom Süden wird im Gericht auftreten gegen die Männer dieser Generation und wird sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, mehr als Salomo ist hier!
Kapitel 11 Vers 32
[1 sie werden aufstehen] i.S.v. als Zeugen auftreten
32. Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen diese Generation und werden sie verurteilen; denn sie taten Buße auf die Verkündigung von Jona hin; und siehe, mehr als Jona ist hier!
Kapitel 11 Vers 33
33. Keiner aber, der eine Leuchte angezündet hat, stellt sie ins Verborgene, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die, die hereinkommen, den Lichtschein sehen.
Kapitel 11 Vers 34
34. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Solange also dein Auge einfältig ist, ist auch dein ganzer Leib licht; sobald es aber böse ist, ist auch dein Leib finster.
Kapitel 11 Vers 35
35. Habe also acht, dass das Licht, das in dir ist, nicht Finsternis ist!
Kapitel 11 Vers 36
36. Wenn also dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil hat, wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte dich mit dem Strahl beleuchtet.
Kapitel 11 Vers 37
37. Während er aber sprach, bat ihn ein gewisser Pharisäer, bei ihm ein Mahl einzunehmen. Als er aber hineingegangen war legte es sich zu Tisch.
Kapitel 11 Vers 38
38. Der Pharisäer aber staunte, als er sah, dass er sich vor der Mahlzeit nicht zuerst gewaschen hatte.
Kapitel 11 Vers 39
39. Der Herr aber sagte zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voll von Raub und Bosheit.
Kapitel 11 Vers 40
40. Unvernünftige! Hat nicht der, der das Äußere gemacht hat, auch das Innere gemacht?
Kapitel 11 Vers 41
41. Gebt jedoch von dem, was innen ist, als Almosen, und siehe, alle Dinge sind euch rein!
Kapitel 11 Vers 42
42. Jedoch wehe euch Pharisäern, weil ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes übergeht! Diese müsste man tun und jene nicht lassen.
Kapitel 11 Vers 43
43. Wehe euch Pharisäern, weil ihr den Ehrensitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Marktplätzen liebt!
Kapitel 11 Vers 44
ἄδηλα,
82
A-NPN
unkenntlich gemachte
44. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr wie die unkenntlich gemachten Grüfte seid, und die Menschen, die darüber umhergehen, wissen es nicht!
Kapitel 11 Vers 45
45. Ein gewisser der Gesetzeslehrer aber antwortete und sagt ihm: Lehrer, mit diesen Worten, die du sagst, schmähst du auch uns!
Kapitel 11 Vers 46
46. Er aber sagte: Auch euch Gesetzeslehrern, wehe! Weil ihr die Menschen mit schwer zu tragende Lasten beladet und ihr selbst die Lasten mit nicht einem eurer Finger anrührt.
Kapitel 11 Vers 47
47. Wehe euch, weil ihr die Grabmäler der Propheten baut! Eure Väter aber haben sie getötet.
Kapitel 11 Vers 48
48. Also bezeugt und stimmt ihr den Werken eurer Väter zu; weil sie sie zwar getötet haben, ihr aber baut ihre Grabmäler.
Kapitel 11 Vers 49
49. Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und verfolgen,
Kapitel 11 Vers 50
50. damit das Blut aller Propheten, das von Grundlegung der Welt an vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert wird,
Kapitel 11 Vers 51
[1 Abels] s. 1.Mo 4,8
[2 getötet wordenen] 2.Chr 24,20-22
51. vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel getötet wurde. Ja, ich sage euch, es wird von dieser Generation gefordert werden!
Kapitel 11 Vers 52
[1 Erkenntnis] s. Hos 4,6
52. Wehe euch Gesetzeslehrern, weil ihr den Schlüssel zur Erkenntnis des Heils weggenommen habt! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr gehindert!
Kapitel 11 Vers 53
53. Als er aber diese Worte zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an, ihn hart zu bedrängen und ihn über viele Dinge auszufragen,
Kapitel 11 Vers 54
54. und sie lauerten ihm auf und suchten, ihn mit etwas aus seinem Mund zu fangen, damit sie ihn verklagen könnten.
Kapitel 12
Kapitel 12 Vers 1
1. Als sich inzwischen die Volksmenge zu Zehntausenden versammelt hatte, so dass sie einander traten, fing er an, zuerst zu seinen Jüngern zu sagen: "Hütet euch selbst vor dem Sauerteig der Pharisäer, der Heuchelei ist!
Kapitel 12 Vers 2
2. Nichts ist aber verdeckt, was nicht aufgedeckt werden wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt werden wird.
Kapitel 12 Vers 3
3. Deswegen werden alle Worte, die ihr indem Dunkeln gesagt habt, im Licht gehört werden, und was ihr in den Kammern ins Ohr geredet habt, wird auf den Dächern verkündet werden.
Kapitel 12 Vers 4
[1 diesen] i.S.v. danach
4. Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nicht die Vollmacht haben, darüber hinaus etwas zu tun.
Kapitel 12 Vers 5
5. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nachdem er getötet hat, Vollmacht hat, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, diesen fürchtet!
Kapitel 12 Vers 6
6. Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Assarion verkauft? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen worden.
Kapitel 12 Vers 7
7. Jedoch auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt worden. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
Kapitel 12 Vers 8
8. Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen;
Kapitel 12 Vers 9
9. wer mich aber vor den Menschen geleugnet hat, wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Kapitel 12 Vers 10
10. Und jedem, der ein Wort gegen den Sohn des Menschen sagen wird, wird vergeben werden; dem aber, der gegen den Heiligen Geist gelästert hat, wird nicht vergeben werden.
Kapitel 12 Vers 11
11. Wenn sie euch aber vor die Synagogen und die Obersten und die Autoritäten bringen, sorgt euch nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt,
Kapitel 12 Vers 12
12. denn der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was zu sagen nötig ist."
Kapitel 12 Vers 13
13. Ein gewisser aus der Volksmenge aber sagte ihm: "Lehrer, sage meinem Bruder, das Erbe mit mir zu teilen!"
Kapitel 12 Vers 14
14. Er aber sagte ihm: "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Verteiler über euch eingesetzt?"
Kapitel 12 Vers 15
15. Er sagte aber zu ihnen: "Seht zu und hütet euch vor der Habgier! Weil jemandes Leben nicht aus dem Überfluss ist, aus seinen Gütern."
Kapitel 12 Vers 16
16. Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen undsagte: "Das Land eines gewissen reichen Menschen trug gut.
Kapitel 12 Vers 17
17. Und er überlegte bei sich selbst und sagte: Was soll ich tun, weil ich nicht habe, wo ich meine Früchte sammeln werde?
Kapitel 12 Vers 18
18. Und er sagte: Das will ich tun, ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen und will dort alle meine Erträge und meine Güter sammeln
Kapitel 12 Vers 19
19. und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter für viele Jahre; ruhe aus, iss, trink und freue dich!
Kapitel 12 Vers 20
20. Gott aber sagte ihm: Du Tor! Diese Nacht fordert man deine Seele von dir zurück; wem wird aber sein, was du bereitet hast?
Kapitel 12 Vers 21
21. So ist, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott!"
Kapitel 12 Vers 22
22. Er sagte aber zu seinen Jüngern: "Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um den Leib, womit ihr euch bekleiden sollt.
Kapitel 12 Vers 23
23. Das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung.
Kapitel 12 Vers 24
[1 sie sind] i.S.v. sie besitzen, haben
24. Betrachtet die Raben, dass sie nicht säen noch ernten, die keine Vorratskammer noch Scheunen haben, und Gott nährt sie doch. Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!
Kapitel 12 Vers 25
25. Wer von euch kann aber, wenn er sich sorgt, an seine Lebenslänge eine Elle hinzufügen?
Kapitel 12 Vers 26
26. Wenn ihr also auch das Geringste nicht könnt, was sorgt ihr euch um die übrigen Dinge?
Kapitel 12 Vers 27
27.Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht auch spinnen sie nicht; ich sage euch: Auch Salomo in all seiner Herrlichkeit war nicht gekleidet wie eine von diesen!
Kapitel 12 Vers 28
28. Wenn aber Gott das Gras auf dem Feld, das heute da ist und morgen in einen Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, Kleingläubige!
Kapitel 12 Vers 29
[1 sucht] i.S.v. danach trachten
29. Auch ihr trachtet nicht danach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt; und beunruhigt euch nicht!
Kapitel 12 Vers 30
30. Denn alle diese Dinge erstreben die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, dass ihr diese benötigt.
Kapitel 12 Vers 31
[1 sucht] i.S.v. danach trachten
31. Trachtet jedoch nach dem Königreich Gottes, und alle diese Dinge werden euch hinzugefügt werden!
Kapitel 12 Vers 32
32. Fürchte dich nicht, du kleine Herde; weil es eurem Vater wohl gefallen hat, euch das Reich zu geben.
Kapitel 12 Vers 33
33. Verkauft eure Güter und gebt Almosen! Macht euch selbst Geldbeutel, die nicht veralten, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo sich ein Dieb nicht naht noch eine Motte zerstört.
Kapitel 12 Vers 34
34. Denn wo euer Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein.
Kapitel 12 Vers 35
35. Eure Hüften sollen umgürtet sein und eure Lampen brennend;
Kapitel 12 Vers 36
[1 wann] i.S.v. so lange, bis
36. und ihr seid Menschen gleich, die ihren eigenen Herrn erwarten, bis er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich öffnen.
Kapitel 12 Vers 37
37. Glückselige sind jene Knechte, die der Herr, wenn er gekommen ist, als Wachende finden wird! Wahrlich, ich sage euch, dass er sich umgürten und sie lagern lassen wird und, wenn er hinzugekommen ist, ihnen dienen wird.
Kapitel 12 Vers 38
38. Und falls er in der zweiten Nachtwache oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, Glückselige sind jene Knechte!
Kapitel 12 Vers 39
39. Dies aber erkennt, dass, wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen werde.
Kapitel 12 Vers 40
40. Auch ihr seid also bereit! Weil der Sohn des Menschen in der Stunde kommt, die ihr nicht meint."
Kapitel 12 Vers 41
41. Petrus aber sagte ihm: "Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen?"
Kapitel 12 Vers 42
42. Der Herr aber sagte: "Wer ist wohl der treue und kluge Verwalter, den der Herr über seine Dienerschaft einsetzen wird, um ihnen zur rechten Zeit die Essensration zu geben?
Kapitel 12 Vers 43
43. Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, so tun finden wird!
Kapitel 12 Vers 44
44. Wahrlich, ich sage euch, dass er ihn über alle seine Güter einsetzen wird.
Kapitel 12 Vers 45
45. Falls aber jener Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr lässt sich Zeit zu kommen, und fängt an, die Knechte und die Mägde zu schlagen, zu essen und auch zu trinken und sich zu berauschen,
Kapitel 12 Vers 46
46. wird der Herr jenes Knechtes kommen, an einem Tag, an dem er nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn zweiteilen und sein Teil mit den Ungläubigen festsetzen.
Kapitel 12 Vers 47
47. Jener Knecht aber, der den Willen seines Herrn gekannt hat und nicht bereit war und nicht nach seinem Willen getan hat, wird viele Schläge erhalten;
Kapitel 12 Vers 48
48. wer den Willen aber nicht gekannt hat, aber getan hat, was der Schläge wert ist, wird wenige Schläge erhalten. Jedem aber, dem viel gegeben wurde, von dem wird viel erwartet werden; und dem man viel anvertraut hat, von dem wird man umso mehr fordern.
Kapitel 12 Vers 49
49. Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu legen, und was wünschte ich, als dass es schon entzündet wäre!
Kapitel 12 Vers 50
βαπτισθῆναι,
907
V-APN
getauft zu werden
50. Ich habe aber eine Taufe, um getauft zu werden und wie werde ich drängt, bis sie vollendet ist!
Kapitel 12 Vers 51
51. Meint ihr, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung!
Kapitel 12 Vers 52
52. Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei.
Kapitel 12 Vers 53
53. Entzweit werden sein: Vater gegen Sohn und Sohn gegen Vater, Mutter gegen Tochter und Tochter gegen Mutter, Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter."
Kapitel 12 Vers 54
54. Er sagte aber auch zu den Volksmengen: "Wenn ihr die Wolke im Westen aufsteigen seht, sagt ihr sogleich: Ein Regenschauer kommt, und es geschieht so.
