Kapitel 1
Kapitel 1 Vers 1
[1 erfüllt habenden] o. vollzogen habenden
1. Da es ja schon viele unternommen haben, einen Bericht über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns vollzogen haben,
Kapitel 1 Vers 2
2. wie sie uns diejenigen überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind,
Kapitel 1 Vers 3
ἀνωθεν
509
ADV
1 von Anfang an
[1 von Anfang an] w. von oben her
3. schien es auch mir gut, der ich allen Dingen von Anfang an sorgfältig nachgegangen bin, sie dir der Reihe nach aufzuschreiben, hochverehrter Theophilus,
Kapitel 1 Vers 4
4. damit du die Zuverlässigkeit der Worte erkennst, in denen du unterwiesen worden bist.
Kapitel 1 Vers 5
[1 Abteilung] w. Tagesdienstabteilung
5. In den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, war ein gewisser Priester mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abijas; und seine Frau war von den Töchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth.
Kapitel 1 Vers 6
[1 vor] w. in den Augen von
6. Beide nun waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn.
Kapitel 1 Vers 7
7. Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren fortgeschritten in ihren Tagen.
Kapitel 1 Vers 8
8. Es geschah aber, als er, in der Ordnung seiner Abteilung, seinen Priesterdienst vor Gott antrat,
Kapitel 1 Vers 9
9. ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los traf, in den Tempel des Herrn hineinzugehen, um zu räuchern.
Kapitel 1 Vers 10
10. Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns.
Kapitel 1 Vers 11
11. Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur Rechten des Räucheraltars.
Kapitel 1 Vers 12
12. Und Zacharias wurde erregt, als er ihn sah, und Furcht fiel auf ihn.
Kapitel 1 Vers 13
13. Der Engel aber sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört worden, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen.
Kapitel 1 Vers 14
14. Und er wird dir zur Freude und zum Jubel sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen.
Kapitel 1 Vers 15
[1 er hätte getrunken] s. 4.Mo 6,3
15. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und Rauschtrank wird er keinesfalls trinken und mit Heiligem Geist wird er erfüllt werden schon von Mutterleib an.
Kapitel 1 Vers 16
16. Und viele der Söhne Israels wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, zurückwenden.
Kapitel 1 Vers 17
17. Und er wird vor ihm vorausgehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um die Herzen der Väter zu den Kindern zurückzuwenden und die Ungehorsamen zur Gesinnung vom Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten."
Kapitel 1 Vers 18
18. Und Zacharias sagte zu dem Engel: "Woran soll ich dies erkennen? Denn <>ich<> bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist fortgeschritten in ihren Tagen!"
Kapitel 1 Vers 19
εὐαγγελίσασθαί
2097
V-AMN
gute Nachricht zu bringen
[1 vor] w. vor den Augen von
19. Und der Engel antwortete und sagte ihm: "Ich bin Gabriel, der vor Gott bereitsteht, und bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Nachricht zu bringen.
Kapitel 1 Vers 20
20. Und siehe, du wirst still sein und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem diese Dinge geschehen, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die zu ihrer Zeit werden erfüllt werden!"
Kapitel 1 Vers 21
21. Und das Volk wartete auf Zacharias; und sie wunderten sich, dass er sich im Tempel Zeit ließ.
Kapitel 1 Vers 22
22. Als er aber herauskam, konnte er nicht mehr zu ihnen reden; und sie erkannten, dass er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte. Und er winkte ihnen zu und blieb stumm.
Kapitel 1 Vers 23
23. Und es geschah, als die Tage seines Dienstes beendet waren, ging er weg in sein Haus.
Kapitel 1 Vers 24
[1 sie empfing] d.h. sie wurde schwanger
24. Nach diesen Tagen aber wurde seine Frau Elisabeth schwanger; und sie verbarg sich fünf Monate und sagte:
Kapitel 1 Vers 25
25. "So hat der Herr an mir getan in den Tagen, in denen er mich angesehen hat, um meine Schmach bei den Menschen wegzunehmen!"
Kapitel 1 Vers 26
26. Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt, in eine Stadt von Galiläa, deren Namen Nazaret war,
Kapitel 1 Vers 27
27. zu einer Jungfrau, die mit einem Mann verlobt war, dessen Name Josef war, aus dem Haus Davids; und der Name der Jungfrau war Maria.
Kapitel 1 Vers 28
[1 sei gegrüßt] w. freue dich (die übliche Grußform)
28. Und als der Engel zu ihr hereinkam sagte er: "Sei gegrüßt, Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter Frauen!"
Kapitel 1 Vers 29
29. Als sie ihn aber sah, wurde sie über sein Wort sehr erregt und überlegte, welcher Art dieser Gruß sei.
Kapitel 1 Vers 30
30. Und der Engel sagte ihr: "Fürchte dich nicht, Maria! Denn du hast Gnade bei Gott gefunden.
Kapitel 1 Vers 31
[1 Leib] d.h. du wirst schwanger werden
31. Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst seinen Namen Jesus nennen.
Kapitel 1 Vers 32
32. Dieser wird groß sein und "Sohn des Höchsten" genannt werden; und der Herr, Gott, wird ihm den Thron seines Vaters David geben;
Kapitel 1 Vers 33
33. und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines Königreichs wird kein Ende sein."
Kapitel 1 Vers 34
34. Maria aber sagte zu dem Engel: "Wie wird dies sein, da ich ja einen Mann nicht kenne?"
Kapitel 1 Vers 35
35. Und der Engel antwortete und sagte ihr: "Heiliger Geist wird auf dich herabkommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das gezeugt wird, Sohn Gottes genannt werden.
Kapitel 1 Vers 36
36. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie ist mit einem Sohn schwanger in ihrem Alter und dieser ist der sechster Monat bei ihr, die unfruchtbar genannt wird.
Kapitel 1 Vers 37
37. Denn jede Aussage von Gott wird nicht kraftlos sein."
Kapitel 1 Vers 38
38. Da sagte Maria: "Siehe, die Magd des Herrn bin ich; mir geschehe nach deiner Aussage!" Und der Engel ging von ihr weg.
Kapitel 1 Vers 39
[1 aufgestanden seiend] i.S.v. sich aufmachen
39. Maria aber machte sich in diesen Tagen auf und ging mit Eile in das Bergland, in eine Stadt von Juda,
Kapitel 1 Vers 40
40. und sie kam hinein in das Haus von Zacharias und grüßte Elisabeth.
Kapitel 1 Vers 41
41. Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt
Kapitel 1 Vers 42
42. und rief mit lauter Stimme aus und sagte: "Du Gesegnete unter Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
Kapitel 1 Vers 43
43. Und wieso geschieht mir dieses, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
Kapitel 1 Vers 44
44. Denn siehe, sowie die Stimme deines Grußes in meine Ohren kam, hüpfte das Kind vor Jubel in meinem Leib.
Kapitel 1 Vers 45
45. Und glückselig ist die, die geglaubt hat; denn in Erfüllung werden gehen, die Dinge, die zu ihr von dem Herrn her geredet wurden!"
Kapitel 1 Vers 46
46. Und Maria sagte: "Meine Seele macht den Herrn groß,
Kapitel 1 Vers 47
47. und mein Geist jubelte über Gott, meinen Retter,
Kapitel 1 Vers 48
48. weil er auf die Niedrigkeit seiner Magd hingeblickt hat; denn siehe, von jetzt an werden mich glückselig preisen alle Generationen!
Kapitel 1 Vers 49
49. Weil der Mächtige große Dinge an mir getan hat, und heilig ist sein Name;
Kapitel 1 Vers 50
50. und sein Erbarmen ist von Generationen zu Generationen über die, die ihn fürchten.
Kapitel 1 Vers 51
51. Er hat Mächtiges mit seinem Arm getan; er hat Überhebliche in der Gesinnung ihres Herzens zerstreut.
Kapitel 1 Vers 52
52. Er holte Machthaber von Thronen und erhöhte die Niedrigen.
Kapitel 1 Vers 53
53. Er sättigte Hungernde mit Gütern, und Reiche schickte er als Leere fort.
Kapitel 1 Vers 54
54. Er nahm sich Israels, seines Knechtes an, um sich des Erbarmens zu erinnern,
Kapitel 1 Vers 55
55. wie er zu unseren Vätern redete, zu Abraham und seinem Samen, bis in Ewigkeit."
Kapitel 1 Vers 56
56. Maria aber blieb etwa drei Monate bei ihr und kehrte wieder in ihr Haus zurück.
Kapitel 1 Vers 57
57. Für Elisabeth aber wurde die Zeit erfüllt, um zu gebären, und sie gebar einen Sohn.
Kapitel 1 Vers 58
58. Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr sein Erbarmen an ihr groß gemacht hatte, und sie freuten sich mit ihr.
Kapitel 1 Vers 59
[1 sie nannten] d.i. (konativ) sie wollten nennen
59. Und es geschah am achten Tag: Sie kamen, um das Kleinkind zu beschneiden; und sie wollten es nach dem Namen seines Vaters nennen: Zacharias.
Kapitel 1 Vers 60
60. Seine Mutter aber antwortete und sagte: "Nein, sondern er soll Johannes genannt werden!"
Kapitel 1 Vers 61
61. Und sie sagten zu ihr: "Niemand ist in deiner Verwandtschaft, der bei diesem Namen genannt wird!"
Kapitel 1 Vers 62
62. Sie winkten aber seinem Vater, wie er ihn nennen wolle.
Kapitel 1 Vers 63
63. Und er bat um ein Täfelchen und schrieb und sagte: "Johannes soll sein Name sein!" Und alle staunten.
Kapitel 1 Vers 64
64. Sogleich aber wurde sein Mund geöffnet, und seine Zunge gelöst, und er begann zu sprechen, indem er Gott lobte.
Kapitel 1 Vers 65
65. Und Furcht kam über alle ihre Nachbarschaft und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Ereignisse besprochen.
Kapitel 1 Vers 66
66. Und alle, die es hörten, legten es in ihren Herzen ab und sagten: "Was wird wohl dies Kleinkind sein?" Und die Hand des Herrn war mit ihm.
Kapitel 1 Vers 67
67. Und Zacharias, sein Vater, wurde von Heiligem Geist erfüllt, prophezeite und sagte:
Kapitel 1 Vers 68
68. "Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, dass er sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen hat,
Kapitel 1 Vers 69
69. und uns ein Horn der Rettung erweckt hat in dem Haus Davids, seines Knechtes,
Kapitel 1 Vers 70
70. wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her gesprochen hat:
Kapitel 1 Vers 71
71. Rettung von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;
Kapitel 1 Vers 72
72. um Erbarmen mit unseren Vätern zu zeigen und sich seines heiligen Bundes zu erinnern,
Kapitel 1 Vers 73
73. an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat,
Kapitel 1 Vers 74
74. um uns, die wir aus der Hand unserer Feinde gerettet wurden, zu geben, ihm furchtlos zu dienen,
Kapitel 1 Vers 75
75. in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm, alle Tage unseres Lebens.
Kapitel 1 Vers 76
76. Und du, Kleinkind, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
Kapitel 1 Vers 77
77. um seinem Volk Erkenntnis der Rettung zu geben, durch Vergebung ihrer Sünden,
Kapitel 1 Vers 78
78. um der Zuneigung des Erbarmens unseres Gottes willen, durch die uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe,
Kapitel 1 Vers 79
79. um denen zu erscheinen, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen, um unsere Füße auf den Weg des Friedens hin zu lenken!"
Kapitel 1 Vers 80
80. Das Kleinkind aber wuchs und wurde stark im Geist; und er war in der Wüste bis zum Tag seiner Einsetzung für Israel.
Kapitel 2
Kapitel 2 Vers 1
1. Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, um den ganzen Erdkreis einzuschreiben.