Kapitel 12 Vers 55
55. Und wenn der Südwind weht, sagt ihr, dass Hitze sein wird, und es geschieht so.
Kapitel 12 Vers 56
56. Heuchler, das Aussehen des Himmels und der Erde wisst ihr zubeurteilen; diese Zeit aber, wie beurteilt ihr sie nicht?
Kapitel 12 Vers 57
57. Warum aber urteilt ihr nicht von euch selbst aus, was recht ist?
Kapitel 12 Vers 58
58. Denn während du mit deinem Gegner zu einem Obersten hingehst, gib dir auf dem Weg Mühe, von ihm loszukommen, damit er dich nicht vor den Richter schleppt und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis wirft.
Kapitel 12 Vers 59
59. Ich sage dir: Du wirst von dort keinesfalls herauskommen, bis dass du den letzten Lepton erstattet hast!"
Kapitel 13
Kapitel 13 Vers 1
1. Zur selben Zeit aber waren einige anwesend, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern gemischt hatte.
Kapitel 13 Vers 2
2. Und Jesus antwortete und sagte ihnen: "Meint ihr, dass diese Galiläer Sündige waren, mehr als alle anderen Galiläer, weil sie solche Dinge erlitten haben?
Kapitel 13 Vers 3
3. Nein, sage ich euch;jedoch,wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen!
Kapitel 13 Vers 4
4. Oder jene achtzehn, auf die der Turm an dem Teich Siloam fiel und sie tötete, meint ihr, dass diese Schuldige waren, mehr als alle anderen Menschen, die in Jerusalem wohnen?
Kapitel 13 Vers 5
5. Nein, sage ich euch;jedoch,wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen!"
Kapitel 13 Vers 6
6. Er sagte aber dieses Gleichnis: "Jemand hatte einen Feigenbaum, der in seinemWeinberg gepflanzt war; und er kam und suchte Frucht an ihm und fand sie nicht.
Kapitel 13 Vers 7
7. Er sagte aber zu dem Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde sie nicht. Haue ihn ab! Wozu saugt er noch den Boden aus?
Kapitel 13 Vers 8
8. Er aber antwortete und sagt ihm: Herr, lass ihn noch dieses Jahr, solange bis ich um ihn gegraben und Mist gelegt habe,
Kapitel 13 Vers 9
[1 doch nicht] i.S.v. andernfalls
9. ob er etwa noch Frucht bringt? Andernfalls kannst du ihn künftig abhauen!"
Kapitel 13 Vers 10
10. Er lehrte aber in einer der Synagogen an einem der Sabbate.
Kapitel 13 Vers 11
11. Und siehe, eine Frau war da, die achtzehn Jahre einen Geist der Schwachheit hatte, und sie war gekrümmt und konnte sich nicht gänzlich aufrichten.
Kapitel 13 Vers 12
12. Als aber Jesus sie sah, rief er sie herbei und sagte ihr: "Frau, du bist befreit von deiner Schwachheit!"
Kapitel 13 Vers 13
13. Und er legte ihr die Hände auf und sogleich wurde sie aufgerichtet und verherrlichte Gott.
Kapitel 13 Vers 14
ἀρχισυνάγωγος,
752
N-NSM
Synagogenvorsteher
14. Der Synagogenvorsteher aber war unwillig, dass Jesus an dem Sabbat heilte, antwortete und sagte der Volksmenge: "Sechs Tage sind es, an denen man arbeiten soll; an diesen also kommt und lasst euch heilen, und nicht an dem Tag des Sabbats!"
Kapitel 13 Vers 15
15. Der Herr antwortete ihm also und sagte: "Heuchler! Löst nicht jeder von euch an dem Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn weg und tränkt ihn?
Kapitel 13 Vers 16
16. Diese aber, die eine Tochter Abrahams ist, die der Satan, siehe, achtzehn Jahre gebunden hatte, sollte sie nicht von dieser Fessel gelöst werden an dem Tag des Sabbats?"
Kapitel 13 Vers 17
17. Und als er diese Worte sagt, wurden alle seine Widersacher beschämt; und die ganze Menschenmenge freute sich über alle die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.
Kapitel 13 Vers 18
18. Er sagte aber: "Wem ist das Königreich Gottes gleich, und mit wem soll ich es vergleichen?
Kapitel 13 Vers 19
19. Es ist gleich einem Samenkorn von Senf, das ein Mensch nahm und in seinen Garten warf. Und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen."
Kapitel 13 Vers 20
20. Weiter sagte er: "Mit wem soll ich das Königreich Gottes vergleichen?
Kapitel 13 Vers 21
21. Es ist gleich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert wurde."
Kapitel 13 Vers 22
22. Und er durchzog nacheinander Städte und Dörfer und lehrte und machte sich auf die Reise nach Jerusalem.
Kapitel 13 Vers 23
23. Jemand aber sagte ihm:"Herr, ob es wenige sind, die gerettet werden?" Er aber sagte zu ihnen:
Kapitel 13 Vers 24
24. "Kämpft dafür, durch das enge Tor hineinzugehen! Weil viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und werden es nicht können.
Kapitel 13 Vers 25
25. Dann, wenn der Hausherr aufsteht und die Tür verschließt und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: Herr, Herr, öffne uns, wird er antworten und euch sagen: Ich kenne euch nicht, woher seid ihr!
Kapitel 13 Vers 26
26. Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und in unseren Straßen hast du gelehrt!
Kapitel 13 Vers 27
27. Und er wird erwidern: Ich sage euch: Ich kenne euch nicht, woher seid ihr; entfernt euch von mir, alle ihr Täter der Ungerechtigkeit!
Kapitel 13 Vers 28
28. Dort wird das Heulen und das Knirschen der Zähne sein, wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes sehen werdet, euch aber draußen hinausgeworfen!
Kapitel 13 Vers 29
[1 sie werden sich legen] erg. zu Tisch
29. Und sie werden kommen von Osten und Westen und Norden und Süden, und sich zu Tisch legen im Königreich Gottes.
Kapitel 13 Vers 30
30. Und siehe, Letzte sind, die Erste sein werden; und Erste sind, die Letzte sein werden."
Kapitel 13 Vers 31
31. An dem selben Tag kamen einige Pharisäer hinzu und sagten ihm: "Geh hinaus und geh weg von hier; weil Herodes dich töten will!"
Kapitel 13 Vers 32
32. Und er sagte ihnen: "Geht hin und sagt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Dämonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tag werde ich vollendet.
Kapitel 13 Vers 33
33. Doch muss ich heute und morgen und an dem kommenden Tag weggehen; weil es nicht möglich ist, dass ein Prophet außerhalb von Jerusalems umkommt.
Kapitel 13 Vers 34
34. Jerusalem, Jerusalem, die die Propheten tötet und die zu ihr Gesandten steinigt; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, so wie eine Henne ihre eigene Brut unter die Flügel, und ihr habt nicht gewollt!
Kapitel 13 Vers 35
[1 Herrn] s. Ps 118,26
35. Siehe, euer Haus wird euch verödet gelassen! Ich sage euch aber, dass ihr mich keinesfalls sehen werdet, bis es kommen wird, dass ihr sagen werdet: »Gepriesen sei der, der kommt im Namen des Herrn!«"
Kapitel 14
Kapitel 14 Vers 1
1. Und es geschah, als er an einem Sabbat in das Haus eines gewissen Obersten der Pharisäer ging, um Brot zu essen, waren sie da und beobachteten ihn.
Kapitel 14 Vers 2
2. Und siehe, ein gewisser Mensch, ein Wassersüchtiger, war vor ihm.
Kapitel 14 Vers 3
3. Und Jesus antwortete und sagte zu den Gesetzesgelehrten und Pharisäern, indem er fragte: "Ob es erlaubt ist, an dem Sabbat zu heilen?"
Kapitel 14 Vers 4
4. Sie aber schwiegen. Und er fasste ihn an, heilte ihn und entließ ihn.
Kapitel 14 Vers 5
5. Und er antwortete und sagte zu ihnen: "Wer von euch, dessen Sohn oder Ochse in einen Brunnen fallen wird, wird ihn nicht sogleich herausziehen auch am Tag des Sabbats?"
Kapitel 14 Vers 6
ἀνταποκριθῆναι
470
V-AON
dagegen antworten
6. Und sie konnten ihm auf diese Worte nicht dagegen antworten.
Kapitel 14 Vers 7
7. Er sagte aber zu den Geladenen ein Gleichnis, als er darauf achtete, wie sie sich die Ehrenplätze auswählten, und sagte zu ihnen:
Kapitel 14 Vers 8
[1 du hättest dich gelegt] erg. zu Tisch
8. "Wenn du von jemand zu einer Hochzeit eingeladen wirst, lege dich nicht an den Ehrenplatz zu Tisch, damit nicht etwa ein Geehrterer als du als Geladener von ihm da ist,
Kapitel 14 Vers 9
9. und der kommt, der dich und ihn geladen hat, und sagen wird: Du, gib diesem den Platz, und du dann anfängst, mit Schande den letzten Platz einzunehmen.
Kapitel 14 Vers 10
[1 mit liegenden] erg. zu Tisch
10.Sondern,wenn du eingeladen wirst, geh hin und lass dich auf den letzten Platz nieder, damit, wenn der kommt, der dich geladen hat, zu dir sagt: Freund, rücke höher auf! Dann wird dir Ehre sein vor denen, die mit dir zu Tisch liegen.
Kapitel 14 Vers 11
11. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden."
Kapitel 14 Vers 12
12. Er sagte aber auch dem, der ihn geladen hatte: "Wenn du ein Essen oder Festmahl machst, rufe nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn, damit nicht etwa auch sie dich wieder einladen und es dir zur Vergeltung wird;
Kapitel 14 Vers 13
13. sondern,wenn duein Gastmahlmachst, rufe Arme, Krüppel, Lahme,Blinde,
Kapitel 14 Vers 14
— ἀνταποδοθήσεται
467
V-FPI-3S
er wird vergolten werden
14. und glückselig wirst du sein; weil sie nicht haben, um dir zu vergelten, denn es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten."
Kapitel 14 Vers 15
[1 mit liegenden] erg. zu Tisch
15. Ein gewisser aber, der mit zu Tisch lag, hörte diese Worte und sagte ihm: "Glückselig ist, wer eine Mahlzeit essen wird im Königreich Gottes!"
Kapitel 14 Vers 16
16. Er aber sagte zu ihm: "Ein gewisser Mensch machte ein großes Festmahl und lud viele ein.
Kapitel 14 Vers 17
17. Und er sandte seinen Knecht zu der Stunde des Mahles, um den Geladenen zu sagen: Kommt, weil alle Dinge schon bereit sind!
Kapitel 14 Vers 18
παραιτεῖσθαι
3868
V-PNN
sich zu entschuldigen
[1 erste] i.S.v. der Reihe nach
[1 entschuldigt] i.S.v. entschuldige mich
18. Und sie fingen alle, der Reihe nach an, sich zu entschuldigen. Der erste sagte ihm: Ich habe ein Feld gekauft und habe Bedarf, hinauszugehen und es zu sehen; ich bitte dich, entschuldige mich!
Kapitel 14 Vers 19
[1 entschuldigt] i.S.v. entschuldige mich
19. Und ein anderer sagte: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu prüfen; ich bitte dich, entschuldige mich!
Kapitel 14 Vers 20
20. Und ein anderer sagte: Ich habe eine Frau geheiratet, und kann darum nicht kommen!
Kapitel 14 Vers 21
21. Und jener Knecht kam herbei und berichtete seinem Herrndiese Worte. Dann sagte der Hausherr, zornig geworden, seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen hier herein!
Kapitel 14 Vers 22
22. Und der Knecht sagte: Herr, es ist geschehen, wie du geboten hast; und es ist noch Platz!
Kapitel 14 Vers 23
23. Und der Herr sagte zu dem Knecht: Geh hinaus an die Wege und Zäune und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde!
Kapitel 14 Vers 24
24. Denn ich sage euch, dass keiner jener Männer, der Geladenen, mein Festmahl schmecken wird!"
Kapitel 14 Vers 25
25. Viele Volksmengen aber gingen mit ihm; und er wandte sich um und sagte zu ihnen:
Kapitel 14 Vers 26
26. "Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch selbst sein Leben, kann er nicht mein Jünger sein.
Kapitel 14 Vers 27
27. Und jeder, der nicht sein Kreuz trägt und hinter mir her kommt, kann nicht mein Jünger sein.
Kapitel 14 Vers 28
28. Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel zur Ausführung hat,
Kapitel 14 Vers 29
29. damit nicht etwa, wenn er eine Grundlage gelegt hat und nicht vollenden kann, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu verspotten
Kapitel 14 Vers 30
30. undsagen,dass dieser Mensch anfing zu bauen und nicht vollenden konnte!
Kapitel 14 Vers 31
31. Oder welcher König, der hin geht, um mit einem anderen König zum Krieg zusammenzutreffen, setzt sich nicht zuerst hin und überlegt, ob er mächtig ist, mit zehntausend Kriegern dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn kommt?
Kapitel 14 Vers 32
32. Wenn aber doch nicht, sendet er, wenn er noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Bedingungen zu Frieden.
Kapitel 14 Vers 33
33. So kann also jeder von euch, der sich nicht trennt von allen seinen Besitztümern, nicht mein Jünger sein.
Kapitel 14 Vers 34
34. Das Salz ist gut; wenn aber das Salz fade wird, womit wird es gewürzt werden?
Kapitel 14 Vers 35
35. Es ist weder für Erde noch für Mist geeignet; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, höre!"
Kapitel 15
Kapitel 15 Vers 1
1. Die Zöllner und die Sünder aber alle waren dabei sich zu nahen, um ihn zu hören.
Kapitel 15 Vers 2
2. Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten laut und sagten: "Dieser nimmt Sünder zu sich auf und isst mit ihnen!"
Kapitel 15 Vers 3
3. Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sagte:
Kapitel 15 Vers 4
4. "Welcher Mensch von euch, der hundert Schafe hat und eines von ihnen verloren hat, lässt nicht dieneunundneunzig in der Wüste zurück und geht dem Verlorenen nach, bis er es findet?
Kapitel 15 Vers 5
5. Und wenn er es gefunden hat, legt er es auf seine Schultern und freut sich;
Kapitel 15 Vers 6
6. und wenn er in das Haus gekommen ist, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und sagt ihnen: Freut euch mit mir, weil ich mein Schaf, das Verlorene, gefunden habe!
Kapitel 15 Vers 7
7. Ich sage euch, dass ebenso Freude im Himmel sein wird über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die Buße nicht nötig haben!
Kapitel 15 Vers 8
8. Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie sie findet?
Kapitel 15 Vers 9
9. Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und die Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; weil ich die Drachme, die ich verloren hatte, gefunden habe!
Kapitel 15 Vers 10
10. Ebenso, sage ich euch, entsteht Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut."
Kapitel 15 Vers 11
11. Er sagte aber: "Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne.
Kapitel 15 Vers 12
12. Und der jüngere von ihnen sagte dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen den Lebensunterhalt.
Kapitel 15 Vers 13
13. Und nach nicht vielen Tagen sammelte der jüngere Sohn alle Dinge und reiste weg in ein fernes Gebiet, und verschwendete dort sein Vermögen, indem er zügellos lebte.
Kapitel 15 Vers 14
14. Als er aber alles aufgewendet hatte, entstand eine große Hungersnot in jenem Gebiet, und er selbst fing an, Mangel zu leiden.
Kapitel 15 Vers 15
15. Und er ging hin und schloss sich einem der Bürger jenes Gebietes an; und er schickte ihn auf seine Felder, Schweine zu hüten.
Kapitel 15 Vers 16
16. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm.
Kapitel 15 Vers 17
17. Als er aber zu sich selbst gekommen war, sagte er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss von Broten, ich aber komme vor Hunger um!
Kapitel 15 Vers 18
18. Ich werde aufstehen und zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,
Kapitel 15 Vers 19
19. und ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden; mache mich wie einen deiner Tagelöhner!
Kapitel 15 Vers 20
20. Und er stand auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt; und er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Kapitel 15 Vers 21
21. Der Sohn aber sagte zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden!
Kapitel 15 Vers 22
[1 erste] i.S.v. das beste
22. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Bringt das beste Gewand heraus und bekleidet ihn, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Sandalen an die Füße;
Kapitel 15 Vers 23
23. und bringt das gemästete Kalb und schlachtet es; und lasst uns essen und fröhlich sein!
Kapitel 15 Vers 24
24. Weil dieser mein Sohn tot war und lebt wieder; und er verloren war und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
Kapitel 15 Vers 25
25. Sein älterer Sohn aber war auf einem Feld; und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen.
Kapitel 15 Vers 26
26. Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was diese Dinge seien.
Kapitel 15 Vers 27
27. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist wieder da, und dein Vater hat das gemästete Kalb schlachten lassen, weil er ihn gesund wieder erhalten hat!
Kapitel 15 Vers 28
28. Er aber wurde zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater ging also hinaus und redete ihm gut zu.
Kapitel 15 Vers 29
29. Er aber antwortete und sagte dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe niemals dein Gebot übertreten; und mir hast du niemals ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sei.
Kapitel 15 Vers 30
30. Nachdem aber dieser, dein Sohn gekommen ist, der deinen Lebensunterhalt mit Huren aufgezehrt hat, hast du für ihn das gemästete Kalb schlachten lassen!
Kapitel 15 Vers 31
31. Er aber sagte ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und alle Güter, die meine sind, sind deine.
Kapitel 15 Vers 32
32. Man muss aber fröhlich sein und sich freuen; weil dieser, dein Bruder, tot war und lebt wieder, und er verloren war und ist gefunden worden!
Kapitel 16
Kapitel 16 Vers 1
1. Er sagte aber auch zu seinen Jüngern: "Ein gewisser Mensch was reich, der hatte einen Verwalter; und dieser wurde bei ihm angeklagt, als ob erseine Güter verschwende.
Kapitel 16 Vers 2
2. Und er rief ihn und sagte ihm: Was ist dieses, das ich über dich höre? Lege die Rechenschaft ab von deiner Verwaltung; denn du wirst nicht länger die Güter verwalten können!
Kapitel 16 Vers 3
3. Der Verwalter aber sagte bei sich selbst: Was soll ich tun, weil mein Herr die Verwaltung von mir nimmt? Graben kann ich nicht; zu betteln schäme ich mich.
Kapitel 16 Vers 4
4. Ich weiß, was ich tun werde, damit sie mich, wenn ich der Verwaltung enthoben bin, in ihre Häuser aufnehmen!
Kapitel 16 Vers 5
5. Und er rief jeden einzelnen der Schuldnerseines Herrn herbei und sagte dem ersten: Wie viel schuldest du meinem Herrn?
Kapitel 16 Vers 6
6. Der aber sagte: Hundert Bat Olivenöl. Und er sagte ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich schnell und schreibe fünfzig!
Kapitel 16 Vers 7
7. Danach sagte er einem anderen: Du aber, wie viel schuldest du? Der aber sagte: hundert Kor Weizen. Und er sagt ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreibe achtzig!
Kapitel 16 Vers 8
8. Und der Herr lobte den Verwalter der Ungerechtigkeit, dass er klug gehandelt hat. Weil die Söhne dieses Zeitalters gegen ihre eigene Generation klüger sind als die Söhne des Lichts.
Kapitel 16 Vers 9
9. Und ich sage euch: Macht euch selbst Freunde mit dem Mammon der Ungerechtigkeit, damit, wenn ihr aufhört, sie euch in die ewigen Zelte aufnehmen!
Kapitel 16 Vers 10
10. Der Treue im Geringsten, ist auch in vielem treu; und der Ungerechte im Geringsten, ist auch in Vielem ungerecht.
Kapitel 16 Vers 11
11. Wenn ihr also mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen?
Kapitel 16 Vers 12
12. Und wenn ihr mit dem Gut Anderer nicht treu wart, wer wird euch das Eure geben?
Kapitel 16 Vers 13
13. Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!"
Kapitel 16 Vers 14
14. Die Pharisäer aber, die geldgierig sind, hörten alle diese Worte und sie verhöhnten ihn.
Kapitel 16 Vers 15
15. Und er sagte zu ihnen: "Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, Gott aber kennt eure Herzen; denn das Hohe bei den Menschen, ist ein Gräuel vor Gott.
Kapitel 16 Vers 16
16. Das Gesetz und die Propheten sind bis zu Johannes; von da an wird das Königreich Gottes als Evangelium verkündet, und jeder drängt sich mit Gewalt in es hinein.
Kapitel 16 Vers 17
17. Es ist aber leichter, dass der Himmel und die Erde vergehen, als dass ein Strichlein des Gesetzes wegfällt.
Kapitel 16 Vers 18
18. Jeder, der seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und jeder, der eine von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
Kapitel 16 Vers 19
[1 Purpur] d.i. ein purpurfarbener, roter Stoff
[2 Byssus] d.i. feine, weiße Leinwand
19. Ein gewisser Mensch aber war reich, und kleidete sich in Purpur und Byssus und lebte täglich fröhlich und prächtig.
Kapitel 16 Vers 20
20. Ein gewisser Armer aber, mit Namen Lazarus, mit Geschwüren bedeckt, war vor sein Tor gelegt worden
Kapitel 16 Vers 21
21. und er begehrte, sich zu sättigen von den Bröckchen, die vom Tisch des Reichen fielen; und sogar die Hunde kamen und beleckten seine Geschwüre.
Kapitel 16 Vers 22
22. Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln an die Brust Abrahams weggetragen wurde. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
Kapitel 16 Vers 23
[1 Hades] d.i. das Totenreich
23. Und als er im Hades seine Augen erhob, da er in Qualen war, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus an seiner Brust.
Kapitel 16 Vers 24
24. Und er rief und sagte: Vater Abraham, erbarme dich über mich und schicke Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers in Wasser tauche und meine Zunge abkühle; weil ich Schmerzen leide in dieser Flamme!
Kapitel 16 Vers 25
[1 dieser] "er" ist betont
25. Abraham aber sagte: Kind, erinnere dich, dass du deine guten Dinge empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleicherweise die bösen Dinge; jetzt wird er getröstet, du aber leidest Schmerzen.
Kapitel 16 Vers 26
[1 diesen] d.h. außerdem
26. Und außerdem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, so dass die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch die es können, die von dort zu uns herüberkommen wollen.
Kapitel 16 Vers 27
27. Er sagte aber: Ich bitte dich also, Vater, dass duihn in das Haus meines Vaters schickst!
Kapitel 16 Vers 28
28. Ich habe nämlich fünf Brüder, dass er sie beschwöre, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen!
Kapitel 16 Vers 29
29. Abraham sagt ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf sie sollen sie hören!
Kapitel 16 Vers 30
30. Er sagte aber: Nein, Vater Abraham, jedoch wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, werden sie Buße tun!
Kapitel 16 Vers 31
31. Er aber sagte ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht!"
Kapitel 17
Kapitel 17 Vers 1
1. Er sagte aber zu den Jüngern: "Es ist unvermeidlich, dass Ärgernisse nicht kommen; wehe aber dem, durch den sie kommen!
Kapitel 17 Vers 2
[1 Esel] d.i. von einem Esel angetriebener Mühlstein.
2. Es wäre besser für ihn, wenn ein Eselsmühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen Anstoß gebe.
Kapitel 17 Vers 3
3. Achtet auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder gegen dich sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er Buße tut, vergib ihm.
Kapitel 17 Vers 4
4. Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt und siebenmal am Tag umkehrt und sagt: Ich tue Buße! Sollst du ihm vergeben."
Kapitel 17 Vers 5
5. Und die Apostel sagten dem Herrn: "Mehre uns den Glauben!"
Kapitel 17 Vers 6
6. Der Herr aber sagte: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Samenkorn von Senf, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer, und er würde euch gehorchen.
Kapitel 17 Vers 7
[1 lege dich nieder] erg. zu Tisch
7. Wer aber von euch wird zu seinem Knecht, der das Feld pflügt oder die Herde weidet, wenn er vom Feld heimkommt, sogleich sagen: Komm her und lege dich zu Tisch?
Kapitel 17 Vers 8
8. Wird er ihm nicht vielmehr sagen: Bereite mir zu, was ich zum Mahl habe, umgürte dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und nach diesen Dingen sollst du essen und trinken?