Kapitel 2 Vers 2
2. Diese erste Einschreibung geschah, als Kyrenius Statthalter in Syrien war.
Kapitel 2 Vers 3
ἀπογράφεσθαι,
583
V-PPN
eingeschrieben zu werden
3. Und alle reisten hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
Kapitel 2 Vers 4
4. Auch Josef aber von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, ging hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem genannt wird, weil er aus dem Haus und Geschlecht Davids war,
Kapitel 2 Vers 5
5
ἀπογράψασθαι
583
V-AMN
sich einschreiben zu lassen
5. um sich einschreiben zu lassen mit Maria, seiner ihm verlobten Frau, die schwanger war.
Kapitel 2 Vers 6
6. Es geschah aber, während sie dort waren, wurden die Tage erfüllt, dass sie gebären sollte.
Kapitel 2 Vers 7
7. Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in Windeln und legte ihn hin in die Futterkrippe, weil in der Herberge für sie kein Platz war.
Kapitel 2 Vers 8
8. Und Hirten waren in der selben Gegend auf freiem Feld, die beschützten als Wachen des Nachts ihre Herde.
Kapitel 2 Vers 9
9. Und siehe, ein Engel des Herrn stellte sich zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie; und sie fürchteten sich mit großer Furcht.
Kapitel 2 Vers 10
10. Und der Engel sagte ihnen: "Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird.
Kapitel 2 Vers 11
11. Denn der Retter wurde euch heute in der Stadt Davids geboren, der ist Christus, der Herr.
Kapitel 2 Vers 12
12. Und das ist euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt, das in einer Futterkrippe liegt."
Kapitel 2 Vers 13
13. Und plötzlich war mit dem Engel eine Menge vom himmlischen Heer, die lobten Gott und sagten:
Kapitel 2 Vers 14
14. "Herrlichkeit ist bei Gott in den höchsten Höhen und Frieden auf der Erde, das Wohlgefallen bei den Menschen!"
Kapitel 2 Vers 15
15. Und es geschah, als sich die Engel von ihnen in den Himmel entfernt hatten, sagten die Menschen, die Hirten, zueinander: Lasst uns doch bis nach Bethlehem hingehen und die Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns bekannt gemacht hat!
Kapitel 2 Vers 16
16. Und sie kamen eilends und fanden sowohl Maria als auch Josef, sowie das Kind, das in der Krippe lag.
Kapitel 2 Vers 17
17. Nachdem sie aber alles gesehen hatten, machten sie von der Sache bekannt, die zu ihnen über dieses Kind geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 18
18. Und alle, die es gehört hatten, staunten über das, was zu ihnen von den Hirten geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 19
19. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.
Kapitel 2 Vers 20
20. Und die Hirten kehrten zurück und verherrlichten und lobten Gott für alle Dinge, die sie gehört und gesehen hatten, so wie es zu ihnen geredet worden war.
Kapitel 2 Vers 21
21. Und als acht Tage erfüllt waren, um ihn zu beschneiden, wurde auch sein Name Jesus genannt, der von dem Engel genannt worden war, bevor er im Mutterleib empfangen worden war.
Kapitel 2 Vers 22
22. Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moses erfüllt waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen,
Kapitel 2 Vers 23
[1 es wird genannt werden] s. 2.Mo 13,2+12
23. (wie in dem Gesetz des Herrn geschrieben ist: »Jedes Männliche, das den Mutterleib öffnet, soll dem Herrn heilig genannt werden«),
Kapitel 2 Vers 24
[1 Tauben] s. 3.Mo 12,8
24. und um ein Opfer zu geben, nach dem in dem Gesetz des Herrn gesagt ist, ein Paar Turteltauben oder zwei Junge von Tauben.
Kapitel 2 Vers 25
25. Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem, dessen Name Simeon war; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und heiliger Geist war auf ihm.
Kapitel 2 Vers 26
26. Ihm war auch von dem Heiligen Geist Weisung gegeben worden, dass er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus des Herrn gesehen habe.
Kapitel 2 Vers 27
27. Und er kam durch den Geist in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kleinkind Jesus hineinbrachten, damit sie für ihn nach der Gewohnheit des Gesetzes tun,
Kapitel 2 Vers 28
28. nahm auch er es in seine Arme und lobte Gott und sagte:
Kapitel 2 Vers 29
29. "Jetzt, Gebieter, entlässt du deinen Knecht nach deinem Wort in Frieden!
Kapitel 2 Vers 30
30. Denn meine Augen haben deine Rettung gesehen,
Kapitel 2 Vers 31
31. die du im Angesicht aller Völker bereitet hast,
Kapitel 2 Vers 32
32. ein Licht zu der Offenbarung für die Nationen und zu der Herrlichkeit für dein Volk Israel!"
Kapitel 2 Vers 33
33. Und Josef und seine Mutter staunten über die Worte, die über ihn gesprochen wurden.
Kapitel 2 Vers 34
34. Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: "Siehe, dieser ist zu einem Fallen und Auferstehen vieler in Israel bestimmt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird,
Kapitel 2 Vers 35
35. damit aus vieler Herzen die Überlegungen enthüllt werden. (Dir selbst wird aber auch ein Schwert die Seele durchdringen.)"
Kapitel 2 Vers 36
36. Eine Prophetin war auch da, Anna, die Tochter Phanuels, aus dem Stamm Asser. (Diese war fortgeschritten in vielen Tagen und hatte nach ihrer Jungfrauschaft sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
Kapitel 2 Vers 37
37. und sie war eine Witwe von etwa 84 Jahren). Diese ging nicht von der Tempelstätte weg, sondern diente mit Fasten und Flehen, Nacht und Tag.
Kapitel 2 Vers 38
38. Auch diese kam zu derselben Stunde hinzu und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die in Jerusalem die Erlösung erwarteten.
Kapitel 2 Vers 39
39. Und nachdem sie alle Dinge erfüllt hatten, die nach dem Gesetz des Herrn nötig waren, kehrten sie nach Galiläa zurück, in ihre Stadt Nazareth.
Kapitel 2 Vers 40
40. Das Kleinkind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt von Weisheit, und die Gnade Gottes war auf ihm.
Kapitel 2 Vers 41
41. Und seine Eltern reisten jährlich an dem Fest des Passah nach Jerusalem.
Kapitel 2 Vers 42
42. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem.
Kapitel 2 Vers 43
43. Und als sie die Tage vollendet hatten und während sie zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und Josef und seine Mutter wussten es nicht.
Kapitel 2 Vers 44
44. Da sie aber meinten, er sei bei der Reisegesellschaft, gingen sie den Weg eines Tages weit und suchten ihn bei den Verwandten und bei den Bekannten.
Kapitel 2 Vers 45
45. Und weil sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort.
Kapitel 2 Vers 46
46. Und es geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn in der Tempelstätte, mitten unter den Lehrern sitzen und ihnen zuhören und sie befragen.
Kapitel 2 Vers 47
47. (Alle aber, die ihn hörten, erstaunten über sein Verständnis und seine Antworten.)
Kapitel 2 Vers 48
48. Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sagte zu ihm: "Kind, warum hast du so an uns gehandelt? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!"
Kapitel 2 Vers 49
49. Und er sagte zu ihnen: "Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in den Orten sein muss, die meines Vaters sind?"
Kapitel 2 Vers 50
50. Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
Kapitel 2 Vers 51
51. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untergeordnet. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
Kapitel 2 Vers 52
52. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und Menschen.
Kapitel 3
Kapitel 3 Vers 1
1. Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Galiläa, Philippus aber, sein Bruder, Vierfürst von Ituräa und der Landschaft von Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene,
Kapitel 3 Vers 2
2. unter dem Hohepriester Hannas (und Kajaphas), geschah das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste.
Kapitel 3 Vers 3
3. Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und verkündigte eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden,
Kapitel 3 Vers 4
4. wie geschrieben ist im Buch der Worte Jesajas, des Propheten, der sagt: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade!
Kapitel 3 Vers 5
ταπεινωθήσεται·
5013
V-FPI-3S
er wird niedrig gemacht werden
5. Jede Schlucht soll aufgefüllt und jeder Berg und Hügel niedrig gemacht werden, und die krummen Wege sollen gerade und die unebenen Wege ebene werden;
Kapitel 3 Vers 6
[1 Gottes] s. Jes 40,3-5 (LXX)
6. und jedes Fleisch soll die Rettung Gottes sehen.«
Kapitel 3 Vers 7
7. Er sagte also zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden: "Brut von Giftschlangen! Wer deutete euch an, vor dem kommenden Zorn fliehen zu können?
Kapitel 3 Vers 8
8. Bringt also der Buße würdige Früchte hervor! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken kann.
Kapitel 3 Vers 9
[1 sie liegt] o. sie ist gelegt
9. Die Axt ist aber auch schon an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum also, der nicht gute Frucht hervorbringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!"
Kapitel 3 Vers 10
10. Und die Volksmengen befragten ihn und sagten: "Was sollen wir also tun?"
Kapitel 3 Vers 11
11. Er aber antwortete und sagte ihnen: "Wer zwei Hemden hat, gebe dem ab, der nicht hat; und wer Speise hat, mache es ebenso!"
Kapitel 3 Vers 12
12. Zöllner kamen aber auch, um von ihm getauft zu werden, und sagten zu ihm: "Lehrer, was sollen wir tun?"
Kapitel 3 Vers 13
13. Er aber sagte zu ihnen: "Fordert nichts mehr ein, als was euch vorgeschrieben ist!"
Kapitel 3 Vers 14
14. Auch Soldaten befragten ihn aber und sagten: "Und wir, was sollen wir tun?" Und er sagte zu ihnen: "Misshandelt oder erpresst niemand und begnügt euch mit eurem Sold!"
Kapitel 3 Vers 15
15. Als aber das Volk voll Erwartung war und alle wegen Johannes in ihren Herzen überlegten, ob etwa er der Christus sei,
Kapitel 3 Vers 16
16. antwortete Johannes allen und sagte: "Ich zwar taufe euch mit Wasser; der Stärkere als ich kommt aber, dessen Riemen seiner Sandalen zu lösen ich nicht tauglich bin; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen;
Kapitel 3 Vers 17
17. dessen Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in unauslöschlichem Feuer verbrennen!"
Kapitel 3 Vers 18
18. Also ermahnte er auch mit vielen weiteren Worten und verkündigte dem Volk gute Botschaft.
Kapitel 3 Vers 19
19. Herodes aber, der Vierfürst, (weil er von ihm wegen Herodias, der Frau seines Bruders, zurechtgewiesen worden war und wegen all der bösen Dinge, die Herodes tat)
Kapitel 3 Vers 20
20. fügte zu allen auch dies hinzu und schloss Johannes im Gefängnis ein.
Kapitel 3 Vers 21
21. Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft worden war und betete, wurde der Himmel geöffnet,
Kapitel 3 Vers 22
22. und der Heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme geschah aus dem Himmel, die sagte: "Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!"