Kapitel 17 Vers 9
9. Hat er etwa Dank für jenen Knecht, dass er die Dinge getan hat, die ihm befohlen wurden? Ich meine nicht!
Kapitel 17 Vers 10
10. So sagt auch ihr, wenn ihr alle Dinge getan habt, die euch befohlen wurden: Wir sind unnütze Knechte; weil wir getan haben, was wir zu tun schuldig waren!"
Kapitel 17 Vers 11
11. Und es geschah, während er nach Jerusalem ging, er auch mitten durch Samaria und Galiläa zog.
Kapitel 17 Vers 12
12. Und als er in ein gewisses Dorf hineinkommt, kamen ihm zehn aussätzige Männer entgegen, die von ferne standen.
Kapitel 17 Vers 13
13. Und sie erhoben ihre Stimme und sagen: "Jesus, Meister, erbarme dich über uns!"
Kapitel 17 Vers 14
14. Und als er sie sah, sagte er ihnen: "Geht hin und zeigt euch selbst den Priestern vor!" Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.
Kapitel 17 Vers 15
15. Einer aber von ihnen, als er sah, dass er geheilt worden war, kehrte zurück, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme,
Kapitel 17 Vers 16
16. und er fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm; und er war ein Samariter.
Kapitel 17 Vers 17
17. Jesus aber antwortete und sagte: "Wurden nicht zehn gereinigt? Die neun aber wo sind sie?
Kapitel 17 Vers 18
18. Wurden nicht gefunden, die zurückgekehrt wären, um Gott die Ehre zu geben, außer dieser Fremde?"
Kapitel 17 Vers 19
19. Und er sagte ihm: "Steh auf und geh hin! dein Glaube hat dich gerettet."
Kapitel 17 Vers 20
20. Als er aber von den Pharisäern befragt wurde, wann das Königreich Gottes komme, antwortete er ihnen und sagte: Das Königreich Gottes kommt nicht mitBeobachtung.
Kapitel 17 Vers 21
21. Man wird auch nicht sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Königreich Gottes ist mitten unter euch."
Kapitel 17 Vers 22
22. Er sagte aber zu den Jüngern: "Tage werden kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes desMenschen zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen.
Kapitel 17 Vers 23
23. Und sie werden euch sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Geht nicht hin noch folgt!
Kapitel 17 Vers 24
24. Denn so wie der Blitz, der aufblitzt, und von dem einem Ende unter dem Himmel zu dem anderen Ende unter dem Himmel leuchtet, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.
Kapitel 17 Vers 25
ἀποδοκιμασθῆναι
593
V-APN
verworfen werden
25. Zuerst aber muss er viele Dinge leiden und verworfen werden von dieser Generation.
Kapitel 17 Vers 26
26. Und wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Sohnes des Menschen sein:
Kapitel 17 Vers 27
27. Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und die Überflutung kam und vernichtete alle.
Kapitel 17 Vers 28
28. Ebenso wie es auch in den Tagen Lots geschah: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten,
Kapitel 17 Vers 29
29. an dem Tag aber, an dem Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel her und vernichtete alle.
Kapitel 17 Vers 30
30. Gerade so wird es an dem Tag sein, an dem der Sohn des Menschen offenbart werden wird.
Kapitel 17 Vers 31
31. Wer an jenem Tag auf dem Dach sein wird und seine Geräte im Haus sind, steige nicht hinab, um sie zu holen; und wer auf dem Feld sein wird, kehre ebenso nicht zurück zu den Dingen hinten.
Kapitel 17 Vers 32
32. Erinnert euch an Lots Frau!
Kapitel 17 Vers 33
[1 auch immer] i.S.v. jeder, der
[2 auch immer] i.S.v. jeder, der
[3 er wird erhalten] erg. am Leben
33. Jeder, der sein Leben zu retten sucht, wird es verlieren, und jeder, der es verliert, wird es erhalten.
Kapitel 17 Vers 34
34. Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei auf einem Bett sein; einer wird mitgenommen und der andere zurückgelassen werden.
Kapitel 17 Vers 35
35. Zwei werden an demselben Ort sein, um zu mahlen; eine wird mitgenommen, und die andere wird zurückgelassen werden.
Kapitel 17 Vers 36
36
57
Vers fehlt in 80% der HSS
36. [Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird mitgenommen und der andere zurückgelassen werden]"
Kapitel 17 Vers 37
37. Und sie antworteten und sagten ihm: "Wo, Herr?" Er aber sagte ihnen: "Wo der Leichnam ist, dort werden sich die Geier sammeln."
Kapitel 18
Kapitel 18 Vers 1
1. Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis, damit sie allezeit beten und nicht ermatten sollen,
Kapitel 18 Vers 2
2. und sagte: "Ein gewisser Richter war in einer gewissen Stadt, der Gott nicht fürchtete und sich vor einem Menschen nicht scheute.
Kapitel 18 Vers 3
3. Eine Witwe war aber in jener Stadt, und sie kam zu ihm und sagte: Rechtfertige mich vor meinem Gegner!
Kapitel 18 Vers 4
[1 Zeit] i.S.v. eine Zeit lang
4. Und eine Zeit lang wollte er nicht; danach aber sagte er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor einem Menschen nicht scheue,
Kapitel 18 Vers 5
5. werde ich sie doch, weil mir diese Witwe Mühe macht, rechtfertigen, damit sie nicht am Ende kommt und mich ins Gesicht schlägt."
Kapitel 18 Vers 6
6. Der Herr aber sagte: "Hört, was der Richter der Ungerechtigkeit sagt!
Kapitel 18 Vers 7
7. Gott aber, sollte er seinen Erwählten, die Tag und Nacht laut zu ihm rufen, nicht etwa Vergeltung schaffen, und mit ihnen langmütig sein?
Kapitel 18 Vers 8
8. Ich sage euch dass er ihnen bald Vergeltung schaffen wird! Doch wird der Sohn des Menschen, wenn er kommt, etwa den Glauben auf der Erde finden?"
Kapitel 18 Vers 9
9. Er sagte aber auch zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die Übrigen verachteten, dieses Gleichnis:
Kapitel 18 Vers 10
10. Zwei Menschen gingen hinauf in die Tempelstätte, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Kapitel 18 Vers 11
11. Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst diese Worte: Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die Übrigen der Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auchwie dieser Zöllner.
Kapitel 18 Vers 12
12. Ich faste zweimal in der Woche und verzehnte alle Güter, alle die ich erwerbe!
Kapitel 18 Vers 13
13. Und der Zöllner stand von ferne und wollte nicht einmal die Augen zum Himmel erheben, sondern schlug an seine Brust und sagte: Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!
Kapitel 18 Vers 14
14. Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, im Gegensatz zu jenem. Weil jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden."
Kapitel 18 Vers 15
15. Sie brachten aber auch Kleinkinder hin zu ihm, damit er sie berühre. Als aber die Jünger das sahen, rügten sie sie.
Kapitel 18 Vers 16
16. Jesus aber rief sie herbei und sagte: "Lasst die Kindlein zu mir kommen und hindert sie nicht, denn solcher ist das Königreich Gottes.
Kapitel 18 Vers 17
[1 auch immer] i.S.v. jeder, der
17. Wahrlich, ich sage euch: Jeder, der das Königreich Gottes nicht annimmt so wie ein Kindlein, kommt keinesfalls in es hinein!
Kapitel 18 Vers 18
18. Und ein gewisser Oberster fragte ihn und sagte: "Guter Lehrer, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben?"
Kapitel 18 Vers 19
19. Jesus aber sagte ihm: "Was nennst du mich gut? Niemand ist gut außer einer, Gott!
Kapitel 18 Vers 20
20. Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht morden! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsch bezeugen! Ehre deinen Vater und deine Mutter!«"
Kapitel 18 Vers 21
21. Er aber sagte: "Diese Gebote alle habe ich bewahrt von meiner Jugend an."
Kapitel 18 Vers 22
22. Jesus aber hörte diese Worte und sagte ihm: "Eins fehlt dir noch: Verkaufe alle Güter, alle die du hast, und verteile den Erlös den Armen, und du wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir!"
Kapitel 18 Vers 23
23. Als er aber diese Worte hörte, wurde er sehr betrübt, er war nämlich sehr reich.
Kapitel 18 Vers 24
24. Jesus aber sah ihn, dass er sehr betrübt geworden war, uns sagte: "Wie schwer werden die, die Güter haben, in das Königreich Gottes hineingehen!
Kapitel 18 Vers 25
25. Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr hineingeht, als dass ein Reicher in das Königreich Gottes hineingeht."
Kapitel 18 Vers 26
26. Die aber, die gehört hatten, sagten: "Und wer kann dann gerettet werden?"
Kapitel 18 Vers 27
27. Er aber sagte: "Die bei den Menschen unmöglichen Dinge, sind möglich bei Gott."
Kapitel 18 Vers 28
28. Petrus aber sagte: "Siehe, wir haben alle Dinge verlassen und sind dir gefolgt!"
Kapitel 18 Vers 29
29. Er aber sagte ihnen: "Wahrlich, ich sage euch,dass niemand ist, der Haus oder Eltern oder Brüder oder Frau oder Kinder verlassen hat um des Königreichs Gottes willen,
Kapitel 18 Vers 30
30. der sie nicht etwa vielfältig zurück erhält in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben."
Kapitel 18 Vers 31
31. Er nahm aber die Zwölf beiseite und sagte zu ihnen: "Siehe, wir gehen hinauf nachJerusalem, und alle Dinge werden erfüllt werden, die durch die Propheten über den Sohn des Menschen geschrieben sind;
Kapitel 18 Vers 32
32. er wird nämlich den Nationen überliefert und verspottet und misshandelt und angespuckt werden;
Kapitel 18 Vers 33
33. und nachdem sie ihn gegeißelt haben, werden sie ihn töten, und am dritten Tag wird er auferstehen.
Kapitel 18 Vers 34
34. Und sie verstanden nichts von diesen Worten, und diese Rede war vor ihnen verborgen, und sie begriffen das Gesagte nicht.
Kapitel 18 Vers 35
35. Es geschah aber, als er sich Jericho näherte, saß ein gewisser Blinder entlang des Weges und bettelte.
Kapitel 18 Vers 36
36. Als er aber die Menschenmenge vorbeiziehen hörte, erkundigte er sich, was das sei.
Kapitel 18 Vers 37
37. Sie verkündeten ihm aber, dass Jesus, der Nazoräer, vorbeigehe.
Kapitel 18 Vers 38
38. Und er rief laut und sagte: "Jesus, Sohn Davids, erbarme dich über mich!"
Kapitel 18 Vers 39
39. Und die, die vorangingen, rügten ihn, dass er schweigen solle; er aber rief noch lauter: "Sohn Davids, erbarme dich über mich!"
Kapitel 18 Vers 40
40. Jesus aber blieb stehen und befahl, dass er zu ihm geführt werde. Als er sichaber genähert hatte, fragte er ihn und sagte:
Kapitel 18 Vers 41
41. "Was willst du, dass ich dir tun soll?" Er sagte: "Herr, dass ich wieder sehe!"
Kapitel 18 Vers 42
42. Und Jesus sagte ihm: "Sehe wieder! Dein Glaube hat dich gerettet."
Kapitel 18 Vers 43
43. Und sogleich sah er wieder und folgte ihm und verherrlichte Gott; und als das ganze Volk dies sah, gab es Gott Lob.
Kapitel 19
Kapitel 19 Vers 1
1. Und er kam hinein und ging durch die Stadt Jericho.
Kapitel 19 Vers 2
2. Und siehe, ein Mann, mit Namen Zachäus genannt war da, und er war Oberzöllner, und dieser war reich.
Kapitel 19 Vers 3
3. Und er suchte Jesus zu sehen, wer er sei, und konnte es wegen der Volksmenge nicht, weil er klein von Statur war.
Kapitel 19 Vers 4
4. Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit es ihn sehe, weil er dort dabei war, durchzukommen.
Kapitel 19 Vers 5
5. Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf, sah ihn und sagte zu ihm: "Zachäus, steig eilends herab; denn heute muss ich in deinem Haus bleiben!"
Kapitel 19 Vers 6
6. Und er stieg eilends herab und nahm ihn auf und freute sich.
Kapitel 19 Vers 7
7. Und alle sahen es und murrten und sagten: "Er ist bei einem sündigen Mann hineingegangen, um zu rasten!"
Kapitel 19 Vers 8
8. Zachäus aber stand dabei und sagte zu dem Herrn: "Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas erpresst habe, erstatte ich es vierfach!"
Kapitel 19 Vers 9
9. Jesus aber sagte zu ihm: "Heute ist diesem Haus Rettung geschehen, weil auch er ein Sohn Abrahams ist;
Kapitel 19 Vers 10
10. denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu suchen und zu retten."
Kapitel 19 Vers 11
11. Während sie aber diese Worte hörten, fügte er ein Gleichnis hinzu und sagte, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, dass das Königreich Gottes dabei sei, sogleich zu erscheinen.
Kapitel 19 Vers 12
[1 vornehmer] o. hochgeborener
12. Er sagte also: "Ein gewisser vornehmer Mensch reiste in ein fernes Gebiet, um für sich ein Königreich zu empfangen und wiederzukehren.
Kapitel 19 Vers 13
[1 Minas] d.i. Geld: Eine Mina entspricht etwa 100 Denaren (Tagelöhen)
13. Er rief aber zehn seiner Knechte, gab ihnen zehn Minas und sagte zu ihnen: Wirtschaftet damit, bis ich wiederkomme!
Kapitel 19 Vers 14
14. Seine Bürger aber hassten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her, um ihm zu sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns König wird!
Kapitel 19 Vers 15
15. Und es geschah, als er zurückkam, nachdem er das Königreich empfangen hatte, sagte er, dass die Knechte, denen er das Silbergeld gegeben hatte, zu ihm gerufen werden, um zu erkenne, was jeder erwirtschaftet habe.
Kapitel 19 Vers 16
16. Der erste aber kam herbei und sagte: 'Herr, deine Mina hat zehn Minas dazu erworben!'
Kapitel 19 Vers 17
17. Und er sagte ihm: 'Recht so, guter Knecht! Weil du im Geringsten treu warst, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben!'
Kapitel 19 Vers 18
18. Und der zweite kam und sagte: 'Herr, deine Mina hat fünf Minas erworben!'
Kapitel 19 Vers 19
19. Er sagte aber auch diesem: 'Und du, sollst über fünf Städte gesetzt werden!'
Kapitel 19 Vers 20
20. Und ein anderer kam und sagte: 'Herr, siehe, hier ist deine Mina, die ich in einem Schweißtuch aufbewahrt habe!
Kapitel 19 Vers 21
21. Denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mensch bist; du nimmst, was du nicht hingelegt, und erntest, was du nicht gesät hast.'
Kapitel 19 Vers 22
22. Er sagte ihm aber: 'Aus deinem Mund werde ich dich richten, böser Knecht! Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mensch bin, der ich nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe?
Kapitel 19 Vers 23
[1 Tisch] erg. der Geldwechsler
23. Und warum hast du mein Silbergeld nicht auf den Tisch der Geldwechsler gelegt, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich es mit Zins eingefordert?'
Kapitel 19 Vers 24
24. Und er sagte denDabeistehenden: 'Nehmt die Mina von ihm weg und gebt sie dem, der die zehn Minas hat!'
Kapitel 19 Vers 25
25. Und sie sagten ihm: 'Herr, er hat schon zehn Minas!'
Kapitel 19 Vers 26
26. Denn ich sage euch, dass jedem, der hat, gegeben werden wird; von dem aber, der nicht hat, von ihm wird auch das, was er hat, genommen werden.
Kapitel 19 Vers 27
27. Jedoch meine Feinde, jene, die nicht wollten, dass ich über sie König sei, bringt sie her und schlachtet sie vor mir ab!"
Kapitel 19 Vers 28
[1 vorwärts] i.S.v. weiter
28. Und nachdem er diese Worte gesagt hatte, reiste er weiter und ging hinauf nach Jerusalem.
Kapitel 19 Vers 29
29. Und es geschah, als er sich Bethsphage und Bethanien näherte, zu dem Berg, der Berg der Olivenbäume genannt wird, sandte er zwei seiner Jünger
Kapitel 19 Vers 30
30. und sagte: "Geht in das Dorf gegenüber, in dem ihr, wenn ihr hineingeht, ein Fohlen angebunden finden werdet, auf dem kein Mensch jemals gesessen hat; bindet es los und führt es her!
Kapitel 19 Vers 31
31. Und wenn euch jemand fragt: 'Warum bindet ihr es los?' Sollt ihr ihm sagen: 'Der Herr hat Bedarf an ihm!'"
Kapitel 19 Vers 32
32. Als aber die Gesandten weggegangen waren, fanden sie es, wie er ihnen gesagt hatte.
Kapitel 19 Vers 33
33. Als sie aber das Fohlen losbanden, sagten seine Herren zu ihnen: "Warum bindet ihr das Fohlen los?"
Kapitel 19 Vers 34
34. Sie aber sagten: "Der Herr hat Bedarf an ihm!"
Kapitel 19 Vers 35
35. Und sie führten es zu Jesus und legten ihre Obergewänder auf das Fohlen und ließen Jesus aufsitzen.
Kapitel 19 Vers 36
36. Während er aber weiterging, breiteten sie ihre Obergewänder auf dem Weg aus.
Kapitel 19 Vers 37
37. Als er sich aber schon dem Abhang des Berges der Olivenbäume näherte, fing die ganze Menge der Jünger freudig an, Gott mitlauter Stimme zu loben, wegen all der Machttaten, die sie gesehen hatten,
Kapitel 19 Vers 38
[1 Herr] s. Ps 118,26
38. wobei sie sagten: "Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Herrlichkeit in den höchsten Höhen!"
Kapitel 19 Vers 39
39. Und einige der Pharisäer aus der Volksmenge sagten zu ihm: "Lehrer, rüge deine Jünger!"
Kapitel 19 Vers 40
40. Und er antwortete und sagte ihnen: "Ich sage euch,dass wenn diese schweigen, werden die Steine schreien!"
Kapitel 19 Vers 41
41. Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie
Kapitel 19 Vers 42
42. und sagte: "Wenn auch du erkannt hättest, auch eben an diesem deinem Tag, die Dinge zu deinem Frieden! Jetzt aber wurden es vor deinen Augen verborgen.
Kapitel 19 Vers 43
43. Denn Tage werden über dich kommen, da deine Feinde einen Palisadenwall um dich aufwerfen und dich umzingeln und dich von überall her bedrängen werden;
Kapitel 19 Vers 44
44. und sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, und deine Kinder in dir zu Boden strecken, und in dir nicht Stein auf Stein lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast!"
Kapitel 19 Vers 45
45. Und er ging in die Tempelstätte hinein und fing an, die Verkäufer und Käufer darin hinauszutreiben
Kapitel 19 Vers 46
[1 es ist] s. Jes 56,7
[2 Räuber] s. Jer 7,11
46. und sagte ihnen: "Es ist geschrieben: »Mein Haus ist ein Haus des Gebets«. Ihr aber habt es »zu einer Höhle von Räuber« gemacht!"
Kapitel 19 Vers 47
47. Und er lehrte täglich in der Tempelstätte; die Hohepriester aber und die Schriftgelehrten und die Ersten des Volkes suchten ihn zu röten;
Kapitel 19 Vers 48
48. und sie fanden nicht, was sie tun konnten; denn das gesamte Volk hing an ihm, um ihn zu hören.
Kapitel 20
Kapitel 20 Vers 1
1. Es geschah aber aneinem jener Tage, als er das Volk in der Tempelstätte lehrte und das Evangelium verkündigte, traten die Priester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten herzu
Kapitel 20 Vers 2
2. und sagten zu ihm und fragten: "Sage uns, in welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Oder wer ist der, der dir diese Vollmacht gegeben hat?"
Kapitel 20 Vers 3
3. Er aber antwortete und sagte zu ihnen: "Auch ich will euch ein Wort fragen, nämlich, sagt mir:
Kapitel 20 Vers 4
4. War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?"
Kapitel 20 Vers 5
5. Sie aber überlegten miteinander und sagen: "Wenn wir sagen: Vom Himmel, wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?
Kapitel 20 Vers 6
6. Wenn wir aber sagen: Von Menschen, wird uns das ganze Volk steinigen; denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet ist!"
Kapitel 20 Vers 7
7. Und sie antworteten, nicht zu wissen, woher.
Kapitel 20 Vers 8
8. Und Jesus sagte ihnen: "So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue."
Kapitel 20 Vers 9
9. Er fing aber an, dieses Gleichnis zu dem Volk zu sagen: "Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weinbauern und verreiste für geraume Zeit.
Kapitel 20 Vers 10
10. Und zur bestimmten Zeit sandte er einen Knecht zu den Weinbauern, damit sie ihm von der Frucht des Weinbergs geben. Die Weinbauern aber schlugen ihn und sandten ihn mit leeren Händen fort.
Kapitel 20 Vers 11
11. Und er fuhr fort, einen weiteren Knecht zu schicken. Sie aber schlugen und verunehrten auch jenen und sandten ihn mit leeren Händen fort.
Kapitel 20 Vers 12
12. Und er fuhr fort einen dritten Knecht zu schicken; aber auch diesen verwundeten sie und warfen ihn hinaus.
Kapitel 20 Vers 13
13. Der Herr des Weinbergs aber sagte: Was soll ich tun? Ich will meinen geliebten Sohn schicken; vielleicht werden sie sich scheuen, wenn sie diesen sehen!
Kapitel 20 Vers 14
14. Als aber die Weinbauern ihn sahen, überlegten sie miteinander und sagten: Dieser ist der Erbe! Kommt, lasst uns ihn töten, damit das Erbe unser werde!
Kapitel 20 Vers 15
15. Und sie warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn. Was also wird der Herr des Weinbergs ihnen tun?
Kapitel 20 Vers 16
16. Er wird kommen und diese Weinbauern vernichten und den Weinberg anderen geben!" Als sie aber das hörten, sagten sie: "Keinesfalls!"
Kapitel 20 Vers 17
[1 Ecke] d.i. Eckstein s. Ps 118,22
17. Er aber blickte sie an und sagte: Was ist also das, was geschrieben ist: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden?«
Kapitel 20 Vers 18
[1 immer] i.S.v. jenden, den
18. Jeder, der auf jenen Stein gefallen ist, wird zerschellen; auf jeden aber, auf den er fällt, wird er zermalmen!
Kapitel 20 Vers 19
19. Und die Hohepriester und die Schriftgelehrten suchten in derselben Stunde die Hände an ihn zu legen, und sie fürchteten sich; denn sie erkannten, dass er dieses Gleichnis über sie gesagt hatte.
Kapitel 20 Vers 20
20. Und sie belauerten ihn und sandten Aufpasser, die heucheln, selbst Gerechte zu sein, damit sie ihn bei seiner Rede fassen, um ihn der Obrigkeit und der Vollmacht des Statthalters zu übergeben.
Kapitel 20 Vers 21
21. Und sie befragten ihn und sagten: "Lehrer, wir wissen, dass du recht redest und lehrst und nicht Rücksicht auf die Person nimmst, sondern den Weg Gottes in Wahrheit lehrst.
Kapitel 20 Vers 22
22. Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?"
Kapitel 20 Vers 23
23. Er aber hatte ihre Hinterlist wahrgenommen und sagte zu ihnen: "Was versucht ihr mich?
Kapitel 20 Vers 24
24. Zeigt mir einen Denar her! Wessen Bild und Aufschrift hat er?" Sie aber antworteten und sagten: "Des Kaisers."
Kapitel 20 Vers 25
25. Er aber sagte ihnen: "Gebt daher die Dinge des Kaisers dem Kaiser, und die Dinge Gottes Gott!"
Kapitel 20 Vers 26
26. Und sie vermochten nicht, ihn bei einem Ausspruch vor dem Volk zu fassen und waren über seine Antwort erstaunt und schwiegen.
Kapitel 20 Vers 27
27. Einige der Sadduzäer aber, die behaupten, dass es eine Auferstehung nicht gibt, kamen hinzu und befragten ihn
Kapitel 20 Vers 28
[1 seines] s. 5. Mo 25,5
28. und sagten: "Lehrer, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder verstirbt, der eine Frau hat und dieser kinderlos verstirbt, dass sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Samen erwecken soll.
Kapitel 20 Vers 29
29. Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau und verstarb kinderlos.