Kapitel 3 Vers 23
23. Und Jesus selbst war etwa dreißig Jahre alt, als er zu wirken begann; er war, wie man meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli,
Kapitel 3 Vers 24
24. des Matthan, des Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph,
Kapitel 3 Vers 25
25. des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Esli, des Naggai,
Kapitel 3 Vers 26
26. des Maath, des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda,
Kapitel 3 Vers 27
27. des Johannan, des Resa, des Serubbabel, des Schealtiel, des Neri,
Kapitel 3 Vers 28
28. des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmodam, des Er,
Kapitel 3 Vers 29
29. des Joses, des Elieser, des Jorim, des Matthat, des Levi,
Kapitel 3 Vers 30
30. des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eljakim,
Kapitel 3 Vers 31
31. des Melea, des Mainan, des Mattatha, des Nathan, des David,
Kapitel 3 Vers 32
32. des Isai, des Obed, des Boas, des Salmon, des Naasson,
Kapitel 3 Vers 33
33. des Amminadab, des Aram, des Joram, des Hesrom, des Perez, des Juda,
Kapitel 3 Vers 34
34. des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Terach, des Nahor,
Kapitel 3 Vers 35
35. des Serug, des Regu, des Peleg, des Heber, des Schelach,
Kapitel 3 Vers 36
36. des Kainan, des Arpakschad, des Sem, des Noah, des Lamech,
Kapitel 3 Vers 37
37. des Methusalah, des Enoch, des Jared, des Mahalaleel, des Kainan,
Kapitel 3 Vers 38
38. des Enos, des Seth, des Adam, Gottes.
Kapitel 4
Kapitel 4 Vers 1
1. Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist in die Wüste geführt
Kapitel 4 Vers 2
2. und wurde dabei vierzig Tage vom Teufel versucht. Und er aß nichts in jenen Tagen; und danach, als sie vollendet waren, war er hungrig.
Kapitel 4 Vers 3
3. Und der Teufel sagte ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, sage diesem Stein, dass er Brot werde!"
Kapitel 4 Vers 4
[1 Gottes] s. 5.Mo 8,3
4. Und Jesus antwortete ihm und sagte: "Es ist geschrieben: »Der Mensch soll nicht vom Brot allein leben, sondern von jedem Wort Gottes«".
Kapitel 4 Vers 5
5. Und als der Teufel ihn auf einen hohen Berg hinaufgeführt hatte, zeigte er ihm alle Königreiche des Erdkreises in einem Moment der Zeit.
Kapitel 4 Vers 6
[1 immer] i.S.V. jedem, dem
6. Und der Teufel sagte ihm: "Dir will ich diese ganze Vollmacht und ihre Herrlichkeit geben; weil sie mir übergeben worden ist, und ich gebe sie jedem, dem ich will.
Kapitel 4 Vers 7
7. Wenn du also vor mir anbetest, soll alles dir sein!"
Kapitel 4 Vers 8
[1 die wirst dienen] s. 5.Mo 6,13
8. Und Jesus antwortete ihm und sagte: "Geh weg, hinter mich, Satan! Es ist geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen«".
Kapitel 4 Vers 9
9. Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne der Tempelstätte und sagte ihm: "Wenn du der Sohn Gottes bist, wirf dich selbst von hier hinab,
Kapitel 4 Vers 10
[1 dich] s. Ps 91,11
10. denn es ist geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, um dich völlig zu bewahren.«
Kapitel 4 Vers 11
[1 deines] s. Ps 91,12
11. und »Sie werden dich auf Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt.«"
Kapitel 4 Vers 12
[1 deines] s. 5.Mo 6,16
12. Und Jesus antwortete und sagte ihm: "Es ist gesagt: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!«"
Kapitel 4 Vers 13
13. Und als der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, ging er von ihm weg bis zu einer anderen Zeit.
Kapitel 4 Vers 14
14. Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück; und die Kunde von ihm ging auch in die ganze Umgebung.
Kapitel 4 Vers 15
15. Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen geehrt.
Kapitel 4 Vers 16
16. Und er kam nach Nazareth, wo er aufgezogen worden war, und ging am Tag der Sabbate nach seiner Gewohnheit in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.
Kapitel 4 Vers 17
17. Und es wurde ihm die Buchrolle Jesajas, des Propheten gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben ist:
Kapitel 4 Vers 18
εὐαγγελίσασθαι
30
2097
V-AMN
gute Botschaft verkündigen
[1 wegen] i.S.v. weil
18. »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen gute Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, die zerbrochenen Herzens sind zu heilen, den Gefangenen Entlassung und den Blinden Sehvermögen zu verkünden, Gebrochene in Entlassung zu senden,
Kapitel 4 Vers 19
[1 angenehmes] s. Jes 61,1-2
19. und ein angenehmes Jahr des Herrn zu verkünden.«
Kapitel 4 Vers 20
20. Und als er die Buchrolle zugerollt und sie dem Gehilfen zurückgegeben hatte, setzte er sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Kapitel 4 Vers 21
21. Er aber fing an, ihnen zu sagen: "Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt worden!"
Kapitel 4 Vers 22
22. (Und alle zeugten für ihn und staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorkamen, und sie sagten: Ist dieser nicht der Sohn Josefs?)
Kapitel 4 Vers 23
23. Und er sagte zu ihnen: "Sicherlich werdet ihr mir dieses Sprichwort sagen: "Arzt, heile dich selbst!" Alle die Dinge, wovon wir gehört haben, dass sie in Kapernaum geschahen, tue sie auch hier in deiner Vaterstadt!"
Kapitel 4 Vers 24
24. Er sagte aber: "Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist willkommen in seiner Vaterstadt.
Kapitel 4 Vers 25
25. In Wahrheit aber sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen Elias in Israel, nachdem der Himmel drei Jahre und sechs Monate geschlossen wurde, als eine große Hungersnot im ganzen Land entstand;
Kapitel 4 Vers 26
[1 nicht] i.S.v. sondern nur
26. doch zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur nach Sarepta bei Sidon zu einer Frau, einer Witwe.
Kapitel 4 Vers 27
[1 nicht] i.S.v. sondern nur
27. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit Elisas, des Propheten; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naeman, der Syrer."
Kapitel 4 Vers 28
28. Und alle in der Synagoge wurden von Wut erfüllt, als sie diese Worte hörten.
Kapitel 4 Vers 29
29. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut worden war, um ihn hinabzustürzen.
Kapitel 4 Vers 30
30. Er aber ging mitten durch sie hindurch und ging weg.
Kapitel 4 Vers 31
31. Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt von Galiläa, und lehrte sie an den Sabbaten.
Kapitel 4 Vers 32
32. Und sie erstaunten sehr über seine Lehre, weil sein Wort in Vollmacht war.
Kapitel 4 Vers 33
33. Und in der Synagoge war ein Mensch, der einen Geist eines unreinen Dämons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme auf
Kapitel 4 Vers 34
34. und sagte: "Ha! Was ist zwischen uns und dir, Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: Der Heilige Gottes!"
Kapitel 4 Vers 35
35. Und Jesus rügte ihn und sagte: "Verstumme und fahre aus von ihm!" Und als der Dämon ihn in die Mitte niedergeworfen hatte, fuhr er aus von ihm und schadete ihm in nichts.
Kapitel 4 Vers 36
[1 es war] i.S.v. er kam über
36. Und Schrecken kam über alle, und sie besprachen miteinander und sagten: "Was ist das für ein Wort, dass er mit Vollmacht und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?"
Kapitel 4 Vers 37
37. Und die Kunde von ihm ging hinaus in jeden Ort der Umgebung.
Kapitel 4 Vers 38
38. Nachdem er aber aufgestanden war, ging er aus der Synagoge in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem starken Fieber befallen, und sie baten ihn für sie.
Kapitel 4 Vers 39
[1 er rügte] o. er befahl
39. Und er stellte sich über sie und befahl dem Fieber, und es verließ sie. Sogleich aber stand sie auf und diente ihnen.
Kapitel 4 Vers 40
40. Als aber die Sonne unterging, brachten sie alle, die schwach waren durch verschiedene Krankheiten, zu ihm; er aber legte jedem einzelnen von ihnen die Hände auf und heilte sie.
Kapitel 4 Vers 41
41. Dämonen fuhren aber auch von vielen aus, wobei sie schrien und sagten: "Du bist der Christus, der Sohn Gottes!" Und er rügte sie und ließ ihnen nicht zu, zu reden, weil sie wussten, dass er der Christus ist.
Kapitel 4 Vers 42
42. Als es aber Tag geworden war, ging er aus dem Haus hinaus und ging zu einem einsamen Ort; und die Volksmengen suchten ihn und kamen bis zu ihm, und sie hielten ihn zurück, um nicht von ihnen zu gehen.
Kapitel 4 Vers 43
εὐαγγελίσασθαί
2097
V-AMN
gute Botschaft verkündigen
43. Er aber sagte zu ihnen: "Auch den anderen Städten muss ich das Königreich Gottes als gute Botschaft verkündigen; weil ich dazu gesandt worden bin."
Kapitel 4 Vers 44
44. Und er fuhr fort in den Synagogen von Galiläa zu predigen.
Kapitel 5
Kapitel 5 Vers 1
1. Es geschah aber, als die Volksmenge ihn bedrängte, um das Wort Gottes zu hören, dass er selbst am See Genezareth stand.
Kapitel 5 Vers 2
[1 stehend] i.S.v. liegen
2. Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen die Netze aus.
Kapitel 5 Vers 3
3. Er aber stieg in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land hinauszufahren; und er setzte sich und lehrte die Volksmengen vom Boot aus.
Kapitel 5 Vers 4
4. Als er aber zu reden aufgehört hatte, sagte er zu Simon: "Fahre hinaus zu der Tiefe hin und lasst eure Netze zu einem Fang hinab!"
Kapitel 5 Vers 5
5. Und Simon antwortete und sagte ihm: "Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch gemüht und nichts gefangen; aber auf deine Aussage hin werde ich das Netz hinablassen!"
Kapitel 5 Vers 6
[1 sie schlossen mit ein] i.S.v. fangen
[2 es zerriss] i.S.v. drohte zu zerreißen (konativer Imperfekt)
6. Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische; ihr Netz aber drohte zu zerreißen.
Kapitel 5 Vers 7
[1 zu sinken] i.S.v. drohte zu sinken (konativer Präsens)
7. Und sie winkten die Mitteilhaber herbei, die im anderen Boot waren, um zu kommen und ihnen mitzuhelfen; und sie kamen und füllten beide Boote, so dass sie zu sinken drohten.
Kapitel 5 Vers 8
8. Als aber Simon Petrus das sah, fiel er vor den Knien Jesu nieder und sagte: "Gehe von mir weg, weil ich ein sündiger Mann bin, Herr!"
Kapitel 5 Vers 9
9. Denn Schrecken erfasste ihn und alle, die mit ihm waren, wegen des Fangs der Fische, den sie gefangen hatten;
Kapitel 5 Vers 10
10. ebenso aber auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Teilhaber waren. Und Jesus sagte zu Simon: "Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen!"
Kapitel 5 Vers 11
11. Und nachdem sie die Boote an Land gezogen und alles verlassen hatten, folgten sie ihm.
Kapitel 5 Vers 12
12. Und es geschah, als er in einer der Städte war, und siehe, da war ein Mann voll Aussatz. Und als er Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn und sagte: "Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen!"
Kapitel 5 Vers 13
13. Und als er die Hand ausstreckte, berührte er ihn und sagte: "Ich will, werde gereinigt!" Und sogleich wich der Aussatz von ihm.
Kapitel 5 Vers 14
14. Und er gebot ihm, es niemand zu sagen: "Geh jedoch weg, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, wie Mose verordnet hat, ihnen zum Zeugnis!"
Kapitel 5 Vers 15
15. Aber die Kunde von ihm verbreitete sich vielmehr und große Volksmengen versammelten sich, um zu hören und vom ihm von ihren Krankheiten geheilt zu werden.
Kapitel 5 Vers 16
16. Er aber zog sich in einsame Orte zurück und betete.
Kapitel 5 Vers 17
17. Und es geschah an einem der Tage, dass er lehrte; und Pharisäer und Gesetzeslehrer saßen da, die aus jedem Dorf von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war da, um sie zu heilen.