Kapitel 20 Vers 30
30. Und der zweite nahm die Frau und auch dieser verstarb kinderlos.
Kapitel 20 Vers 31
31. Und der dritte nahm sie. Ebenso aber auch die sieben. Sie hinterließen nicht Kinder und verstarben.
Kapitel 20 Vers 32
32. Zuletzt aber von allen, verstarb auch die Frau.
Kapitel 20 Vers 33
33. Die Frau alsowem von ihnen wird sie als Frau in der Auferstehung? Denn die sieben haben sie zur Frau gehabt."
Kapitel 20 Vers 34
34. Und Jesus antwortete und sagte ihnen: "Die Söhne dieses Zeitalters heiraten und werden verheiratet;
Kapitel 20 Vers 35
35. die aber, die gewürdigt werden, jenes Zeitalters zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, heiraten weder noch werden sie verheiratet,
Kapitel 20 Vers 36
36. denn sie können auch nicht mehr versterben; denn sie sind den Engeln gleich und Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.
Kapitel 20 Vers 37
[1 Jakobs] s. 2.Mo 3,6
37. Dass aber die Toten erweckt werden, hat auch Mose angezeigt bei dem Bericht von dem Dornbusch, als er den Herrn den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
Kapitel 20 Vers 38
38. Gott aber ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn alle leben fürihn."
Kapitel 20 Vers 39
39. Einige der Schriftgelehrten aber antworteten und sagten: "Lehrer, du hast gut geredet!"
Kapitel 20 Vers 40
[1 nichts] d.i. etwas, wegen doppelter Verneinung
40. Sie wagten aber nicht mehr, ihn etwas zu befragen.
Kapitel 20 Vers 41
41. Er aber sagte zu ihnen: "Wie sagen sie, dass der Christus Davids Sohn ist?
Kapitel 20 Vers 42
42. Und David selbst sagt im Buch der Psalmen: »Der Herr sagte zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
Kapitel 20 Vers 43
43. bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!«
Kapitel 20 Vers 44
44. David nennt ihn also als Herrn; wie ist er auch sein Sohn?"
Kapitel 20 Vers 45
45. Während aber das ganze Volk zuhörte, sagte er seinen Jüngern:
Kapitel 20 Vers 46
46. "Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in Gewändern umhergehen wollen, und die Begrüßungen auf den Marktplätzen lieben und Ehrensitzplätze in den Synagogen und Ehrentischplätze bei den Festmählern;
Kapitel 20 Vers 47
47. die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Vorwand lange beten; diese werden ein härteres Urteil empfangen!"
Kapitel 21
Kapitel 21 Vers 1
1. Er blickte aber auf und sah die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten einlegen.
Kapitel 21 Vers 2
2. Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe zwei Lepta dort einlegen,
Kapitel 21 Vers 3
3. und er sagte: "Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle!
Kapitel 21 Vers 4
4. Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Gaben Gottes eingelegt; diese aber hat aus ihrem Mangel den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, eingelegt."
Kapitel 21 Vers 5
5. Und als einige über die Tempelstätte sagten, dass sie mit schönen Steinen und Weihegaben geschmückt sei, sagte er:
Kapitel 21 Vers 6
6. "Diese Dinge, die ihr seht: Tage werden kommen, in denen nicht Stein auf Stein gelassen wird, der nicht niedergerissen werden wird!"
Kapitel 21 Vers 7
7. Sie befragten ihn aber und sagen: "Lehrer, wann denn werden diese Dinge sein", und "was wird das Zeichen sein, wenn diese Dinge dabei sind, zu geschehen?"
Kapitel 21 Vers 8
8. Er aber sagte: "Seht zu, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden bei meinem Namen kommen und sagen: 'Ich bin es!' Und: 'Die Zeit ist nahe!' Geht ihnen also nicht hinterher!
Kapitel 21 Vers 9
9. Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, erschreckt euch nicht; denn diese Dinge müssen zuerst geschehen, jedoch ist das Ende nicht sogleichda."
Kapitel 21 Vers 10
10. Dann sagte er zu ihnen: "Es wird sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erheben;
Kapitel 21 Vers 11
11. sowohl große Erdbeben an verschiedenen Orten als auch Hungersnöte und Seuchen werden sein; sowohl Schrecknisse als auch große Zeichen vom Himmel werden sein.
Kapitel 21 Vers 12
12. Vor allen diesen Dingen aber werden sie ihre Hände an euch legen und werden euch verfolgen, indem sie euch an Synagogen und Gefängnisse übergeben und indem ihr vor Könige und Stadthalter geführt werdet, um meines Namens willen.
Kapitel 21 Vers 13
13. Es wird euch aber zum Zeugnis ausschlagen.
Kapitel 21 Vers 14
14. Setzt also in euren Herzen fest, nicht vorzusorgen, euch zu verteidigen,
Kapitel 21 Vers 15
15. denn ich werde euch Mund und Weisheit geben, der alle, die euch widerstehen, nicht widersprechen oder widerstehen können werden.
Kapitel 21 Vers 16
16
Παραδοθήσεσθε
3860
V-FPI-2P
ihr werdet ausgeliefert werden
16. Ihr werdet aber auch von Eltern und Verwandten und Freunden und Brüdern ausgeliefert werden, und sie werden einige von euch töten,
Kapitel 21 Vers 17
17. und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.
Kapitel 21 Vers 18
18. Und nicht etwa ein Haar von eurem Haupt wird verloren gehen.
Kapitel 21 Vers 19
19. Gewinnt eure Seelen in eurem Ausharren!
Kapitel 21 Vers 20
20. Wenn ihr aber die Stadt Jerusalem von Heeren umzingelt seht, dann erkennt, dass ihre Verwüstung nahe ist.
Kapitel 21 Vers 21
21. Dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge fliehen; und die, die in ihrer Mitte sind, sollen hinausziehen; und die, die in den Gebieten sind, sollen nicht in sie hineingehen.
Kapitel 21 Vers 22
22. Weil diese Tage der Vergeltung sind, damit alle Dinge, die geschrieben wurden, erfüllt werden.
Kapitel 21 Vers 23
[1 habenden] d.h. den Schwangeren
[2 säugenden] d.h. den Stillenden
23. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not über dem Land und Zorn auf diesem Volk sein!
Kapitel 21 Vers 24
αἰχμαλωτισθήσονται
163
V-FPI-3P
sie werden gefangen weggeführt
24. Und sie werden fallen durch die Schneide des Kurzschwerts und gefangen weggeführt werden zu allen Nationen und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt werden.
Kapitel 21 Vers 25
25. Und Zeichen an Sonne und Mond und Sternen werden sein, und auf der Erde Beklemmung der Nationen in Ratlosigkeit, wenn Meer und Wogen brausen,
Kapitel 21 Vers 26
26. wenn Menschen ohnmächtig werden von Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis herankommen; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.
Kapitel 21 Vers 27
27. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Kraft und großer Herrlichkeit.
Kapitel 21 Vers 28
28. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht."
Kapitel 21 Vers 29
29. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: "Seht den Feigenbaum und alle Bäume!
Kapitel 21 Vers 30
30. Wenn sie schon ausschlagen und ihr es seht, erkennt ihr von selbst, dass der Sommer schon nahe ist;
Kapitel 21 Vers 31
31. so auch ihr: Wenn ihr seht, dass diese Dinge geschehen, erkennt, dass das Königreich Gottes nahe ist.
Kapitel 21 Vers 32
32. Wahrlich, ich sage euch dass diese Generation nicht vergehen wird, bis alle Dinge geschehen.
Kapitel 21 Vers 33
33. Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber meine Worte werden keinesfalls vergehen.
Kapitel 21 Vers 34
34. Achtet aber auf euch selbst, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und alltägliche Sorgen und jener Tag plötzlich über euch kommt!
Kapitel 21 Vers 35
35. Denn wie eine Falle wird er über alle kommen, die auf der Oberfläche der ganzen Erde wohnen.
Kapitel 21 Vers 36
36. Wacht also zu jeder Zeit und bittet, dass ihr würdig geachtet werdet, allen Dingen zu entfliehen, die dabei sind zu geschehen, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!"
Kapitel 21 Vers 37
37. Er war aber bei Tag in der Tempelstätte und lehrte, bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, der Berg der Olivenbäume genannt wird.
Kapitel 21 Vers 38
38. Und das ganze Volk machte sich früh zu ihm auf, in die Tempelstätte, ihn zu hören.
Kapitel 22
Kapitel 22 Vers 1
1. DasFest der ungesäuerten Brote aber, das Passah genannt wird, war nahe.
Kapitel 22 Vers 2
2. Und die Hohepriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn beseitigen könnten; denn sie fürchteten das Volk.
Kapitel 22 Vers 3
3. Der Satan fuhr aber hinein in Judas, der zusätzlich Ischariot genannte, der aus der Zahl der Zwölf war.
Kapitel 22 Vers 4
4. Und er ging weg und besprach sich mit den Hohepriestern und Hauptleuten, wie er ihn an sie überliefern wollte.
Kapitel 22 Vers 5
5. Und sie freuten sich und kamen überein, ihm Silbermünzen zu geben.
Kapitel 22 Vers 6
6. Und er stimmte zu und suchte eine Gelegenheit, um ihn abseits der Volksmenge an sie zu überliefern.
Kapitel 22 Vers 7
7. Der Tag des Festes der ungesäuerten Brote aber kam, an dem das Passahlamm geschlachtet werden musste.
Kapitel 22 Vers 8
8. Und er sandte Petrus und Johannes und sagte: Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen!
Kapitel 22 Vers 9
9. Sie aber sagten ihm: "Wo willst du, sollen wir es bereiten?"
Kapitel 22 Vers 10
10. Er aber sagte ihnen: "Siehe, wenn ihr in die Stadt hineingeht, wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt; folgt ihm in das Haus, wo er hineingeht,
Kapitel 22 Vers 11
11. und sagt dem Hausherrn des Hauses: Der Lehrer sagt dir: Wo ist das Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passahmahl essen kann?
Kapitel 22 Vers 12
12. Und jener wird euch einen großen, mit Polstern ausgelegten Oberraum zeigen; dort bereitet es!
Kapitel 22 Vers 13
13. Sie gingen aber weg und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.
Kapitel 22 Vers 14
[1 er legte sich] erg. zu Tisch
14. Und als die Stunde gekommen war, legte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm.
Kapitel 22 Vers 15
15. Und er sagte zu ihnen: "Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, bevor ich leide.
Kapitel 22 Vers 16
16. Denn ich sage euch: Ich werde keinesfalls mehr davon essen, bis es erfüllt werden wird im Königreich Gottes.
Kapitel 22 Vers 17
17. Und er empfing einen Becher, dankte und sagte: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch!
Kapitel 22 Vers 18
18. Denn ich sageeuch,dass ich keinesfalls vom Ertrag des Weinstocks trinken werde, bis das Königreich Gottes kommen wird.
Kapitel 22 Vers 19
19. Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sagt: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird; dies tut zur Erinnerung an mich!
Kapitel 22 Vers 20
20. Ebenso nahm er auch den Becher nach dem Mahl und sagt: Dieser Becher ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.
Kapitel 22 Vers 21
21. Doch siehe, die Hand dessen, der mich überliefert, ist mit mir auf dem Tisch.
Kapitel 22 Vers 22
[1 er geht hin] d.i. in den Tod gehen (als Euphemismus)
22. Und der Sohn des Menschen geht zwar hin, wie es bestimmt ist; doch wehe jenem Menschen, durch den er überliefert wird!"
Kapitel 22 Vers 23
23. Und sie fingen an, miteinander zu diskutieren, wer von ihnen es wohl sei, der dies zu tun dabei ist.
Kapitel 22 Vers 24
24. Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als größer zu sein gelte.
Kapitel 22 Vers 25
25. Er aber sagte ihnen: "Die Könige der Nationen herrschen über sie, und ihre Machthaber werden Wohltäter genannt.
Kapitel 22 Vers 26
26. Ihr aber seid nicht so; sondern der Größere unter euch sei wie derJüngere, und der Führende wie der Dienende.
Kapitel 22 Vers 27
27. Denn wer ist größer: Der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht etwa der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.