Kapitel 5 Vers 18
18. Und siehe, Männer brachten einen Menschen, der gelähmt war, auf einem Tragebett herbei; und sie versuchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
Kapitel 5 Vers 19
19. Und da sie wegen der Volksmenge nicht fanden, wie sie ihn hineinbringen könnten, stiegen sie auf das Dach hinauf und ließen ihn mit dem Tragebett durch die Ziegel hinab in die Mitte vor Jesus.
Kapitel 5 Vers 20
20. Und als er ihren Glauben sah, sagte er ihm: "Mensch, deine Sünden sind dir vergeben!"
Kapitel 5 Vers 21
21. Und die Schriftgelehrten und Pharisäer fingen an zu überlegen und sagten: "Wer ist dieser, der solche Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?"
Kapitel 5 Vers 22
22. Da aber Jesus ihre Überlegungen erkannte, antwortete er und sagte zu ihnen: "Was überlegt ihr in euren Herzen?
Kapitel 5 Vers 23
[1 müheloser] i.S.v. leichter
23. Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Kapitel 5 Vers 24
24. Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben, sagte er dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Tragebettchen auf und geh in dein Haus!"
Kapitel 5 Vers 25
25. Und sofort stand er vor ihnen auf, hob auf, worauf er gelegen hatte, ging weg in sein Haus und verherrlichte Gott.
Kapitel 5 Vers 26
26. Da gerieten alle außer sich vor Staunen, und sie verherrlichten Gott und wurden voll Furcht und sagten: "Wir haben heute außergewöhnliche Dinge gesehen!"
Kapitel 5 Vers 27
27. Und nach diesen Dingen ging er hinaus und sah einen Zöllner mit Namen Levi an der Zollstelle sitzen und sagte ihm: "Folge mir!"
Kapitel 5 Vers 28
28. Und er verließ alles, stand auf und folgte ihm.
Kapitel 5 Vers 29
29. Und Levi machte ihm ein großes Gastmahl in seinem Haus; und es war eine große Menge von Zöllnern und anderen, die mit ihnen zu Tisch lagen.
Kapitel 5 Vers 30
30. Und wegen ihnen murrten die Schriftgelehrten und die Pharisäer gegen seine Jünger und sagten: "Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern?"
Kapitel 5 Vers 31
[1 sie haben] d.i. sie brauchen
[2 habenden] d.i. die Kranken
31. Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Kapitel 5 Vers 32
32. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße."
Kapitel 5 Vers 33
33. Sie aber sagten zu ihm: "Warum fasten die Jünger des Johannes häufig und verrichten Bitten, ebenso auch die Jünger der Pharisäer; die deinen aber essen und trinken?"
Kapitel 5 Vers 34
[1 Hochzeitssaals] d.i. die Hochzeitsgäste (Semitismus)
34. Er aber sagte zu ihnen: "Könnt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen, während der Bräutigam bei ihnen ist?
Kapitel 5 Vers 35
35. Tage werden aber kommen, wenn der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten.
Kapitel 5 Vers 36
36. Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: "Niemand setzt einen Flicken von einem neuen Obergewand auf ein altes Obergewand; sonst ist sowohl das neue Obergewand geteilt, und auch der Flicken vom neuen passt nicht zu dem alten.
Kapitel 5 Vers 37
37. Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der neue Wein die Schläuche sprengen, und er wird verschüttet, und die Schläuche werden verdorben sein;
Kapitel 5 Vers 38
38. sondern neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen, und beide werden erhalten.
Kapitel 5 Vers 39
39. Und niemand, der alten getrunken hat, will sogleich neuen; denn er sagt: Der alte ist angenehmer!"
Kapitel 6
Kapitel 6 Vers 1
1. Es geschah aber, dass er am zweitersten Sabbat durch die Kornfelder durchging; und seine Jünger rupften die Ähren ab und aßen, wobei sie sie mit den Händen zerrieben.
Kapitel 6 Vers 2
2. Einige der Pharisäer aber sagten ihnen: "Warum tut ihr, was an Sabbaten zu tun nicht erlaubt ist?"
Kapitel 6 Vers 3
3. Und Jesus antwortete und sagte zu ihnen: "Habt ihr das nicht gelesen, was David tat, als er hungerte, er selbst und die mit ihm waren?
Kapitel 6 Vers 4
4. Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch denen gab, die mit ihm waren - welche zu essen nicht erlaubt ist, außer allein die Priester?"
Kapitel 6 Vers 5
5. Und er sagte ihnen: "Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbats."
Kapitel 6 Vers 6
6. Es geschah aber auch an einem anderen Sabbat, dass er in die Synagoge ging und lehrte; und dort war ein Mensch, und seine rechte Hand war vertrocknet.
Kapitel 6 Vers 7
7. Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber belauerten ihn, ob er an dem Sabbat heilen werde, damit sie eine Anklage gegen ihn fänden.
Kapitel 6 Vers 8
8. Er aber wusste um ihre Überlegungen und sagte dem Menschen, der die vertrocknete Hand hatte: "Steh auf und stelle dich in die Mitte!" Er aber stand auf und stellte sich hin.
Kapitel 6 Vers 9
9. Jesus sagte also zu ihnen: "Ich will euch etwas fragen: ist es erlaubt an den Sabbaten Gutes zu tun oder Böses zu tun, Leben zu retten oder zu töten?"
Kapitel 6 Vers 10
10. Und nachdem er sie alle ringsum angesehen hatte, sagte er ihm: "Strecke deine Hand aus!" Der aber tat so, und seine Hand wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
Kapitel 6 Vers 11
11. Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen miteinander, was sie Jesus antun könnten.
Kapitel 6 Vers 12
12. Es geschah aber in diesen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten; und er war die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.
Kapitel 6 Vers 13
13. Und als es Tag wurde, rief er seine Jünger herzu und erwählte von ihnen zwölf, die er auch Apostel nannte:
Kapitel 6 Vers 14
14. Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,
Kapitel 6 Vers 15
15. Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot genannt wird,
Kapitel 6 Vers 16
16. Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der auch zum Verräter wurde.
Kapitel 6 Vers 17
17. Und er stieg mit ihnen herab und stellte sich auf einen ebenen Platz, und da war eine Menge seiner Jünger und eine großen Anzahl Volkes von ganz Judäa und von Jerusalem und des Küstengebiets von Tyrus und Sidon, die gekommen waren, um ihn zu hören und geheilt zu werden von ihren Krankheiten,
Kapitel 6 Vers 18
18. und die, die von unreinen Geistern gequält wurden; und sie wurden geheilt.
Kapitel 6 Vers 19
19. Und die ganze Volksmenge versuchte ihn zu berühren, weil Kraft von ihm ausging und alle heilte.
Kapitel 6 Vers 20
20. Und er hob seine Augen auf zu seinen Jüngern und sagte: "Glückselig seid ihr die Armen, denn das Königreich Gottes ist euer!
Kapitel 6 Vers 21
21. Glückselig seid ihr, die jetzt Hungernden, denn ihr werdet gesättigt werden! Glückselig seid ihr, die jetzt Weinenden, denn ihr werdet lachen!
Kapitel 6 Vers 22
22. Glückselig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausgrenzen und schmähen und eure Namen als böse verwerfen um des Sohnes des Menschen willen.
Kapitel 6 Vers 23
23. Freut euch an jenem Tag und hüpft! Denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn ebenso taten ihre Väter den Propheten.
Kapitel 6 Vers 24
24. Jedoch wehe euch, den Reichen, denn ihr empfangt bereits euren Trost!
Kapitel 6 Vers 25
25. Wehe euch, die Gesättigten; denn ihr werdet hungern! Wehe euch, die jetzt Lachenden, denn ihr werdet trauern und weinen!
Kapitel 6 Vers 26
26. Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden! Denn ebenso taten ihre Väter den Lügenpropheten.
Kapitel 6 Vers 27
27. Euch jedoch, den Hörenden, sage ich: Liebt eure Feinde, tut Gutes den euch Hassenden;
Kapitel 6 Vers 28
28. segnet die euch Fluchenden, betet für die euch Verleumdenden!
Kapitel 6 Vers 29
29. Biete dem dich auf die eine Wange Schlagenden auch die andere an; und verweigere dem von dir das Obergewand Nehmenden auch das Untergewand nicht.
Kapitel 6 Vers 30
30. Gib aber jedem dich Bittenden; und fordere das Deine von dem es Nehmenden nicht zurück.
Kapitel 6 Vers 31
31. Und so wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun, tut auch ihr ihnen ebenso!
Kapitel 6 Vers 32
32. Und wenn ihr die euch Liebenden liebt, welcher Dank ist euch? Denn auch die Sünder lieben die sie Liebenden.
Kapitel 6 Vers 33
33. Und wenn ihr den euch Gutes tuenden Gutes tut, welcher Dank ist euch? Denn auch die Sünder tun dasselbe.
Kapitel 6 Vers 34
34. Und wenn ihr denen leiht, von welchen ihr hofft es zurückzuerhalten, welcher Dank ist euch? Denn Sünder leihen Sündern auch, damit sie das Gleiche zurück erhalten.
Kapitel 6 Vers 35
35. Liebt jedoch eure Feinde und tut Gutes und leiht, nichts zurück erhoffend; und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.
Kapitel 6 Vers 36
36. Seid also barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Kapitel 6 Vers 37
37. Und richtet nicht, und ihr werdet keinesfalls gerichtet; verurteilt nicht, und ihr werdet keinesfalls verurteilt; begnadigt, und ihr werdet begnadigt werden!
Kapitel 6 Vers 38
38. Gebt, und es wird euch gegeben werden; ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überfließendes Maß werden sie in euren Schoß geben. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden.
Kapitel 6 Vers 39
39. Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube fallen?
Kapitel 6 Vers 40
40. Ein Jünger ist nicht über seinem Lehrer; jeder Ausgebildete aber wird wie sein Lehrer sein.
Kapitel 6 Vers 41
41. Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in dem eigenen Auge nimmst du nicht wahr?
Kapitel 6 Vers 42
42. Oder, wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass zu, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist! Während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge heraus, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der im Auge deines Bruders ist!
Kapitel 6 Vers 43
43. Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht trägt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht trägt.
Kapitel 6 Vers 44
44. Denn jeder Baum wird an der eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen ein noch liest man vom Dornbusch eine Traube.
Kapitel 6 Vers 45
45. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn aus dem Überfluss des Herzens redet sein Mund.
Kapitel 6 Vers 46
46. Was aber nennt ihr mich »Herr, Herr« und tut nicht, was ich sage?
Kapitel 6 Vers 47
47. Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut, - ich werde euch zeigen, wem er gleich ist.
Kapitel 6 Vers 48
48. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der tief ausgrub und setzte die Grundlage auf den Felsen. Als aber ein Hochwasser entstand, umbrandete der Strom jenes Haus, und er konnte es nicht erschüttern, weil es auf den Felsen gegründet war.
Kapitel 6 Vers 49
49. Wer sie aber gehört und nicht getan hat, ist einem Menschen gleich, der sein Haus auf die Erde gebaut hat, ohne Grundlage; um welches der Strom brandete und es stürzte sogleich ein, und der Einsturz jenes Hauses war gewaltig.
Kapitel 7
Kapitel 7 Vers 1
1. Nachdem er aber alle seine Reden vor den Ohren des Volkes beendet hatte, ging er hinein nach Kapernaum.
Kapitel 7 Vers 2
[1 habenden] d.i. war krank
2. Eines gewissen Hauptmanns Knecht aber, der ihm wertvoll war, war krank und im Begriff zu sterben.
Kapitel 7 Vers 3
3. Als er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm, um ihn zu bitten, dass er komme und seinen Knecht rette.