Kapitel 22 Vers 28
28. Ihr aber seid die bei mir Verbliebenen in meinen Versuchungen.
Kapitel 22 Vers 29
29. Und so verfüge ich für euch ein Königreich, so wie mein Vater es für mich verfügt hat,
Kapitel 22 Vers 30
30. so dass ihr an meinem Tisch in meinem Königreich essen und trinken werdet und auf Thronen sitzen werdet, um die zwölf Stämme Israels zu richten."
Kapitel 22 Vers 31
31. Der Herr aber sagte: "Simon, Simon, siehe, der Satan hat sich erbeten, um euch zu sichten wie den Weizen,
Kapitel 22 Vers 32
32. ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du einst umgekehrt bist, stärke deine Brüder!"
Kapitel 22 Vers 33
33. Er aber sagte ihm: "Herr, mit dir bin ich bereit, auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen!"
Kapitel 22 Vers 34
[1 --] d.i. doppelte Verneinung zu leugnen
34. Er aber sagte: "Ich sage dir, Petrus: Ein Hahn wird heute keinesfalls krähen, bevor du dreimal leugnen wirst, mich zu kennen!"
Kapitel 22 Vers 35
35. Und er sagte ihnen: "Als ich euch ohne Geldbeutel und Tasche und Schuhe sandte, habt ihr etwa etwas entbehrt?" Sie aber sagten: "Nichts!"
Kapitel 22 Vers 36
36. Er sagte ihnen also: "Jedoch jetzt, wer einen Geldbeutel hat, nehme ihn, ebenso auch eine Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Obergewand und kaufe ein Kurzschwert.
Kapitel 22 Vers 37
[1 er wurde gerechnet] s. Jes 53,12
37. Denn ich sage euch,dass noch dieses, was geschrieben ist, an mir erfüllt werden muss: »Und er ist unter Gesetzlose gerechnet worden«, denn auch die Dinge, die über mich geschrieben sind haben eine Vollendung!"
Kapitel 22 Vers 38
38. Sie aber sagten: "Herr, siehe, hier sind zwei Kurzschwerter!" Er aber sagte ihnen: "Es ist genug!"
Kapitel 22 Vers 39
39. Und er kam heraus und ging nach der Gewohnheit an den Berg der Olivenbäume. Seine Jünger aber folgten ihm auch.
Kapitel 22 Vers 40
40. Als er aber an den Ort gekommen war, sagte er ihnen: "Betet, um nicht in Versuchung hineinzukommen!"
Kapitel 22 Vers 41
41. Und er entfernte sich von ihnen, etwa einen Steinwurf weit, beugte die Knie, betete
Kapitel 22 Vers 42
42. und sagt: "Vater, wenn du diesen Kelch von mir wegnehmen willst? Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!"
Kapitel 22 Vers 43
43. Ein Engel vom Himmel aber erschien ihm und stärkte ihn.
Kapitel 22 Vers 44
44. Und er geriet in Todesangst und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fallen.
Kapitel 22 Vers 45
45. Und als er vom Gebet aufstand und zu den Jüngern gekommen war, fand er sie vorBetrübnis schlummern.
Kapitel 22 Vers 46
46. Und er sagte ihnen: "Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung hineinkommt!"
Kapitel 22 Vers 47
47. Während er aber noch redete, siehe, eine Volksmenge! Und der, der Judas genannt wird, einer der Zwölf, ging ihnen voran und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. Dieser hatte ihnen nämlich ein Zeichen gegeben: Wen immer ich küsse, er ist es.
Kapitel 22 Vers 48
48. Jesus aber sagte ihm: "Judas, lieferst du den Sohndes Menschen mit einem Kuss aus?"
Kapitel 22 Vers 49
49. Als aber die um ihn waren sahen, was sein werde, sagten sie ihm: "Herr, ob wir mit einem Kurzschwert zuschlagen sollen?"
Kapitel 22 Vers 50
50. Und einer, ein gewisser von ihnen, schlug den Knecht des Hohepriesters und hiebihm sein rechtes Ohr ab.
Kapitel 22 Vers 51
[1 dieses] i.S.v. davon
51. Jesus aber antwortete und sagte: "Lasst davon ab!" Und er berührte sein Ohr und heilte ihn.
Kapitel 22 Vers 52
52. Jesus aber sagte aber zu den Hohepriestern und Hauptleuten der Tempelstätte und zu den Ältesten, die zu ihm herangekommen waren: "Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Kurzschwertern und Stöcken herausgekommen?
Kapitel 22 Vers 53
53. Obwohl ich täglich bei euch in der Tempelstätte war, habt ihr die Hände nicht nach mir ausgestreckt. Diese ist jedoch eure Stunde und die Vollmacht der Finsternis."
Kapitel 22 Vers 54
54.Nachdem sie ihn aber festgenommen hatten, führten sie ihn ab und führten ihn hinein in das Haus des Hohepriesters. Petrus aber folgte von ferne.
Kapitel 22 Vers 55
55. Als sie aber inmitten des Hofes ein Feuer angezündet und sich zusammen hingesetzt hatten, setzte sich Petrus mitten unter sie.
Kapitel 22 Vers 56
56. Eine gewisse Magd aber sah in beim Licht des Feuers sitzen, starrte ihn an und sagte: "Auch dieser war mit ihm!"
Kapitel 22 Vers 57
57. Er aber verleugnete ihn und sagte: "Frau, ich kenne ihn nicht!"
Kapitel 22 Vers 58
58. Und kurz danach sah ihn ein anderer und erklärte: "Du bist auch einer von ihnen!" Petrus aber sagte: "Mensch, ich bin es nicht!"
Kapitel 22 Vers 59
59. Und nachdem etwa eine Stunde abgelaufen war, behauptete jemand weiterer fest und sagte: "In Wahrheit, dieser war auch mit ihm; denn er ist auch ein Galiläer!"
Kapitel 22 Vers 60
60. Petrus aber sagte: "Mensch, ich weiß nicht, was du sagst!" Und sogleich, während er noch redete, krähte ein Hahn.
Kapitel 22 Vers 61
61. Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an. Und Petrus erinnerte sich an das Wort des Herrn, als er ihm gesagt hatte: "Bevor ein Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!"
Kapitel 22 Vers 62
62. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.
Kapitel 22 Vers 63
63. Und die Männer, die Jesus festhielten, verspotteten und schlugen ihn;
Kapitel 22 Vers 64
64. und nachdem sie ihn umhüllt hatten, schlugen sie ihm in das Gesicht und fragten ihn und sagten: "Prophezeie, wer ist es, der dich geschlagen hat?"
Kapitel 22 Vers 65
65. Und viele andere Worte sagten sie und lästerten gegen ihn.
Kapitel 22 Vers 66
66. Und als es Tag geworden war, versammelte sich die Ältestenschaft des Volkes, sowohl Hohepriester als auch Schriftgelehrte, und führten ihn weg zu ihrem Synedrium; und sie sagten:
Kapitel 22 Vers 67
67. "wenn du der Christus bist, sage es uns!" Er aber sagte ihnen: "Wenn ich es euch sage, glaubt ihr es keinesfalls;
Kapitel 22 Vers 68
68. wenn ich aber auch frage, antworten ihr mir keinesfalls, noch lasst ihr mich frei.
Kapitel 22 Vers 69
69. Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Kraft Gottes."
Kapitel 22 Vers 70
70. Alle aber sagten: "Du also bist der Sohn Gottes?" Er aber erklärte ihnen: "Ihr sagt, dass ich es bin!"
Kapitel 22 Vers 71
71. Sie aber sagten: "Wozu haben wir noch Bedarf von einem Zeugnis? Denn wir selbst haben es aus seinem Mund gehört!"
Kapitel 23
Kapitel 23 Vers 1
1. Und die ganze Menge von ihren stand auf, und sie führten ihn vor Pilatus.
Kapitel 23 Vers 2
2. Sie fingen aber an, ihn anzuklagen und sagten: Diesen haben wir gefunden, dass er die Nation verführt und abhält, dem Kaiser Steuern zu geben, und sagt, er selbst sei Christus, ein König.
Kapitel 23 Vers 3
3. Pilatus aber fragte ihn und sagte: "Bist du der König der Juden?" Er aber antwortete ihm und erklärte: "Du sagst es!"
Kapitel 23 Vers 4
4. Pilatus aber sagte zu den Hohepriestern und den Volksmengen: "Ich finde keine Schuld an diesem Menschen!"
Kapitel 23 Vers 5
5. Sie aber bekräftigten und sagten: "Er wiegelt das Volk auf und lehrt durch ganz Judäa, angefangen von Galiläa bis hierher!"
Kapitel 23 Vers 6
6. Als aber Pilatus von Galiläa hörte, befragte er sie, ob der Mensch ein Galiläer sei.
Kapitel 23 Vers 7
7. Und als er erkannte, dass er aus dem Vollmachtsgebiet des Herodes sei, schickte er ihn hin zu Herodes, der selbst in diesen Tagen auch in Jerusalem war.
Kapitel 23 Vers 8
[1 geraumer] erg. Zeit
8. Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus sah; denn er wünschte seit geraumer Zeit ihn zu sehen, weil er viele Dinge über ihn gehört hatte, und er hoffte, irgend ein Zeichen zu sehen, das durch ihn geschehen werde.
Kapitel 23 Vers 9
9. Er befragte ihn aber mitzahlreichen Worten; er hingegen antwortete ihm nichts.
Kapitel 23 Vers 10
10. Die Hohepriester und die Schriftgelehrten aber standen da und verklagten ihn heftig.
Kapitel 23 Vers 11
11. Herodes aber mit seinen Truppen verachtete und verspottete ihn, warf ihm ein glänzendes Gewand um und schickte ihn dem Pilatus zurück.
Kapitel 23 Vers 12
12. Pilatus und Herodes aber wurden an diesem Tag Freunde miteinander, denn vorher waren sie in Feindschaft gegeneinander.
Kapitel 23 Vers 13
13. Pilatus aber rief die Hohepriester und die Obersten und das Volk zusammen
Kapitel 23 Vers 14
14. und sagte zu ihnen: "Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abwendig; und siehe, ich habe ihn vor euch verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt,
Kapitel 23 Vers 15
15. jedoch auch Herodes nicht; denn ich habe euch zu ihm geschickt; und siehe, es ist nichts des Todes würdiges von ihm getan worden.
Kapitel 23 Vers 16
16. Ich werde ihn also züchtigen und freilassen!"
Kapitel 23 Vers 17
17. Er hatte aber die Pflicht, ihnen anlässlich des Festes einen Gefangenen freizulassen.
Kapitel 23 Vers 18
18. Sie schrien aber allesamt auf und sagten: "Bring diesen weg, lass uns aber Barabbas frei!"
Kapitel 23 Vers 19
19. Der war wegen eines gewissen, in der Stadt geschehenen, Aufruhrs und Mordes ins Gefängnis geworfen worden.
Kapitel 23 Vers 20
20. Pilatus rief ihnen also wieder zu, weil er Jesus freilassen wollte.
Kapitel 23 Vers 21
21. Sie aber riefen dagegen und sagten: "Kreuzige, kreuzige ihn!"
Kapitel 23 Vers 22
22. Er aber sagte zum dritten Mal zu ihnen: "Was hat dieser denn Böses getan? Ich habe keine des Todes würdige Schuld an ihm gefunden. Ich werde ihn also züchtigen und freilassen."
Kapitel 23 Vers 23
23. Sie aber bedrängten ihn mit lauten Rufen und forderten, ihn zu gekreuzigt; und ihre und der Hohepriester Rufe, wurden stark.
Kapitel 23 Vers 24
24. Pilatus aber urteilte, dass ihre Forderung geschehe,
Kapitel 23 Vers 25
25. und ließ den frei, den sie forderten, der wegen Aufruhr und Mord ins Gefängnis geworfen worden war; Jesus aber übergab er ihrem Willen.
Kapitel 23 Vers 26
26. Und als sie ihn wegführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, um es Jesus hinterher zutragen.
Kapitel 23 Vers 27
27. Eine zahlreiche Menge des Volkes aber folgte ihm und Frauen, die auch wehklagten und ihn beweinten.
Kapitel 23 Vers 28
28. Jesus aber wandte sich zu ihnen und sagte: "Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, weint jedoch über euch selbst und über eure Kinder!
Kapitel 23 Vers 29
29. Weil - siehe, Tagekommen, in welchen man sagen wird: 'Glückselig sind die Unfruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht gestillt haben!'