Kapitel 7 Vers 4
4. Als diese aber zu Jesus hinkamen, baten sie ihn inständig und sagten: "Er ist würdig, dem dies gewährt wird;
Kapitel 7 Vers 5
5. denn er liebt unsere Nation, und er hat uns die Synagoge erbaut."
Kapitel 7 Vers 6
6. Jesus aber ging mit ihnen. Als er aber schon nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm, um ihm zu sagen: "Herr, bemühe dich nicht; denn ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach hineinkommst!
Kapitel 7 Vers 7
7. Darum habe ich mich selbst auch nicht für würdig gehalten, zu dir zu kommen; sage jedoch nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund werden!
Kapitel 7 Vers 8
8. Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Autorität gestellt ist, und habe Soldaten unter mir; und ich sage diesem: Geh!, und er geht; und einem anderen: Komm!, und er kommt; und meinem Knecht: Tu dies!, und er tut es."
Kapitel 7 Vers 9
9. Als Jesus diese Worte hörte, staunte er über ihn, wandte sich um zu der ihm folgenden Volksmenge und sagte: "Ich sage euch, nicht einmal in Israel habe ich so großen Glauben gefunden!"
Kapitel 7 Vers 10
10. Und als die, die gesandt waren, in das Haus zurückgekehrt waren, fanden sie den kranken Knecht gesund.
Kapitel 7 Vers 11
11. Und es geschah in der folgenden Zeit: Er ging in eine Stadt, genannt Nain, und viele seiner Jünger und eine große Volksmenge gingen mit ihm.
Kapitel 7 Vers 12
12. Als er sich aber dem Tor der Stadt näherte, siehe, da wurde ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war Witwe; und eine beträchtliche Volksmenge der Stadt war mit ihr.
Kapitel 7 Vers 13
13. Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich bewegt über sie und sagte ihr: "Weine nicht!"
Kapitel 7 Vers 14
14. Und er kam hinzu und berührte die Bahre; die Träger aber standen still. Und er sagte: "Jüngling, ich sage dir: Steh auf!"
Kapitel 7 Vers 15
15. Und der Tote setzte sich auf und fing an zu sprechen; und er gab ihn seiner Mutter.
Kapitel 7 Vers 16
16. Alle aber ergriff Furcht und sie verherrlichten Gott und sagten: "Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden" und: "Gott hat sein Volk besucht!"
Kapitel 7 Vers 17
17. Und diese Rede über ihn ging hinaus in ganz Judäa und in der ganzen Umgebung.
Kapitel 7 Vers 18
18. Und dem Johannes berichteten seine Jünger von allen diesen Dingen.
Kapitel 7 Vers 19
19. Und als Johannes zwei gewisse seiner Jünger herbeigerufen hatte, sandte er sie zu Jesus und ließ ihn fragen: "Bist du der Kommende, oder warten wir auf einen anderen?"
Kapitel 7 Vers 20
20. Als aber die Männer zu ihm herbeigekommen waren, sagten sie: "Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und fragt: Bist du der Kommende, oder warten wir auf einen anderen?"
Kapitel 7 Vers 21
21. In der selben Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Sehen.
Kapitel 7 Vers 22
22. Und Jesus antwortete und sagte ihnen: "Geht hin und berichtet dem Johannes, was ihr gesehen und gehört habt, dass Blinde wieder sehen, Lahme umhergehen, Aussätzige gereinigt werden, Taube hören, Tote erweckt werden, Armen das Evangelium verkündigt wird.
Kapitel 7 Vers 23
23. Und glückselig ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt!"
Kapitel 7 Vers 24
24. Als aber die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an, zu den Volksmengen über Johannes zu sagen: "Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen anzuschauen? Ein Rohr, das vom Wind bewegt wird?
Kapitel 7 Vers 25
[1 jedoch] i.S.v. oder
25. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit weichen Gewändern bekleidet? Siehe, die in herrlichem Gewand und Schwelgerei leben, sind in den Königspalästen!
Kapitel 7 Vers 26
[1 jedoch] i.S.v. oder
26. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: und zwar mehr als ein Prophet!
Kapitel 7 Vers 27
[1 deines] s. Mal 3,1; Mt 11,10; Mk 1,2
27. Dieser ist es, von dem geschrieben ist: »Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir herrichten wird«.
Kapitel 7 Vers 28
28. Denn ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist niemand größer als der Prophet Johannes der Täufer; aber der Geringste im Königreich Gottes ist größer als er."
Kapitel 7 Vers 29
29. Und das ganze Volk, das gehört hatte, und die Zöllner gaben Gott recht, indem sie mit der Taufe des Johannes getauft wurden.
Kapitel 7 Vers 30
30. Die Pharisäer aber und die Gesetzeslehrer verwarfen den Ratschluss Gottes für sich selbst, indem sie nicht von ihm getauft wurden.
Kapitel 7 Vers 31
31. "Mit wem werde ich also die Menschen dieser Generation vergleichen? Und wem sind sie gleich?
Kapitel 7 Vers 32
32. Sie sind Kleinkindern gleich, die am Markt sitzen und einander zurufen und sagen: Wir haben euch geflötet, und ihr habt nicht getanzt; wir haben vor euch geklagt, und ihr habt nicht geweint!
Kapitel 7 Vers 33
33. Denn Johannes der Täufer ist gekommen, der weder Brot isst noch Wein trinkt; und ihr sagt: Er hat einen Dämon!
Kapitel 7 Vers 34
34. Der Sohn des Menschen ist gekommen, der isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, der Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!
Kapitel 7 Vers 35
35. Und doch ist der Weisheit recht gegeben worden von allen ihren Kindern."
Kapitel 7 Vers 36
[1 er legte sich nieder] d.i. zu Tisch
36. Einer der Pharisäer aber bat ihn, dass er mit ihm esse. Und er ging in das Haus des Pharisäers hinein und legte sich zu Tisch nieder.
Kapitel 7 Vers 37
ἀλάβαστρον
211
N-ASN
Alabasterfläschchen
[1 er liegt nieder] d.i. zu Tisch
37. Und siehe, eine Frau in der Stadt, die eine Sünderin war, hatte erfahren, dass er in dem Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte ein Alabasterfläschchen mit Salböl,
Kapitel 7 Vers 38
38. und stand weinend hinten bei seinen Füßen und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und trocknete sie mit den Haaren ihres Kopfes ab, küsste seine Füße ab und salbte (sie mit dem Salböl.
Kapitel 7 Vers 39
[1 er sagte] i.S.v. meinen
39. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, meinte er bei sich selbst und sagte: "Wenn dieser ein Prophet wäre, würde er erkennen, wer und was für eine Frau das ist, die ihn berührt, dass sie eine Sünderin ist!"
Kapitel 7 Vers 40
40. Und Jesus antwortete und sagte zu ihm: "Simon, ich habe dir etwas zu sagen." Er aber erwiderte: "Lehrer, sage es!"
Kapitel 7 Vers 41
41. "Ein gewisser Geldverleiher hatte zwei Schuldner. Der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere aber fünfzig.
Kapitel 7 Vers 42
42. Da sie aber nicht hatten, um zu erstatten, schenkte er es beiden. Sage mir: Wer von ihnen wird ihn also mehr lieben?"
Kapitel 7 Vers 43
43. Simon aber antwortete und sagte: "Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat." Er aber sagte ihm: "Du hast richtig geurteilt!"
Kapitel 7 Vers 44
44. Und er wendete sich um zu der Frau und erwiderte dem Simon: "Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen doch du hast kein Wasser für meine Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Kopfes abgetrocknet.
Kapitel 7 Vers 45
45. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben; sie aber hat, seitdem ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße abzuküssen.
Kapitel 7 Vers 46
46. Du hast meinen Kopf nicht mit Öl gesalbt, sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt.
Kapitel 7 Vers 47
47. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben worden, so dass sie viel geliebt hat; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig."
Kapitel 7 Vers 48
48. Er aber sagte ihr: "Die Sünden sind dir vergeben worden!"
Kapitel 7 Vers 49
[1 mit liegenden] d.i. zu Tisch
49. Und die mit ihm zu Tisch lagen, fingen an, untereinander zu sagen: "Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt?"
Kapitel 7 Vers 50
50. Er aber sagte zu der Frau: "Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!"
Kapitel 8
Kapitel 8 Vers 1
1. Und es geschah in der folgenden Zeit, dass er jede Stadt und Dorf durchzog, wobei er predigte und das Evangelium vom Königreich Gottes verkündigte; und die Zwölf waren mit ihm,
Kapitel 8 Vers 2
2. und einige Frauen, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, die Magdalenerin genannt wird, von der sieben Dämonen ausgefahren waren,
Kapitel 8 Vers 3
3. und Johanna, die Frau Chusas, eines Verwalters des Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm aus ihrem Besitz dienten.
Kapitel 8 Vers 4
4. Als aber eine große Volksmenge zusammenkam und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sagte er durch [ein Gleichnis:
Kapitel 8 Vers 5
5. "Der Sämann ging hinaus, um seinen Samen zu säen. Und während er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.
Kapitel 8 Vers 6
[1 Felsen] i.S.v. felsigen Boden
6. Und anderes fiel auf den felsigen Boden; und als es aufwuchs, vertrocknete es, weil es keine Feuchtigkeit hatte.
Kapitel 8 Vers 7
7. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit aufwuchsen, erstickten es.
Kapitel 8 Vers 8
8. Und anderes fiel in die gute Erde und wuchs auf und brachte hundertfache Frucht." Und als er diese Worte sagte, rief er: "Wer Ohren hat zu hören, höre!"
Kapitel 8 Vers 9
[1 es möge sein] i.S.v. bedeuten
9. Seine Jünger aber befragten ihn und sagten: "Was mag dieses Gleichnis bedeuten?"
Kapitel 8 Vers 10
[1 sie verstehen] s. Jes 6,9
10. Er aber sagte: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Königreiches Gottes zu kennen, den Übrigen aber wir es in Gleichnissen gesagt, damit sie als Sehende doch nicht sehen und als Hörende doch nicht verstehen.
Kapitel 8 Vers 11
[ es ist] i.S.v. bedeuten
11. Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.
Kapitel 8 Vers 12
12. Die am Weg aber sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht, da sie geglaubt haben, gerettet werden.
Kapitel 8 Vers 13
[1 Felsens] i.S.v. felsigen Boden
13. Die aber auf dem felsigen Boden sind die, wenn sie es hören, das Wort mit Freude aufnehmen; und diese haben keine Wurzel; sie glauben für eine Zeit, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Kapitel 8 Vers 14
14. Was aber in die Dornen fiel, diese sind die, die gehört haben; und sie gehen unter Sorgen und Reichtum und Vergnügungen des Lebens, werden erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.
Kapitel 8 Vers 15
15. Was aber in die guten Erde fiel, diese sind die, die das Wort, das sie gehört haben, in einem feinen und guten Herzen bewahren und in Geduld Frucht bringen." Und als er diese Worte sagte, rief er: "Wer Ohren hat zu hören, höre!
Kapitel 8 Vers 16
16. Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit die, die hereinkommen, das Licht sehen.
Kapitel 8 Vers 17
[1 sichtbares] i.S.v. ans Licht
17. Denn nichts ist verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch ist nichts geheim, was nicht bekannt werden und ans Licht kommen wird.
Kapitel 8 Vers 18
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[2 immer] i.S.v. jeder, der
18. Seht also zu, wie ihr hört! Denn jeder, der hat, dem wird gegeben werden; und jeder, der nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er zu haben meint."