Kapitel 23 Vers 30
[1 uns] s. Hos 10,8
30. Dann wird man anfangen, den Bergen zu sagen: 'Fallt auf uns!' Und den Hügeln: 'Verhüllt uns!'
Kapitel 23 Vers 31
31. weil - wenn man diese Dinge an dem grünen Holz tut, was wird an dem trockenen geschehen?"
Kapitel 23 Vers 32
ἀναιρεθῆναι.
337
V-APN
hingerichtet zu werden
32. Zwei andere wurden aber auch hingeführt, Übeltäter, um mit ihm hingerichtet zu werden.
Kapitel 23 Vers 33
33. Und als sie zu dem Ort kamen, der Schädelstätte genannt wird, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken.
Kapitel 23 Vers 34
[1 Los] s. Ps 22,19
34. Jesus aber sagte: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Sie teilten aber sein Gewand und warfen ein Los.
Kapitel 23 Vers 35
35. Und das Volk stand da und schaute zu. Die Obersten aber verhöhnten ihn auch mit ihnen und sagten: "Andere hat er gerettet; er rette sich selbst, wenn dieser der Christus ist, der Erwählte Gottes!"
Kapitel 23 Vers 36
36. Die Soldaten aber verspotteten ihn auch, indem sie hinzukamen und ihm Essig hinbrachten
Kapitel 23 Vers 37
37. und sagten: "Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst!"
Kapitel 23 Vers 38
[1 römischen] o. lateinischen
38. Eine Aufschrift war aber auch über ihm geschrieben in griechischen, lateinischen und hebräischen Buchstaben: »Dieser ist der König der Juden«.
Kapitel 23 Vers 39
39. Einer dergehängten Übeltäter aber lästerte ihn und sagte: "Wenn du der Christus bist, rette dich selbst und uns!"
Kapitel 23 Vers 40
40. Der andere aber antwortete, rügte ihn und sagte: "Fürchtest du Gott auch nicht, da du in demselben Urteil bist?
Kapitel 23 Vers 41
41. Und wir zwar gerechterweise, denn wir erhalten zurück, was die Taten wert sind, die wir taten; dieser aber hat nichts Ungehöriges getan!"
Kapitel 23 Vers 42
42. Und er sagte zu Jesus: "Herr, gedenke an mich, wenn du in deinem Königreich kommst!"
Kapitel 23 Vers 43
43. Und Jesus sagte ihm: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!"
Kapitel 23 Vers 44
44. Es war aber etwa die sechste Stunde, und Finsternis entstand über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
Kapitel 23 Vers 45
45. Und die Sonne wurde verfinstert, und der Vorhang des Tempels wurde mittendurch zerrissen.
Kapitel 23 Vers 46
46. Und Jesus rief mit lauter Stimme und sagte: "Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!" Und als er diese Worte gesagt hatte, hauchte er sein Leben aus.
Kapitel 23 Vers 47
47. Der Hauptmann aber sah, was geschah, verherrlichte Gott und sagte: "Tatsächlich, dieser Mensch war gerecht!"
Kapitel 23 Vers 48
48. Und alle Volksmengen, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen waren, schauten zu, was geschehen war, und schlugen sich selbst an die Brust und kehrten zurück.
Kapitel 23 Vers 49
49. Seine Bekannten aber alle standen da von ferne, und Frauen, die ihm von Galiläa mit gefolgt waren; und sie sahen diese Dinge.
Kapitel 23 Vers 50
50. Und siehe, ein Mann mit Namen Josef, der ein Ratsherr war, ein guter und gerechter Mann,
Kapitel 23 Vers 51
51. (dieser hatte ihrem Rat und Handeln nicht mit zugestimmt), von Arimathäa, einer Stadt der Juden, der auch selbst das Königreich Gottes erwartete,
Kapitel 23 Vers 52
52. dieser ging hin zu Pilatus und erbat sich den Leib Jesu;
Kapitel 23 Vers 53
53. und er nahm ihn herab, wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in eine in Felsen gehauene Gruft, worin noch niemand gelegen hatte.
Kapitel 23 Vers 54
54. Und der Tag war ein Rüsttag, und der Sabbat brach an.
Kapitel 23 Vers 55
55. Die Frauen aber, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, folgten nach und schauten die Gruft an und wie sein Leib hineingelegt wurde.
Kapitel 23 Vers 56
56. nachdem sie aber zurückgekehrt waren, bereiteten sie Duftstoffe und Salböle; und den Sabbat über ruhten siegemäß dem Gebot.
Kapitel 24
Kapitel 24 Vers 1
1. Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zu der Gruft und brachten die Duftstoffe, die sie bereitet hatten, und einige mit ihnen.
Kapitel 24 Vers 2
2. Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewälzt.
Kapitel 24 Vers 3
3. Und als sie hineingegangen waren, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht.
Kapitel 24 Vers 4
4. Und es geschah, als sie darüber ratlos waren, undsiehe,zwei Männer in strahlenden Gewändern standen da bei ihnen.
Kapitel 24 Vers 5
5. Als sie aber verängstigt waren und das Angesicht zur Erde neigten, sagten sie zu ihnen: "Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Kapitel 24 Vers 6
6. Er ist nicht hier, sondern er ist erweckt worden! Erinnert euch, wie er zu euch redete, als er noch in Galiläa war
Kapitel 24 Vers 7
7. und sagte: »Der Sohn des Menschen muss in die Hände sündiger Menschen übergeben und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen«.
Kapitel 24 Vers 8
8. Und sie erinnerten sich seiner Worte,
Kapitel 24 Vers 9
9. und kehrten von der Gruft zurück und verkündeten alle diese Dinge den Elfen undallen Übrigen.
Kapitel 24 Vers 10
10. Sie waren aber die Magdalenerin Maria und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die Übrigen mit ihnen, die diese Dinge den Aposteln sagten.
Kapitel 24 Vers 11
11. Und ihre Worte schienen vor ihnen wie Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht.
Kapitel 24 Vers 12
12. (Petrus aber stand auf und lief zu der Gruft. Und als er sich vorbeugte, sieht er nur die Leinenbinden liegen; und er ging weg und staunte bei sich selbst über das Geschehene.)
Kapitel 24 Vers 13
[1 Stadien] etwa 180 Meter
13. Und siehe, zwei von ihnen waren an demselben Tag unterwegs zu einem Dorf mit Namen Emmaus, das von Jerusalem sechzig Stadien entfernt war.
Kapitel 24 Vers 14
14. Und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Begebenheiten.
Kapitel 24 Vers 15
15. Und es geschah, während sie sich unterhielten und sich besprachen, dass Jesus selbst sich näherte und mit ihnen ging.
Kapitel 24 Vers 16
16. Ihre Augen aber wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten.
Kapitel 24 Vers 17
[1 ihr tauscht aus] w. ihr werft zu
17. Und er sagte zu ihnen: Was sind das für Worte, die ihr unterwegs miteinander austauscht, und warum seid ihr traurig?
Kapitel 24 Vers 18
[1 ihr] i.S.v. dort
18. Der eine aber, dessen Name Kleopas war, antwortete und sagte zu ihm: "Bist du derEinzige, der sich in Jerusalem aufhält, und die Dinge nicht kennst, die in diesen Tagen dort geschehen sind?"
Kapitel 24 Vers 19
19. Und er sagte ihnen: "Welche?" Sie aber sagten ihm: "Die Dinge über Jesus, den Nazoräer, wie er ein Mann wurde, ein Prophet, mächtig in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk;
Kapitel 24 Vers 20
20. und wie ihn die Hohepriester und unsere Obersten zu dem Urteil des Todes überliefert und ihn gekreuzigt haben.
Kapitel 24 Vers 21
21. Wir aber hofften, dasser der ist, der dabei ist, Israel zu erlösen. Jedoch zu alledem ist heute sogar dieser dritte Tag vergangen, seitdem diese Dinge geschehen sind!
Kapitel 24 Vers 22
22. Jedoch erstaunten uns auch einige Frauen von uns; sie waren frühmorgens bei der Gruft
Kapitel 24 Vers 23
23. und fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, dass sie auch eine Erscheinung von Engeln gesehen haben, die sagten, dass er lebt.
Kapitel 24 Vers 24
24. Und einige derer mit uns gingen hin zu der Gruft und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht."
Kapitel 24 Vers 25
25. Und er sagte zu ihnen: "O, Unverständige und Träge mit dem Herzen, um an alle Worte, die die Propheten geredet haben, zu glauben!
Kapitel 24 Vers 26
26. Musste etwa der Christus nicht diese Dinge leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?"
Kapitel 24 Vers 27
27. Und er fing an, von Mose und von allen Propheten, und legte ihnen in allen Schriften die Worte aus, die ihn selbst betreffen.
Kapitel 24 Vers 28
28. Und sie näherten sich an das Dorf, wohin sie unterwegs waren; und er tat so, als ob er noch weiter unterwegs sei.
Kapitel 24 Vers 29
29. Und sie nötigten ihn und sagten: "Bleibe bei uns, weil es gegen Abend ist, und der Tag sich geneigt hat!" Und er ging hinein, um mit ihnen zu bleiben.
Kapitel 24 Vers 30
[1 gelegt zu werden] erg. zu Tisch
30. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch lag, nahm er das Brot, segnete es und als er es gebrochen hatte, reichte es es ihnen.
Kapitel 24 Vers 31
31. Ihre Augen aber wurde geöffnet und sie erkannten ihn; und er wurde von ihnen unsichtbar.
Kapitel 24 Vers 32
32. Und sie sagten zueinander: "Brannte unser Herz etwa nicht in uns, als er auf dem Weg mit uns redete, und als er uns die Schriften öffnete?"
Kapitel 24 Vers 33
33. Und sie standen in dieser Stunde auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf und die mit ihnen versammelt,
Kapitel 24 Vers 34
34. die sagten: "Der Herr ist tatsächlich erweckt worden, und ist dem Simon erschienen!"
Kapitel 24 Vers 35
35. Und sie führten die auf dem Weg geschehen Ereignisse aus, und wie er von ihnen an dem Brechen des Brotes erkannt worden war.
Kapitel 24 Vers 36
36. Während sie aber von diesen Dingen redeten, stand Jesus selbst in ihrer Mitte, und sagt ihnen: "Friede euch!"
Kapitel 24 Vers 37
37. Sie aber, erschreckt undverängstigt worden, meinten, einen Geist zu sehen.
Kapitel 24 Vers 38
38. Und er sagte ihnen: "Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Überlegungen in euren Herzen auf?
Kapitel 24 Vers 39
39. Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es selbst bin! Betastet mich und seht, dass ein Geist nicht Fleisch und Knochen hat, wie ihr seht, dass ich habe!
Kapitel 24 Vers 40
40. Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.
Kapitel 24 Vers 41
41. Als sie aber vor Freude noch nicht glaubten und staunten, sagte er ihnen: "Habt ihr hier etwas Essbares?"
Kapitel 24 Vers 42
42. Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch und von Wabenhonig.
Kapitel 24 Vers 43
43. Und er nahm sie und aß vor ihnen.
Kapitel 24 Vers 44
44. Er aber sagte ihnen: "Diese sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch mit euch war, dass alle Worte erfüllt werden müssen, die in dem Gesetz des Mose und den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben sind."
Kapitel 24 Vers 45
45. Dann öffnete er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen,
Kapitel 24 Vers 46
46. und sagte ihnen: "So ist es geschrieben, und so musste der Christus leiden und an dem dritten Tag aus den Toten auferstehen,
Kapitel 24 Vers 47
47. und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden zu allen Nationen, angefangen von Jerusalem.
Kapitel 24 Vers 48
48. Ihr aber seid Zeugen dieser Dinge!
Kapitel 24 Vers 49
49. Und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch; ihr aber haltet euch in der Stadt Jerusalem auf, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet!"
Kapitel 24 Vers 50
50. Er führte sie aber hinaus bis in nach Bethanien und erhob seine Hände und segnete sie.
Kapitel 24 Vers 51
51. Und es geschah, während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde hinaufgetragen in den Himmel.
Kapitel 24 Vers 52
52. Und sie huldigten ihm und kehrten mit großer Freude nach Jerusalem zurück;
Kapitel 24 Vers 53
53. und sie waren stets in der Tempelstätte, um Gott zu loben und zu preisen. Amen.