Kapitel 8 Vers 19
19. Seine Mutter aber und seine Brüder kamen herbei zu ihm und sie konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm durchkommen.
Kapitel 8 Vers 20
20. Und es wurde ihm berichtet und sie sagten: "Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen!"
Kapitel 8 Vers 21
21. Er aber antwortete und sagte zu ihnen: "Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und es tun!"
Kapitel 8 Vers 22
22. Und es geschah an einem der Tage, dass er und seine Jünger in ein Schiff einstiegen; und er sagte zu ihnen: "Lasst uns an das jenseitige Ufer des Sees hinüberfahren!" Und sie fuhren ab.
Kapitel 8 Vers 23
23. Während sie aber segelten, schlief er ein. Und ein Sturmwind fiel auf den See herab, und sie wurden überflutet und sie gerieten in Gefahr.
Kapitel 8 Vers 24
24. Und sie kamen hinzu, weckten ihn auf und sagten: "Meister, Meister, wir kommen um!" Als er aber aufgestanden war, bedrohte er den Wind und die Wogen des Wassers; und sie beruhigten sich und es trat Stille ein.
Kapitel 8 Vers 25
25. Er aber sagte ihnen: "Wo ist euer Glaube?" Sie aber fürchteten sich und staunten und sagen zueinander: "Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie gehorchen ihm?"
Kapitel 8 Vers 26
26. Und sie segelten hin zu dem Gebiet der Gadarener, das Galiläa gegenüber ist.
Kapitel 8 Vers 27
27. Als er aber ans Land ausgestiegen war, kam ihm ein gewisser Mann aus der Stadt entgegen, der seit geraumer Zeit Dämonen hatte und sich nicht in ein Gewand bekleidete und nicht in einem Haus blieb, sondern in den Grabstätten.
Kapitel 8 Vers 28
28. Als er aber Jesus gesehen und aufgeschrien hatte, fiel er vor ihm nieder und sagte mit lauter Stimme: "Was ist zwischen mir und dir, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, quäle mich nicht!"
Kapitel 8 Vers 29
29. Er hatte nämlich dem unreinen Geist geboten, von dem Menschen auszufahren; denn er hatte ihn lange Zeiten hindurch in seiner Gewalt, und er wurde wiederholt mit Handschellen und mit Fußfesseln gebunden, um ihn in Gewahrsam zu halten, und er zerriss die Fesseln und wurde vom Dämon in die Einöde getrieben.
Kapitel 8 Vers 30
30. Jesus aber befragte ihn und sagte: "Was ist dein Name?" Er aber sagte: "Legion!" weil viele Dämonen in ihn hineingefahren waren.
Kapitel 8 Vers 31
31. Und er bat ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund wegzugehen.
Kapitel 8 Vers 32
32. Es war aber dort eine Herde von genügend Schweinen, die an dem Berg geweidet wurden; und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in jene zu fahren. Und er erlaubte es ihnen.
Kapitel 8 Vers 33
33. Die Dämonen aber fuhren von dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürmte den Abhang hinab in den See und ertrank.
Kapitel 8 Vers 34
34. Als aber die Hirten das Geschehene sahen, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Höfen.
Kapitel 8 Vers 35
35. Die Leute aber kamen heraus, um das Geschehene zu sehen, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig zu den Füßen Jesu dasitzen, und sie fürchteten sich.
Kapitel 8 Vers 36
36. Die es aber gesehen hatten, verkündeten ihnen auch, wie der Besessene gerettet worden war.
Kapitel 8 Vers 37
37. Und die ganze Menge aus der Gegend der Gadarener bat ihn, von ihnen wegzugehen, weil sie von großer Furcht ergriffen worden waren. Er aber stieg in das Boot und kehrte zurück.
Kapitel 8 Vers 38
38. Der Mann aber, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Jesus aber entließ ihn und sagte:
Kapitel 8 Vers 39
39. "Kehre zurück in dein Haus und erzähle alle die Dinge, die Gott dir getan hat!" Und er ging weg und verkündigte durch die ganze Stadt, alle die Dinge, die Jesus ihm getan hatte.
Kapitel 8 Vers 40
40. Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn die Volksmenge freundlich auf; denn alle erwarteten ihn.
Kapitel 8 Vers 41
41. Und siehe, ein Mann mit Namen Jairus, und er war ein Oberster der Synagoge, kam und fiel Jesus zu Füßen und bat ihn, in sein Haus hineinzukommen,
Kapitel 8 Vers 42
42. weil er eine einzige Tochter hatte, etwa zwölf Jahren alt und diese lag im Sterben. Als er aber wegging, bedrängte ihn die Volksmenge.
Kapitel 8 Vers 43
[1 Leben] i.S.v. Lebensunterhalt
43. Und eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutfluss litt und die ihren ganzen Lebensunterhalt an Ärzte aufgewendet hatte, aber von niemand geheilt werden konnte,
Kapitel 8 Vers 44
[1 Quaste] s. 5.Mo 22,12
44. kam von hinten hin und berührte die Quaste seines Gewandes; und sogleich stand ihr Blutfluss still.
Kapitel 8 Vers 45
45. Und Jesus sagte: "Wer ist es der mich berührt hat?" Als aber alle es verneinten, sagte Petrus und die mit ihm waren: "Meister, die Volksmengen drücken und drängen dich, und du sagst: Wer ist es der mich berührt hat?"
Kapitel 8 Vers 46
46. Jesus aber sagte: "Jemand hat mich berührt; denn ich habe erkannt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist!"
Kapitel 8 Vers 47
47. Als die Frau aber sah, dass sie nicht unbemerkt geblieben war, kam sie zitternd, fiel vor ihm nieder und berichtete ihm vor dem ganzen Volk, aus welchem Grund sie ihn berührt hatte und wie sie sogleich geheilt worden war.
Kapitel 8 Vers 48
48. Er aber sagte ihr: "Habe Mut, Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden!"
Kapitel 8 Vers 49
ἀρχισυναγώγου,
752
N-GSM
Synagogenvorstehers
49. Während er noch spricht, kommt jemand vom Haus des Synagogenvorsteher und sagt ihm: "Deine Tochter ist verstorben; bemühe den Lehrer nicht!"
Kapitel 8 Vers 50
50. Als aber Jesus es gehört hatte, antwortete er ihm und sagte: "Fürchte dich nicht; glaube nur, und sie wird gerettet werden!"
Kapitel 8 Vers 51
51. Als er aber zu dem Haus gekommen war, erlaubte er niemand hineinzugehen außer Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater des Kindes und die Mutter.
Kapitel 8 Vers 52
52. Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sagte: "Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft."
Kapitel 8 Vers 53
53. Und sie verlachten ihn, weil sie wussten, dass sie gestorben war.
Kapitel 8 Vers 54
54. Er aber trieb sie alle hinaus und ergriff ihre Hand, rief und sagte: "Mädchen, steh auf!"
Kapitel 8 Vers 55
55. Und ihr Geist kehrte zurück und sie stand sogleich auf; und er ordnete an, ihr zu essen zu geben.
Kapitel 8 Vers 56
56. Und ihre Eltern gerieten außer sich; er aber gebot ihnen, niemand das Geschehene zu sagen.
Kapitel 9
Kapitel 9 Vers 1
1. Als er aber die Zwölf zusammengerufen hatte, gab er ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und Krankheiten zu heilen;
Kapitel 9 Vers 2
2. und er sandte sie aus, das Königreich Gottes zu verkünden und die Kranken gesund zu machen.
Kapitel 9 Vers 3
3. Und er sagte zu ihnen: "Nehmt nichts auf den Weg, weder Stäbe noch Tasche, noch Brot noch Silber(geld) noch sollt ihr je zwei Hemden haben.
Kapitel 9 Vers 4
[1 geht hinaus] i.S.v. geht weiter
4. Und in welches Haus ihr hineingeht, bleibt dort, und von dort geht weiter.
Kapitel 9 Vers 5
5. Und alle, die euch nicht aufnehmen, wenn ihr aus jener Stadt fortgeht, schüttelt auch den Staub von euren Füßen ab, zum Zeugnis gegen sie."
Kapitel 9 Vers 6
6. Als sie aber hinausgingen, durchzogen sie die Dörfer, verkündigten das Evangelium und heilten überall.
Kapitel 9 Vers 7
7. Herodes aber, der Tetrarch, hörte alle Geschehnisse durch ihn; und er war verwirrt, weil von einigen gesagt wurde, dass Johannes aus den Toten erweckt worden sei,
Kapitel 9 Vers 8
8. von einigen aber, dass Elia erschienen sei, von anderen aber, dass ein Prophet, einer der alten, auferstanden sei.
Kapitel 9 Vers 9
[1 er suchte] i.S.v. wünschen, wollen
9. Und Herodes sagte: "Johannes habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solche Dinge höre?" Und er versuchte, ihn zu sehen.
Kapitel 9 Vers 10
10. Und als die Apostel zurückgekehrt waren, erzählten sie ihm alle Dinge, die sie getan hatten. Und er nahm sie mit und zog sich abseits zurück an einen einsamen Ort bei einer Stadt, genannt Bethsaida.
Kapitel 9 Vers 11
11. Als aber die Volksmengen es erkannten, folgten sie ihm; und er empfing sie und sprach zu ihnen über das Königreich Gottes, und die, die der Genesung Bedarf hatten, machte er gesund.
Kapitel 9 Vers 12
12. Der Tag aber begann, sich zu neigen; die Zwölf aber kamen hinzu und sagten ihm: "Entlasse die Volksmenge, damit sie in die umliegenden Dörfer und die Höfe weggehen und einkehren und Verpflegung finden; weil wir hier an einem einsamen Ort sind!"
Kapitel 9 Vers 13
[1 uns] i.S.v. wir haben nicht
13. Er aber sagte zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Sie aber sagten: "Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; ob wir etwa hingehen und für dieses ganze Volk Speise kaufen sollen?"
Kapitel 9 Vers 14
14. Denn es waren etwa fünftausend Männer. Er sagte aber zu seinen Jüngern: "Lasst sie sich in Gruppen zu je fünfzig lagern!"
Kapitel 9 Vers 15
15. Und sie taten so und alle lagern sich.
Kapitel 9 Vers 16
16. Als er aber die fünf Brote und die zwei Fische genommen und zum Himmel aufgeblickt hatte, segnete er sie; und er brach und gab sie den Jüngern, um sie der Volksmenge vorzulegen.
Kapitel 9 Vers 17
17. Und sie aßen und wurden alle gesättigt; und es wurde aufgehoben, was ihnen übriggeblieben war, zwölf Handkörbe von Brocken.
Kapitel 9 Vers 18
18. Und es geschah, als er allein war, um zu beten, waren die Jünger mit ihm; und er befragte sie und sagte: "Wer, sagen die Volksmengen, bin ich?"
Kapitel 9 Vers 19
19. Sie aber antworteten und sagten: "Johannes der Täufer; andere aber Elia; andere aber, dass jemand vom den alten Propheten auferstanden ist."
Kapitel 9 Vers 20
20. Er aber sagte ihnen: "Ihr aber, Wer sagt ihr, bin ich?" Petrus aber antwortete und sagte: "Der Christus Gottes!"
Kapitel 9 Vers 21
21. Er aber wies sie an und gebot ihnen, dies niemand zu sagen,
Kapitel 9 Vers 22
ἀποδοκιμασθῆναι
593
V-APN
verworfen werden
22. und sagte: "Der Sohn des Menschen muss viele Dinge leiden und verworfen werden von den Ältesten und den Hohepriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden."
Kapitel 9 Vers 23
23. Er sagte aber zu allen: "Wenn jemand hinter mir her kommen will, verleugne er sich selbst und nehme auf sein Kreuz und folge mir.
Kapitel 9 Vers 24
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[1 immer] i.S.v. jeder, der
24. Denn jeder, der sein Leben retten will, wird es verlieren; jeder aber, der sein Leben verliert um meinetwillen, wird es retten.
Kapitel 9 Vers 25
25. Denn was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt?
Kapitel 9 Vers 26
[1 immer] i.S.v. jeder, der
26. Denn jeder, der sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommt in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.
Kapitel 9 Vers 27
27. Ich sage euch aber wahrhaftig: Es sind einige von denen, die hier stehen, die keinesfalls den Tod schmecken werden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben."
Kapitel 9 Vers 28
28. Es geschah aber etwa acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus mitnahm und auf den Berg stieg, um zu beten.
Kapitel 9 Vers 29
29. Und es geschah, während er betete, wurde das Aussehen seines Gesichtes anders und sein Gewand strahlend weiß.
Kapitel 9 Vers 30
30. Und siehe, zwei Männer besprachen sich mit ihm, die waren Mose und Elia,
Kapitel 9 Vers 31
31. die erschienen in Herrlichkeit und besprachen seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
Kapitel 9 Vers 32
32. Petrus aber und die mit ihm waren, waren vom Schlaf beschwert. Als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm dabei standen.
Kapitel 9 Vers 33
33. Und es geschah, als sie sich von ihm trennten, sagte Petrus zu Jesus: "Meister, es ist gut für uns, hier zu sein" und "wir wollen drei Zelte machen, eins für dich und eins für Mose und eins für Elia!" Dabei wusste er nicht, was er sagte.
Kapitel 9 Vers 34
34. Als er aber diese Worte redete, entstand eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als jene in die Wolke hineinkamen.
Kapitel 9 Vers 35
35. Und eine Stimme geschah aus der Wolke, die sagte: "Dieser ist mein geliebter Sohn; hört auf ihn!"
Kapitel 9 Vers 36
[1 nichts] i.S.v. etwas von dem (doppelte Verneinung)
36. Und als die Stimme geschehen war, wurde Jesus allein vorgefunden. Und sie schwiegen und berichteten in jenen Tagen niemand etwas von dem, was sie gesehen hatten.
Kapitel 9 Vers 37
37. Es begab sich aber am folgenden Tag, als sie den Berg herabgekommen waren, dass ihm eine große Volksmenge entgegenging.
Kapitel 9 Vers 38
38. Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief laut und sagte: "Lehrer, ich bitte dich, blicke auf meinen Sohn hin, weil er mein einziger ist!
Kapitel 9 Vers 39
39. Und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er verkrampft ihn unter Schäumen, und weicht nur mühsam von ihm, wobei er ihn aufreibt.
Kapitel 9 Vers 40
40. Und ich habe deine Jünger gebeten, dass sie ihn austreiben, aber sie konnten es nicht."
Kapitel 9 Vers 41
[1 wann] i.S.v. wie lange
41. Jesus aber antwortete und sagte: "O du ungläubige und verkehrte Generation! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen? Führe deinen Sohn hierher!"
Kapitel 9 Vers 42
42. Während er aber noch herzu kam, riss ihn der Dämon nieder und verkrampfte ihn. Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und heilte den Jungen und gab ihn seinem Vater zurück.
Kapitel 9 Vers 43
43. Alle aber erstaunten über die Großartigkeit Gottes. Als sich aber alle verwunderten über alle Dinge, die Jesus tat, sagte er zu seinen Jüngern:
Kapitel 9 Vers 44
44. "Legt ihr diese Worte in eure Ohren: Der Sohn des Menschen ist nämlich im Begriff, in die Hände der Menschen übergeben zu werden!"
Kapitel 9 Vers 45
45. Sie aber verstanden das Gesagte nicht, und es war vor ihnen verborgen worden, so dass sie es nicht begriffen; und sie fürchteten sich, ihn wegen dieses Gesagten zu fragen.
Kapitel 9 Vers 46
46. Es kam aber eine Überlegung unter ihnen auf, wer wohl der Größte von ihnen sei.
Kapitel 9 Vers 47
47. Als Jesus aber die Überlegung ihres Herzens erkannte, nahm er ein Kindlein und stellte es neben sich
Kapitel 9 Vers 48
[1 immer] i.S.v. jeder, der
[1 immer] i.S.v. jeder, der
48. und sagte ihnen: "Jeder, der dieses Kindlein aufnimmt um meines Namens willen, nimmt mich auf; und jeder, der mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer der Geringste von euch allen ist, der wird groß sein!"
Kapitel 9 Vers 49
49. Johannes aber antwortete und sagte: "Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen die Dämonen austrieb, und wir wehrten ihm, weil er nicht mit uns nachfolgt."
Kapitel 9 Vers 50
50. Und Jesus sagte zu ihm: "Wehrt ihm nicht! Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns."
Kapitel 9 Vers 51
[1 er festigte] Hebräismus: ausrichten
51. Es geschah aber, als die Tage seiner Aufnahme erfüllt werden sollten, dass auch er sein Gesicht ausrichtete, um nach Jerusalem zu gehen,
Kapitel 9 Vers 52
52. und er sandte Boten vor seinem Gesicht her. Und als sie hingingen, kamen sie hinein in ein Dorf der Samariter um ihm Herberge zu bereiten.
Kapitel 9 Vers 53
53. Und sie nahmen ihn nicht auf, weil sein Gesicht ausgerichtet war, nach Jerusalem zu gehen.
Kapitel 9 Vers 54
54. Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: "Herr, willst du, dass wir sagen, dass Feuer vom Himmel herabfällt und sie verzehrt, wie es auch Elia getan hat?"
Kapitel 9 Vers 55
55. Er aber wandte sich um und rügte sie und sagte: "Wisst ihr nicht, wessen Geistes ihr seid?
Kapitel 9 Vers 56
56. Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um das Leben der Menschen zu verderben, sondern zu retten!" Und sie gingen in ein anderes Dorf.
Kapitel 9 Vers 57
57. Es geschah aber, als sie auf dem Weg gingen, sagte jemand zu ihm: "Ich will dir folgen, wo immer du hingehst, Herr!"
Kapitel 9 Vers 58
58. Und Jesus sagte ihm: "Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Sohn des Menschen aber hat nicht, wo er das Haupt hinlegt."
Kapitel 9 Vers 59
59. Er sagte aber zu einem anderen: "Folge mir!" Der aber sagte: "Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben!"
Kapitel 9 Vers 60
60. Jesus aber sagte ihm: "Lass die Toten ihre eigenen Toten begraben; du aber geh weg und verkünde das Königreich Gottes!"
Kapitel 9 Vers 61
61. Es sagte aber auch ein anderer: "Ich will dir folgen, Herr; zuvor aber erlaube mir, mich zu verabschieden von denen in meinem Haus!"
Kapitel 9 Vers 62
[1 nach hinten] i.S.v. zurück
62. Jesus aber sagte zu ihm: "Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und blickt zurück, ist brauchbar für das Königreich Gottes!"
Kapitel 10
Kapitel 10 Vers 1
1. Nach diesen Dingen aber bestimmte der Herr auch siebzig andere und sandte sie zu je zwei vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst dabei war zu gehen.
Kapitel 10 Vers 2
2. Dabei sagte er zu ihnen: "Die Ernte ist zwar groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet also den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende!
Kapitel 10 Vers 3
3. Geht hin! Siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.
Kapitel 10 Vers 4
4. Tragt weder Geldbeutel noch Tasche noch Sandalen und grüßt niemand auf dem Weg.
Kapitel 10 Vers 5
[1 immer] i.S.V. jedes, das
5. In jedes Haus aber, in das ihr hineingeht, sagt zuerst: Friede diesem Haus!
Kapitel 10 Vers 6
6. Und wenn dort wirklich ein Sohn des Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber doch nicht, wird er auf euch zurückkehren.
Kapitel 10 Vers 7
7. In demselben Haus aber bleibt und esst und trinkt die Speisen von ihnen; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Wechselt nicht von Haus zu Haus.
Kapitel 10 Vers 8
[1 immer] i.S.v. jede, die
8. Und in jede Stadt, in die ihr hineinkommt und sie euch aufnehmen, esst die Speisen, die euch vorgesetzt werden
Kapitel 10 Vers 9
[1 dieser] i.S.v. darin
9. und heilt die Kranken darin und sagt ihnen: Das Königreich Gottes ist nahe zu euch gekommen!
Kapitel 10 Vers 10
[1 immer] i.S.v. jede, die
10. In jede Stadt aber, in die ihr hineinkommt und sie euch nicht aufnehmen, sagt, nachdem ihr in ihre Straßen hinausgegangen seid:
Kapitel 10 Vers 11
11. Sogar den Staub, der aus eurer Stadt an uns gehaftet ist, streifen wir ab gegen euch; doch dies wisst, dass das Königreich Gottes nahe zu euch gekommen ist!
Kapitel 10 Vers 12
12. Ich sage euch, dass es den Sodomern an jenem Tag erträglicher sein wird als jener Stadt.
Kapitel 10 Vers 13
13. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Machttaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, hätten sie längst in Sack und Asche sitzend Buße getan.
Kapitel 10 Vers 14
14. Doch es wird Tyrus und Sidon in dem Gericht erträglicher sein als euch.
Kapitel 10 Vers 15
15. Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht worden bist, du wirst bis zum Hades hinabgestoßen werden!
Kapitel 10 Vers 16
16. Wer euch hört, hört mich, und wer euch abweist, weist mich ab; wer aber mich abweist, weist den ab, der mich gesandt hat."
Kapitel 10 Vers 17
17. Die siebzig aber kehrten mit Freuden zurück und sagten: "Herr, sogar die Dämonen ordnen sich uns unter in deinem Namen!"
Kapitel 10 Vers 18
18. Er sagte ihnen aber: "Ich schaute den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
Kapitel 10 Vers 19
19. Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, um auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über die ganze Kraft des Feindes; und nichts wird euch jemals schaden.
Kapitel 10 Vers 20
20. Doch nicht darüber freut euch, dass die Geister sich euch unterordnen; freut euch aber, dass eure Namen in den Himmeln geschrieben worden sind."
Kapitel 10 Vers 21
21. In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sagte: "Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast. Ja, Vater, denn so geschah Wohlgefallen vor dir."
Kapitel 10 Vers 22
[1 immer] i.S.v. jeder, dem
22. Und zu den Jüngern gewandt sagte er: "Alle Dinge sind mir von meinem Vater übergeben worden; und keiner weiß, wer der Sohn ist, außer der Vater; und wer der Vater ist, außer der Sohn und jeder, dem der Sohn es offenbaren will."
Kapitel 10 Vers 23
23. Und zu den Jüngern abseits gewandt sagte er: "Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht!
Kapitel 10 Vers 24
24. Denn ich sage euch, dass viele Propheten und Könige zu sehen wünschten, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört."
Kapitel 10 Vers 25
25. Und siehe, ein gewisser Gesetzesgelehrter stand auf, versuchte ihn und sagte: "Lehrer, was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben?"
Kapitel 10 Vers 26
26. Er aber sagte zu ihm: "Was ist im Gesetz geschrieben? Wie liest du?"
Kapitel 10 Vers 27
[1 Denkens] s. 5.Mo 6,5
[2 dich selbst] s. 3.Mo 19,18
27. Er aber antwortete und sagte: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Stärke und aus deinem ganzen Denken« und »deinen Nächsten wie dich selbst!«
Kapitel 10 Vers 28
28. Er aber sagte ihm: "Du hast richtig geantwortet; tue dies, und du wirst leben!"
Kapitel 10 Vers 29
29. Er aber, weil er sich selbst rechtfertigen wollte, sagte zu Jesus: "Und wer ist mein Nächster?"
Kapitel 10 Vers 30
30. Jesus aber nahm die Frage auf und sagte: "Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und fügten ihm Schläge zu und gingen weg und verließen ihn halbtot, wie er war.
Kapitel 10 Vers 31
31. Zufällig aber ging ein gewisser Priester auf jenem Weg hinab; und als er ihn sah, ging er auf der Seite gegenüber vorbei.
Kapitel 10 Vers 32
32. Ebenso aber auch ein Levit, der an den Ort gelangt war, als er kam und ihn sah, ging er auf der Seite gegenüber vorbei.
Kapitel 10 Vers 33
33. Ein gewisser Samariter aber, der auf dem Weg war, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt
Kapitel 10 Vers 34
34. und kam hinzu, verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf. Als er ihn aber auf sein eigenes Reittier hatte aufsitzen lassen, führte er ihn in eine Herberge und trug Fürsorge für ihn.
Kapitel 10 Vers 35
35. Und an dem folgenden Tag, als er wegging, holte er zwei Denare hervor und gab sie dem Wirt und sagte ihm: Trage Fürsorge für ihn! Und was immer du dazu aufwendest, werde ich dir bei meiner Rückkehr erstatten.
Kapitel 10 Vers 36
36. Wer von diesen dreien, scheint dir, ist als Nächster geworden für den, der unter die Räuber gefallen ist?"
Kapitel 10 Vers 37
37. Er aber sagte: "Der, der das Erbarmen an ihm getan hat!" Jesus sagte ihm also: "Geh hin und tue du ebenso!"
Kapitel 10 Vers 38
38. Es geschah aber, während sie weitergingen, kam er auch in ein gewisses Dorf; eine gewisse Frau aber, mit Namen Martha nahm ihn in ihr Haus auf.
Kapitel 10 Vers 39
39. Und bei dieser war eine Schwester, genannt Maria, die auch, nachdem sie sich zu den Füßen Jesu gesetzt hatte, auf seine Worte hörte.
Kapitel 10 Vers 40
40. Martha aber war mit vielem Dienen beschäftigt. Als sie aber herzu getreten war, sagte sie: "Herr, kümmerst es dich nicht, dass meine Schwester mich allein ließ, um dienen? Sage ihr also, dass sie mir hilft!"
Kapitel 10 Vers 41
41. Jesus aber antwortete und sagte ihr: "Martha, Martha, du sorgst und beunruhigst dich um viele Dinge;
Kapitel 10 Vers 42
42. eines aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil ausgewählt, das nicht von ihr weggenommen werden wird!"
Kapitel 11
Kapitel 11 Vers 1
1. Und es geschah, als er an einem gewissen Ort war, um zu beten, als er aufhörte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: "Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!"
Kapitel 11 Vers 2
2. Er aber sagte ihnen: "Wenn ihr betet, sagt: Unser Vater, der du in den Himmeln bist, geheiligt werde dein Name! Dein Königreich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde.
Kapitel 11 Vers 3
3. Gib uns täglich unser nötiges Brot!
Kapitel 11 Vers 4
4. Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldet! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen!"
Kapitel 11 Vers 5
5. Und er sagte zu ihnen: "Wer von euch hätte einen Freund und er ginge mitternachts zu ihm und sagte ihm: Freund, leihe mir drei Brote,
Kapitel 11 Vers 6
6. weil ein Freund von der Reise zu mir angekommen ist, und ich nicht habe, was ich ihm vorsetzen kann!
Kapitel 11 Vers 7
7. Und jener würde von innen antworten und sagen: Bereite mir nicht Mühe! Die Tür ist schon geschlossen und meine Kindlein sind mit mir in dem Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben!
Kapitel 11 Vers 8
8. Ich sage euch: Auch wenn er nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, wird er sich doch wegen seiner Unverschämtheit erheben und ihm geben, so viel er benötigt.
Kapitel 11 Vers 9
9. Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!
Kapitel 11 Vers 10
10. Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet werden.
Kapitel 11 Vers 11
11. Welchen Vater aber von euch, wird der Sohn um Brot bittet, wird ihm etwa einen Stein geben? Oder auch um Fisch, wird er ihm etwa eine Schlange anstatt eines Fisches geben?
Kapitel 11 Vers 12
12. Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm etwa einen Skorpion geben?
Kapitel 11 Vers 13
13. Wenn ihr also, die ihr böse seid, wisst, euren Kindern gute Gaben zu geben, wie viel mehr wird der Vater, der aus dem Himmel ist, Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!
Kapitel 11 Vers 14
14. Und er war dabei, einen Dämon auszutreiben, und er war stumm. Es geschah aber, nachdem der Dämon ausgefahren war, sprach der Stumme. Und die Volksmengen staunten.
Kapitel 11 Vers 15
15. Einige aber von ihnen sagten: "Durch Beelzebul, einem Obersten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus!"
Kapitel 11 Vers 16
16. Andere aber versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel.
Kapitel 11 Vers 17
17. Er aber, da er um ihre Gedanken wusste, sagte ihnen: "Jedes Königreich, das in sich selbst zwiespältig ist, wird verwüstet, und Haus mit Haus entzweit, fällt.
Kapitel 11 Vers 18
18. Wenn aber auch der Satan mit sich selbst zwiespältig ist, wie wird sein Reich bestehen? Weil Ihr sagt, ich treibe die Dämonen durch Beelzebul aus.
Kapitel 11 Vers 19
19. Wenn aber ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
Kapitel 11 Vers 20
20. Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe, ist also das Königreich Gottes zu euch gekommen!
Kapitel 11 Vers 21
21. Wenn der Starke, der vollständig bewaffnet ist, seinen Hof bewacht, sind seine Besitztümer in Frieden.
Kapitel 11 Vers 22
22. Sobald aber der Stärkere als er herbeikommt und ihn besiegt, nimmt er seine Vollrüstung, auf die er sich verlassen hatte, weg und verteilt seine Beutestücke.
Kapitel 11 Vers 23
23. Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut!
Kapitel 11 Vers 24
24. Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausfährt, durchzieht er wasserlose Orte und sucht Ruhe. Und wenn er sie nicht findet, sagt er: Ich werde zurückkehren in mein Haus, woher ich ausgefahren bin.
Kapitel 11 Vers 25
25. Und wenn er kommt, findet er es gefegt und geschmückt.
Kapitel 11 Vers 26
26. Dann geht er und nimmt sieben andere Geister mit, böser als er selbst, und sie kommen und wohnen dort, und die letzten Dinge jenes Menschen werden schlimmer als die ersten."
Kapitel 11 Vers 27
27. Es geschah aber, während er diese Worte sagte, erhob eine gewisse Frau aus der Volksmenge die Stimme und sagte ihm: "Glückselig der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, an denen du gesogen hast!
Kapitel 11 Vers 28
28. Er aber sagte: Glückselige vielmehr noch die, die Gottes Wort hören und es bewahren!
Kapitel 11 Vers 29
29. Als aber die Volksmengen sich dazu drängten, fing er an zu sagen: "Diese Generation ist böse! Ein Zeichen fordert sie; und kein Zeichen wird ihr gegeben werden außer das Zeichen Jonas, des Propheten.
Kapitel 11 Vers 30
30. Denn so wie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen dieser Generation sein.
Kapitel 11 Vers 31
[1 sie wird erweckt werden] i.S.v. als Zeugin auftreten
31. Eine Königin vom Süden wird im Gericht auftreten gegen die Männer dieser Generation und wird sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, mehr als Salomo ist hier!
Kapitel 11 Vers 32
[1 sie werden aufstehen] i.S.v. als Zeugen auftreten
32. Männer von Ninive werden im Gericht auftreten gegen diese Generation und werden sie verurteilen; denn sie taten Buße auf die Verkündigung von Jona hin; und siehe, mehr als Jona ist hier!
Kapitel 11 Vers 33
33. Keiner aber, der eine Leuchte angezündet hat, stellt sie ins Verborgenen, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die, die hereinkommen, den Lichtschein sehen.
Kapitel 11 Vers 34
34. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Solange also dein Auge einfältig ist, ist auch dein ganzer Leib licht; sobald es aber böse ist, ist auch dein Leib finster.
Kapitel 11 Vers 35
35. Habe also acht, dass das Licht, das in dir ist, nicht Finsternis ist!
Kapitel 11 Vers 36
36. Wenn also dein ganzer Leib licht ist und keinen finsteren Teil hat, wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte dich mit dem Strahl beleuchtet.
Kapitel 11 Vers 37
37. Während er aber sprach, bat ihn ein gewisser Pharisäer, bei ihm ein Mahl einzunehmen. Als er aber hineingegangen war legte es sich zu Tisch.
Kapitel 11 Vers 38
38. Der Pharisäer aber staunte, als er sah, dass er sich vor der Mahlzeit nicht zuerst gewaschen hatte.
Kapitel 11 Vers 39
39. Der Herr aber sagte zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voll von Raub und Bosheit.
Kapitel 11 Vers 40
40. Unvernünftige! Hat nicht der, der das Äußere gemacht hat, auch das Innere gemacht?
Kapitel 11 Vers 41
41. Gebt jedoch von dem, was innen ist, als Almosen, und siehe, alle Dinge sind euch rein!
Kapitel 11 Vers 42
42. Jedoch wehe euch Pharisäern, weil ihr die Minze und die Raute und alles Gemüse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes übergeht! Diese müsste man tun und jene nicht lassen.
Kapitel 11 Vers 43
43. Wehe euch Pharisäern, weil ihr den Ehrensitz in den Synagogen und die Begrüßungen auf den Marktplätzen liebt!
Kapitel 11 Vers 44
ἄδηλα,
82
A-NPN
unkenntlich gemachte
44. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr wie die unkenntlich gemachten Grüfte seid, und die Menschen, die darüber umhergehen, wissen es nicht!
Kapitel 11 Vers 45
45. Ein gewisser der Gesetzeslehrer aber antwortete und sagt ihm: Lehrer, mit diesen Worten, die du sagst, schmähst du auch uns!
Kapitel 11 Vers 46
46. Er aber sagte: Auch euch Gesetzeslehrern, wehe! Weil ihr die Menschen mit schwer zu tragende Lasten beladet und ihr selbst die Lasten mit nicht einem eurer Finger anrührt.
Kapitel 11 Vers 47
47. Wehe euch, weil ihr die Grabmäler der Propheten baut! Eure Väter aber haben sie getötet.
Kapitel 11 Vers 48
48. Also bezeugt und stimmt ihr den Werken eurer Väter zu; weil sie sie zwar getötet haben, ihr aber baut ihre Grabmäler.
Kapitel 11 Vers 49
49. Darum hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und verfolgen,
Kapitel 11 Vers 50
50. damit das Blut aller Propheten, das von Grundlegung der Welt an vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert wird,
Kapitel 11 Vers 51
[1 Abels] s. 1.Mo 4,8
[2 getötet wordenen] 2.Chr 24,20-22
51. vom Blut Abels an bis zum Blut des Zacharias, der zwischen dem Altar und dem Tempel getötet wurde. Ja, ich sage euch, es wird von dieser Generation gefordert werden !
Kapitel 11 Vers 52
[1 Erkenntnis] s. Hos 4,6
52. Wehe euch Gesetzeslehrern, weil ihr den Schlüssel zur Erkenntnis des Heils weggenommen habt! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr gehindert!
Kapitel 11 Vers 53